Precision oder Jazz

von Bullermann, 25.11.04.

  1. Bullermann

    Bullermann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #1
    Moin, moin,

    als (Laien-)Mitglied der 6-(dünn-)Saiter Fraktion hab ich mal 'ne Frag zum Bass.
    Da Junior starkes Interesse am Bass zeigt, stellte sich vor kurzem die Frage: Wie unterscheidet sich ein Precision von einem Jazz-Bass und wo liegen die jeweiligen idealen musikalischen Einsatzgebiete.

    Schönen Tach noch, bis später
     
  2. das_fundament

    das_fundament Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #2
    Und Vorhang auf für das Thema der Themen!

    Ich glaube, da könnte man Bücher mit füllen.

    Ich machs kurz und fang einfach mal an:

    Jazz: schlankerer, leicht zu spielender Hals, zwei mal Single-Coil (für den typischen quäk-Sound, kommt beim Slappen suuuuper!), überall zu Haus, außer jetzt im Metal würd ich sagen (da trifft man Fender ja eher selten heute).

    Preci: Humbucker und erdiger Rock-Sound, aber echt nicht so Variantenreich. Eigentlich sag ich mal: DER Ur-Rockbass. Aber noch viel mehr...
     
  3. cone

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    Erstellt: 25.11.04   #3
    eh nein.. der preci hat normalerweise keinen humbucker...sondern eine split coil
     
  4. DrahtEsel

    DrahtEsel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #4
    Der Klangunterschied zwischen Precision und Jazz Bass: Der "Prezi" hat einen satten, kurrenden, knorzigen Sound, der Jazz Bass klingt eher funky, leichter und brillanter.
     
  5. migu

    migu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #5
    Ööööhm...und ich dachte Precision wäre die Umschreibung für einen "frettet" Bass??? Also einen mit Bünden als Gegenstück den "unpräzisen also "frettless" Bass???
    Klär er mich auf!!
     
  6. DrahtEsel

    DrahtEsel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #6
    migu
    also damit hat das nix zu tun.
    Fretted = mit Bünde
    Frettless = ohne bünde, aber die sind nicht unpräzieser, man muss lediglich päzieser greifen ;)
    Der Unterschied zwischen P und J Bass liegt in erster Linie im Sound und Du kannst beide als fretted und frettless haben.
     
  7. raven

    raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #7
    Du hast schon recht. Damals hatte Leo Fender die Idee den BAssisten die Möglichkeit zu geben "precise" wie gitarristen zu spielen. Und deshalb haben die Bässe heute Bünde (manche auch nicht mehr ;) ). So kam der Name ursprünglich zu Stande. Heute steht aber Precision Bass (oder P-Bass) für das Precision Bass Modell von Fender. Später kam ein Jazz Bass (j-Bass) raus, der führte dann den ersten richtigen Namen ein.

    Es gibt also zwei Fender Modelle: P-Bass und J-Bass. Mit Fretted oder unfretted hat das nichts zu tun. Die gibts bei beiden Modellen optional.

    -raven
     
  8. Bullermann

    Bullermann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #8
    geht ja echt schon ganz gut ab. 'N bisschen weiter hat's mich auch wirklich schon gebracht.
    Frage:

    Kann man die Typen auch optisch unterscheiden ?
    ( Nicht lachen, bin nur Akkustiker und Hobbyelektriker und hab von Tonabnehmern keine Ahnung

    @Fundament : Ist Präzi 'ne Fenderdomäne?
     
  9. Bullermann

    Bullermann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #9
    War wohl 'n paar Minuten zu langsam!
     
  10. migu

    migu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #10
    @raven + Nanuck

    THX....
     
  11. das_fundament

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    Erstellt: 25.11.04   #11
    ???:confused:

    Ja, alles was Bass ist und "Precision" heißt kommt von Fender (oder Squire). Kopien gibts Millionen. Genauso beim Jazzbass...

    Ähm, und optisch erstes Merkmal zum Unterscheiden (Außnahmen gibs nur gaaaanz wenige.) ist das Pickup in Halsnähe. Ist es "gesplittet" (sorry für den Ausdruck Humbucker, alles was nicht grade und schlank ist heißt bei mir so...) also zweigeteilt und zueinander verschoben, dann ist es ein Preci, sind es zwei längliche dünne PU, dann ist es ein Jazzbass.

    Weitere Unterschiede gibs am Hals und auf der Kopfplatte, da steht nämlich Jazzbass, bzw. Precision drauf.:rolleyes:
     
  12. emo

    emo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #12
    Und an der Korpusforum und dem Hals... :great:
     
  13. das_fundament

    das_fundament Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.04   #13
    Sach ich doch...
     
  14. HollywoodRose

    HollywoodRose Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.04   #14
    Also vom optischen her:

    Das ist ein JAZZ BASS
    [​IMG]


    Das ist ein PRECISION BASS
    [​IMG]
     
  15. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.11.04   #15
    Der klassische P besticht vor allem durch warme Mitten, die recht rustikal knorzen können. Reichliche Bässe und Brillanzen sollte man nicht erwarten (es sei denn, man rüstet sowas wie EMG PUs + Aktivelektronik nach). Kann man auch ganz klassisch mit Flatwounds spielen.

    Die Urform des P (zeitweise als Telecaster in versch. Varianten vermarktet) ist auch mittenfixiert, allerdings etwas steriler vom PU her, weswg. oft für Aufnahmezwecke verwandt.

    Der J ist da etwas reichhaltiger, durch die beiden PUs transparenter und fein knurrender, sowie überhaupt flexibler. Hier wirken sich auch unterschiedliche Griffbrett- (Ahorn, Palisander, Pau Ferro, Ebenholz) und Korpusmaterialien (Erle, leichte vs. schwere Esche, Mahagoni; ggf. Ahorn-, Koa- od. Palisanderdecken) stärker aus als beim P. Auch die Position des Steg PUs hatte man bei 70er-Jahre-JBs näher an selbigen verlegt, womit stärkere Brillanzen zu erzielen sind, aber auch der Jaco'sche Treble-PU-Sound nicht mehr überzeugend hinzukriegen ist. Die Hälse variieren auch stärker als beim P, etwa zwischen 1.5" (38 mm) und 1.75" (44.5 mm) am Sattel, dazu kommen verschiedene Profile der Rückseite (V, rundes C, flaches C, D).

    Klassische J Sounds sind der von Jaco (dessen bundierter im Prinzip ähnlich klang wie der bundlose), sowie die brillanteren von Chris Squier, Geddy Lee und Marcus Miller. Bei ersteren beiden weden mit J eingespielte Aufnahmen oft mit Rickenbacker verwechselt...

    Modernere "Mehr von allem"-Sounds gehen mit beiden nicht gut (zumindest ohne Austauschelektronik).
     
  16. das_fundament

    das_fundament Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.04   #16
    Squier hat den Jazz gespielt??? Ich dachte, das ist der Rickenbacker-Mann überhaupt!
     
  17. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.11.04   #17
    Nee, die etwas solideren Sachen sind tatsächlich JB. Kuck mal in die Archive von Bass Player und Bassist, da waren irgendwann in den 90ern mal Interviews, wo er alles breit erklärt hat.
     
  18. ribbons&leaves

    ribbons&leaves Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.04   #18
    es gibt doch Bässe mit Jazz und Prec. Kombination damit man flexibel ist.Taugen die DInger was ?
     
  19. -Thomas-

    -Thomas- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.04   #19
    Also Fender hat die beiden Bässe in diesem vereint:

    http://www.musik-service.de/ProduX/Bass/Instrumente/Fender_Stu_Hamm_Urge_Bass_II.htm

    Hab den zwar noch nicht antesten können, aber von der Ausstattung her find ich den sehr vielversprechend.

    Und der von von Stu Hamm in Red Sparkle sieht einfach umwerfend aus... :rolleyes:
     
  20. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.12.04   #20
    Kommt auf die konkreten PUs und natürlich den Rest des Basses an ;) Normalerweise hat man einen J und einen P, und an sich ist die Idee nicht schlecht, einem P mit etwas vom J mehr Definition zu spendieren, oder eben dem notorischen Treble PU Sound des J mithilfe eines P etwas mehr Schub... Eine Konfiguration wie zwei J und einem P dazwischen, wie vor Stu Hamm etwa schon von Fernando Saunders gespielt, eröffnet natürlich noch mehr Möglichkeiten... Etwa bietet der J Neck PU typischerweise mehr Bässe (Reggae!!) als ein typischer P...
     
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