Proberaum: Klangoptimieren & Für Recording einrichten.

von MechanimaL, 03.08.04.

  1. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.04   #1
    Im Folgenden ist unser Proberaum zu sehn. (einmal draufsicht und dann 2 wände jeweils im querschnitt)

    [​IMG]

    [​IMG]

    Wie ihr seht, ist er leider recht verwinkelt (quasi verbaut) aber daran können wir (als Mieter) nichts ändern.

    Was wir jedoch tun wollen ist folgendes:

    - Noppenschaumstoff bestellen um den Raumklang fürs Proben deutlich zu verbessern

    - Trennwände bauen um, im bereits mit Noppenschaumstoff eingerichteten Raum, eine Ecke oder einen kleinen Raum zur Schlagzeugaufnahme und später für Gitarre und Bass einzurichten.

    Erstmal geht es also darum: an welchen Wänden ist es ratsam diesen Schaumstoff anzubringen um einen guten Raumklang zu haben, und wenn das dann, so wie vorgeschlagen, geschehen ist:

    wo sollte man abtrennen um

    a) drum und b) gitarre / bass aufzunehmen ?


    Ich weiss das sind schon viele Fragen auf einmal, wäre aber trotzdem nett wenn jemand oder mehrere von euch ausführlich darauf eingehen könnte, da wir selbst nicht wirklich eine Vorstellung haben. Jedoch besitzen wir mittlerweile recht gute Mikrofonie usw. und wollen schon beim Aufnehmen die optimalsten Vorraussetzungen nutzen, die der Raum hergibt.


    Die Standardaufstellung beim Proben ist die, das rechts (vor Wand B) quasi in dem niedrigeren Bereich ne Sitzecke ist. Der Rest ist variabel.

    Dh. dort kann natürlich zum Aufnehmen auch Instrumente aufgebaut werden usw. aber zum Gesamt Raumklang beim Proben sei angemerkt dass wir dort lieber die Sitzecke lassen möchten.

    Die Band besteht aus 2 x Gitarre , 1x bass und 1x drums und 1x Gesang (2 PA boxen auf Teleskopständern).

    Wenn ihr wollt kann ich auch noch unsere momentane Aufstellung in das Bild einzeichnen, kann aber wie oben geschrieben geändert werden, solange der Bereich rechts als Sitzecke bestehen bleibt (--> gilt nicht fürs Aufnehmen!)
     
  2. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 03.08.04   #2
    Wer hat denn diesen Raum verbrochen (gebaut) ? :eek: Ich wüde raten, mobile Aufstellewände zu bauen, die Ecken damit abzurunden (Spizen weg). Nur so könnte ihr einen Gesangsbereich und einen Schlagzeugbereich konstruieren- bei dem geringen Platz.

    Baut die am besten aus 2x1-Spanplatten. Die passen dann genua unter den abgeflachten Teil des Raumes, wenn man sie nicht braucht. IN 10-20cm Abstand zur Wand wirken die auch als Bassdämmung.

    Ich würde die einseitig mit Pyramidenschaum (8cm) von Thomann bekleben und dann anfangen zu experimentieren. Ich müsst mindestens 20-30% der Wandfläche von diesen Wänden bauen- damit es etwas bringt.

    Wenn man die hinter das Schlagzeug stellt, ist das schon viel Wucht weg, und auch eine Gesangsbereich kann man damit abgrenzen. Am besten in dem abgeflachten Bereicht einen komplett einigeln.
     
  3. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.04   #3
    ich weiss nicht ob du mich komplett richtig verstanden hast, ich möchte ja zuerst mal den kompletten raum (also die festen wände) mit noppenschaumstoff auskleben soweit wie nötig bzw wo es gut ist.
    dabei zu beachten das in den niedrigeren raum die sitzecke ist.

    dazu die frage

    1.welche der wände sollte man mit schaumstoff bekleben und wo die instrumente hinstellen ?


    danach kommt frage 2. (auf basis von 1):
    wo und wie baut man in diesem jetz fertigen raum einen bereich fürs drumset.
    und danach wenn das fertig aufgenommen ist für die gitarre ? usw.

    ich weiss bei dir , engineer, leider net immer ob du dich auf 1 oder 2 beziehst ;)
     
  4. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 03.08.04   #4
    Komplett Auskleben ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll. Daher sagte ich ja den Trick mit den Wänden: Je nach benötigtem Klang kann man die Stellwand umdrehen und hat die Dämpfung. Zudem bewrikt eine vor der Wand aufgestellte zusaetzliche Wand auch eine Bassdämpfung- was bei nur Noppenschaum nicht der Fall ist. Schräg stehende Stellwände lenken den Schall auch schräg, was auch ein Vorteil ist.

    Konkret würde ich das Schlagzeug an die 183er Wand stellen und alles hintenrum mit tiefem Pyramidenschaum abdämmen. Besser noch hohe Illbruckwaffeln. Links danaben könnte eine Stellwand hin und der Bass oder der Sänger vor das Fenster.

    Wenn es wirklich ein extra Raum für Schlagzeug werden soll, würde sich die Ecke oben rechts anbieten. Das wird aber Eng und geht klanglich für Aufnahmen nur, wenn man die Kabine wirklich schalltot macht. Da reicht Noppenschaum weitem Weitem nicht. Da braucht es richtig Absorber.

    Eine akustisch sinnvolle Möglichkeit wäre nur, an der Ecke der E80 und D103-Wand eine trennwand nach unten zu ziehen und dahinein das Schlagzeug zu setzen. Rechts oben kommt die Bassfalle hin und an die rechte B245-Wand starke Breitbandabsorber oder besagte Stellwände. Vorne wie gesagt eine feste geschossene Wand oder ebenfalls Stellwände. Dieser 2x2,50-Raum könnte gerade für ein Schlagzeug reichen.

    Wenn der Raum was taugen soll, muss er dicht sein. Ansonsten müsst ihr mit Kompromissen leben. Daher ausdrücklich die Empfehlung der mobilen Wände. Die kann man passend zu Seite schieben um den Probenklang zu optimieren und dann naders hinstellen um einzelne Instrumente aufnahmefähiger zu machen.
     
  5. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.04   #5
    wir hatten uns ja überlegt einen teil des raumes aus allg. klanglichen gründen mit besagtem schaumstoff abzukleben.

    [​IMG]

    grau = schaumstoff

    braun = stellwand


    den eingezeichneten raum wollten wir dann zur aufnahme der instrumente benutzen. (der raum wäre dann etwa 2.40 auf 2.80 höhe 2.45).

    ist das eine gute idee ? das fenster würden wir mit einer zurechtgeschnittenen spanplatte mit aufgeklebtem schaumstoff zustellen.

    welches material empfiehlt sich für die stellwände (die ja 'reflektierend' sein sollten da auf der anderen seite der schaumstoff ist ,oder?)

    ist holz generell eine schlechte sache wegen seiner eigen-schwingung ?
     
  6. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 10.08.04   #6
    Meines Erachtens kann da was nicht stimmen. Prüfe mal die 2,78 und die 1,08 nach. auch die 2,45 passen sicher nicht. Ich denke, Du meinst 2,80 auf 1,45 ??

    ICh würde die unterebraune Linie verküzen, daß die kurze braune Wand nach links unten zeigt. So werden die inneren Ecken unproblematischer.

    Das Fenster nicht zu stellen, sondern mit einem passend ausgeschnittenen Schaumstoffblock auf Pressung zustecken. Dann kann man mit Fenster proben, und nur bei Aufnahmen das Fenster dämmen.
     
  7. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.04   #7
    und für die stellwände, welches material ? span oder rigips ?

    span ist halt einfacher wenn wir noch eine art 'tuer' und ein plexiglas fenster reinbauen (denke ich mal) ?!
     
  8. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.04   #8
    so jetzt kommt ein absolut lächerliches bild ;) aber ich habe jetz grade weder zeit noch lust es besser zu machen, worum es geht ist ja hoffentlich zu sehn.

    die form ist nur grob wie sie morgen /übermorgen da stehn wird , aber ich denke mal von den winkeln her etc. muesste es so besser sein als davor.

    der abstand von bass drum zu dieser neuen 'wand' ist net größer als 1 m

    ich habe mir überleg dass das negative auswirkungen auf den klang haben könnte

    ist spanplatte für die aufgestellten wände ok ? ist die einfachste verarbeitung...

    aber bevor wir alles aufbauen und es klingt dann total schlecht... bitte noch einemal rückmeldung.

    danke :)


    [​IMG]

    dort wo glas steht befindet sich ein 40x80 großes fenster in der spanplatte
     
  9. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 12.08.04   #9
    Ich hatte schon erklärt, wie man den Bässen beikommt: Stellwand 20cm vor die eigentliche Wand. Die Platten werden die meisten Bässe durchlassen und nur ein Drittel reflektieren. An einer harten Wand kommt dann einiges zurück wird wieder reflektiert, u.s.w. Das ergibt die Phasenauslöschungen.

    Mit nur einer Grenzwand werdet ihr das drum set nicht genügend leise bekommen. Da braucht es schon ein Doppelwand.
     
  10. ibkoeppen

    ibkoeppen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.04   #10
    Hi -

    warum überhaupt die Drum-Isolierzelle?

    Damit nur ja nichts von Git, Bg, Voc in die Drummics einstreut, wenn Ihr live zusammen recorded?

    Übrigens, wir haben schon ordentliche Proberaum-Live-Recordings (Demo) gemacht, obwohl unser Probenkeller beschissen klingt (dröhnig); aber wir lassen eh Dr, Bg und Rhytm-Git in einem Aufwasch zusammen.
    Voc und Lead-Git ging bei uns gut zu overdubben, obwohl bischen Voc schon in den Schlagzeug-Mics war. (über Proberaum-PA gesungen)

    Will man mehr isolieren, kann man ja allen Kopfhörer geben, und dort drüber singen (nur als Guide-Track), oder auch Git erstmal nur direkt (DI) über Kopfhörer, und dann extra aufnehmen.
    Drum + Bass kann man doch gleich zusammen recorden, in einem Raum, oder?

    Da würd ich doch lieber den Gesamt-Raum verbessern, ja okay, Schaumstoff, aber auch große flauschige Strukturen gegen Wummer/Dröhn - am besten Polstersofas; Stoffe und Holz an (vor) die Wände.
    Z.B. schwarzer (schwerentflammbar imprägnierter) Bühnen-Molton (Thomann) vor die Wände...

    Nur mal so paar Cents von meinereiner...

    Michael Koeppen

    P.S.: jeder will selbst professionelle Aufnahmen mach, das ist halt ne Illusion bzw. wozu der riesen Aufwand und Jahre Erfahrung sammeln? Man kann doch gute Demos selbst machen, und ne richtige Platte dann bei Profis.
    (ich kenne den Recording-Wahn selber; genug EUR reingesteckt)
     
  11. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.04   #11
    es wird (natuerlich) alles nacheinander eingespielt.
     
  12. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 13.08.04   #12
    Also, weenn alles nacheinander eingespielt wird, ist die Drumzelle in der Tat Unsinn. Der größere Raum schafft weniger Probleme. Wenn man die Drums einzeln aufnimmt, also nahe, kann das recht gut klingen. Wandabstand ist dann entscheidend. Daher mein Ratschlag, Trennwände zu nutzen. Die kann man beim Proben so stellen, daß sie Instrumente trennen.

    ---

    "jeder will selbst professionelle Aufnahmen mach, das ist halt ne Illusion bzw. wozu der riesen Aufwand und Jahre Erfahrung sammeln? Man kann doch gute Demos selbst machen, und ne richtige Platte dann bei Profis.
    (ich kenne den Recording-Wahn selber; genug EUR reingesteckt)"


    Du sprichst mir aus der Seele. Leider sehen das viele anders und rechnen falsch. Man muiss sich immer fragen , wofür das jeweils ist? Wenn der klang nur so ist, wie bei jedem im Keller, dann wirkt eine CD auch nicht. Da ist Kreativität, Erfahrung und Kompetenz wichtig - neben dem Equipment.

    Für Viele wäre es sinnvoller, das Geld und all die Zeit, die man benötigt, um sich genug Erfahrung fürs Recorden anzueignen, in den eigenen Garten zu investieren. Selber Salat und Kartoffeln anbauen ist zeitlich und wirtschaftlich viel effektiver, als Aufnahmetechnicken zu erlernen, um sich die Euro pro Jahr für ein Demo zu sparen.
     
  13. MechanimaL

    MechanimaL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.04   #13
    in der kabine sollten ja auch noch bass gitarre und gesang aufgenommen werden.

    die wände werden nicht fest montiert also sie werden (kurz gesagt) geklemmt. und sind somit jeder zeit wieder entfernbar.

    naja wir werdens sehn wies klingt. ähm also hören :)
     
  14. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 14.08.04   #14
    Da bin ich inzwischen auch gespannt :rolleyes: wir warten ... :cool:
     
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