#NoRoomForDreams

von MichaelHero, 19.01.17.

  1. MichaelHero

    MichaelHero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.17   #1
    Hallo zusammen,
    ich habe diesen Songtext einfach mal aufgeschrieben, um
    Frust "loszuwerden" und meine emotionale Verfassung "aufzuklaren".
    Ein wenig habe ich schon daran gefeilt, suche aber Feedback für meine Formulierungen und Vokabeln.
    Dankeschön!

    https://soundcloud.com/michheld/noroomfordreams/s-C9c7N
    (1st take - so könnte es sich anhören...)

    #NoRoomForDreams
    Note:
    These thoughts may sound a little bit weird.
    They are just my way of working this out.

    Intro
    (Part1: Whisper "no room for dreams...")
    (Part2: Background voice "nananana...")
    (Small Silence)
    Verse 1:
    (am) This little story's 'bout a
    (F) man who suffers from being the
    (G) brave man he's expected to
    (am) be.
    He (am) surely tries to cope with this but
    (F) where...is...enough room for
    (G) him...and his treasured childhood
    (am) dreams?
    PreChorus: (pull all strings)
    He is
    (am) desperately caught between all
    (dm) stools not having
    (dm add4) even a chance to
    (C) lightly get-ting (em) off of (am) this... (short silence)
    Chorus 1: |optional Chorus 2:
    ...feels like: |…grant me:
    (am) No, no room for dreams...no |More…room for dreams, some
    (C) no.. he's got no means no |more…room for dreams, much
    (G) no...like hell it seems...so |more…room for dreams and
    => (D) stop leaving me "never-alone" |stop stealing (me) all my lifetime
    Oh no no room for dreams... |More…room for dreams, some…
    … …
    => (D) quit "chewing me off my bones" quit keeping me small and helpless.
    Verse 2:
    (am) He's so frus...trated 'bout the
    (F) way... and the extent other
    (G) people "con...su...me" his
    (am) time
    Now (am) should these be judged as selfish
    (F) thoughts? Or should we say it's
    (G) just a kind of se...lf-pro-
    (am) tection?
    (PreChorus, short silence)
    (Chorus)
    Bridge:
    (am)Lift (G)your (dm)head,
    it's (am) not (G) too (F) bad
    (am) Trust (G) your (dm) faith,
    now (am) free... (F) -dom (G) stays.


    Deutsche Übersetzung:

    Diese kleine Geschichte handelt von einem Mann,
    der darunter leidet, der verantwortungsvolle Mann zu sein,
    für den er gehalten wird (was von ihm erwartet wird).
    Er versucht wirklich, damit zurechtzukommen,
    aber wo ist genug Raum für ihn und seine Kindheits-Träume?

    Er sitzt verzweifelt zwischen allen Stühlen und hat keine Chance,
    einfach da rauszukommen.

    Fühlt sich an wie…
    kein Raum für Träume, er hat kein Mittel (dagegen),
    es scheint wie die Hölle zu sein, hört auf,
    mich „nie allein“ zu lassen –
    beendet es, mich von meinen Knochen abzukauen.

    (optional) …gewährt mir…Mehr Raum für Träume…
    ein wenig mehr…viel mehr Raum für Träume und hört auf,
    mir meine Lebenszeit zu stehlen. Mehr Raum für Träume…
    beendet es, mich klein und hilflos zu halten.

    Er ist so frustriert wegen der Art und Weise und des Ausmaßes,
    mit dem andere Leute seine Zeit verbrauchen.

    Sollten diese somit als egoistische Gedanken verurteilt werden?
    Oder sollten wir sagen, dass es eine Art Selbstschutz ist?

    Kopf hoch, es ist doch nicht zu schlimm.
    Vertrau Deiner Zuversicht, dann wird die Freiheit anhalten.
     
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  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.01.17   #2
    Hi MichaelHero,
    herzlich willkommen hier im songtexte-Forum!

    Schöner song, den Du da am Wickel hast ... hat für mich Anklänge an Folk und an Balladen, schöne Melodiebögen, finde ich.

    Sprachlich hätte ich ein paar Anmerkungen (die Akkorde brauchst Du übrigens nicht zu posten):
    being the brave man he's expected to be.
    verantwortungsvoll wäre responsible ... brave geht eher in Richtung tapfer - was die geschilderte Person ja auch ist ... ist dennoch eine leichte Differenz

    He (am) surely tries to cope with this but
    where...is...enough room for him...
    and his treasured childhood dreams?
    Das passt für mich satzstellungsmäßig nicht hundertpro ... aber wo ist genug Raum für ihn ... wäre eher so in Richtung wo ist der Raum, den er braucht oder wo ist mehr Raum für ihn ... ist vielleicht ein bißchen kleinteilig, aber man könnte sowas erwägen wie: but where is the room for his needs and his treasured childhoods dreams?

    He is desperately caught between all stools
    Da habe ich für das deutsche Sprichwort keine englische Entsprechung gefunden ... eine 1:1-Übersetzung kann auch ziemlich ins Auge gehen bzw. unfreiwillig komisch wirken ... to be between the devil and the deep blue sea wäre zwischen Baum und Borke, was dem nahe kommt ...

    Now should these be judged as selfish thoughts?
    eher: Now should these thoughts be judged as selfish?

    Nur mal als Anmerkung: Der Text würde nicht verlieren, eher gewinnen, wenn Du ihn auf deutsch bringen würdest - gibt´s einen Grund für eine englische Fassung? Geht mir eigentlich gar nicht so sehr um die Sprache an sich, sondern eher darum, dass ich denke, dass den eher ein deutsches Publikum hören wird ...

    Das Ende empfand ich als sehr überraschend und auch etwas versöhnlerisch: das Problem der Person wird für mich eigentlich gut und nachvollziehbar geschildert - und dann kommt am Ende etwas, das ich als sehr allgemein empfinde, fast eine phrasenhafte Durchhalteparole, gerade weil keine wirklich Lösung angeboten wird ...
    Dadurch wird eigentlich die Person noch einmal mehr alleine gelassen ... erst fressen alle Leute in ihrem Umfeld ihm die Zeit weg (und er läßt es zu), so dass er nicht dazu kommt, sich und seine Kindheitsträume zu leben ... und dann kommt von Außen noch so ein "Kopf hoch - wird schon" - Spruch ...

    Kommt zumindest bei mir so an. Vielleicht sehen andere das ja anders. Wäre ne interessante Frage, finde ich.

    Herzliche Grüße

    x-Riff
     
  3. MichaelHero

    MichaelHero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.17   #3
    Hallo x-Riff,
    erstmal vielen lieben Dank für Dein ehrliches Feedback.
    Ich freue mich sehr über Deine schnelle Antwort und dass
    Dir der Song gefällt.
    Zunächst sei gesagt, dass dies der erste Song von mir ist.
    Die Wahl fiel auf die englische Sprache, da ich in dieser
    ersten "Probierphase" vielleicht ein wenig zu schüchtern bin,
    um gleich die deutsche Sprache zu benutzen, die jeder sofort
    versteht. Da kam mir das Englische gerade Recht, um einen
    Text zu der kurz zuvor entstandenen Melodie / Akkordfolge zu
    entwickeln. Und genau da setzt ja auch meine Frage an.

    Wie Du ja auch schreibst, ist die Gefahr groß, mit einer nahezu
    direkt ins Englische übersetzten deutschen Redensart "komisch"
    zu wirken. Da schaue ich immer gern mal in Internet-Lexika nach...
    Die Satzstellung habe ich "kreativ" angepasst, um dem Rythmus
    der Musik gerecht zu werden. Auch da geht die Frage nach der
    Verständlichkeit an die englischen Muttersprachler. Hauptsache ist,
    dass ich nicht "don't" im Singular oder sogar "ain't" benutze ;-)

    Sehr interessant finde ich Deine Zielgruppenzuordnung des
    "deutschen Sprachraums" für den Inhalt des Songs. Da würde ich
    sehr gern noch mehr drüber erfahren! Über diese Zuordnung habe
    ich bisher noch nicht nachgedacht...

    Für die in der Bridge gewählte oberflächliche "Problemlösung"
    gibt es einen Grund: Die Hauptperson hat die Lösung auch noch
    nicht gefunden und empfindet das Problem in dem Moment als
    unlösbar...Das ist doch auch irgendwie eine Untersützung des
    Stropheninhalts, oder?

    Liebe Grüße
    MichaelHero
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.01.17   #4
    Hi MichealHero,
    über die Zielgruppe stolpert man eh irgendwann: an wen richtet sich das eigentlich, was ich hier mache?
    Praktischerweise ergibt sich das recht häufig: wenn man in Deutschland auftritt bzw. seine songs im Freundeskreis rumreicht oder zu Gehör bringt oder hier postet, wird es erst mal und vorwiegend ein deutsches Publikum hören.

    Demzufolge wäre ein deutscher Text naheliegender. Das Argument, dass man sich über den Text nicht so sicher ist und man lieber eine Sprache wählt, die das Publikum nicht so beherrscht (man leider selbst in vielen Fällen auch nicht so recht), damit es nicht so auffällt ... hmmm - ja, kann man machen ...

    Aber ich finde, dass Dein Text durchaus Substanz hat und sich nicht verstecken muss! Wofür man seine kostbare Zeit verwendet, ob man überhaupt noch zu sich kommt und was das mit einem macht, ständig verfügbar für andere sein zu müssen oder zu wollen - damit schlägt sich eigentlich jede/r rum - die einen besser, die anderen weniger.

    Dass die Person noch keine Lösung gefunden hat - das sehe ich genauso.
    Allerdings ist der Schluss grammatikalisch so, dass die Durchhalteparole dem Lyrischen Ich (also der geschilderten Person) von Außen als Kommentar und als Lösung präsentiert werden ...

    Das ist für mich noch mal ein Unterschied. Zumal aus meiner Sicht die Durchhalteparole eben keine Lösung ist, sondern vielleicht bzw. vielmehr ein Teil des Problems ...

    Herzliche Grüße

    x-Riff
     
  5. MichaelHero

    MichaelHero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #5
    Hallo x-Riff,

    da gebe ich Dir Recht! Ich denke mal darauf herum, wie ich das geschickt umstelle.

    Als "Ausrede" hätte ich hier nämlich nur noch zu bieten, dass die betroffene Person
    die von außen gelieferte Durchhalteparole bereits "verinnerlicht" hat bzw. dass diese
    in dessen Inneren quasi bereits als "Zitat" in einer "Endlosschleife" läuft. Da ist
    vielleicht so eine Art "Induktion" o.ä. erfolgt ;-)

    Klingt angefahren, oder? Ich gehe mal lieber bezüglich der Wortfindung in die Metaposition...

    Und nochmals thx for your quality feedback.

    Viele Grüße
    MichaelHero
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.02.17   #6
    Diese "verinnerlichte" Durchhalteparole finde ich eine gute Variante, zumal ja auch genau so was oft der Fall ist - also dass man sich quasi schon im vorauseilenden Gehorsam in gewisser Weise verhält ...

    ... aber auch das sollte kenntlich gemacht werden, beispielsweise entweder über die Stimme (als Stimme des Gewissens quasi) oder über sprachliche Wendungen wie "und ich sage mir selbst" etc. ...

    Herzliche Grüße

    x-Riff
     
  7. MichaelHero

    MichaelHero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #7
    Hallo x-Riff,

    ja genau. Jetzt sind wir aber auch schon fast im "Arrangement" des Songs angekommen
    => kann man zu diesem Forum-Baum verlinken? :-)

    Vielleicht bietet sich dann auch der Einsatz der Kopfstimme an 8<)

    Jetzt denke ich aber nochmal drauf rum. Vielleicht kann man sowas
    in den Vortakt der Bridge einfügen wie "And they say...".

    Viele Grüße
    MichaelHero
     
  8. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.02.17   #8
    Hi - ja genau so: irgendwann - und aus meiner Sicht ist das sehr erwünscht - fließen die Dinge halt ineinander - bis im besten Fall ein Gesamtkunstwerk entsteht im Sinne von: alle Bereiche, Text, Gesang, Melodie, Harmonien, Solo, Umsetzung, fließen ineinander und unterstützen sich gegenseitig und eine bestimmte Wirkung, die erzielt werden soll ...

    Deine Idee würde beispielsweise als "Stimme aus dem Off" gut funktionieren - im Übergang zum letzten Teil oder als dessen Intro wird diese Stimme aus dem Off drübergelegt - das ist vom Arrangement her recht einfach und sehr wirkungsvoll - die stimme könnte auch leicht verfremdet werden, die Beatles haben gerne mal ein Megaphon genommen und das dann leise zugemischt ...

    Schön, wenn man mitbekommt, wie ein song wächst, sich entwickelt und gedeiht ...

    x-Riff
     
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