Optical Kompressor vor der Aufnahme?

von Huitzilopochtli, 09.04.04.

  1. Huitzilopochtli

    Huitzilopochtli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.04   #1
    Hallo zusammen,

    Ich bin ein bißchen verwundert über die Meinung bzgl. Kompression vor der Aufnahme (egal ob Vocal, Guitarre, etc.). Obwohl ich nix professionell aufnehmen möchte haben mir Bekannte empfohlen mir auf jeden Fall einen Kompressor zuzulegen, um das Signal vor der Wandlung zu optimieren.

    Habe mir daraufhin den C-com opti (optical compressor) von Samson bestellt, weil es hieß, dass der gut sei.

    Jetzt les ich hier öfters, dass viele vor der Wandlung gar nicht oder nur dezent komprimieren. Mich würde interessieren ob es nun wirklich wichtig ist zu komprimieren oder nicht.

    Mein Equiment: iBook G3 12", Tascam US-122, Samson C-3 (Kondensatormicro), C-com opti, Garageband, Audacity

    Ich weiß, dass das wirklich ein Low-End Equiment ist, soll ich den Kompressor wieder zurückschicken, weil der bei dem Equiment nicht wirklich viel Verbesserung bringt??
     
  2. awos

    awos Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.04   #2
    hallo


    also ich sage dir meine Meinung und wie ich das mache.
    Ich komprimiere sehr stark meine Gitarren , Syntesizers ,Vocals und Bas bereits vor dem Recordern und alles klingt ordentlich.
    Es gibt verschiedene Meinungen zu dieser Problematik ;
    einige z.B komprimieren vor dem Recordern nicht so stark um dann die einzelnen Spuren noch mal mit dem Kompressor zu bearbeiten.
    Ich finde sowas nicht so gut. Die Regele ist vor dem Recordern so wenig Effekte wie möglich und Kompressor ist kein Effekt.
    Musst du einfach einiges ausprobieren und feststellen was für dich am besten klingt. Ich habe für mich optimale Lösung herausgefunden und ich verlasse mich selten nur auf Meinung von s.g Experten da einiges im Recording ziemlich relativ ist.
     
  3. disaster

    disaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.04   #3
    Hi,

    also bei einem Kompressor VOR der Aufnahme wäre ich vorsichtig, denn es lässt sich nachträglich nicht mehr rückgängig machen! Ein Kompressor VOR der Aufnahme ist nützlich, wenn du nur mittelmäßiges Equipment zum Recording hast (z.B. schlechte Soundkarte, welche nur mit 16 Bit aufnehmen kann und einen Signal/Rausch-Abstand von nur 40dB hat ;) ). Denn dann holst du dir ja quasi vor dem Recording "mehr Lautstärke" und ist in solchen Fällen natürlich sehr gut.

    Generell kann man sagen: Vocals kann man ruhig schon während der Aufnahme problemlos mit 2:1 (bei -10 bis -15dB) oder höher komprimieren, Gitarre und Keyboard genauso.

    Also wenn du eine schlechte Soundkarte hast, dann behalt den Kompressor. Hast du aber eine gescheite Soundkarte mit hohem Signal/Rausch-Abstand, brauchst du ihn nicht unbedingt, wobei er trotzdem die Qualität verbessern könnte.
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.04.04   #4
    Eigentlich gibt es dazu nur zwei Dinge zu sagen, die in etwa die Grenzen festlegen, "wieviel" Kompression vor der Aufnahme sinnvoll ist.
    Das eine ist die Dynamik des Wandlers: Signale wie Drums etc. mit sehr großem Dynamikumfang sprengen u.U. wie schon gesagt den Dynamikbereich eines günstigen Wandlers - soll heißen, die leisen Passagen gehen im Rauschen unter bzw. bei anschließender Kompression nach der Aufnahme würde man u.U. das Rauschen der Wandler stark anheben, das will mnan natürlich nicht. Daher so aussteuern, dass es "passt", und wenn das nicht reicht, dann eben schon vorkomprimieren.
    Das andere ist ein ganz einfacher Grundsatz: Ein "zuviel" an Kompression ist nie wieder wegzubekommen aus einer Aufnahme. Daher der Grundsatz "möglichst nicht oder nur soviel wie gerade nötig", um auf der sicheren Seite zu sein.
    Zwischen diesen beiden Eckpunkten kann man sich frei nach Gusto bewegen, da gibt es dann kein "richtig" oder "falsch"...

    Die Regel lautet "keine destruktive (=nicht mehr rückgängig zu machende) Soundbeeinflussung während der Aufnahme, solange nicht aus technischer Sicht unumgänglich". Dabei ist es zunächst mal völlig egal, wie man das Kind benennt. Ein EQ ist auch kein Effekt, trotzdem setzt man auch den bei der Aufnahme nur soweit ein, wie es für eine technisch saubere Aufnahme sinnvoll ist - die "künstlerische" Klangbearbeitung kommt später...

    Jens
     
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