NPD - Deutschland quo vadis!?

von jazzz, 18.09.06.

  1. jazzz

    jazzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #1
    Dieses Thema ist hier vielleicht eher heikel, aber ich möchte es trotzdem ansprechen:


    Viele in der Europäischen Union haben sich damals, als Jörg Haider mit seiner (damaligen) FPÖ in die österreichische Regierung einzog, aufgeregt, dass in Österreich "offensichtlich Rechte" in das Parlament gewählt wurden.

    Dass die FPÖ und auch die abgespaltete BZÖ auch in Österreich nicht unumstritten sind, sollte klar sein. Auch wenn oft zu leichtfertig mit den Worten "ihr Ösis den habt ja den Haider gewählt" , stimmt es dass ein gewisser Prozentsatz der Österreicher das wohl getan haben muss.


    ABER jetzt ist die NPD(!!) sogar in einen Landtag in Deutschland eingezogen und deren Vorsitzender bezeichnet sich sogar noch öffentlich als Neonazi!! Was ist los!? Andere schimpfen und im eigenen Land totschweigen? Sollte man nicht auch da etwas dagegen tun??

    ...ich weiß schon, dass Medien oft sehr reißerisch berichten um die SENSATION eben besser herauszustreichen, trotzdem finde ich es sehr alarmierend!

    Da ich es nicht weiß, möchte ich mal hier fragen:
    Was macht die deutsche Regierung dagegen? Was sollte sie eurer Meinung nach dagegen tun?

    Ich finde das Ganze jedenfalls sehr besorgniserregend...:(



    greetz
    jazzz

    P.S.: Ich will mit diesem Thread niemanden auf den Schlips treten und erst recht keinen beleidigen!
     
  2. therealpaddy

    therealpaddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #2
    mit der Rchten Szene gehts doch seit Jahren nur abwärts. Die Anzahl der Demo-Teilnehmer sinkt immer weiter, mittlerweile drohen sogar die ersten Veranstaltungen auszufallen. Intern zerspaltet sich alles und auf die Reihe kriegen sie sowieso nix. Also immer schön labern lassen :D
     
  3. jam-jam

    jam-jam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #3
    Man sollte nicht zu sehr die große BEsorgnis rauskommen lassen und immer wieder die Rechte Szene thematisieren. Klar sollte Aufklärung herrschen, aber zum Teil ist dieser Medienrummel auch Werbung für sie.
    Ich finde es schlimm, dass die NPD in den Landtag von Meck.-Pomm. gekommen ist, und bedaure auch zutiefst, dass es damals nicht geschafft wurde die NPD zu verbieten. Aber viel Einfluss hat sie nicht. Man sollte sie aber auch nicht stärker werden lassen
     
  4. monsterschaf

    monsterschaf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #4
    War ja klar, daß es so weit kommt. Die Leute in MeckPomm fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, und so drücken sie es aus.

    Ich glaube, die wenigsten haben "rechts" gewählt, weil sie rechts sind, sondern weil sie einfach die Schnauze voll haben.
     
  5. De$tructeur

    De$tructeur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #5
    Ich glaube nicht, dass ein Verbot der NPD all zu viele positive Aspekte hätte, das würde nur dazu führen, dass sich die rechten Stimmen auf weniger Parteien verteilen würden, somit erhielten die restlichen braunen Parteien (DVU, CSU etc.) mehr Macht und es würde das Gegenteil des Gewollten eintreten. Außerdem stände die NPD dann als "Märtyrerpartei" da, die Organisation der Rechten würde noch mehr im Untergrund verlaufen.
    Außerdem leben wir in einer Demokratie, wir sollten es auch so hinbekommen, gegen Rechts zu kämpfen, es gibt schon viel zu viele Verbote.
     
  6. RAUTI

    RAUTI Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.09.06   #6
    Die große Frage ist damals doch eher gewesen, weshalb man sie nicht verbieten wollte. In jedem Verfahren werden Beweise gesammelt. In dem Verbotsverfahren gegen die NPD wurden Beweise durch V-Männer so fadenscheinig konstruiert, dass das Verfahren scheitern musste. Statt zu erwähnen, dass die Hauptbelastungszeugen V-Männer waren, wurden die dem Gericht als NPD-Mitglieder bzw. Sympathisanten präsentiert - und in sehr kurzer Zeit entlarvt! Sorry, das war nicht einmal ein Laienschauspiel. Vielmehr hatte es den Anschein, als wollte man das Verbotsverfahren auch platzen lassen.

    Denken wir aber ein paar Jahre zurück, als noch einzelne Teile des Alliiertenrechts gültig waren (die letzten Teile wurde mit dem Einigungsvertrag endgültig außer Kraft gesetzt). Damals waren per Gesetz alle NSDAP-nahen oder der NSDAP in ihren Zielen, Inhalten, Strukturen und Organistaion ähnlichen Gruppierungen verboten. Das galt auch für die NPD. Allerdings war der Bundesrepublik schon immer das "Besatzerrecht" unsympathisch. Deshalb wurden auch große Teile schon 1968 mit den Notstandsgesetzen der BRD neutralisiert - immerhin 4 Jahre nach NPD-Gründung. Offenbar hat der Deutsche Rechtsstaat immer vermieden, die NPD oder ähnliche Parteien zu verbieten (obwohl das nicht einmal nötig gewesen wäre, die Feststellung einer nationalistischen Gesinnung hätte gereicht, um das bereits verhängte Verbot durchzusetzen...).

    Bei allen Diskussionen und Argumenten gegen ein Verbot wird freundlicherweise immer wieder verschwiegen, dass der Steuerzahler den Wahlkampf der NPD mitbezahlt, d.h. wir als Bürger und Steuerzahler dafür sorgen, dass die Bande ihre Parolen überall plakatieren dürfen und zu besten Sendezeit im TV ausstrahlen dürfen! D.h. der Staat ist das Sprachrohr der NPD!

    Warum aber wird soviel Wert darauf gelegt, dass die NPD nicht verboten wird? Angeblich will man verhindern, dass rechter Terror nicht in den Untergrund abgedrängt wird. Aber den Schwachsinn kann man doch wirklich nur Bildzeitunglesern verkaufen. Die NPD distanziert sich seit jeher von den Glatzen, die sich terroristisch betätigen (es sei denn, sie brauchen eine Schutztruppe für ihre Parteiveranstaltungen. Der Kontakt zwischen NPD und Glatzen ist offensichtlich). Nicht verfassungskonforme Aktionen der Glatzen gehen schon immer vom Untergrund aus. Ob die NPD verboten wird oder nicht, ändert an diesem Faktum nichts. Aber man könnte die NPD an der öffentlichen Agitation hindern.

    Aber offenbar will dieser Staat rechte Parteien am Leben erhalten....
     
  7. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #7
    Hallo zunächst einmal

    Ich denke nicht das es im Moment nötig ist sich besonders große Sorgen zu machen. Deutschland ist immer noch ein demokratischer Rechtsstaat und das wird er auch bleiben. Das die NPD nun erneut in einen Landtag gewählt wurde ist natürlich bedauerlich, man sollte sich aber die Fragen stellen ob die NPD überhaupt was erreichen kann; Warum es überhaupt zu dem Einzug kam; und Was man dagegen tun kann.

    Die Erste Frage lässt sich -zumindest in meinen Augen- relativ einfach beantworten. Die NPD wird auch in diesem Landtag nichts erreichen. Sie ist innerhalb des Landtags DIE isolierte Partei. Das sie allein schon aufgrund der wenigen Sitze gar nicht in der Lage ist etwas zu unternehmen sollte klar sein.
    Gut dennoch bleibt ein Dorn im Auge, verfügt die NPD als Oppositionspartei -wie jede andere Partei auch- über ein "Rederecht". Aber mal ehrlich: Man muss es sich ja nicht anhören...ist doch sowieso immer das gleiche Gesülze.


    Warum wurde die NPD überhaupt in den Landtag gewählt ?
    Sicherlich verfügt diese Partei wie jede andere auch über eine gewisse Stammwählerschaft. Diese sollte aber in diesem Fall nicht so groß sein, als dass ein solches Ergebnis möglich wäre. Logischerweise haben also auch andere die NPD gewählt. Und warum ? Weil die Politikverdrossenheit immer mehr wächst in diesem Land (was auch durch die niedrige Wahlbeteiligung gezeigt wird). Die demokratischen Parteien werden abgestraft, weil sie keine wirklichen Lösungsvorschläge für die alltäglichen Probleme wie Arbeitslosigkeit etc. etc. vorlegen können. Das was sie vorlegen wird eher als Belastung denn als Hilfe gesehen. Auch auf Bundesebene gibt es trotz großer Koalition nur kleine Erfolge zu vermelden.

    Politikverdrossenheit, eine niedrige Wahlbeteiligung und Frustwähler spielen den radikalen Parteien natürlich in die Arme.


    Was kann man dagegen tun ....das ist schon wesentlich schwerer zu beantworten. In erster Linie müssten die demokratischen Parteien (vor allem aber die Regierung) den Leuten wieder eine Perspektive verschaffen. Jobs/Arbeit und der daraus folgende Wohlstand müssen her. Außerdem müssen diese Sandkasten-Spielchen a la "Ja die haben es zuerst verbockt" aufhören. Es nervt die Menschen ungemein das lieber darüber diskutiert wird.. wer denn jetzt an was Schuld hat anstatt etwas zu ändern. Die Probleme müssen also gemeinsam Angegangen werden. Außerdem wäre mehr politische Bildung nicht verkehrt, fängt diese eigentlich erst in einem Alter an, indem sich die meisten sowieso schon eine Meinung gebildet haben. Die NPD rekrutiert ihren Nachwuchs schon recht früh (Familienfeste und das Engagement in der Jugendarbeit lassen grüßen). Da müssen die demokratischen Parteien einfach ansetzen.
     
  8. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #8
    Man sollte sich einfach mal fragen WARUM die denn überhaupt gewählt wurden?

    Garantiert nicht, weil das dort alles Faschos sind.
    Denn dann hätte die NPD dort konstante Wahlergebnisse und nich immer Unter-Ferner-Liefen mit Ab und an mal Teilerfolgen.

    Das sind frustrierte, verdrossende und perspektivlose Wähler, mehr nicht.
    D.h. die Mitte müsste "einfach" mal effektive Politik machen die den Bürgern zu gute kommt und das Problem hätte sich von allein erledigt.

    Eigentlich ganz einfach.
    Aber wenn die großen Parteien immer nur meckern und nix an sich selbst verbessern (und somit nix an der Ursache ändern), wird das alles nix bringen.
     
  9. Booster

    Booster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #9
    Ich denke, dass es auch nicht gut gewesen wäre die NPD zu verbieten. Solange sie öffentlich ist, hat man eine gewisse Kontrolle, da sie in der Öffentlichkeit steht. Zudem ist es doch so, dass wir nicht von Demokratie reden können, aber eine Partei verbieten, weil wir die Ziele verabscheuen. Versteht mich nicht falsch, auch ich bin gegen die NPD und gegen Rechte. Aber "wir" könnten uns (alle die gegen sie sind...also ich auch) nicht demokratisch nennen, wenn wir jmd. die Redefreiheit nehmen, weil uns das was sie sagen unliebsam ist. Das wäre doch gegen die Grundsätze, die wir ja eigentlich mit dem Verbot verteidigen wollen. Und dann wären wir ja keinen Deut besser als die NPD. Leider ist der Einzug der NPD für mich keine sonderliche Überraschung. Sie holen ihre Stimmen zuhauf bei verzweifelten Menschen (über 30% der Arbeitslosen haben NPD gewählt....kein Wunder..diese LEute sehen kaum Zukunft für sich und die NPD kann sie leicht beeinflussen.). Zudem ist es so, dass die NPD ihre Wähler dazu bringt wählen zu gehen. Bei so geringen Menschen die überhaupt wählen gegangen sind, kann sowas viel ausmachen. Gerade was das Werben neuer Wähler angeht, ist die NPD leider oftmals schon geschickter als andere Parteien. Statt darüber zu diskutieren wie schlimm die NPD ist und wie man sie vll doch noch verbieten könnte, sollte man an dieser Stelle anfangen gegen sie zu arbeiten. Man muss den Leuten vernünftig klarmachen, warum sie trotz ihrer Probleme nicht die NPD wählen sollten und ihnen klarmachen, dass auch der NPD nichts dran liegt ihnen zu helfen, sondern das die darauf aus sind diesem Land zu schaden mit dem was sie wollen. Wenn man dies vernünftig angehen würde (und geschlossen von allen bzw. vielen Parteien), denke ich könnte man das Problem mit der NPD wieder in den Griff bekommen.
     
  10. Julian

    Julian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #10
    Hi,

    auch hier ist mein Standpunkt vielleicht etwas "komplizierter".
    Der Mann mag gestört sein (vorallem in Hinsicht auf "Demokratie abschaffen"!), aber das, was er zu Hitler sagt, so wie es da steht, finde ich absolut nachvollziehbar. Der Mann hat - definitiv! - viele (positive) Dinge geleistet, die keiner geschafft oder für Möglich gehalten hat. "Phänomen" ist meiner Meinung ein treffender Ausdruck.

    Ich finde es schade, dass man sofort alles was die Buchstabenfolge HITLER beinhaltet, in die Ecke "grausam, wahnsinn, unmenschlich, von vorne bis hinten schrecklich" wirft. Klar, einiges was er getan hat, gehört genau in diese Ecke. Aber nicht alles. Hier in Deutschland darf man das aber wohl anscheinend nicht mehr sagen. In Amerika ist eine solche Einstellung normal und völlig legitim, und keiner (auch keine Ausländer) stören sich daran, sondern fühlen sich als Teil dessen (Ausnahmen gibt es wie immer überall).

    Mich, als Fremder in einem anderen Land, sei es Österreich, Schweiz, Italien, Amerika, Kanada oder wo auch immer, freut es, wenn ich Fahnen oder andere Objekte sehe, die Nationalgefühl ausdrücken. Nichts ist verwerflich daran. Wenn ein Volk zusammenhält und nicht (wie zB in Deutschland) nur gegeneinander wettert, kann es viel mehr erreichen. Und mit erreichen ist alles andere als Krieg gemeint !

    Wenn ihr in einer Band spielt und stolz auf euch seid, auf das was ihr erreicht habt, dann steigt auch der Ehrgeiz weiter und ihr werdet besser und effektiver zusammen spielen und Songs schreiben. Seid ihr ewig uneinig, kritisiert ihr euch die ganze Zeit, seit nicht zufrieden mit dem was ihr habt bzw. den Willen dieses auszubauen, dann werdet ihr auch musikalisch nicht weit kommen. Dieses System in sehr groß und etwas verkomplizierter ist auch in einem Land so... Deshalb kann ich es nicht verstehen was dagegen spricht, enger zusammenzurücken und dem Land wieder zu mehr Wachstum und Erfolg zu verhelfen - und damit meine ich nicht geographisch.

    Nichts anderes hat der Kerl da zu diesem Thema geäußert. Über den Wunsch, Demokratie abzuschaffen brauchen wir nicht reden. Ebensowenig über die engstirnigkeit und Primitivität der NPD.

    Grüße
    Julian
     
  11. UncleReaper

    UncleReaper Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #11
    Wer fährt einen VW und mit dem auf Autobahnen ? :D
    So ist es. Aber es ist immer leichter einen Sündenbock zu holen,
    als sich selbst mal in den Hintern zu treten und sich Fehler einzugestehen.
     
  12. Arvir

    Arvir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #12
    Meiner Meinung ist ein "Wahlerfolg" einer Partei wie der NPD zwar ein leichtes Armutszeugnis für das betreffende Land, aber kein Grund die drohende Apokalypse der Demokratie zu sehen.
    Ich meine die NPD hat sich bis jetzt dadurch ausgezeichnet, durch vollkommen subjektive populistische Parolen für Aufsehen zu sorgen, in den Parlamenten ( so sie denn vertreten sind) mal eben überhaupt nichts auf die Reihe zu bringen ( das ist wörtlich zu nehmen: Sie "glänzen" durch ein paar grenzwertige Formulierungen und sitzen ansonsten dumm rum) und als "Stammwählerschaft" ein paar Skins und Frustwähler ( jaja das schöne Politikerdeutsch) zu gewinnen.
    Das mag jetzt überspitzt ausgedrückt sein aber faktisch ist es doch so dass sich die NPD auf die tatsächliche Politik in Deutschland keinen Einfluß hat.
    Last sie reden, gebt ihnen keine Sendezeit mehr und ( an die Adresse der Fernsehsender) gewöhnt euch endlich diese Schlagzeilenheischerei mit Post-Nazigespenstern ab.
    So und um mal richtig subjektiv zu ändern: Die NPD ist ein Haufen Witzfiguren.
     
  13. jam-jam

    jam-jam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #13
    Ich denke, dass der Wahlerfolg der NPD nicht nur mit den Frustwählern zusammenhängt. Diese sind nämlich sehr klein an der Zahl. Aber Fakt ist, dass die Wahlbeteiligung der Wähler von den Volksparteien nicht wählen gegangen sind. Die NPD aber weiss seine Wähler zu mobilisieren und die gehen dann auch Wählen.
    Wenn also die anderen Parteien weniger Stimmen bekommen und die Wähler von der NPD gleich bleibt wie sonst( und eventuell noch neue Anhänger bekommen hat), dann kommt so ein Ergebniss heraus.
    Dies läuft aber auf den selben Schluss hinaus wie eine eventueller Frust bei den Wählern ( der sich auch durch Nichtwahl zeigt): Die Regierung wird skeptisch angesehen und muss mehr Arbeit leisten um die Wähler wieder hinter sich zu bringen.
     
  14. kittenskinner

    kittenskinner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #14
    Das ist eine faule Ausrede. Der Osten Deutschland´s wurde mit Milliarden aufgepeppelt. Doch viele Menschen dort sind einfach von, "die SED sagt mir schon was ich tun soll", zu "Kohl, Schröder & co. sollen mir sagen was ich tun soll" übergegangen. Jetzt schauen sie zu, wie in ihren Käffern kahlrasierte Jugendliche alle, die ihnen nicht in den Kram passen, bedrohen oder schlimmeres. Gleichzeitig wundern sie sich, warum kein Unternehmen in Hintervotzenhausen bei Schwerin investieren, und so Arbeitsplätze schaffen, will.
     
  15. schmunda

    schmunda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #15
    Beispiele Bitte! Komm jetz nicht mit der Autobahnstory und den Arbeitslosen.

    Ich finde das überhaupt nicht "schade". Während dieser Zeit wurden über 6 Millionen Menschen systematisch ermordert. Da ist es mir ziemlich egal, ob er ab und zu mit dem Hund Gassi gegangen ist, der dufte Typ. ;)

    Halbwahrheiten und hören/sagen. Bloß weil es in Amerika Nazis gibt und Symbolik des 3. Reiches dort nicht verboten ist, heißt das nicht, dass so eine Einstellung konsensfähig oder akzeptabel ist.

    Gut das würde das Thema sprengen, deine Meinung.
    Ich find Nationalismus in jeglicher Form recht unnützlich.
    Ich brauch keine Nationale Identität und selbige ist mir auch ziemlich egal.
    Wenn man konstruierte Ideale benötigt um auf irgendwas Stolz sein zu können , find ich dass recht armselig.

    Glaub nicht das die NPD außer Pöbeleien während der Sitzungen und nicht tragbaren Vorschlägen nicht viel erreichen wird. Siehe Landtag Sachsen.
     
  16. EvolutionVII

    EvolutionVII Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.09.06   #16
    Ja genau, und wenn ich die Schnauze voll hab, wähle ich auch Nazis :screwy::screwy:
    Die Leute dort sind einfach richtig demotiviert und ZIEMLICH DOOF. Sorry, aber wer glaubt, dass die NPD ihnen dort helfen wird, kann sich gleich nach dem Motto "Follow your leader" eine Kugel in den Kopf jagen. In einem Interview hat eine Dame gemeint: "Ja, mal sehen was die für uns tun" Wie kann man so blöd sein ? So schlecht kann es mir nicht gehen, dass ich eine rechte Partei wähle. Die Ausländer zu beschuldigen ist keine Lösung. HEBT EURE ÄRSCHE UND MACHT WAS.

    Natürlich klingt das jetzt hart, aber ich glaube nicht, dass die Leute dort eine Ahnung haben, wie schnell die rechte Gewalt auch auf sie wirken kann.
     
  17. AgentOrange

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    Erstellt: 18.09.06   #17
    @schmunda:

    Teilweise hat Julian recht, nämlich in den Punkten von wegen Nationalgefühl etc.
    Ich bin stolz drauf in diesem Land zu leben und darauf was es bisher erreicht hat (mal abgesehen von dem einen oder anderen schwarzen Fleck in der Geschichtsschreibung ...).

    Na und? Bin ich deswegen gleich nazi oder sowas? Eben grad darum nicht! Meiner meinung nach sollte jeder der auch nur ein bisschen nationalstolz hat versuchen diese Braune Kacke aus dem Land zu entfernen, egal wo sie sitzen oder was sie tun.
     
  18. schmunda

    schmunda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #18
    Nein, auch Julian (wahrscheinlich) ;)³ nicht!

    Ich sehs eben nur anders!
     
  19. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.09.06   #19


    Jo, is ja auch kein Ding, is ja n Forum :)
     
  20. Booster

    Booster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.06   #20
    Leute kommt mal wieder ein wenig runter...jetzt nur noch Beleidigungen etc auszutauschen bringt nichts. Zu sagen das die Leute dumm sind bringt nichts. Die Leute sind verzweifelt. Da werden viele drunter sein, die ja arbeiten wollen aber nichts finden und irgendwann ist man dann so frustriert, dass man vieles glaubt, bzw. jmd sucht der verantwortlich ist. Ich denke aber das können wir nicht beurteilen, warum so jmd. dann so handelt, da es uns nicht so ergeht. Und zum Thema nationale Identität. Ich finde das schon wichtig. Einfach auch um zu wissen wo ich herkomme, wie das Land ist wo ich herkomme. Ich finde eher Äußerungen "Nationalgefühl...ist doch Schwachsinn" eher kontraproduktiv für ein Land. Wie soll man Probleme im Land lösen oder in der Außenpolitik vernünftig handeln, wenn selbst dem eigenen Volk das Land egal ist. Ich denke vor allem nicht, dass das konstruierte Ideale sind, da sich jeder ja selbst aussuchen kann, was ihm gefällt. Und wenn jmd. nichts findet, kann er sich ja woanders etwas suchen. Und eine Bitte an dich Schmunda...ohne dich angreifen zu wollen... begründe deine Argumente doch bitte....ansonsten bringt es nichts seine Meinung zu äußern. Und komm bitte beim Thema Nationalgefühl nicht mit einem Argument wie: "Nach der Geschichte die wir haben ist das nicht angemessen" ..Ja, wir haben eine schlimme Geschichte die sich zweifellos nicht wiederholen darf, aber ich bitte euch...ich meine wir sind die 3 (und mehr) Generation danach. Wir haben mit damals nicht mehr viel gemeinsam. Klar soll man das alles nicht vergessen, aber wir können stolz sein was in diesem Land nach dem Krieg passiert ist, wir können auch auf vieles aus der Geschichte dieses Landes davor stolz sein. Ich denke es wird Zeit, dass die Leute hier sich nicht mehr schuldig fühlen für das was damals passiert ist. Sie sollen ein Bewusstsein dafür haben..aber kein Schuldgefühl