"Paning"?

von Plumplori, 11.06.04.

  1. Plumplori

    Plumplori Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.04   #1
    Hi, wir nehmen gerade mit unserer Metalband auf. Wir haben zwei Gitarristen und nen Bassisten. Jetzt wollte ich fragen, was ihr so an erfahrungen in Sachen "Paning" (nennt man das so?) gemacht habt. In welche Richtungen steuere ich die Gitarren aus? Wie oft nimmt man jede Gitarre auf ohne das es "manscht"...
     
  2. Rod

    Rod Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.04   #2
    Hi!

    Ich geh mal davon aus, dass ihr mit PC aufnehmt. Wieviele spuren ihr aufnehmt müsst ihr entscheiden, aber vom Prinzip würde ich jede Gitarre mindestens 2 mal einspielen. Bei Bedarf aber noch mehr Spuren. Wichtig ist, dass ihr den Gain dann zurücknehmt. Die Gitarre muss ja schließlich im Gesamtbild gut klingen. Bei zu viel Zerre matscht es. Mit der Verteilung im Stereobild kannst du auch experimentieren. Aber du musst auf jeden Fall je eine der gleichen Spuren nach links und rechts legen.
     
  3. Plumplori

    Plumplori Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.04   #3
    Mit dem Manschen kann ich mir gut vorstellen, was ihr meint nur habe ich irgendwie noch nicht so den überblick wie viel Gain beim Aufnehmen "erlaubt" ist. Bei dieser Band geht es ja um Death Metal und da muss wirklich viel Verzerrung und Power von der Gitarre rüberkommen.
    Die zwei eingespielten Gitarrenspuren, sollten die den gleichen Sound haben oder sollte auch der Variiren?
     
  4. Hans_3

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    Erstellt: 13.06.04   #4

    Viel Verzerrung ist nicht unbedingt = viel Power. Aber das müsst ihr letztlich erstmal ausprobieren an einem Song, wie's am besten kommt. Nicht gleich zig Songs mit dem selben Sound aufnehmen, erstmal rumtesten und probemischen.

    Nicht so viele tiefe Frequenzen, dafür sind Bass und Bass-Drum da.

    Bei Rh-Gitarren im EQ beim Mischen 3.000-3.500 Hz steilflankig anheben, da werden die wunderschön griffig, direkt und aggessiv (vorsicht, nicht Gesang damit platt machen). Unter 100 HZ auf jeden Fall beschneiden.
     
  5. antboy

    antboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.04   #5
    hallo plumplori

    was das panning angeht, das ist geschmackssache, man kann die extreme ac/dc-links/rechts-schiene fahren oder alles mittig mischen. ich persönlich mach es gern so:
    beide gitarren zweimal aufgenommen, einmal normal und einmal mit weeenig gain, fast schon crunchig. ihr müsst aber sauber und auf den punkt spielen, sonst klingt es diffus und matschig. dann panne ich die hauptgitarren (die mit mehr gain) so jeweils etwa 20-30° ins panorama. die crunch-gitarren dürfen auch bis 90° gepannt sein. ich mische sie dann so leise, dass man sie nicht wirklich raushört, dass sie dem ganzen aber noch druck, brillianz und raum geben.
    das nur so als anhaltspunkt. aber wie schon gesagt wurde, durch experimentieren wird man schlauer
     
  6. Plumplori

    Plumplori Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.04   #6
    1.danke erstmal. so langsam komme ich der sache näher. blöde frage was bedeuted jetzt genau panorama? Wenn man von 20-30° ins Panorama pannen spricht? Heißt das dann 20-30° in eine richtung pannen? (links rechts)

    2.Ach ja noch was? Trennst du denn dann beide gitarren in eine richtung? Also z.b gitarre eins(gain 20-30° links, crunch 90° links) und die zweite Gitarre dann (gain 20-30° rechts, crunch 90° rechts)?

    3.Und zum schluss die letzte nervige Frage: Mach es sinn zwei Spuren gleichzeitig aufzunehmen? Ich hatte mir das so vorgestellt: Von meinem Effektgerät gehe ich mit einem Line Out in den Verstärker der das ganze dann verzehrt übers Mikro ins Mischpult und von da in die Sounkarte sendet. Und von dem anderen LineOut den Sound unverzehrt ins Mischpult sende von da in die Soundkarte und dann später mit dem Steinberg Warp Gitarren Simulator nachbearbeite?

    Ich danke für euer Verständnis :rolleyes:
     
  7. antboy

    antboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.04   #7
    1) so wars gemeint
    2) ja, ich mach das so, aber sicher gibts da wieder ganz andere meinungen zu. man muss sich nicht sklavisch an das alles halten (auch die gradangaben, das sind schätzwerte, ausprobieren!). Bei dieser methode sind die instrumente halt räumlich besser zu lokalisieren, als wenn du sie kreuzweise über den raum verteilst
    3) hatte ich zwar nicht so gemeint, kann man aber auch machen. das ist dann halt reines soundtuning. wenn du hingegen einen gitarrenpart wirklich zweimal einspielst, wirst du bei aller genauigkeit kleine differenzen haben, die den sound voller machen. ähnlich wie ein chorus, klingt nur natürlicher.
     
  8. 46AND2

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    Erstellt: 21.06.04   #8
    zu 3.) Du kannst auch mit 2 Mikrofonen ufnehmen. Das 1. Mik direkt am Boxen-Membran, das 2. ca. 30cm entfernt. Mit diesen 30cm hast Du bereits eine Verzögerung von 1millisekunde. Diese Spur eventuell noch um 6-8millisekunden verschieben.

    Das ist eine Variante von vielen. Wie gesagt: ausprobieren. Diese Variante eignet sich v.a. dann, wenn man keine Zeit hat und/oder wenn man nicht exakt genug einspielen kann.

    Mit dem Panorama-Bild kannst Du sehr viele Effekte erzielen. Höre Dir dazu am besten Deine CDs auf dem Kopfhörer an und achte Dich darauf, wie "die" es machen. Ich würde die Panoramas von Strophe und Refrain z.B. nicht gleich machen.
     
  9. DeathMetal

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    Erstellt: 28.06.04   #9
    Hallo ...

    Ich habe einen Amp, der sich Warp 7 (Hughes & Kettner) nennt. Vielleicht kennt den ja jemand. Ich wollte mal fragen, ob es schon ok ist, wenn ich von der Klinge "FX Send" in`s Mischpult fahre, weil ich ja keinen direkten LineOut habe.

    Danke
     
  10. 46AND2

    46AND2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.06.04   #10
  11. Henk

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    Erstellt: 30.06.04   #11
    Du kannst auch nur mit einem Mic aufnehmen, die Spur duplizieren, dann bei einer Spur die Bässe mehr beschneiden, sie um ein paar ms verschieben und in eine Richtung pannen und bei der anderen Spur eben die Höhen etwas mehr beschneiden und sie dann in die andere Richtung pannen. Das funktioniert ganz gut und macht die Sache imho räumlicher und tiefer.
     
mapping