Perfektionismus

von guitar_anfaenger, 31.10.07.

  1. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #1
    hi

    ich wollte mal fragen ob hier im forum noch ein paar leute unterwegs sind die unter ihrem perfektionismus leiden. bei mir ist das seit ein paar jahren der fall und ich leide sehr darunter. ich habe dadurch das gymnasium und zwei ausbildungen vorzeitig beendet weil ich wohl durch den perfektionismus depressionen bekomme und dann gar nichts mehr geht

    vor ein paar monaten hat es dann richtig angefangen mit panikattacken und kreislaufproblemen. deswegen werde ich jetzt auch einen psychologen aufsuchen. habe einen termin in ca 2,5 monaten

    jedenfals hätte ich bock darüber mich zu unterhalten. auch wenn jemand nicht davon betroffen ist kann er natürlich gerne mitreden

    vielen dank mal sehen ob sich jemand meldet

    bis dann :)
     
  2. Surf Solar

    Surf Solar Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #2
    Zunächst erstmal mein Beileid, so etwas kann einen wirklich viele Wege verbauen :(

    Inwiefern äussert sich denn dein Perfektionismus? Gibt ja verschiedene Arten davon.
     
  3. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #3
    schön das du dich meldest. es tut gut mal darüber zu reden.

    jedenfals ist es so das in meinem zimmer sowieso alles ordentlich ist. wenn nicht dann kann ich nicht klar denken. aber dann kann es auch mal sein das mir plötzlich das kabelgewirr unter meinem pc-tisch nicht gefällt und dann rupfe ich eben alle kabel raus und versuche sie neu anzuordnen.

    und dann überprüfe ich gleich noch ob man nicht vielleicht eine der steckerleisten einsparen könnte wenn man die netzteile so anordnet das möglichst viele auf eine steckerleiste passen. das kann dann immer weiter gehen und am ende überlege ich ob ich nicht neue steckerleisten kaufen sollte, weil die die ich jetzt habe unterschiedliche farben haben

    das ende von dem ganzen ist das man immer etwas findet das man noch verbessern könnte, ohne das es eigentlich einen vorteil zur vorigen situation bringt. das wird einem dann klar und dann sitzt man da, hat alle kabel rausgerissen und fühlt sich mies. der computer funktioniert nicht mehr, das zimmer ist unordentlich und dann geht gar nichts mehr

    das war jetzt nur ein beispiel. kann man auch auf alle möglichen andern sachen übertragen
     
  4. TRommelman

    TRommelman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #4
    Wow, das ist ja ziemlich krass.

    Erstmal mein Beileid. Das ist bestimmt nicht lustig.

    Mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich das Problem nicht hab. Eher das Gegenteil.:o
     
  5. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #5
    ja. schön ist es nicht. ich bin jetzt seit zwei jahren zu hause und versuche es irgendwie in den griff zu bekommen. ich kann auch mit niemandem darüber reden weil es mir irgendwie peinlich ist. es kann ja auch niemand nachvollziehen

    jedenfals will ich mich erstmal von allem verabschieden was mich irgendwie stört. zum beispiel meine langen haare. die nie perfekt sitzen. werde ich jetzt wohl abschneiden. sie brauchen einfach zuviel pflege und gefallen mir trotzdem nie richtig

    und dann will ich versuchen mich erstmal nur noch auf die musik zu konzentrieren weil ich merke wie gut sie mir tut. höre eigentlich fast gar nix mehr momentan weil die mp3s auf meinem rechner mir zu schlecht sortiert sind usw
     
  6. Surf Solar

    Surf Solar Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #6
    Hast du evtl. schon mal daran gedacht, in Therapie zu gehen?
    Ich meine jetzt keine medikamentöse Behandlung, sondern eher psychologische.
    Das muss dir auch keineswegs peinlich sein finde ich, du kannst ja nichts dafür.

    Aber evtl. hilft dir so eine Therapie oder eine Kur wirklich, du musst dich nur trauen, den Arzt aufzusuchen...
     
  7. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #7
    ja. wie gesagt ich habe ja schon einen termin für einen psychologen. wegen der panikattacken. da wird das dann sowieso mit behandelt weil ja die panikattacken ursache der persönlichkeitsstörung ist. ich bin jedenfals der meinung das es eine persönlichkeitsstörung ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zwanghafte_Persönlichkeitsstörung

    ja. zeitweise ging es eigentlich ganz gut. aber dann wollte ich dieses jahr wieder eine ausbildung beginnen, habe ich auch gemacht, aber da kamen dann die panikattacken und ich dachte ich müsste sterben. und da kam dann das mit dem perfektionismus alles wieder hoch irgendwie.

    ich bin auch der meinung das ich schon ein paar fortschritte gemacht habe im gegensatz zu vor nem jahr. ich verrsuche, wenn ich wirklich mal was verbessern will oder so, einfach schon vorher zu sagen das es eigentlich keinen sinn macht und das es nur noch mehr probleme bereitet wenn ich das jetzt mache.
     
  8. duke:drum

    duke:drum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #8
    ich habe als kleiner junge darunter gelitten. in einem gewissen mass.
    ich hatte, bzw. habe heute noch ein wenig probleme mit der grob- und feinmotorik. und es hatte mich früher immer total fertig gemacht wenn meine bastelleien in der schule nicht so toll aussahen wie die, meiner kollegen. das klingt jetzt vielleicht blöd aber ich war jeweils sehr frustriert wenn ich mir wieder einredete dass ich da nur mist produziert habe.

    ich ging dann in so eine therapie um das problem mit meiner motorik zu behandeln. im zusammenhang mit dem langsam aber sicher einsetzenden "ist doch wurscht wenns nicht ganz so toll ist"- gefühl bekam ich das problem dann wieder weg.

    und heute bin ich der grösste pfuscher und gebe mich mit fast allem zufrieden :D.
     
  9. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #9
    ja ich kenne das gefühl. manchmal habe ich es zeitweise. aber dann mach ich wieder was was mich total aus der bahn wirft und dann kommt alles wieder

    ich glaube auch das ich wenn ich musik mache mit meiner band und wieder viel musik höre das das einen ablenkt und den andern mist vergessen lässt. man muss eben nur drauf achten das man schon von vornherein unsinnige dinge erkennt und gleich sein lässt. ich konnte dieses gefühl ja schon zeitweise erreichen und denke das wenn ich eine therapie mache und vielleicht auch am anfang ein paar tabletten bekomme gegen die angst und schuldgefühle und so das es dann besser wird

    ich weis auch das diese gefühle die ich zb im moment habe von lustlosigkeit und sinnlosigkeit durch die störung ausgelöst werden und will mich davon nicht irritieren lassen.

    durch diese störung ist viel kaputt gegangen. aber ich habe auch viel gelernt denke ich. was will man machen

    @ duke:drum

    sehe ich das richtig das du frusciante fan bist? eine gute wahl :)
     
  10. duke:drum

    duke:drum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #10
    musik kann sehr vieles bewirken. wenn man musik richtig lebt kommt man sogar zeitweise in einen zustand der trance.
    ich denke es ist sicher gut wenn du einen experten aufsuchst. dann weisst du einmal wo du konkret den hebel ansetzen musst.

    ot: ja frusciante ist eines meiner grössten idole. :)
     
  11. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #11
    ja geht mir auch so ist einfach der beste musiker den ich kenne.

    ich hab jetzt noch 10 wochen bis ich zum onkel doktor gehe. mal sehen was ich bis dahin noch machen kann. jedenfals merke ich das immer wenn ich musik höre oder mache es mir einfach mega gut geht. und darum werd ich jetzt auch das meiste andere was ich so vorhatte erstmal auf eis legen.

    will dann auch in der band den sänger machen abwechselnd mit nem kumpel. das wird sicher gut

    wenn ich mich nur noch primär auf eine sache konzentriere gibt es auch nicht mehr ganz so viel was schief gehen kann. vorallem wenn man mit andern leuten musik macht dann erscheint einem das nicht so sinnlos wie wenn man alles alleine macht
     
  12. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #12
    edit: So, ich habe das 'mal lieber wieder herausgenommen, da es vielleicht für mich nicht so gut ist, diese Geschichte in die Öffentlichkeit zu tragen. Ich habe Dir den Post aber als PN geschickt - nur für den Fall, dass Du ihn noch brauchst.

    Liebe Grüße
     
  13. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #13
    danke erstmal

    ja das kenne ich. hat aber in dem fall damit nichts zu tun. die haare ziehen mich nur immer runter, weil sie nie wirklich gut aussehen. und wenn es mir schlecht geht, dann hab ich auch kein bock zu duschen weil das ja immer ewig dauert bis die haare wieder trocken geföhnt sind usw. dann dusche ich schonmal ne woche einfach nicht, obwohl ich manchmal gerne schnell unter die dusche springen würde.

    wenn ich sie abschneide wäre das für mich im moment einfach ne riesen erleichterung. und ich kann sie ja später immer wieder wachsen lassen wenn ich das möchte. es ist einfach momentan mein ziel möglichst die dinge von mir fernzuhalten die nicht unbedingt wichtig sind, aber zur erhaltung der schlechten laune beitragen

    den termin in 2,5 monaten der ist schon gut, denn normalerweise haben mir alle gesagt wartezeit 4-12 monate :(

    den termin hab ich nur mit glück bekommen und es soll ein richtig guter psychologe sein

    ich war auch schon mal für 1,5 tage in einer klinik hier in der nähe, aber da habe ich es nicht ausgehalten weil ich auch dort schlafen musste. habe mich dann nach der ersten nacht selbst entlassen. ich brauche einfach mein gewohntes umfeld. ich denke da bin ich bei einem normalen psychologen wo man einma die woche hingeht besser bedient. dort hatte man nach einem ersten gespräch auch eine persönlickeitsstörung diagnostiziert

    das mit den panickattacken kommt halt wenn ich irgendwo hingehen soll. dann denke ich das dort dann die kreislaufprobleme wieder kommen und ich dann da umkippe oder so. bin auch hier die meiste zeit zu hause in meinem zimmer. das problem ist das man immer denkt es wäre ne schlimme krankheit und man müsse gleich daran sterben. aber ich weis jetzt, oder hoffe es zumindest, das die körperlichen symptome auswirkungen der angst sind. und ich nicht daran sterben werde

    das ist auch ein problem von mir. ich lasse mir ungern helfen, weil ich dann denke, andere haben es doch auch alleine geschafft da schaffst du das auch sonst bist du ein versager...

    das ist natürlich grundfalsch.
     
  14. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #14
    Pardón, ich gehe noch manchmal zu sehr von meiner Situation aus, in der es aber noch ganz andere Hintergründe gibt, weswegen ich Vieles anders wahrnehme und die Wahrnehmungen sich auch oft ändern.
    Aber trotzdem kommt mir deine Situation hier bekannt vor, allerdings habe ich das mit dem Duschen immer noch hinbekommen - bis mich die damit verbunde Arbeit(Trocknen, ständiges Zurechtlegen der Haare) halt so genervt hat, dass ich sie abgeschnitten habe und seitdem geht es mir in der Beziehung auch viel besser. Und du sagst ja auch: notfalls lässt Du sie wieder lang wachsen. Worauf also warten? :)

    Wenn Dir die Wartezeit keine Sorge bereitet, ist das doch super und dann möchte ich Dich damit auch gar nicht verrückt machen. ;)
    Und ein Arzt, der einem zusagt und mit dem gut zurecht kommt, ist schon fast die halben Miete. :)

    Da kann ich natürlich aus der Entfernung nicht viel sagen, wie Deine Empfindungen zu beurteilen sind und wie die Ärzte das einschätzen.
    Ich habe auch einen stationären Aufenthalt gemacht und es kotzte mich an.:(
    Ich habe vorher lange versucht einen Psychiater für ambulante Therapie zu bekommen, aber da gab es keine Termine und so hatte ich keine andere Wahl, als in den stationären Aufenthalt zu gehen.
    Ich muss sagen, dass es für mich gut war einmal aus dem gewohnten Umfeld herauszukommen(kann bei Dir natürlich ganz anders sein). Ich habe mir allerdings auch verschieden Kliniken angeguckt: eine war mitten im Nirgendwo, sodass mich die Klinik eher noch mehr heruntergezogen hat, weil sie ziemlich trostlos war. Ich habe dann eine Klinik in einer wunderschönen Großstadt gefunden, die mir sehr zusagte: hell, modern, eine große Stadt und viele Menschen um mich herum.
    Die Auswahl der richtigen Klinik kann also sehr viel ausmachen.
    Trotzdem habe ich mich auch früher, als es eigentlich vorgesehen war, aus der Klinik verabschiedet, weil ich es nicht mehr aushielt und es mir aber auch schon viel besser ging. :)


    Wenn Du erkannt hast, dass das falsch ist, bist Du doch schon einmal einen großen Schritt weiter. Ich würde mir da keine Gedanken machen, was andere Leute tun: alle Menschen sind individuell und verschieden und jeder empfindet anders und braucht anderen Beistand: manche kommen halt ohne Hilfe daraus, andere schaffen es auch mit professioneller Hilfe nur schwerlich etwas zu bewegen. Letztendlich musst Du das damit angehen, wie Du Dich am Wohlsten fühlst. Es ist aber dennoch so, dass man Dir helfen wird Dir selbst zu helfen und ich denke, dass diese Mischung aus Hilfe von Außen und deine eigenen Anstrengungen, die optimale Lösung ausmacht. :)

    Das stimmt: viele physische Krankheiten lassen sich tatsächlich auf psychische Krankheiten zurückführen. Was weniger Menschen wissen: umgekehrt ist es übrigens genauso.
    Aber vielleicht wäre gerade wegen dieser Verbindungen ein stationärer Aufenhalt ganz sinnvoll, da man da auch körperlich auf fast alles untersucht wird.
    Sinnvoller ist das aber wahrscheinlich, wenn du mit deinem Arzt darüber sprichst, der vor Ort am Besten(und mit deiner Unterstützung) besser einschätzen kann, was Dir am meisten hilft.

    Vielleicht ist es gar nicht so gut, wenn ich soviel schreibe, da ich ja Deine Situation nicht wirklich kenne oder einschätzen kann, geschweige denn wirklich Verständnis von Medizin habe und Dich nachher nur unnötig verunsichere, aber wenn du trotzdem Fragen haben solltest:
    immer her damit. :)

    Liebe Grüße

    edit:
    Nach einer Untersuchung schon eine Diagnose zu stellen, halte ich(der von Medizin zugegeben Nichts versteht) für gewagt. Die Ärzte in der ambulanten Behandlung stellten auch nach jeweils einem Gespräch vermutete Diagnosen(in der ambulanten Therapie kam ich auf zwei verschiedene, wobei eine von einem Arzt war, der...naja...aus berechtigten Gründen nicht sehr glaubhaft war, wohingegen die andere Diagnose in der Ambulanz durch zwei Ärzte gestellt wurde), während ich nach dem längeren stationären Aufenthalt eine andere Diagnose bekam. Inwiefern welche jetzt zutrifft, ist natürlich die Frage, vor allen Dingen, weil sich ja alle Ärzte sicher waren.
     
  15. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #15
    habe eigentlich auch keine lust mehr zu warten und habe schon die letzten tage viel überlegt. man denkt immer, was werden die andern sagen...? aber eigentlich ist mir das jetzt egal. genauso wie es mir egal wäre wie sich mein nachbar die haare schneiden lässt

    überlege schon ob ich morgen zum friseur gehe. und dann so kurz wie möglich. denn entweder ganz lang oder ganz kurz. alles andere will ich nicht

    für mich würde eigentlich nur eine tagesklinik in frage kommen. wo ich nicht übernachten und essen muss usw. aber jetzt habe ich einmal den termin für den psychologen...
     
  16. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #16
    Bis auf eine Person gefiel meine neue Frisur allen, bzw. eigentlich mochten sie beiden Frisuren. ;) Aber du hast Recht: Dir müssen die Haare gefallen und nicht anderen Leuten. Sollen sie schließlich Dich mögen oder deine Haare? ;)

    Genau so habe ich es auch gemacht. :) Tip: dreh' mal eine Runde auf dem Fahrrad, wenn Du die Haare abhast - ein absoulut geniales Gefühl. ;)

    Den Termin würde ich dann auch erst einmal in Ruhe abwarten, wahrnehmen und dann weitersehen. Ich denke das wird sich Alles zu deiner Zufriedenheit regeln (lassen). :)

    Liebe Grüße
     
  17. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #17
    ich danke dir für deine netten tips. es ist doch gut wenn man mal sieht das man nicht so alleine ist :)

    auch danke an alle anderen die bisher geantwortet haben :)

    ich merke auch immer wenn ich den ganzen tag dahocke und nicht weis wie es weiter gehen soll das ich mich dann körperlich total beschissen fühle. mir tut dann irgendwas weh und man fühlt sich rundum unwohl. wenn man dann einen besseren tag hat geht es einem auch körperlich wieder gut.

    man kann sogar teilweise beobachten, das man irgendwelche angeblichen schmerzen spürt, und sich dann sagt, hey das kommt nur davon weil ich mich darauf konzentriere und angst habe das es was schlimmes sein könnte. und wenn man dann was macht was einem spass macht und die schmerzen vergisst, sind sie plötzlich auch weg, weil sie nur im kopf entstehen

    ähnlich wie mit placebo

    edit:

    ja. liegt wohl an einem minderen selbstwertgefühl.

    naja man hat mir das so nicht wirklich gesagt. ich habe es nur auf einem zettel gelesen. kombinierte persönlichkeitsstörung. also das wird auch nur eine erste annahme gewesen sein
     
  18. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #18
    Es gibt ja in der Psychologie auch die Theorie, dass, wenn man sich etwas lange genug einredet, dieses auf eine bestimmte Art und Weise "wahr" wird. Das war früher als kleines Kind immer sehr interessant, wenn man 'mal nicht zur Schule wollte und sich eingeredet und vorgespielt hat, wie schlecht es einem doch geht. Irgendwann ging es einem dann echt so dreckig, dass man nicht zur Schule konnte. ;)
    Mit dieser Methode habe ich es übrigens geschafft seit Jahren an so gut wie keiner Krankheit mehr erkrankt zu sein, weil ich sie einfach ignoriert, bzw. nicht überbewertet habe und mich nicht ins Bett gelegt und unnötig geschont habe. :p
    Aber bitte macht das nicht nach: nachher hat jemand tatsächlich etwas Ernstes und nimmt es wegen diesem meinem Post nicht ernst und wird noch schlimmer krank. ;)

    Auch solche Sachen und deine Verdachte solltest du deinem Psychiater unbedingt erzählen, weil man so etwas durchaus in den Griff bekommen kann. :)
    Aber ich denke, dass hätte ich Dir nicht sagen brauchen, sondern das wird Dir wohl bewusst sein und das hattest Du wahrscheinlich auch vor. ;)

    Und eine Annahme kann sich auch schnell als falsch herausstellen, aber das ist ja erst einmal gar nicht so wichtig, was Du jetzt haargenau hast, sondern, dass Du erst einmal Hilfe in Anspruch genommen hast, Dir geholfen wird und sich dadurch Deine Situation schon bald merklich verbessern wird. ;) In diesem Verlauf wird man dann, wie schon erwähnt, auch Genaueres feststellen können.

    Was ich noch erwähnen wollte: Du hast ja weiter oben erwähnt, dass Dir die Krankheit peinlich ist. Das muss sie nicht und soll sie nicht sein. Du musst dir bewusst machen, dass du für die Krankheit Nichts kannst und Dich dafür nicht rechtfertigen musst oder es Dir Leid tuen muss. Ich würde die Krankheit natürlich auch nicht in der Weltgeschichte herumerzählen, aber mit Freunden solltest Du da ganz normal darüber reden können.
    Du glaubst nicht, wie gut es tut, wenn man sich einer Person, die einem wichtig ist und der man vertrauen, anvertrauen kann und darf.
    Ich glaube es hat mir fast mehr geholfen Leuten von der Krankheit erzählen zu können, die mir wichtig waren, als es den Ärzten zu erzählen, bzw. es hat mir auf eine andere Art und Weise geholfen, als bei den Ärzten.
    Wenn Du solche Menschen hast, die Dich und Dein Handeln verstehen, die wissen was Du fühlst und die für Dich da sind, dann kannst Du Dich sehr glücklich schätzen. :)

    Liebe Grüße
     
  19. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.10.07   #19
    naja so wirklich ist da niemand mit dem ich mich darüber unterhalten kann. wenn man es den leuten aus der band erzählt dann ist das doch etwas komisch. viel andere kontakte habe ich eigentlich nicht. so ist das, als einsamer musiker, da passieren einem die wildesten sachen...
     
  20. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #20
    Guten Abend!

    Oh pardón, vielleicht war ich da etwas uneinfühlsam direkt so sehr davon zu schwärmen.
    Wie sieht es denn mit Deiner Familie aus? Aber vielleicht ist es bei Dir ja auch ganz anders, so dass Du super mit Ärzten zurecht kommst und dich ihm auch voll und ganz anvertrauen kannst. Aber meine Spekuliererei hilft dir wahrscheinlich nicht wirklich weiter, deswegen warte lieber ab und dann siehst du ja selbst weiter. :)


    Mein Basslehrer hat gesagt, dass man als Musiker, bzw. als Künstler generell, immer auch ein wenig anders sein muss; irgendwie etwas abgedreht und verrückt und nicht ganz dicht(natürlich im positivsten Sinne :)). Von daher passt die Musik doch perfekt zu Dir. ;)
    Es hilft auch an vermeintlich negativen Dingen Positives zu finden zu können, wobei es aber natürlich stimmt, dass Einsamkeit auf Dauer schrecklich ist, aber ich kann dir da Hoffnung machen: meist hat man auch durch solche Krankheiten (vllt. unbewusst) Stolpersteine im sozialen Bereich und ich bin überzeugt, dass sich das nach der Gesundung verbessern kann und verbessern wird. :)

    Liebe Grüße