Parabolspiegel in der Wüste?

von Johannes Hofmann, 28.04.08.

  1. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 28.04.08   #1
    Ich bin heute morgen über diesen Artikel getolpert: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,549677,00.html

    Ansich ist das ja eine tolle Idee: Wir mieten ein paar Quadratkilometer in der Wüste, bauen dort ein paar Spiegel auf und eine geeignete Energiepipeline und schwupps ... sind die Energieprobleme gelöst...

    Na ja, wenn ich etwas mehr darüber nachdenke, habe ich dann doch ein paar Probleme:

    Zunächst soll der Ölpreis noch ein paar mal kräftig steigen, damit sich die Sache rentiert.

    - dann: War Erdöl nicht mal ein eklig-stinkiges Zeug - völlig unnütz, dass den Karavannen-Kamelen die Hufe verklebte, wenn sie reintraten und wo die Beduinen ansich froh waren, wenn die komischen Europäer das Zeug abtransportierten und noch Geld dafür bezahlten.

    Diese Parabolspiegel stünden in Algerien, Lybien, Tunesien, Marokko... Sicher, es wäre ein guter Deal. Wir bekommen "preisgünstige" Energie und die Mensachen dort könnten auch davon profitieren. Aber wer garantiert, dass die Spiegel, wenn sie erst mal errichtet sind, nicht verstaatlicht werden. Oder dass die Staaten die Mietkosten für die ansonsten unnützen Sandflächen ähnlich in die Höhe katapultieren, wie sie es mit dem "ansonsten unnützen" Erdöl getan haben... letztlich sind es arabisch/muslimische Staaten und die Erfahrungen mit denen sind alles andere als vertrauenserweckend, als dass ich befürworten täte, Steuermittel in Parabolspiegel in der arabischen Wüste zu investieren. :confused:
     
  2. Thiel

    Thiel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #2
    Hallo,


    ich finde diese Idee eigentlich ziemlich klasse - die Risiken der Verstaatlichung sind natürlich immer da, wie fast bei jeder alternativen Energiequelle. Im Zuge der sowieso weitergehenden Globalisierung und dem bald bzw. schon vorhandenen fossilen Brennstoffmangel kann man sowas eigentlich nur befürworten. Die Steuern sind ja z.T. auch so hoch, dass die Menschen zum Denken kommen (zumindest im volkswirtschaftlichen Modell) und sowas wäre ja neben der Tidal- und Gezeitenenergiegewinnung (und den ganzen anderen Alternativen!) gar nicht mal so schlecht. Platz ist ja genug da.

    Für die, die das Bild in der Quelle nicht angeschaut haben:
    [​IMG]
    Energie-Lösung: So viel Wüstenfläche müsste mit Spiegel-Kraftwerken bestückt werden, um die Welt, Europa oder Deutschland mit Strom zu versorgen
     
  3. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #3
    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die es anderen Staaten erlauben würden ihre zukünftigen Energiequellen (Wüsten) zu plündern. Gestern kam in der Sendung TTT ein Beitrag über die Anstrengungen der erdölfördernden Länder in bezug auf erneuerbare Energien. Ihr ziel ist es, Weltmarktführer auf diesem Gebiet zu werden. Genug Kapital haben sie ja, um in FuE zu investieren. Aktuell bauen die wohl ne CO2-freie Stadt.
     
  4. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann Threadersteller v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 28.04.08   #4
    Nun ja - es sind NUR DANN zukünftige Energiequellen, WENN WIR, die Industrieländer diese Technologie entwickeln. Vielleicht sollten wir uns dann doch lieber nicht darauf einlassen, das wir eine Technologie entwickeln, die andere Leute, die zZt bettelarm sind superreich und supermächtig macht und uns in der gleichen Abhängigkeit belässt, die uns jetzt schon riesige Probleme verursacht.

    Stecken wir unsere Kohle und unser technologisches Know How vielleicht doch lieber in Projekte wie Iter?
     
  5. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #5
    Die Fusion ist fast schon eine Energiequelle philosophischer Bedeutung... Alles andere ist "Strom aus zweiter Hand".
    Dieser Sache mit den Fernleitungen über mehrere Länder vertraue ich nicht allzusehr. Dass das konstant gut geht ist wohl genauso Zukunftsmusik wie Fusion...
     
  6. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #6
    Ich frage mich, was passierte, wenn wir unser Energieproblem tatsächlich durch diese Spiegel in Griff bekämen, und die Wüstenstaaten großzügiger Weise auf ihre Bezahlung verzichteten, also wenn Energie zum kostenlosens Allgemeingut würde.

    Lebten wir dann auf einmal im Paradies?
    Oder würde die gesamte kapitalistische Welt zusammenbrechen, da sie letztlich nur durch Wohlstandsgefälle existieren kann?

    Die Spiegel böten auf jeden Fall einige interessante Möglichkeiten.
     
  7. walking gills

    walking gills Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #7
    Ich glaube, du überschätzst da etwas das Technologiegefälle zwischen den Industrienationen und den Entwicklungsländern. Solarthermie funktioniert absolut simpel: dass Parabolspiegel optimal fokussieren, lernt man in der 7. Klasse, sie an der Sonne auszurichten ist ein Kinderspiel und das Prinzip der Dampfturbine dürfte sogar in Afrika bekannt sein. Die "Technologie" ist also schon längst entwickelt. Dass sie nicht eingesetzt wird, liegt -wie im Artikel ja auch erwähnt wird- vor allem daran, dass Strom in den reichen Ölstaaten sehr billig ist und sie daher (noch) kein Interesse an Investitionen in dieser Richtung haben. Das wird über kurz oder lang aber sicher kommen. Die Frage ist also schon, ob und wie Europa davon profitieren kann, und nicht, ob man den Sonnenstaaten großmütig eine Technologie überlassen sollte, die sie schon längst kennen.

    Die Fusion wäre natürlich eine feine Sache, allerdings ist überhaupt nicht klar, ob es möglich ist, die Reaktoren wirtschaftlich zu betreiben und selbst wenn, sind sie horrend teuer in der Anschaffung, so dass ein Umstieg auf die Fusionsenergie nur sehr langsam von statten gehen könnte. Sich nach alternativen Energiequellen umzuschauen, ist also sicher nicht verkehrt.
     
  8. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #8
    Kannst du mir das vielleicht noch einmal erleutern? Mir erscheint dieser Zusammenhang nicht so klar.

    Vor allem wäre die Fusion auch nicht so ganz Abfallfrei.


    Insgesammt würde ich eher vorsichtig sein, wenn wieder die freie Energie für alle versprochen wird. Als man damals Siemens die Eier vergoldet hat damit die Atomkraftwerke bauen hat man auch gedacht, dass man niemals nie wieder Energieprobleme haben wird und das die Ganze Sache sauber ist.
     
  9. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #9
    @MatthiasT:

    Zitat:
    Zitat von Zack, ab!
    Oder würde die gesamte kapitalistische Welt zusammenbrechen, da sie letztlich nur durch Wohlstandsgefälle existieren kann?

    Kannst du mir das vielleicht noch einmal erleutern? Mir erscheint dieser Zusammenhang nicht so klar.

    Mir ja auch nicht, deshalb war es als (ernsthafte und nicht rhetorische) Frage formuliert.
     
  10. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann Threadersteller v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 28.04.08   #10
    Nicht die Spiegel sind das technologische Problem, sondern der Transport. Man kann die gewonnene Energie ja nicht mit Kamelen oder Lastwagen transportieren.

    Egal ob man die Energie mit Mikrowellen oder vielleicht über Reduktion und Oxidation von Silizium bewerkstelligt... es ist in jedem Fall kompliziert und hochtechnologisch. Einfache Drähte scheiden wohl wegen der Entfernung und der irrwitzigen zu transportierenden Leistungen aus.
     
  11. Abyss

    Abyss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #11
    Ja, der Transport ist das Problem. Gas & Öl kann man gut transportieren, aber Sonnenenergie über solche Entfernungen?
    Den Wasserstoff transportieren in diesen Mengen, da hebt man ab wie der alte Zeppelin :D
    Strom geht auch schwer vielleicht mit Hochtemperatursupraleitern oder auch HGÜ?
    Ich finde das Problem aber lösbar, größere Probleme bereiten die Investitionen. Wer investiert darin? (Die Welt der Investionen ist irrational)
    Aber die Idee ist ja nicht neu, sie wird vielleicht immer innovativer.
     
  12. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann Threadersteller v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 28.04.08   #12
    Ich denke auch, dass die technischen Probleme mit viel Geld lösbar wären. Was aber eben meines Erachtens nicht lösbar ist, ist eine auch nur halbwegs verlässliche Basis, auf der sich diese Investitionen amortisieren können. Ich wette JEDEN Betrag, dass sich a) alle veranschlagten Kosten mindestens verdoppeln und b) keines der in Frage kommenden Länder langfristig an die Abmachungen hält.

    Jeder investierte Steuer-Euro ist mMn verloren. Einzig denkbar ist, dass Ölscheichs IHR Geld investieren, hier die Technologie kaufen und dann die gelieferte Energie berechnen... aber unsere Politiker werden schon dafür sorgen, dass wir das bezahlen und andere kassieren :(
     
  13. Lubbie

    Lubbie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #13
    Klar, dass sich die genannten Länder auf Dauer nicht an die Abmachungen halten werden. Ganz im Ernst, finanziell gesehen wäre für das Land auch alles andere dumm.
    Doch besser wir benutzen diese Quelle, als dass weiterhin fossile Brennstoffe verbrannt werden, mit den bekannten Folgen der globalen Erwärmung etc. (obwohl ja manche meinen die sei nur fingiert - weiß jemand, was da dran ist?).

    Es ist keine Dauerlösung, aber für ein paar Jährchen würde sie auf jeden Fall halten - ist doch besser als nichts, oder?

    ot: Hey johannes, bald dein 6.666ster Beitrag :twisted:
     
  14. Abyss

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    Erstellt: 28.04.08   #14
    Die in Frage kommenden Länder wären ja Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen (evtl. West-Sahara oder Ägypten). Ich hab überhaupt keine Ahnung wie diese Länder dazu stehen, aber wenn sie davon zu hören bekommen, wollen sie bestimmt auch davon profitieren. Verständlich. EU-Erweiterung? :D
    Oder gar ne Gemeinschaft bilden a la OPEC? Ich glaub aber dafür gibt es noch zuviel Öl.
     
  15. walking gills

    walking gills Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #15
    Ich glaube, das würden die Industrienationen für die Autarkie gerne in Kauf nehmen.
    Das Transport-Problem besteht ja nur, wenn der Strom nach Europa exportiert werden soll. Wenn die Anlagen aber zunächst für die Eigenproduktion eingesetzt und später ausgebaut werden, ist der Zug für Europa schon abgefahren, was das Mitspracherecht angeht. Wie man in letzter Zeit am russischen Erdgas leicht sehen konnte, diktiert bei den Pipelines halt der Anbieter die Konditionen.
    Wenn das wie so oft im Kolonisations-Stil aufgezogen wird, wäre das auch nur nachvollziehbar. Man müsste halt gezielt in ärmeren Ländern investieren und schauen, dass sich für die die Zusammenarbeit auch langfristig lohnt. Zumal das natürlich keine Lösung für die Ewigkeit wäre, sondern nur den Weg zur dezentralen Energieerzeugung begleiten sollte.
     
  16. Abyss

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    Erstellt: 29.04.08   #16
    Für die Eigenproduktion? Wann wird es denn soweit sein, dass sie sich dazu besinnen? Ich glaub dann geht es uns eher in Europa an den Kragen. Libyen und Algerien haben ironischerweiser auch reichlich viel Vorkommen an Erdgas und Öl.
    Dort leben insgesamt 39 Millionen Menschen, 9 Menschen pro Quadratkilometer. Im Vergleich: In Deutschland leben 25 mal soviele mit entsprechendem Wohlstand. Ich lasse mal die Industrie außen vor.
    Ich glaube wenn man so ein Projekt realisieren wollen würde, dann nur aus eurpäischem Interesse. Die Eigenproduktion für die Länder wäre nur ein angenehmer Nebeneffekt.
     
  17. walking gills

    walking gills Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.08   #17
    Das hat ja schon begonnen, siehe z.B. diesen Spiegel-Artikel. Natürlich ist das langfristige Ziel dieses Engagements ein Energie-Export. Als grundlegende Frage sehe ich hier aber, ob Europa am Aufbau beteiligt ist oder sich wie beim Öl die Bedingungen diktieren lassen muss.
     
  18. livebox

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    Erstellt: 29.04.08   #18
    Das Erinnert mich an die Diskussion die es angeblich mal in den 80ern gab (vor meiner Zeit), wo man Solarzellen in die Wüste stellen wollte. Technisch war das damals ja noch leichter umzusetzen mit einer Kupferleitung - das Problem hat man (damals) wohl auch weniger bei den dortigen Staaten gesehen als auch schon beim Terrorismus. Wie soll das dann erst heute sein... die Technologie an sich ist simpel, aber auch relativ empfindlich. Da reichen schon ein paar Schüsse aus einem Gewehr und so ein Parabol-Teil ist für eine Weile außer Gefecht. Und da immer mehr Menschen meinen, ihre Meinung mit Gewalt durchsetzen zu können/dürfen/müssen... egal ob das jetzt von Staatsmännern ist oder von welchen, die es nicht so weit gebracht haben.

    So viel von mir dazu...

    MfG, livebox
     
  19. Abyss

    Abyss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.08   #19
    Ja in den VAE, die sind auch nicht arm ;) Und von da aus nach Europa zu exportieren :D? Man müsste sich schon auf einen allgemeinen Energieverbund einigen und das ist zu lösen.
    Solarthermie wird ja von den Amerkianern schon seit den 80er betrieben, aber nur im vergleichsweise kleinen Rahmen. Technisch gab es früher auch das Problem mit dem Energietransport, Kupferleitung bringt leider auch nicht viel.
     
  20. wishboneX

    wishboneX Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #20

    Es gab mal vor ein paar Monaten ein "Feature" im Deutschlandfunk, in dem es um eben diese Solarthermie-Anlagen (von denen schon einige in Spanien stehen) ging. Dort wurde - zu meiner großen Überraschung - gesagt, daß bei den heutigen Leitungen auf 1000km ein Strom-Verlust von 3-3,5% entsteht, auf die ca. 3000km von Marokko/Algerien bis nach Deutschland also lumpige 10%.
    Mich hat das jedenfalls schwer überrascht und beeindruckt, ich hätte gedacht, die Verluste seien weitaus größer.

    Das läßt mich doch hoffen. Die avisierten Kosten von 285 Milliarden Euro, um 15% des EU-Strombedarfs zu decken (AFAIRC laut Spiegel), sind allerdings doch ne ernstzunehmende Größe. Wobei das verteilt auf alle EU-Staaten wiederum doch finanzierbar ist, denke ich. 100% des Strombedarfs sind allerdings wirklich happig.....

    C. (bekennender Solarenergie-Fan :-) )