Oktavreinheit, Intonation Telecaster - merkwürdiges Bild der Reiter (spez. E-Saite)

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matthiasaugsten

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Hallo, ich habe nach exakter Korrektur der Oktavreinheit folgendes merkwürdige Bild an der Bridge meiner Tele erhalten.
Das ist doch werkwürdig, das die 0,50-er E-Saite soweit in Richtung Hals steht. Was kann denn dafür die Ursache ein?
Die A-Saite ist eine 0,40

20260810_112017.webp
 
Grund: Bild eingebunden
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...menschliches Versagen, oder auch Irrtum...kann ne nachvollziehbare Ursache sein.
Defekt des Stimmgerätes oder sonstige Fehlfunktion des Stimmgerätes mit der Saite bei gleichzeitiger kompletter Unfähigkeit sowas mit dem Gehör zu überprüfen...wäre auch noch möglich...
Komplett kaputte E-Saite...wäre auch noch möglich, aber weniger wahrscheinlich als die ersten beiden Möglichkeiten...
 
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  • #3
Also auch mit meinen Ohren passt das so.
Übrigens bin ich seit 1980 Gitarrist, in aller Bescheidenheit
 
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Das sieht nach einer G&L aus, aber das nur nebenbei….
Die Methode „Flageolett am 12. Bund mit gegriffenem Ton im 12. Bund abgleichen“ ergänze ich immer mit:
„Saite im 3.Bund abgreifen, stimmen und dann mit gegriffenem Ton im 15.Bund (der Oktave ) vergleichen“ (das Abgreifen so leicht wie möglich).
Zusätzlich mal verschiedene Bünde abgreifen und auf dem chromatischen Stimmgerät schauen, ob alles einigermaßen im Lot ist.
HTH
 
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  • #5
Auch die Flageoletts passen so, aber die Geometrie stimmt mich eben merkwürdig.
Übrigens war vorher eine dreiteilige Brücke mit jeweils 2 Saiten auf einem Reiter verbaut.
Das ging gar nicht, deswegen hab ich jetzt die mit 6 Einzelreitern drauf.
 
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Also so ein grundsätzliches Bild: "/ /" (natürlich neben- und nicht hintereinander...) der Stegreiter ist IMO erstmal typisch (Die Oktavreinheit ergibt sich aus der unterschiedlichen Steifigkeit und Radius der Saitenumlenkung am Stegreiter. Wichtig ist da vorallem der Saitenkern (bzw. die blanke Saiten bei den Diskantsaiten, die ja nicht umsponnen sind. Daher zweimal ein "/" Bild.)

Was für mich aber wirklich komisch ausschaut ist diese wilde Saitenführung hinter den Stegreitern. Kann es sein, dass die Saiten jeweils oberhalb der Einstellschraube statt unterhalb verlaufen sollte? Oder sind die Bohrungen in der Grundplatte wirklich so blöd zentriert unter den Einstellschrauben, dass die Saite da drumrumgewickelt verlaufen und aufliegen müssen? Eigentlich sollte die Saiten vom Stegreiter zur Durchführung am Body "frei" verlaufen.
Alles andere ist IMO ein potenzieles Problem für die Stimmstabilität.

Edit:
...., ach die 6er Reiter sind nachgerüstet.... puh, das nicht gut....
 
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  • #7
die Bohrungen für die Saiten sind nicht an den richtigen Stellen.
Das passt alles nur so lala, aber die Saiten an sich schwingen richtig.
Wie gesagt hat die originale Brücke überhaupt nicht funktioniert
 
Für mich wirkt es als wäre der Saitenreiter der E Saite falsch gekerbt . die Saite liegt hinten auf während die anderen vorn zum pu hin aufliegen.
Auch wirkt es als sei die kerbe zu schmal.
 
... nun ist schon zu spät, aber es gibt "kompensierte" Zweier-Reiter, die das typische //-Muster möglich machen. Das mit der tiefen E-Saite hier ist entweder falsch justiert oder diese Saitenführungen sorgt für Kummer. Alte/kaputte Saiten spinnen auch was die Intonation angeht. Wenn die Kerbung des Reiters zu eng ist, würde das auch dazu führen, dass die Auflage beim Reiter weiter nach hinten wandert (er also weiter nach vorne muss).
 
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  • #10
ja, diese Brücke ist Scheisse und ich muss mich um ne andere kümmern
 
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  • #11
Das sieht nach einer G&L aus
Nein!

GL-ASAT-Classic-Bridge-Right-Handed-Assembly.webp


Das wird eine chinesische Billig-/ Schrottbrücke sein:
Die Löcher für die Saitendurchführung laufen unter den Schrauben für die Intonation, die Saitenreiter sind mittig gekerbt, die Schrauben sind viel zu lang.
Da hilft nur ein Austausch gegen eine vernünftige 6-Reiter Brücke oder gegen eine mit 3 Reitern, welche aber einstellbar sind.

Als Beispiel: https://www.thomann.de/de/gotoh_wilkinson_wt3_t_style_bridge_c.htm?gad_source=1&gad_campaignid=1576042963&gclid=EAIaIQobChMI4puzvIOWlgMVxaaDBx3Ydg_sEAQYBCABEgI_zvD_BwE*

Viele Grüße, Peter
 
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  • #12
Übrigens bin ich seit 1980 Gitarrist, in aller Bescheidenheit
....das weiß ich ja nicht...es ging nur um mögliche Ursachen, ich wollte dir nicht persönlich zu nahe treten...wenn ich in meinen Jahren als Guitar Tech sowas sah lag es zu 95% daran😉.

Noch ne Möglichkeit wäre kaputte Saite plus Stratitis plus falsche Halswölbung...wobei letztere beiden Punkte dann auch andere Saiten zumindest tendenziell beeinflussen sollten...
Gruß,
Bernie
Beitrag automatisch zusammengefügt:

diese Brücke ist Scheisse und ich muss mich um ne andere kümmern
Aber daran kann diese Abweichung nicht liegen...klar beeinflusst diese Schlaufe die die Saiten machen müssen um wieder richtig über die Böckchen zu laufen Saiten mit dickem Kern/Wicklung mehr als die dünneren, trotzdem ist die E Saite so weit out of Range, dass das ne Ursachen-Kombi sein muss...
 
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  • #13
das war bei der vorigen Brücke mit 3 Doppel-Saitenreitern auch schon so.
Werde es mal mit einer anderen Saite probieren
 
  • #14
  • #15
Ist es nicht egal wo diese Saitenreiter stehen, solange die Intonation und der Rest passt???
Die Saitenführung ist doch eher was, wo man was ändern sollte. Aber auch hier würde ich drüber hinwegsehen, sofern es dadurch nicht irgendwelche Beeinträchtigungen gibt...
 
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  • #16
Ist es nicht egal wo diese Saitenreiter stehen, solange die Intonation und der Rest passt?
seh ich auch so: wenn's richtig klingt, ist es richtig intoniert.
(aber trotzdem würde ich eine ästhetischere Brücke einbauen...)
 
  • #17
Die Grundeinstellung der Intonation würde ich zunächst mal mit einem Lineal prüfen und einstellen.

Für die hohe E-Saite ... der Abstand zwischen 12. Bund und dem Saiten-Auflagepunkt am Seitenreiter ist die Häfte der Mensur plus Durchmesser der hohen E-Saite.
Für die H-Saite ... Position des Saiten-Auflagepunkt am Saitenreiter der hohen E-Saite plus Durchmesser der H-Saite
Für die G-Saite ... Position des Saiten-Auflagepunkt am Saitenreiter der H-Saite plus Durchmesser der G-Saite
Für die D-Saite ... Position des Saiten-Auflagepunkt am Saitenreiter G-Saite plus Durchmesser der D-Saite
Für die A-Saite ... Position des Saiten-Auflagepunkt am Saitenreiter der D-Saite plus Durchmesser der A-Saite
Für die E-Saite ... Position des Saiten-Auflagepunkt am Saitenreiter A-Saite plus Durchmesser der E-Saite

Dadurch ergibt sich zunächst die treppenartige Verschiebung der Saitenreiter. Die Feineinstellung mache ich dann mit dem Stimmgerät durch Vergleich des gegriffenen Tons am 12. Bund mit dem jeweiligen Flageolett-Ton.

Tipp ... prüfe, ob die tiefe E-Saite direkt an der Auflagefläche am Saitenreiter so wie es sein soll, einen scharfen Knick hat, oder ob da ein runder Buckel ist.

Tipp 2 ... Wenn Du häufig Pickups tauschst, nimm eine Half-Bridge und eine separate Pickup-Platte. Da muss man nicht immer die komplette Bridge zum Pickupwechsel abschrauben.

Tipp 3 ... Wenn Du eine neue Bridge kaufst, achte darauf, dass die Befestigungslöcher zum Festschrauben an der richtigen Position sind. Da gibt es unterschiedliche Ausführungen.

Noch ein Tipp ... Wenn Du hast, kannst Du auch Testweise mal Strat-Vintage-Reiter mit der mittigen Saitendurchführung probieren.
 
  • #18
Die Saitenführung ist ja schon merkwürdig, ich hatte auch so eine billige Brücke und auf eine Babizc Tele Style Bridge umgerüstet.
Das ist schon ein riesen Unterschied.
Auf jeden Fall passen die Reiter wie oben gezeigt schon mal gar nicht. Da grausts mich schon beim hinsehen.
 
  • #19
Ich finde eigentlich auch, wenn es stimmt, dann kann man doch zufrieden sein.

Allerdings halte ich es hier natürlich für sehr wahrscheinlich, dass es zwar im 12ten stimmt, aber sonst halt nicht.
Wenn die Saite am Sattel nicht an der richtigen Stelle aufliegt (weil sie z.B. zu dick ist) dann stimmt es mit der Einstellung zwar im 12ten, aber sonst halt auch nicht wirklich.
Oder wenn der Weg der Saite am 12ten vom Flageolett bis zum Bundkontakt ein ganz anderer ist bei den Nachbarsaiten, dann ist so etwas auch möglich.
Und die erwähnte Biegung oder Knick über den Sattel ist auch ein wichtiger Punkt. Du hast mit 0.5 halt schon die Grenzen erreicht, wo alles noch normal läuft.
Die Saite liegt bestimmt nicht richtig in der Kuhle, weder am Sattel noch auf den Reitern.
 
  • #20
Die Saitenführung an der Brücke ist eine Katastrophe. Müsste da die Schraubenbohrung in den Reitern nicht seitlich
versetzt sein um eine gerade Saitenführung zu ermöglichen?
 
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