Pearl die einzige Marke?

von poeddekk, 17.05.05.

  1. poeddekk

    poeddekk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #1
    Hallo, hab mal irgendwo gelesen, dass Pearl die einzige Firma/Marke ist, die die Kessel für die Drums nach nem speziellen Pressdruckverfahren herstellen (irgendwie die einzelnen Schichten schräg übereinander verleimt..). Außerdem hab ich gelesen, dass man sich bei den Master(wood) Series sein Holz und die Anzahl der Schichten auswählen kann. Wollte mal wissen was ihr so dazu sagt und ob wer vielleicht sogar schon so "custom" Set hat^^

    Ok, danke im voraus.

    r0cK oN, Po3dd3kK
     
  2. Chris-Crash

    Chris-Crash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.05   #2
    Hab noch nie von dem Verfahren gehört! - Wird schon so sein, wenn Du das sagst!
    Die Custom-Anfertigungen sind sicher sehr kostspielig im Vergleich zu der herkömmlichen Massenproduktion von Kesseln!!

    Ich such mal auf der Pearl HP ... das interssiert mich jetzt! :D
     
  3. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 17.05.05   #3
    Jeder Hersteller der viele Kessel herstellt verwendet querverleimte Holzlagen, und damit es schneller geht werden die unter Hitze zusammengepresst.

    Da hat Pearl nichts besonderes, nur nennt jeder es gern anders um was für den Prospekt-Text zu haben. Letztendlich sind aber alle Kesselpressen sehr ähnlich aufgebaut. Die Pressen sind auch keine großen Spezialanfertigungen für Schlagzeugkessel, Holzröhren gibt's auch in anderen Bereichen.


    Ganz am Anfang (~19. Jhd.) gab es übrigens nur Vollholzkessel, also einlagige. Nur konnte die steigende Nachfrage nicht bewätligt werden und man suchte nach Alternativen. Das Ergebnis was der Schichtholzkessel der eine viel kürzere Fertigungszeit hatte.


    Wahan und Brady z.B. verwenden kaltverleimte Kessel. Handschuh baut einlagige Kessel, und da braucht es schon 6 Monate nur damit das Brett in die Runde Form gebogen ist.
     
  4. marc_pfeifhofer

    marc_pfeifhofer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.05   #4
    bei den Masterworks glaub ich kann man sich das holz selbst auswählen.
    bei den Masters nicht.
     
  5. Huba

    Huba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.05   #5
    ich hab Holzmechaniker gelernt--> Industrieschreiner.

    Ok bei mir in der Firma wurden Holzgehäuse für Studioboxen und Live PA
    hergestellt. Naja und dann noch die Spitzenklassen Lautsprecher für die die sowieso schon alles haben und ihre Anlage noch etwas aufbessern wollen.

    Was ich eigentlich sagen will, alles was in der Holzindustrie verleimt wird geschieht unter Druck.
    Wenn das ganze schneller gehen soll, sprich Massenfertigung, hat man Hitzepressen. Jeder Schlagzeughersteller arbeitet mit Druck und Hitze.
    Das man die Lagen der Kessel selbst bestimmen kann ist gut möglich.
    Jedoch sind das einzelanfertigungen und daher lohnt es sich nicht für alle Firmen. Sprich bei Basix wirds wohl nix werden.
    Pearl macht das, jedoch lassen die sich das auch gut bezahlen.
    Ich glaube fast sogar sagen zu können, das wenn du die Kohle hast wirst du beim Schreiner billiger sein hast aber ein Set wie auf jeden Fall kein anderer.

    Hoffe was sinnvolles Beigetragen zu haben.
    Denke aber schon.

    Cheers Huba
     
  6. bichdrums

    bichdrums Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.05   #6
    hmm dann hab ich vielleicht was billigeres aber hat jeder Schreiner Ahnung vom Schlagzeugbauen?
     
  7. Huba

    Huba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.05   #7
    Das zu behaupten wäre doch etwas weit hergeholt.
    Jedoch ist das Bauen eines Schlagzeugs kein großer Schreinerlicher Akt.

    Man braucht nur das Material und evtl. etwas Erfahrung.
    Wenn der Schreiner gewissenhaft arbeitet ist das teil keine besonders schwere Geburt.

    Ich wollte mir schon mal ein selbst bauen. Jedoch hatte ich erstens keine Zeit und zweitens nicht genug Geld für die Hardware, sprich Rims und der gleichen.

    Ein Schreiner hat aber im normalfall keine Kesselpressen.

    Wir hatten im Betrieb auch keine Kesselpressen oder der gleichen.
    Die braucht man aber auch nicht. Man baut sich dann einfach Schablonen. Also quasi ein negativ zum kessel und spannt die lagen dann darin ein.
    Das finish ist dann nur noch Formalsache.
    Folienbeschichtung geht schnell und leicht von der Hand wie sich jeder vorstellen kann.
    Lackieren ist auch kein Problem wenn man es kann. Jeder Schreiner hat eigentlich einen Lackierer oder er kann selbst lackieren.
    Naja und Hochglanzfuniere sind auch schnell und einfach zu machen.
    Einfach die letzte lage des Kessels in der Presse mit der gewünschten Holzart auslegen und dann pressen.

    Danach wird die Ganze Sache noch geschliffen und dann mit Klarlack lackiert.

    Ja ok es kommen dazwischen noch die Schritte auf Maß schneiden, Bohren, Grat fräßen ect.

    Aber des wäres es auch schon.

    Ich denke ich bräuchte wenn ich alles Material hätte, so ungefähr 2 Tage je 8 Stunden und naja noch zwei bis drei Tage zum Aushärten des Lackes und trocknen.
     
  8. bichdrums

    bichdrums Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.05   #8
    naja ich dachte auch eigentlich an die anderen Sachen, das du oder ein SChreiner das dann och zusammenleimen kannst das bezweifle ich nicht. ich denke das ich das auch noch schaffen werde.

    Nein ich dachte eigentlich an andere Sachen: Wieviel Lagen brauche ich, Was für ein Holz, wie dick sind die Lagen, ... also das wissen über Schwingungsverhalten, Sound ect ... dass was bei großen Firmen alle arten von ingeniueren machen.
     
  9. Huba

    Huba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.05   #9
    Da kann man ja sich von den "großen" etwas aubschauen.
    Ich denke die Lagen sind 1mm dick. Drüber wirds etwas eng mit dem biegen bei ner beispielsweise 8" Tom. Naja man kann natürlich auch selbst mal schauen was man haben will und testen. Jeder Schreiner sollte eigentlich Grundwissen über die verschiedenen Hölzer haben, sprich:
    Langfaserig----> gute belastbarkeit und flexibilität
    kurzfaserig---> hart jedoch nicht flexibel.
    Schwundmaße----> Fichte schwindet Axial, radial und Tangetial sehr stark, Eiche dafür wenig, ist aber wiederum nicht flexibel.......usw.

    Das müsste eigentlich kein Problem darstellen.

    Dazu gehört natürlich auch wie "porig" das Holz ist.---> Schwingverhalten

    Ein großporiges Holz schwingt weniger als ein kleinporiges sehr hartes holz.
     
  10. or13

    or13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.06   #10
    Klingt gut... nur wo krieg ich vernünftiges Holz in 1 mm stärke her?
    Irgendwelche Ideen?
    Dann sind da noch so Kleinigkeiten wie das Fräsen der Fase am Kessel, etc...
     
  11. Huba

    Huba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.06   #11
    Naja in jedem Holzfachhandel kannst du dir Lagenweise Holz beschaffen.
    Beim Schreiner kannst du dir aber auch direkt das zeugs kaufen.

    Frag einfach mal nach wie es bei denen, um Funier das 1mm hat, bestellt ist.

    Für den 45° Grad Schliff kannste dir jede beliebige Handoberfräse nehmen.
    Dafür gibts auch aufsätze die sich dafür genial eignen.
    Ne Handoberfräse hat auch jeder Schreiner. Die kannst du dir da sicher für nen Kasten Bier ausleihen.
    Was allerdings noch geschickter wäre, wenn du direkt beim Schreiner deine Sachen machst und ihm nur die Nutzung der Maschinen zahlst.
    Da du dort an "richtigen" Kreissägen arbeiten kannst, die auch auf 1/10tel mm genau schneiden und nicht grob alles zurecht sägen.

    Solltest auf jeden Fall die Kessel tiefer machen als sie am Schluss sind.
    Eine Kante um rechten Winkel und die andere hinterher dann noch zurecht sägen.

    Übrigens hier hab ich nen Thread in dem du sehr vieles sehr genau und bebildert sehen kannst.

    http://www.drummerforum.de/forum/thread.php?threadid=16965&hilight=selbst+bauen


    Cheers Huba
     
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