PA mit einer Endstufe betreiben

von Roli, 12.04.07.

  1. Roli

    Roli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #1
    Hi zusammen!

    Ich hätte mal ne simple Frage, bei der ich eine Bestätigung brauche, damit ich mich auch nicht irre :confused:

    Ich habe ein PA System mit 1 Mackie 410 und Mackie 408 pro Seite. Es steht mir eine Endstufe zur Verfügung. Dazwischen hängt noch eine Frequenzweiche. Ich verwende eine Seite der Endstufe für die Tops und die zweite für die Bässe.

    Ich täusch mich jetzt aber nicht wenn ich sage, dass ich dann nur Mono spielen kann oder?

    Sorry für die doofe Fragestellung.

    Gruß
     
  2. sniper

    sniper Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.04.07   #2
    Du täuschst Dich nicht, die Wiedergabe ist Mono.
     
  3. Roli

    Roli Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #3
    Tausend Dank für die Bestätigung, ich hab schon an meinem Wissen gezweifelt.... :rolleyes:
     
  4. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 12.04.07   #4
    Irgendwie stehe ich jetzt etwas auf dem Schlauch.
    Wo ?dazwischen und was macht die da?
    Warum machst Du das nicht wie alle anderen auch und schleifst die Tops in die Bässe ein,die Subs haben doch eine Frequenzweiche drinn oder nicht?
     
  5. FranceArno

    FranceArno Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.04.07   #5
    Nun, grundsätzlich würde ich eine aktive Trennung einer passiven vorziehen. Und live ist es zumindest in der Größenordnung, in der die genannten Lautsprecher eingesetzt werden, vollkommen egal, wenn das System nur mono läuft.
    Der nächste Schritt sollte sicherlich sein, eine weitere Endstufe anzuschaffen, die sich dann alleine um die Verstärkung der Bässe bzw. der Tops kümmert.

    Natürlich klappt es auch mit der passiven Trennung, also auf die Art, wie es Rockopa beschrieben hat. Welcher Amp muss denn für die Verstärkung herhalten?
     
  6. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #6
    Wobei man der Vollständigkeit halber dazu sagen sollte, daß die Mehrzahl der Subwoofer KEINE passive Frequenzweiche besitzt, sondern lediglich einen Tiefpass für den internen Speaker. Die Tops laufen also fullrange mit, was nicht gerade prickelnd ist, aber oft übersehen wird.


    der onk mit Gruß
     
  7. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #7
    Was heißt das für Laien übersetzt? Daß die Tops auch den Tieftonbereich bekommen, den sie nicht brauchen und der nur ihren Klang verfälscht, oder verstehe ich das ganz falsch?
     
  8. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #8
    So isses; Du verstehst schon richtig.
    Die Tops spielen parallel zu den Subs halt so weit runter, wie sie können. Akustische Probleme entstehen hier durch die Überlappung der verschiedenen Lautsprecher und zudem verändert sich auch die Belastung/Leistungsabgabe der Endstufe, da (im Falle von 8Ohm Boxen) der Tieftonbereich bei 4Ohm läuft und der Rest bei 8 Ohm.


    der onk
     
  9. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #9
    Sorry, wenn das jetzt etwas OT läuft, aber das hieße, daß dieses Idealprinzip z.B. bei Baßcombos durchbrochen wird, wenn sie einen Sub-out haben, denn der Anschluß eines Subs an diesen schaltet ja nicht den internen 'normalen' Basslautsprecher ab, also kämpfen im worst case beide in den Überlappungsfrequenzen gegeneinander.
     
  10. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #10
    Beim Basscombo greifen ein paar andere Faktoren als bei der PA:

    1. Gibt es Fälle, bei denen identische Speaker zusätzlich betrieben werden (also z.B. 2x10er Combo plus 2x10er oder 4x10er Zusatzbox, weil halt einfach besser zu schleppen als ein Top plus Riesenbox). Bei der PA mit "quasi-Trennung" laufen ja z.B. ein 18er Sub und ein 12" Top parallel.

    2. Wird ein Combo ja i.d.R unmittelbar auf der Zusatzbox positioniert, was Laufzeitunterschiede und dadurch bedingte Phasenprobleme minimiert. Bei kleinen PAs steht ja das Top mittels Distanzstange einen guten Meter über dem Sub; bei Anlagen mit nur einem Sub (der gerne in Bühnenmitte steht) ist es noch schlimmer und man hat schnell mal Distanzen von einigen Metern zwischen Sub und Top.

    3. Bieten Bassamps mit "richtigem" Sub-Out oft auch die Möglichkeit des Biampings und haben eine Aktivweiche an Bord.

    4. Ist gerade in der Instrumentenverstärkung ein "idealer" Frequenzgang oft garnicht erwünscht. Der spezielle Klang z.B. einer parallel betriebenen Kombination aus 15er und 10er Bassboxen mit all seinen akustischen Unzulänglichkeiten macht vielleicht gerade den tollen Sound dieser Bassanlage mit aus. Würden Drums über die Anlage wiedergegeben, wäre man mit diesem Sound evtl. weniger glücklich.

    Noch ausgeprägter lässt sich dieser Effekt, daß objektiv schlechte Speaker einen guten (weil eben speziellen) Sound machen, bei Gitarrenamps beobachten. Die Pressblech-Kübel haben einen Frequenzgang wie die Dolomiten, aber der Gitarrensound ist super. Weil hier eben Klangformung gewünscht ist und keine möglichst originalgetreue Wiedergabe des Signals. Würde man sich ein PA-Top aus Klampfenspeaker plus Horn basteln, wäre der Klang wohl höchst bescheiden...


    der onk mit Gruß
     
  11. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #11
    'Richtig' umschreibt also dabei wohl die oben schonmal erwähnte Abstufung von aktiver Frequenzweiche über passive FW bis hin zum einfachen LC-Glied, was man dem Amp wahrscheinlich von außen nicht ansieht. Das hieße, daß es ggfls besser sein kann, den Line Out in eine externe Frequenzweiche zu führen, anstatt den internen Sub-out zu nutzen? sorry für die dummen Fragen, PA ist absolut nicht meine Baustelle :o .
     
  12. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 13.04.07   #12
    Ehrlich gesagt würde ich mir bei einer Bassanlage da keinen Kopf drüber machen.
    Aber wenn Du schon fragst...

    Falls der Bassamp Biamping kann, sieht man ihm das auch an, weil er dann zwei Endstufenkanäle hat und der Hersteller das feature bestimmt ausgiebig anpreist. :D
    Außerdem haben die Amps dann meist auch eine Möglichkeit, die Trennfrequenz zu verändern.

    Wenn es sich bei dem Sub-Out nicht lediglich um einen durchgeschleiften Endstufenausgang handelt, hat der Hersteller dem Ganzen sicher ein paar Zeilen in der BDA gewidmet.


    Line-Out an externe Aktivweiche geht natürlich auch, wobei man dann halt auch noch einen externen Amp zur Verstärkung braucht. Es sei denn, man hat eine self-gepowerte Bassbox am Start, was allerdings rar ist.

    Ob sich solcher Aufwand für eine Bassanlage lohnt, steht auf einem anderen Blatt...


    der onk mit Gruß
     
  13. FranceArno

    FranceArno Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.04.07   #13
    Womit der Onk natürlich wie immer vollkommen Recht hat. Dieser Mackie 4X10"-Sub hat in der Tat nur einen Tiefpaß, der bei 180Hz (!) mit unbekannter Flankensteilheit kappt. Das 4X8"-Top soll angeblich bis 60Hz runter spielen, na ja.... Bleibt die Frage, in welchem Bereich sich Top und Sub tatsächlich in die Quere kommen.
    Einen sogenannten Sub, der bis an die 200Hz geht, würde ich nicht in die Bühnenmitte stellen, sondern unter die Tops.

    @500/1: Wenn Du bei einem Bi-Amp-Bassamp die Trennfrequenz einstellen kannst, dann ist eine aktive Weiche bereits integriert. Amps mit nur einer Endstufe haben in der Regel nur einen parallel oder in Reihe geschalteten "Fullrange"-Lautsprecherausgang oder aber einen vorverstärkten Ausgang, an den man noch eine Endstufe anschliessen müsste.

    Edit: Da war der Onk schneller als ich - in der Tat würde auch ich mir in Punkto Bassanlage keinen Kopf drum machen (ich bin übrigens seit einigen Monaten sehr glücklich mit einem 17kg schweren 250W - 2 X 10" - Combo:great: aber das gehört hier ja nicht hin...).
     
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