Peavey Classic 30 an Marshall 1936? Keine Gefahr für den Amp?

von evamatze, 17.08.05.

  1. evamatze

    evamatze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.05   #1
    Hallo

    ich spiele nen Peavey Classic 30 Combo, manchmal auch mit einer Marshall 1936 2x12" Zusatzbox, so dass insgesamt 3 12"-Speaker am Arbeiten sind. Jetzt habe ich gehört, dass man bei dem Amp unbedingt darauf achten sollte, dass die Zusatzbox auch 16 Ohm hat, da sich der Amp beim Einstecken des extension speakers auf 2 mal 16 Ohm parallel, also 8 Ohm einstellt. Wenn ich die Marshallbox aber so einstecke, dass beide Marshall-Speaker aktiv sind (Mono-Eingang), so hat die Box laut Aufschrift dann eine Impedanz von 8 Ohm (mit dem Combo-Speaker ergäbe sich dann ein Gesamtwiderstand von 5,33 Ohm, also 2,66 Ohm zu wenig für den Amp). Wenn ich das Kabel auf der anderen Seite einstecke (ist ja irgendwie auch eine Stereobox), dann läuft halt nur ein Speaker. Der hat dann zwar 16 Ohm (zusammen mit dem Combo-Speaker dann wieder 8 Ohm insgesamt), aber wozu habe ich denn zwei Speaker in der Box, wenn ich nur einen nutzen kann? Das ist ja blöd.

    Da ich schon öfters auch mit dem MONO-Eingang (also 8 Ohm) gespielt habe (auch bei Gigs) und keine Probleme festgestellt habe, nun meine Frage:

    Kann ich weiterhin mit der Marshall 1936-Box (Mono-Eingang) spielen, oder kann dies dem Verstärker auf Dauer schaden? Anscheinend soll der Peavey da sehr sensibel sein...

    Oder muss ich mir ne 16 Ohm 2x12"-Box zulegen und die Marshall 1936 verscherbeln? Komischerweise hat mir der gleiche Typ, der mir den Peavey verkauft hat, die Marshallbox mitverkauft. Und das war in einem guten Fachgeschäft (meinte ich jedenfalls...).

    Viele Grüsse

    Matthias
     
  2. Sele

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    Erstellt: 17.08.05   #2
    Also auf kurz oder lang tut's der Box bzw. dem Amp nicht gut... Du solltest schon versuchen eine 16 Ohm box für das teil zu bekommen. Zumal hinten auf'm Amp eh draufsteht: "min 16 Ohm" da hättest du dir das denken können...


    MfG
     
  3. evamatze

    evamatze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.05   #3
    Wenn's nur der Box nicht gut tut wäre es mir egal, denn ich brauche sie eigentlich so gut wie nie. Wenn es aber für den Verstärker fatal wäre, wenn er statt 8 Ohm nur 5,33 Ohm als Last hat, dann wäre es für mich schon ein Problem, denn ich finde den Classic 30 richtig gut, vor allem im Cleanbereich.

    Allerdings habe ich auch schon zweistündige Gigs mit dieser Kombination gespielt, und dem Sound bzw. dem Amp schien es keine Mühe zu machen.

    vielleicht haben noch andere Leute eine Meinung zu diesem Thema?

    Viele Grüsse

    Matthias
     
  4. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.05   #4
    Ist keine Meinung ist ne Tatsache...
     
  5. joe web

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    Erstellt: 18.08.05   #5
    ich kopiere einfach mal einen beitrag von mir aus einem anderen thread, der hier auch passt.
    zu diesem thema hat "the sabbath" im marshallforum mal einen guten beitrag geschrieben.
    man muß dazu sagen, daß sich hinter "the sabbath" ein in nürnberg ansässiger verstärkebauer steckt.

    "Kein Röhrenamp wird dir ein Mismatch von einem Schritt nach oben oder unten übelnehmen!

    Der Ausgangsübertrager "reflektiert" die veränderte Last direkt an die Endstufenröhren und animiert diese zur reduzierten Stromabgabe, was somit IMMER einen Leistungsverlust zur Folge hat - und natürlich auch einen veränderten Sound, aber die gesamten Zusammenhänge hier zu erklären würde den Rahmen des Forums sprengen.

    Nur soviel: +Mismatch (Amp 8 Ohm, Box 16 Ohm) macht den Sound weicher, -Mismatch (Amp 8 Ohm, Box 4 Ohm) macht den Sound knackiger, aber auch kälter. Es sind Nuancen und Ausnahmen bestätigen die Regel (oder die Fehler in der Trafoberechnung).

    Ein Mismatch von 2 Schritten (z.B. Amp auf 4 Ohm und Box mit 16 Ohm, wie es auch Thomas Blug zugunsten eines "sehr weichen" Sounds favorisiert) würde ich nicht als Empfehlung unterschreiben, obwohl mir bislang (noch) keine Katastrophe bei dieser Vorgehensweise zu Ohren bzw. unter die Augen kam.

    Ein Röhrenamp veträgt z.B. klaglos einen Kurzschluss des Speakerausgangs, solange du die Endstufe nicht mittels Gitarre exzessiv zum "Arbeiten" unter Höchstleistung animierst.

    Niemals würde dir jedoch ein Röhrenamp auf Dauer einen "offenen" Speakerausgang oder nur einen Wackelkontakt des Kabels/Steckers verzeihen und unter Last (Spielen der Gitarre) manchmal innerhalb von Sekunden durch einen Hochspannungsüberschlag im Ausgangsübertrager deine Probe/deinen Gig spontan beenden.
    "
     
  6. evamatze

    evamatze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.05   #6
    Das hört sich doch gleich viel positiver an. Und bei mir ist es ja gar keine ganze Stufe. Bei eingestöpseltem Extension Speaker erwartet der Verstärker eine Gesamtimpedanz von 8 Ohm, da er von einem 16 Ohm Extension Speaker und dem eingebauten 16 Ohm Combo-Speaker ausgeht. Da meine Extension-Box aber 8 Ohm (2x16 Ohm parallel) hat, resultiert nach meinen Berechnungen bei Parallelschaltungen ein Ersatzwiderstand von 5,33 Ohm. Das wäre ja noch weniger als ein ganzer Schritt (was ja, ausgehend von 8 Ohm, 4 Ohm bedeuten würde). Dann muss ich die Box dann wohl doch nicht verkaufen...

    Vom Klang her finde ich im Übrigen nicht, dass dieser "Mismatch" mit der Marshall-Box den Classic 30-Sound verschlechtert, eher im Gegenteil, es hört sich (natürlich) viel voller an, ansonsten ist der Sound gleich.

    Viele Grüsse

    Matthias
     
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