Pickup-Erfahrungen SD/DD/PRS

von captainbee, 20.08.16.

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pedaltrain
  1. captainbee

    captainbee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.16   #1
    Hi Leute, ich möchte euch mal an meinen, wenn auch Bescheidenen, Pickup-Erfahrungen teilhaben lassen ... eher aus Interesse wie die Verteilung von Subjektivität und Technik mit einem spielen kann.

    Ich hab seit über 20 Jahren die u.g. HAMER Archtop aus den Slammer Series (wers nicht kennt, vom Shape her am ehesten mit den PRS zu Vergleichen), irgendwann habe ich mal rausgefunden, dass dort Duncan Desigend HB-101 und HB-102 drin verbaut sind.
    Schön und Gut, seit Jahren ultrazufrieden mit dem Sound, für Metal in H, D und Standard-E-Tuning immer super, mir hat nie was gefehlt, was der Gitta zuzuschreiben gewesen wäre.

    Dann habe ich vor ein paar Jahren eine "Ersatzklampfe" bekommen, weil manchmal das die Proberaumschlepperei etc. etc. zu nervig war : Eine Ende90/Anfang2000er SAMICK Paula in desolatem Zustand, die ich erstmal wieder aufgepäppelt habe und die gar schröcklichen Original-PU gegen das Set SH-4 JB/SH2n von Seymour Duncan Original ausgetauscht habe, nachdem mir einige Leute dazu geraten haben, das wäre ja Soundmäßig das Pendant zu meinen Duncan-Designed in der HAMER.

    Schön und Gut, irgendwie gar nicht wirklich vergleichbar ... Sound komplett unterschiedlich, der Original SD- PU-Satz hat mir nicht in der Paula gefallen. Also icht wirklich schlecht, aber irgendwie nicht Stimmig, irgendwie zu ... zu derbe in den Bässen ? kanns kaum beschreiben, aber nicht stimmig jedenfalls.

    Der Zufall und der Musikerflohmarkt von Facebook hatte mir mal vor ca. 2 Jahren für 30(!) Euro einen Satz PRS HFS Treble und PRS Vintage Bass zukommen lassen. Die Teile waren in der OVP geschickt worden, lagen aber erstmal schön lange rum. un war mir neulich langweilig und ich hab mal aus Spass die PRS-Pickups in die alte Paula geschraubt und nun haut mich der Sound vollkommen um ... Zerrsound geil, Cleansound geil, das schäbige Gerät von Samick-Paula klingt auf einmal richtig super, besser als meine geliebte HAMER, viel differenzierter und bei weitem nicht so Koppelanfällig.

    Dann habe ich mal den Preis nachgeschaut und bin etwas aus den Wolken gefallen, ob des Mega-Schnäppchens , dass ich da gemacht habe. Würde mir am liebsten den Satz noch 2mal kaufen, einmal für die HAMER und einmal für den Bausatz der aktuell hier rum liegt ;-)

    Was ist jetzt mit dem SD-Satz ? hat der einfach nur nicht mit der Paula harmoniert ? Oder kann es auch an der jeweiligen Elektronik liegen ? ich hatte jetzt nicht genau auf die Poti-Werte geachtet.

    Also kennt ihr auch solche Unterschiede ?

    Gruß Jörch
     
  2. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.08.16   #2
    Moin,
    na da hast ja n tolles Schnäppchen gemacht ;)

    Bei Tonabnehmern ist es so, dass sie erstens nicht alle aus einer Serie exakt gleich klingen, und zweitens nicht in jeder Gitarre gut klingen.
    Ich hab z.B. n Set Gibson 500T/496R von Gibson aus ner Flying V, die ich in der V langweilig fand, in ner Les Paul tot, und in ner SG ziemlich gut.
    Trotzem klingt das gleiche Set, was ich mal gebraucht gekauft hatte, in der SG n Deut besser...
    In der V sind jetzt 30€ Tonabnehmer drin...

    Muss also nicht immer was zu sagen haben ;)


    Wegen dem SD-Set: ich bin selber kein Fan von der Kombo. Ich finde sie "dazwischen", weder richtig hart, aber wieder zu hart, zu viel Eigenklang, aber nicht genug Charakter, irgendwie halt dazwischen.
    Die Gebrauchtpreise für die sind halt sehr stabil, aber bevor man die verkauft baue sie testweise in deine Hamer rein, oder spare sie auf für ein späteres Projekt.
     
  3. captainbee

    captainbee Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.16   #3
    Hi, ja Danke, ich werde die auf jeden Fall mal weiter Ringtauschen. Das ist übrigens auch der Grund warum ich bei meinen Basteleien auf Steck- oder Schraubverbindungen der PU-Verkabelung umstellen will ;-)
     
  4. Stratz

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    Erstellt: 23.08.16   #4
    Der SH-4 kann sehr wählerisch sein, was die Gitarre angeht. Entweder klingt er geil oder richtig schlecht. Manche mögen ihn sogar lieber mit 250K-Potis. Ursprünglich wurde er von Seymour auch für eine Tele entworfen. Für Tunings unter D-Standard ist er nicht so gut geeignet. Da wird er dann schnell matschig in den Bässen. Dafür ist sein "Bruder", der fast baugleiche (ein wenig anders gewickelt und doppelt dicker Keramikmagnet anstatt Alnico 5) SH-6 Distortion besser geeignet oder ein SH-5 Custom.

    Der SH-2 klingt eher "neutral", klar und artikuliert. Ich finde ihn besser in Gitarren mit "kurzer" Mensur wie z.B. einer Les Paul und mit höchstens 22 Bünden. In Gitarren mit längerer Mensur und 24 Bünden kann er durch den positionsbedingten eh schon etwas "klareren" Sound schnell etwas "langweilig" klingen. Mit einem Alnico 2 wird aus ihm ein APH-1 Alnico 2 Pro, wie ihn z.B. Slash spielt (bevor er "seine" APH-2 bekommen hat). Dann wird er wärmer und cremiger vom Sound her und bleibt trotzdem noch schön klar. Bei viel Verzerrung sind die Bässe aber etwas "labberig". Insgesamt hat der APH-1 aber mehr "Charakter" als der SH-2.
     
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  5. AgentOrange

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    Erstellt: 24.08.16   #5
    Der sh4 hat mir in Paulas auch nie wirklich gut gefallen. Der macht sich sehr gut in einer stinknormalen Strat, oder auch die etwas langweiligen Linde-Strats (Ibanez, alte Charvel etc) harmonieren damit sehr gut.

    In Paulas mag ich den Suhr DougAldrich sehr gerne (der klingt eigentlich in Jeder Gitarre gut), die Burstbucker3...generell finde ich die Gibson Pickups (Classic 50 etc) ziemlich passend für die meisten Darbietungen. Nur den 500T kann ich garnicht haben...
     
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