Powercord auf Siebter Stufe?

von Durango, 19.07.07.

  1. Durango

    Durango Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.07   #1
    hi zusammen.
    ich beschäftige mich grade mal wieder etwas mit kirchentonleitern und dabei ist mir eine sache aufgefallen, die mir in all den jahren eigentlich nie so richtig aufgefallen ist.
    und zwar betrifft das die siebte stufe einer tonleiter.
    nehmen wir die siebte stufe von c-dur.
    ich habe bisher dort immer wie selbstverständlich n powercord, also h5, gespielt, zb als leitakkord zum c hin.
    dabei kam mir nun komisch vor, daß das ja eigentlich nicht ganz richtig ist, da die quinte vom h, also das fis, gar nicht in c-dur vorkommt.
    genau das gleiche nun bei h-lokrisch, also siebte stufe von d-dur. da kann man doch dann eigenlich auch nicht mit nem powercord beginnen, da auch hier das fis gespielt werden muss.
    oder wie ist das da? :confused:
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 19.07.07   #2
    Richtig erkannt.

    Der Power Chord auf der 7. Stufen in Dur gehört nicht mehr zu Tonart. B5 in C-Dur kann für Bm oder für B stehen, kommt auf die übrigen Instrumente an.

    B bzw. B7 kann in C-Dur als Zwischendominante von Em (III Stufe) gedeutet werden.

    Oder auch als chromatischer Annäherungs-Akkord, wie jeder andere Power Chord auch, der sich mit einer Halbtonschritbewegung in einen Stufenakkord auflöst.

    Eine einfache Kadenz in C-Dur:
    B5 | C5 - - - | - - - E5 | F5 - - - | - - - F#5 | G5 - - - | - - - B5 | C5 ...

    übrigens h lokrisch (=engl. b lokrisch) stammt von C-Dur, nicht von D-Dur. Mit Power Chords kann man den lokrischen Modus nicht begleiten. Lokrisch benötigt die verminderte Quinte, ohne ihr klingt es nicht lokrisch.

    Gruß
     
  3. Durango

    Durango Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #3
    okay dann ist das klar...danke

    ps: meinte natürlich c-dur...nicht d-dur :o
     
  4. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #4
    spiel doch einfach, wenn es gut klingt. keiner zwingt dch in c-dur zu bleiben.
    wenn du es geschickt anstellst, kannst du alle akkordverbindungnen schlüssig klingen lassen. spiel mal in einem tonalen stück die akkorde C F# C.
    klingt komisch, aber spiel mal C F# G C, oder C F# D G C
    dann klingt das auf einmal schlüssig. es kommt halt nur darauf an, wie man es in den rest der harmonik einbettet. aber zu sagen von h5 nach c5 geht nicht ist unfug.
    Max reger sagte mal sinngemäß: Ich kann einen C-dur akkord in allen 24 Tonarten spielen.

    und da hat er verdammt recht. gib mir irgendeine Tonart und ihc sage dir, wie man dort einen C-dur akkord unterbringt.

    Außerdem besteht auch die möglichkeit den powerchord lediglich als klangfarbe zu verwenden. bei der orgel gibt es auch mixturen, wo quinen dazugeschaltet werden, oder sogar große terzen. das ist dann aber als klangfarbe gedacht und nicht als harmonisches gebilde. und ich sage mal, solange du h5 spielst und der bass nicht gerade konstant ein f darüber spielt, wird man das f# auch nicht als störend empfinden, sondern eher als klangfarbe des grundtons.
     
  5. Punkt

    Punkt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #5
    Ges-Dur :D

    sry für offtopic, aber ich bin gespannt auf die antwort :D vielleicht kann man ja was dazulernen^^
     
  6. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #6
    in Ges-Dur kannst du C-dur als doppeldominantgegenklang ausführen.
    As-Dur wäre die Doppeldominante. nun nimmst du C-dur als Stellvertreter, den löst du nach Des-Dur auf und den dann nach Ges-dur.

    ich habe mal ein tonbeispiel angehängt
     

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