Tja, erstens sieht man wieder, dass zu Patenten (in dem tz Artikel) von Laien wieder quatsch verzapft wird:
| Verwaltungsverfahren | Die Anmeldung gilt als zurückgenommen wegen Nichtzahlung der Jahresgebühr/das Schutzrecht ist wegen Nichtzahlung der Jahresgebühr erloschen | 01.02.2023 | 27.04.2023 |
Das ehemalige Patent, das NUR in Deutschland galt (also schon mal keine weiteren Länder in Europa) habe ich Euch bei Interesse angehängt.
Zweitens ist mit jetzt 82 Jahren natürlich fraglich, was der gute Erich Sokollik bei geplanten 2 bis 3 Instrumenten pro Jahr überhaupt noch an Output liefern kann, wobei die Stückzahl von 30 von 2009 bis jetzt ja nur 1,7 Instrumente pro Jahr ergibt.
Und dann müssen sich auch erst mal Interessenten finden, die nicht mit staatlichen Geldern einkaufen gehen können, wie es in dem beschriebenen Fall war:
"Das mit rund 17.000 Euro teuerste und größte Instrument hat er für die Staatliche Hochschule für Musik Trossingen gebaut. Es ist ein Piano-Vollholz-Akkordeon aus Kastanienholz mit 47 Tasten, sieben Kinnregistern und sechschörigem Bass."
Ich denke mal, dass bei den Kosten zum Suchen von Teilen und Komponenten, was ihm halt schöne steuerlich abzugsfähige Reisen beschert, und den Kosten für Zugekauftes, Werkstatt und Werkzeug, und der geringen Stückzahl selbst bei hohen Stückpreisen (es sind ja auch nicht immer 17.000 €, aber selbst damit kommen bei im Schnitt 1,7 Instrumenten weniger als 30.000 € Einnahmen im Jahr zusammen) man das Ganz doch wohl eher als Alters-Hobby zu sehen ist.
Wir sind journalistisch scheinbar schon im Bereich des Sommerlochs und es wird in Anbetracht von Kriegen, Politik und Wirtschaft verzweifelt nach Positivem zum Berichten gesucht ...
Aber natürlich ist es eine schöne persönliche Geschichte und ich wünsche dem Erich ganz viel Spaß und ein langes Leben
