Problem wegen kleiner Hände

von Plainshift, 31.01.05.

  1. Plainshift

    Plainshift Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.12.04
    Zuletzt hier:
    10.12.05
    Beiträge:
    272
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    19
    Erstellt: 31.01.05   #1
    Hallo Leute!
    ich habe ein Problem mit meinen kurzen Fingern.
    Zwar sind sie einigermaßen gedehnt (komme eigentlich recht sicher vom 5.-9., mit etwas Einspielen auch bis zum 10. Bund), aber dennoch habe ich bei manchen Sachen einfach große Schwierigkeiten -
    zum Beispiel komme ich jetzt zwar ganz easy mit Barrées klar, aber auch nur mit Zeige- und Mittelfinger, da die anderen beiden Finger einfach nicht lang genug sind, um so viele Saiten abzudecken, wie nötig.
    Sämtliche Akkorde mit einem Basston, der mit dem Daumen gespielt wird, kann ich vergessen, da meine anderen Finger flach liegen, sobald der Daumen aufs Griffbrett hüpft. Und meine beiden kleinsten Finger kommen bei höheren Bünden kaum auf die tiefen Saiten, wenn ich etwa eine Tonleiter rückwärts von der 1. zur 6. Saite spielen will.
    Zudem liegen die Finger oft auf den Bünden, statt auf ihnen zu "stehen".
    Lässt sich dieses "Stehen" antrainieren?
    Habt ihr Lösungen gefunden, wenn ihr auch kleine Hände habt?
    Thx!
     
  2. Julian

    Julian Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.04
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    2.038
    Zustimmungen:
    806
    Kekse:
    19.643
    Erstellt: 31.01.05   #2
    Dein Problem kommt mir irgendwie bekannt vor.
    Ich dachte am anfang auch, dass meine hände viel zu klein sind und wenn ich mir bei anderen leuten die greiftechnik abschauen wollte, bin ich immer an meinen kurzen fingern gescheitert. So doof es klingt - da hilft nur üben. Ich hab keine großen hände, aber wenn ich mir manchmal freunde von mir anseh, die versuchen was zu klimpern (und die größere hände haben :D ), dann seh ich immer wieder, dass die zeit auch eine größere gelenkigkeit und beherrschung in den fingern bringt. Lass dich deshalb nicht entmutigen... ;)

    Viel glück
     
  3. Lupus

    Lupus Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.04.04
    Zuletzt hier:
    3.07.13
    Beiträge:
    665
    Ort:
    Nürnberg
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    108
    Erstellt: 01.02.05   #3
    bei griffen mit basston, der mit dem daumen gegriffen werden MUSS könne kleine hände schon ein problem sein.
    aber sonst sollte das, wie julian schon gesagt hat, durch trainieren der gelenkigkeit schon alles möglich sein. viell mal mit 3-notes-per string tonleitern anfangen. und daumen brav hinterm griffbrett lassen - das erleichtert einiges.

    gruß,
    lupus
     
  4. muinrofilac

    muinrofilac Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.10.04
    Zuletzt hier:
    27.12.07
    Beiträge:
    62
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 02.02.05   #4
    Hi
    , habe ähnliche Probleme. Z. B. bei einigen Stücke von Dream Theater wie Stream of Consciousness.
    Also hier meine Tips:
    1. Im Stehen spielen ist einfacher als im Sitzen, wenn die Gitarre relativ hoch hängt(siehe Petrucci). Sieht zwar nicht so cool aus mach ich aber trotzdem. Dadurch hat sich mein Spiel stark verbessert.
    2.Zur Gitarre:
    Ein flacher hals ist OK aber andere Dinnge bringen mehr.
    Der Hals muss schmal sein, d. h. die Halsfläche sollte möglichst klein sein, wenn du dir die Gitarre von vorne anschaust. Abzuraten ist im umkehr schluss von breiten Hälsen(bei sechseitigen, besonders aber bei siebenseitigen).
    Beispielgitarre: musicman Luke sehr schmaler Hals, wie sonst nur bei Jazzgitarren aber teuer.

    Vorteilhaft kann auch eine Kurze Mensur sein:
    Stratmensur: ca 65 cm
    Paulamensur: ca 63 cm

    Es gibt aber auch Gitarren mit noch kürzerer Mensur:
    Fender Jaguar: 61 cm

    http://getthesound.de/index.html?e-gitarre_e-gitarre_fender_deluxe_series.htm

    Oder Sqier Jagmaster: 61 cm
    http://www.squierguitars.com/gear/show_product.php?product=0320700&feature_id=0:0

    Noch kürzer aber auch sehr teuer und eher jazzy: Epiphone Byrdland 60 cm:

    http://www.gibson.com/products/custom/historic/archtopseries/byrdland.htm

    MfG muin
     
  5. Plainshift

    Plainshift Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.12.04
    Zuletzt hier:
    10.12.05
    Beiträge:
    272
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    19
    Erstellt: 02.02.05   #5
    Jo, danke für die Tipps, Leute! :D
    Die Idee mit dem schmalen Hals hatte ich auch schon, aber sollte das nicht eher ein Hilfsmittel sein? Es gibt schließlich auch viele verdammt gute Pianisten, die superkleine Hände hatten, aber in einer irren Geschwindigkeit mit tödlicher Präzision über die Tasten flogen. Mit entsprechender Technik sollte dieses "Rumspringen" auch auf den Bünden einer Gitarre schnell und sauber möglich sein.
    Mal schauen, wann das bei mir sein wird... :rolleyes:
     
  6. muinrofilac

    muinrofilac Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.10.04
    Zuletzt hier:
    27.12.07
    Beiträge:
    62
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 02.02.05   #6
    Hi nochmal
    , ein schnelles "rumspringen" also ein Positionswechsel der Hand ist tasächlich unabhängig von der Handgröße. Du kannst auch mit kleinen Händen schnell übers Griffbrett huschen. Aber ein überspannen großer Strecken auf dem Griffbrett, beim greifen schwerer Akkorde, ist abhängig von der Größenrelation Hals/Hand.
    Natürlich kann man durch training einiges erreichen aber gewisse sachen kann man mit kleinen Händen schlicht nicht machen. Das ist wie mit kleinen Basketballern, die sich nicht an den Korb hängen können.
    Auf meiner alten Gitarre krieg ich z. B. die meisten sachen die ich jetzt spiele schlicht nicht hin, auf der neuen dagegen kein Problem.
    Ich kenn auch einige Leute, die sich ihre Hände durch Überbeanspruchung zerstört haben.
    Also würde ich sagen, wenn du deine Hand schonen und wirklich gut werden willst ist ein Griffbrett wie von mir empfohlen sehr Hilfreich.

    MfG muin
     
  7. Picker

    Picker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.08.04
    Zuletzt hier:
    7.02.08
    Beiträge:
    141
    Ort:
    Wiesbaden
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    56
    Erstellt: 02.02.05   #7
    das mit dem gochhängen der gitarre halte ich persönlich auch für die völlig richtige lösung. zusätzlich würde ich noch empfehlen die gitarre "steiler" umzuhängen. das entspricht dann sehr stark der klassischen haltung und (das ist meine erfahrung...) das erhöht merklich die beweglichkeit der finger...
    ich habe angefangen so zu spielen als meine gig-zahl auf ca. 6-8 im monat hochgeschnellt ist und ich probleme mit den sehnen und gelenken bekommen habe...seitdem ist es etwas besser...

    wenn deine hände so klein sind wie meine(man stelle sich eine wirklich kleine und dünne "frauenhand" an einem mann vor :screwy: ) wirst du manche sachen unter umständen aber nie so wie die leute mit den grossen händen spielen können... gerade 3-notes-per-string auf den tiefen saiten wird einfach schwierig wenn der kleine finger nur bis zur d-saite reicht... ;)
    ...da hilft auch üben nur sehr eingeschränkt, denn die finger wachsen komischerweise auch davon nicht... ;)
     
  8. Plainshift

    Plainshift Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.12.04
    Zuletzt hier:
    10.12.05
    Beiträge:
    272
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    19
    Erstellt: 02.02.05   #8
    Ok, so klein wie eine kleine Frauenhand jetzt nicht. :D
    Eher wie mittellange Frauen- bzw, eben etwas unterdurchschnittlich grpße Männerhände.
    Warum eigentlich? Meine Mutter hat für eine Frau recht lange Finger und spielt Klavier, mein Vater spielt seit 30 Jahren Gitarre und hat RIESENPRANKEN, sowas hat man kaum gesehen. Was hat sich Mutter Natur dabei wohl gedacht? :screwy: :D
     
Die Seite wird geladen...

mapping