Politische Veränderungen

von armyclonk, 25.10.07.

  1. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.07   #1
    Hi,
    ich diskutiere gerade mit einem Mitschüler über politische Veränderungen. Seine These besagt, dass die meisten Menschen eigentlich mit ihrem System unzufrieden sind und einen radikalen Umbruch wollen. Also meinetwegen weg von der Demokratie hin zum Anarchosyndikatismus. Ich dagegen behaupte, dass die meisten Menschen größtenteils zufrieden mit dem System sind, unabhängig davon ob die Partei ihrer Wahl gerade an der Macht ist.

    Ich habe also eine Umfrage gestartet die diese beiden Standpunkt plus eine "Is mir egal" Option als Grundlage hat.

    Bitte stimmt ab :D !

    Klick
    (Das ganze ist in Englisch gehalten damit ich auch andere Foren einbeziehen kann. Wenn Fragen auftauchen einfach stellen ;) .)

    Dank schonmal... und jetzt: Diskutiert :D !
     
  2. Flo.O

    Flo.O Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.07   #2
    darüber kann man schwer diskutieren, da jeder eine Meinung hat und nur von sich sprechen kann...
     
  3. armyclonk

    armyclonk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #3
    diskutieren kann man ganz gut, nur wird es zu keinem ergebnis kommen. aber meinungen austauschen geht sogar spitze bei diesem thema finde ich.
     
  4. robert015

    robert015 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #4
    Anarchosyndikalismus hatten wir doch hier in der Zone schon, naja zumindest so was ähnliches. Leider funktionierte das nicht, weil der Mensch im Zweifelsfall eben doch an sich denkt und nicht ans Gemeinwohl.

    Demokratie hat zwar viele Nachteile weil jeder Dödel was blubbern darf aber so lang die Menschen gierig und einfach gestrickt sind, ist dass eben der beste Weg miteinander auszukommen. Gabs so ne Diskussion nicht schon mal? Wie auch immer... mein Bett wartet :weird: heidiho ;)
     
  5. Limbo

    Limbo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #5
    Ich würde sagen, Du hast in diesem Punkt recht, denn wenn die meisten Menschen mit dem aktuellen System unzufrieden wären, würden sie nicht seit Jahrzehnten hauptsächlich CDU und SPD, also die sogenannten Volksparteien wählen. Damit unzufriedene Leute, die für andere Parteien stimmen, sind somit in der Minderheit, und so lange sich diese Leute nicht öffentlich für ihre Überzeugungen einsetzen oder heimlich eine Revolution planen, kann man schlussfolgern dass auch sie mit dem aktuellen System zufrieden sind.
     
  6. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 26.10.07   #6
    Ich glaube die meisten Menschen sind unzufrieden mit dem System und wollen es ändern - wenn es dann aber soweit ist sind sie da auch nicht zufrieden. Sie würden in jedem System meckern.
     
  7. armyclonk

    armyclonk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #7
    wobei man da sowohl mit a) der wahlbeteildigung und b) der alternativenarmut argumentieren könnte.

    im moment sind ja die "radikalen" recht eindeutig vorne. wobei da auch unzufriedenheiten von amerikanern etc. reinspielen, da die umfrage recht international angelegt ist...
     
  8. catrat

    catrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.07   #8
    ist nicht zu beantworten. kommunismus ja - rückfall in die barbarei nein.
     
  9. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.10.07   #9
    Äh - darf ich mal einen anderen Aspekt beleuchten?

    Do you believe that there has to be a radical change in the order/system of your country?
    Thank you for your vote!
    Yes, I do believe there has to be a radical change.
     
  10. Guybrush

    Guybrush Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.07   #10
    ...mhh naja Demokratie ist zwar nicht die nonplusultra Staatsform...aber es ist wohl das beste das wir kennen.

    Und dazu muss man sagen das wir deutschen eigentlich kein demokratisches Volk sind.
    (Vor Weimarer Demokratie hatten wir eine Monarchie mit der die Bürger zufrieden waren, dannach eine faschistische Diktatur mit der die Leut zufrieden waren)

    Mittlerweile höhrt mal jeden nurnoch meckern^^
     
  11. Gunkl

    Gunkl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.07   #11
    Jetzt wo du es sagst.. Lasst uns eine faschistische Monarchie einführen und alle sind glücklich :great:
     
  12. armyclonk

    armyclonk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.07   #12
    letztendlich hat er aber recht. je weniger auswahlmöglichkeiten der mensch hat, desto glücklicher ist er im allgemeinen.
     
  13. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.10.07   #13
    Jetzt ist mir zumindest deutlich geworden, was ich so schief an der Diskussion und der Fragestellung finde.

    Woher wißt Ihr eigentlich was "die" Menschen wollen?
    Das ist nix anderes als Stammtischsalbaderei und genauso unzufriedenstellend wie die ewige Suche nach dem "revolutionären" Subjekt - stattdessen wird der ewige Biedermann herausgekehrt. Nix anderes als psychologisch verbrämte Vorurteile, die bestätigen, was man selbst hören will.

    Fangt mal bei Euch an: Was wollt Ihr denn? Was seid Ihr bereit dazu beizutragen? Wieviel mal habt Ihr schon angefangen, auf den Putz zu hauen? Gegen oder für was habt Ihr persönlich Euch eingesetzt und was sind Eure Erfahrungen dabei?
     
  14. Guybrush

    Guybrush Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.07   #14
    Ja oke fänd ich auch gut :D
     
  15. armyclonk

    armyclonk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.07   #15
  16. x-Riff

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    Erstellt: 30.10.07   #16
    Halte ich für irreführend.

    Wenn ich es mitbekommen habe, geht es darum, dass eine zu hohe Vielfalt von möglichen Entscheidungen ab einer bestimmten Stufe nicht mehr zu handhaben ist und statt mehr Freiheit mehr Unzufriedenheit bewirkt.

    Das hat aber nichts damit zu tun, dass es wesentliche Entscheidungen gibt, die das eigene Leben sehr stark beeinflussen, die man sehr wohl treffen kann und die grundsätzlicher Natur sind.

    Es geht letztlich um die Frage, welche Entscheidungen ich selbst treffen will, welche Entscheidungen ich delegieren lassen will und welche Entscheidungen mir letztlich egal sind.
     
  17. armyclonk

    armyclonk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.07   #17
    auch wenn du dir ganz offensichtlich nicht mal einen der vorträge ganz reingezogen hast:

    der "paradox of choice" sagt folgendes:
    früher gabs nur eine möglichkeit. die war zwar nicht perfekt, aber nach einer zeit hat sich diese möglichkeit an die bedürfnisse angepasst und man war glücklich.
    heute gibt es massenhaft möglichkeiten, die zwar schneller gut sind, aber da man denkt, vielleicht ist die andere wahl doch besser, ist man unzufriedener.
    des weiteren wird ausgesagt: je mehr auswahl man hat, desto weniger entscheidet man.

    der andere vortrag sagt aus, dass wenn man die möglichkeit hat sich umzuentscheiden die zufriedenheit mit der wahl, die man getroffen hat, sinkt, während sie, wenn man sich nicht mehr umentscheiden kann steigt.



    klar kann man jetzt nicht sagen, dass man deshalb jetzt ne diktatur braucht, damit die leute zufrieden sind. aber man sollte auch vorsichtig damit sein zu viele auswahlmöglichkeiten zu geben, denn der mensch kann nicht auf eine rationale ebene reduziert werden. die irrationale ist mindestens genausowichtig.
     
  18. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.10.07   #18
    Kann jetzt keinen wesentlichen Unterschied zu dem erkennen, was ich gesagt habe, ausser dass ich andere Worte benutzt habe.

    Komme eher aus der systemischen Ecke und die bezeichnen das als Komplexität der Welt gegenüber bescheidenen Möglichkeiten des Subjekts - was gar nichts neues ist, übrigens. Was wiederum auch nichts ist, was dagegen ist.

    Dass das Nicht-Rationale eine wesentliche Rolle spielt, würde ich nie bestreiten. Wenn man sich anschaut, was Menschen glücklich macht, dann sind das eh nicht die großen Räder und Entscheidungen.

    Aber der Kontext der Frage ist ein politischer.

    Ich halte eher für bezeichnend, dass solche Fragen immer dann an Gewicht gewinnen, wenn Umbrüche stattfinden. Das war zu Ende des Feudalismus so, das war Anfang der Moderne (Übergang 19/20tes Jahrhundert) so, das war zu den Hochzeiten des kalten Krieges und des drohenden Atomkrieges zwischen USA und UDSSR so und das ist heute so: Globalismus, Schwinden der nationalstaatlichen Politikeinflüsse, drohende ökologische Einschnitte, Bedrohung der Sozialsysteme, Migration, demographische Entwicklung: alles scheint immer weniger beeinflußbar zu sein; die Bedrohung scheint ständig zu wachsen, während das, was erreicht wurde, im Schwinden zu sein scheint; alte Lösungen scheinen nicht mehr zu funktionieren ... nun gut - was bleibt? Der Rückzug ins Private, die Absage an das sich Einmischen.

    Wenn man sich die Geschichte anschaut, ist das nichts anderes als ein jet-lag im Zeitgefüge: die Menschen lernen eben und entwickeln ihre Fähigkeiten, mit komplexeren Herausforderungen klar zu kommen.

    Ich will es nicht bagatellisieren: es gibt reale Bedrohungen und wenn der Mensch / die Gesellschaften es nicht auf die Reihe bekommt, kann es sein, dass die Erde an die Wand gefahren wird.
    Aber gerade angesichts dessen finde ich den Rückzug in das Private um so fataler.

    x-Riff
     
  19. armyclonk

    armyclonk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.07   #19
    es gibt auch keinen, ich wollte nur aufgrund dieses satzes:
    und der tatsache, dass du nur einen der vorträge zur hälflte geguckt hast (oder beide simultan bis zur hälfte :D) klar stellen worum es geht, damit erstens deine aussage unterstützt und der rest weiß worums geht :D.


    richtig. aber eine diktatur nimmt nicht unbedingt diese wesetlichen entscheidungen weg. klar, bis jetzt war es fast immer so, darum muss man sehr vorsichtig sein, aber man sollte auch nichts von vornherein verteufeln.
     
  20. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.10.07   #20
    Nenn mal ein Beispiel für eine Diktatur, in der Du leben wolltest.