Pray the US! …vom gezwungen werden die US-amerikanische Nationalhymne zu singen

von ulze, 09.01.07.

  1. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #1
    Ein ganz normaler Schultag am Dienstag. Bloß Musik in der 4. Stunde entfällt. Alle freuen sich und machen kleine Witze darüber, dass die Anderen Kunst gewählt und nun Unterricht haben – wie es Schüler halt nun mal machen.
    Wir kommen in den Musikraum und eine neue Lehrerin, die wir noch nie hatten und für unsere Aufsicht zuständig ist (wir sind ja noch nicht 11.), steht schon drin. Alle machen sich auf, ein paar hohlen ihre Karten und alle setzten sich zusammen.

    „So jetzt kommt ihr alle nach vorne – wir machen jetzt Unterricht!“

    Ein Raunen geht durch die Klasse und nach mehrmaliger Aufforderung sitzen wir wie gewollt.

    „Da ich in Musik Vertretung hab dacht ich wir singen jetzt was – und da ich auch noch Englisch unterrichte singen wir was englisches.“

    Sie macht den Folienprojektor an und lässt uns die erste Zeile des Lieds lesen:

    Oh, say can you see, by the dawn's early light,

    … Die amerikanische Nationalhymne!

    „So wer kann von euch Klavier spielen“

    Wir haben drei Pianisten – aber alle weigern sich- die Noten waren nicht mal komplett…


    „Naja dann müsst ihr eben mit der CD singen.“


    Alle schauen sich gegenseitig an – von überall hört man: „Nein da sing ich doch nicht mit!“

    Sie schaltet die CD ein – fängt auch selbst laut an mit zu singen. Keiner macht einen Mucks.
    Langsam wird sie wütend: „Los singt die Hymne mit Patriotismus oder es gibt Verweise!“
    Einige fangen eingeschüchtert an mitzusingen – die anderen Bewegen nur dem Mund – wieder andere Singen lautstark die Deutsche – so geht es die ganze Stunde.

    Immer wieder kommen Sprüche von der Klasse, dass wir nicht diese Hymne (und schon gar nicht mit Patriotismus) singen werden. Wir machten ihr Angebote die Deutsche Nationalhymne zu singen oder auch ein amerikanisches Lied – aber nicht diese Hymne mit „Flying bombs“….


    „Sie können uns nicht zwingen das zu machen“ -äußert ein Schüler
    „Ich kann viel!“ (langsam wird sie richtig sauer)
    „Aber das nicht!!!“
    „Los komm raus! Du musst das jetzt solo singen!“

    *plötzlich fängt der Feueralarm an*

    Alle gehen lachend aus dem Klassenzimmer – die Lehrerin hat sich total blamiert! Sie hat uns zwingen wollen etwas zu tun für das wir niemals stehen wollen und ist damit nicht durchgekommen – sie hat ja sogar Verweise und andere Strafen angedroht. Ich fand es damals einfach armselig was diese Frau gemacht hat.



    Und die Frage zum Schluss für jeden selbst zum stellen: Kann man jemanden zwingen so etwas oder so etwas ähnliches zu machen? Ich finde nicht!
     
  2. Zakk Wylde 369

    Zakk Wylde 369 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #2
    Richtig rebellisch scheinst du ja zu sein, bloß weil du Mr.Bush nicht magst, dafür kann doch die Hymne nix!:screwy:
    Was ist bitte ist dadrin so schlimm, die amerikanische Nationalhymne zu singen?
    Wenn ihr Musik habt und dann singen sollt und ihr dann nicht wollt wäre das ja Unterrichtsverweigerung!:rolleyes:
     
  3. ulze

    ulze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #3
    stimmt - hab ich nie anders behaubtet

    stimmt auch die Hymne kann nichts dafür aber ich würde - find ich dadurch das ich die Hymne sing der jetztigen Regierung zustimmen bzw. sie in einer anderen Weise und natürlich auf eine komische Weise sogar unterstüzen.

    Wie gesagt wir haben ja andere Sachen vorgeschlagen bzw. gesagt das wir NUR diese Hymne nicht singen werden. Aus vorher genanntem Grund.
     
  4. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #4
    ich finde dieses verhalten eigentlich mega-albern. also wenn man jedes lied erstmal auf politischen hintergrund/ ansichten des komponisten etc. überprüfen würde, dann würden bald alle im musik-unterricht alle nur noch däumchen drehen und musik-theorie pauken.
    klar, eine nationalhymne ist nochma ein sonderfall, aber mein gott, es ist auch ein musikalisches werk und ich kann mich noch daran erinnern, dass in unserem liederbuch in der schule auch hintendrin ohne "moralische bedenken" und wie selbstverständlich nationalhymnen abgedruckt waren, darunter auch die der ddr, sowjetunion und so weiter (war ein älteres buch).

    aber ich bin mir sicher, wenn es nicht die amerikanische hymne gewesen wäre, dann hätte es nicht diesen - sorry - zwergenaufstand gegeben. es liegt halt im trend, die usa zu verdammen und insbesondere von der derzeitigen regierungs-clique auf die gesamte nation zu schließen. schonmal daran gedacht, dass die hymne der ältesten demokratie der welt gewidmet ist (also schon etwas älteren semesters ist als der irak-krieg, auf den die usa heutzutage gern reduziert werden), die zufälligerweise auch uns deutschen historisch die freiheit erst ermöglicht hat? auch die freiheit, nicht zu singen - zweifelsohne.

    ich glaub dann sollten wir auch verbieten im unterricht musik von bach zu hören, der war nämlich ein verfechter des absolutismus, und das ist nun eine staatsform, die völlig unvereinbar ist mit freiheit und demokratie.
    für uns ist hier nicht feststellbar, inwieweit die aufforderung "mit patriotismus" wirklich ernst gemeint war. vielleicht war es eher ironisch (es macht ja auch für einen nicht-amerikaner zunächst mal keinen sinn, us-patriotisch zu sein). vielleicht wollte sie auch nur aufzeigen, wer hier der "stärkere" ist, keine ahnung. jedenfalls eine äußerung, die ich nicht sonderlich ernst nehmen würde. zwingen sollte sie euch jedenfalls nicht.
    und dass da einige die deutsche hymne singen spricht eigentlich eher dafür, dass da einige noch in der pubertät/ im trotzalter stecken geblieben sind. sonderlich durchdacht war diese aktion wohl auch nicht.
     
  5. Nimrod-666

    Nimrod-666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #5
    Also irgendwie bescheuert finde ich das schon. Ich meine als obs nicht genug normale Englische Songs gäbe...

    Ich hätte mich wahrscheinlich auch geweigert. Nicht weil ich irgendwie Antiamerikanisch eingestellt bin sondern weil mir das irgendwie suspekt gewesen wäre.
     
  6. ulze

    ulze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #6
    Ich glaub so ist es vielen gegangen
    und ich schließ nicht auf die ganze Nation zurück- aber schließ du bitte nicht darauf zurück das -wenn ich mich weigere eine Hymne zu singen die ich nicht richtig finde (zumindest so) das ich damit nicht die ganze amerikanische Befölgerung verdamm.

    und ich denk das war das größte Problem- sie kam unfreundlich rein - als wir das Lied wegen fehlenden Noten nicht auf Klavier so eben mal begleiten konnten wurde sie wirklich wütend - und danach war aus
    wenn wir des bei unserer normalen Musiklehrerein gemacht hätten glaube ich das es nie so weit gekommen wäre - zumindest hätte sie uns nicht gezwungen etwas zu singen was wir aus Einstellungsgründen (also wie kurz: Gegen die US-Regierung) nicht wollten.

    Sie ist dann auch in ein Trotzverhalten gefallen und es war in dem Stadium als sies angewandt hat dann ernst gemeint - zumindest haben wir des so verstanden...
     
  7. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #7
    yeah, man merkts....

    ich find das peinlichen kinderkram, aber vor 20 jahren hätte ich es aber bestimmt auch toll gefunden, mal so richtig "dagegen" zu sein. eigentlich ist aber jede aktion, die einen lehrer zur weissglut bringt, äusserst unterhaltsam. nur hab ich nie versucht, meine strohhalm-spuckattacken politisch zu rechtfertigen.

    und so ganz nebenbei - ich musste die amerikanische nationalhymne 3 jahre lang jeden morgen auf dem schulhof singen, und zu base- und footballspielen.....

    nochmal nebenbei, falls der weigerung dem unterricht zu folgen auch die qualität deiner englischen signatur zu verdanken ist, solltest du doch mal anfangen, auf deren unterricht einzugehen. gleiches gilt auch für die überschrift!

    ...oder die fehler sind der gag - dann ist er aber schlecht.
     
  8. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #8
    Finde beides bescheurt.
    Sowohl dass sie Euch das singen lassen wollte, als auch dass Ihr Euch dann so Pseudo-Rebellisch dahinstellt "Ne, das machen wa nich".
     
  9. ulze

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    Erstellt: 09.01.07   #9
    zu 1.: Ja stimmt
    zu 2.: Ja man wird älter :) ... wir haben uns halt allein vom Auftreten der Lehrerin dagegengesellt...

    wir wollten uns nicht "mal so richtig "dagegen" stellen" - sonder einfach unsere Einsicht behalten und sie auch zeigen.

    Wir wollten sie nicht zur "weissglut" bringen sondern unsere Meinung vertreten

    die versuchen wir auch nicht zu rechtfertigen ;)
     
  10. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #10
    Tja, ist schon ein unglaubliches Ding, was sich die Lehrerin da erlaubt hat, im Musikunterricht die amerikanische Hymne zu singen, da sie Musik mit ihrem Englischunterricht verbinden will...wie kann sie es wagen:rolleyes:
     
  11. ulze

    ulze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #11
    Ich habe auch extra ihre Sicht mit hineingeschrieben - weil ich darstellen wollte das bei Seiten sicher Fehler gemacht haben.
    ... naja zum Glück erkenn ich den Sarkasmus in manchen von euren Antworten...(ich mein nicht Ironie!)
     
  12. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 09.01.07   #12
    @Lieber ulze,
    ich finde richtig nett, dass du auch einstecken kannst, was du hier von den bemoosteren jahrgängen hörst. Und wenn wir uns mal in einer ernsteren angelegenheit wieder treffen - - - , umso besser! Und drei pianisten in der klasse zu haben, das ist doch was!

    Aber dazu eine kleine geschichte: ich hatte mal einen sehr bekannten klavierlehrer, d.h. der lehrte nicht nur an einer bedeutenden hochschule, sondern war auch ein glänzender spieler, was nicht gleichbedeutend sein muss. Leider gibt es von ihm so gut wie keine aufnahmen außer womöglich in rundfunkarchiven, damals war vieles anders als jetzt. Der Herr Professor, den titel hatte er auch, aber auch die marotte, das wort "pianist" nicht in den mund zu nehmen, "werdet anständige klavierspieler", sagte er uns, aber keiner von uns, auch ich nicht, hat ihn erreicht. Ich sehe ihn vor mir, den mantelkragen hochgeschlagen, in einem winterlich ungeheizten konzertsaal bei einer orchesterprobe Beethovens c-moll klavierkonzert spielen, er war aber auch ein begnadeter Liszt-spieler, wie es ihn heutzutage unter deutschen kaum gibt. Und wenn ich etwas von ihm gelernt habe, dann, das wort "pianist" zu meiden. Das muss aber nicht abfärben.
     
  13. ulze

    ulze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #13
    ... ok und danke für deine Aufmunterung! Die hab ich jetzt echt gebrauchen können-
    bin ja auch ein Klavierspieler :) .. einer der 3... nunja
     
  14. Yourbestfriend

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    Erstellt: 09.01.07   #14
    Ich kann ulze verstehen. Nationalhymnen singen zu müssen (!) finde ich generell schonmal blöd. Denn eine Nationalhymne zu singen ist für mich kein x-beliebiger Unterrichtsstoff, wie Lateinvokabeln aufsagen, sondern eine emotionale Sache. Den Text kennen, ok, Allgemeinbildung, aber das Singen als Zwang? Nein. Ich bin kein großer Nationalhymnensinger, aber das ist jedem selbst überlassen. Wer ist der bessere Nationalhymnensinger? Sarah Connor oder ein x-beliebiger deutscher Fußballfan beim WM Spiel Deutschland - Polen? Darauf bezogen, dass NAtionalhymnen etwas emotionales für mich sind auf jeden Fall zweiteres. Etwas Emotionales aber auf einer anderen Sprache zu singen, verfärbt dessen Sinn aber ungemein. Ein anderes Beispiel: Meine ehemalige Englischlehrerin ("Moritz: Was du zeigst, ist schon mehr als Desinteresse", Abinote 15 Punkte (sorry, ich hasse sie immernoch *g*)) wollte mit uns immer das Vater Unser auf Englisch beten. Sorry, aber wenn ich "bete"(!), dann bete ich V-A-T-E-R U-N-S-E-R und nicht O-U-R F-A-T-H-E-R, denn ich meine für mich "Mein Vater" und nicht "my father". Es ist einfach nicht dasselbe. Klar, man kann sich auch überwinden und einfach losplappern, auch wenn es einem gegen das eigene Empfinden geht, aber wem nützt das? Niemandem.
     
  15. _superhero_

    _superhero_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #15
    Die deutsche Nationalhyme :eek:

    Die Regierung sympathisieret doch mit Bush und Deutsche sind im Afghanistan im Einsatz :eek: :eek:

    Wie könnt nur sowas vorschlagen :eek: :eek: :eek:
     
  16. AlcoholicA

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    Erstellt: 09.01.07   #16
    Ich würde niemals eine andere Nationalhymne die griechische singen. Aus Symphatie würde ich eventuell freiwillig mal bei der französischen oder die englischen mitsingen, aber nur wenn dies freiwillig geschehen würde...
     
  17. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #17
    @yourbestfriend: ich finde du nimmst die sache etwas sehr ernst. "sehr emotional", schön und gut, aber wir sind hier in der schule, es sollte einfach nur was gesungen werden (weil es ein bestandteil des musik-unterrichts ist), man sollte vielleicht versuchen, was vom text mitzubekommen (also hätte das ganze noch einen englisch-lerneffekt), davon abgesehen würde ich auf keinen fall behaupten, dass man als deutscher muttersprachler keinen emotionalen bezug zu einem englischen text haben könne, ganz im gegenteil. wie üblich bei hymnen steckt auch in der amerikanischen einiges an pathos, das sollte jeder mitbekommen auch wenn er vielleicht nicht alles versteht, und die wirkung und bedeutung der hymne dürfte einem auch einigermaßen bekannt sein, zumal jeder zusätzlich noch einen subjektiven bezug dazu bekommen kann; aber dass ein durchschnittlicher 10t-klässler keinen großen bock hat, sich darauf einzulassen, weil es sicher uncool ist und stattdessen der anti-amerikanismus eine ganz hippe mode-erscheinung, ist es nicht verwunderlich, dass sowas nicht stattfindet.
    beten ist auch ein gutes stichwort, ich habe schon öfters auf englisch gebetet oder auch gemischt, je nachdem, was mir gerade eingefallen ist. liegt daran, dass meine quellen für religiöse texte etc. eigentlich ausschließlich auf englisch sind und weil mir daher einige formulierungen in dem zusammenhang auf englisch näher und vertrauter sind.
    @superhero: ich gehe mal davon aus, dass dein beiträg eher ironisch gemeint war.;)
    @ulze: was meintest du mit "flying bombs"? meintest du eine spezielle textstelle? da könnten wir nochma drüber reden.
    übrigens hätte ich persönlich ein problem damit, die deutsche hymne mitzusingen, da ich mich mit dem land, in dem ich lebe - vorsichtig ausgedrückt - nicht identifizieren kann. aber das ist ein anderes thema.
     
  18. ulze

    ulze Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #18
    Weil wir das ok fanden :) und wenn du nicht mal die deutsche singen willst soll es uns gestattet sein die US-amerikanische zu verweigern ;)...

    Ne im ernst der Text: "Einigkeit und Recht und Freiheit" find ich ok bzw. sogar gut!


    Ja aber es ist immer noch besser deine Nationalhymne (WM - Hysterie war zu der Zeit und wir hätten sie wirklich gesungen mit der Lehrerin) als irgendeine andere zu singen, von denen du die Regierung auch nicht gut findest (und NEIN, ich habe NICHTS gegen die Amerikaner oder das Land an sich).
    Und wie gesagt: wenn du eine Hymne nicht singen willst solltest du sie auch nicht singen müssen, egal welche!


    Ja und so hatten wir eben Probleme uns mit der Amerikansichen zu identifizieren.


    Ja wir sind in der Schule und 1.
    Sie war keine Musiklehrerin...
    2. Wir haben ja bei ihrem Unterricht mitgemacht haben und auch die Hymne übersetzt; also von demher kann man uns jetzt keine Unterrichtsverweigerung vorwerfen- wir haben es wirklich einfach aus Überzeugung nicht singen wollen
     
  19. Yourbestfriend

    Yourbestfriend Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #19
    Wird meine Argumentation denn dadurch, dass ich die Sache ernst nehme,weniger nachvollziehbar? Ich will ja niemanden überzeugen, sich beim nächsten Nationalhymnesingen beleidigt in die Ecke zu verziehen.
    Außerdem: Du hast ein Problem damit, die deutsche Nationalhymne zu singen und bist anscheinend insgesamt etwas englisch-affin, was ich aus deinem Beitrag entnehmen zu können meine. Ich hingegen habe ein Problem damit, die amerikanische Nationalhymne singen zu müssen und fühle mich weder zum Deutschen noch zum Englischen sonderlich "hingezogen". Eigentlich sind wir damit doch einer Meinung. Wir wollen beide nicht etwas plärren, von dem wir nicht überzeugt sind. Und ob das jetzt in der Schule oder sonstwo stattfindet, ist doch erstmal egal. Es kann ja nicht sein, dass man Dinge weniger ernst nimmt, nur weil sie Unterrichtsstoff sind? In der Schule hat man mir auch schon oft gesagt, ich solle dies und das nicht so ernst nehmen, diesen Rat habe ich aber auch da nicht befolgt ;)
     
  20. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #20
    nein, das habe ich auch nicht gesagt. aber immerhin hab ich gezeigt, dass man durchaus einen emotionalen zugang zu der sache finden kann. wenn du das nicht kannst/ willst, ist das dein gutes recht.
    übrigens finde ich die argumentation, dass du dich keinem land "hingezogen" fühlst und daher grundsätzlich keine hymne singen würdest, absolut einleuchtend.