Probleme beim Heraushören von Intervallen

von stephyboy, 10.08.06.

  1. stephyboy

    stephyboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #1
    Hallo,
    ich bin gerade dabei Anhand eines Trainingsprogrammes die Grundlagen der Musik zu lernen.
    Jedoch hänge ich schon einige Zeit beim Heraushören von Intervallen; einzelne sind noch relativ einfach, doch wenn man 4 Töne hintereinander hören und aufschreiben soll klappt das meistens nicht so gut. :(
    Bin ich zu unmusikalisch?:screwy:
    Gibt es gute Übungsmethoden?:confused:
     
  2. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #2
    Setzt dich nicht unter Druck. Intervalle raushören erfordert sehr viel Zeit und Übung.


    Zu Beginn ist es sinnvoll, sich erstmal auf einzelne Intervalle zu beschränken.

    Auch gut ist es, erstmal sich nur z.B. Terz, Quinte und Oktave rauszupicken, diese zu verinnerlichen und dann Schritt für Schritt weitere Intervalle hinzu zu nehmen.


    Auch hilfreich ist es, die Gitarre dazu zu nehmen, wenns nicht klappen will. Also erstmal den Grundton suchen und dann den jeweiligen Intervallton und dann anhand der Positionen auf dem Griffbrett das Intervall zu bestimmen.
     
  3. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #3
    Also ich mach das mal so wie mir mein Musiklehrer versucht hat es mir beizubringen: Wenn du einen Intervall hörst, versuch ihn mit etwas zu assoziieren, und zwar mit Geräuschen die du im Kopf hast. Dein Schulgong müsste zum Beispiel in Quarten sein (ist bei allen die ich kenne so), oder guck mal, welche Intervalle der Kukucksruf, oder das Martinshorn von Krankenwagen haben. Diese Intervalle hast du automatisch im Kopf, und wenn du dann einen hörst, sagst du dir automatisch: Das ist ein Polizeiauto, das ist der Intervall xy.
     
  4. Shapeshifter

    Shapeshifter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #4
    Ich habs in so ner "MusikAG" mal so gelernt:
    Zunächst einmal bestimmen, wie "groß" der abstand des Tons ungefähr zum Grundton ist.
    Dann das Intervall auf Konsonanz und Dissonanz untersuchen. Dann bestimmen welches Intervall es sein könnte.
    evtl hilft dir die Tabelle zu Konsonanz und Dissonanz hier weiter:
    Intervall (Musik) - Wikipedia

    Manche Intervalle sind sehr schwer zu bestimmen und es geht nur durch einiges an erfahrung - also viel üben. (Vor allem wenn die Töne sehr tief sind find ich ists echt hart).

    Ganze Tonfolgen mit 3 oder mehr Tönen hab ich selbst auch noch nie versucht rauszuhören ganz ohne Intsrument zur Hand. Hier könnte sich das "nachsingen" anbieten.
     
  5. GMinor7

    GMinor7 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #5
    also an meiner schule wars damals glaub ich 1-3-5-8 oder 1-3-5-1, also einfach ein dur-dreiklang.

    gruss, alex
     
  6. Phoibos

    Phoibos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #6
  7. Livia

    Livia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #7
    Hilfreich ist es auch, wenn man für jeden Intervall ein Stück hat. (Für kl. Sekunde abwärts, kl. Sekunde aufwärts, gr. Sekunde abwärts, ...)
    Also so ähnlich wie das mit den Sachen aus dem Alltag.
     
  8. stephyboy

    stephyboy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #8
    also ich dachte eigentlich, dass ich den Schritt mit den einzelnen Intervallen schon geschafft habe, und wenn ich so ne Übung mache, dann hab ich auch das meiste richtig, aber bei mehreren Noten hilft es mir auch nicht mehr, die Intervall mit einem Song zu assoziieren. z.B: kleine Terz = Smoke On The Water;
    Danke für die vielen und raschen Antworten
     
  9. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 11.08.06   #9
    stephyboy
    Das ist das Problem, wenn man Intervalle sich nur isoliert eingeprägt hat. Im musikalischen Zusammenhang erkennt man sie dann oft nicht mehr wieder.

    * Die Quarte d-g, isoliert betrachtet, klingt nach "Tatü Tata".
    * Ein C-Dur-Akkord mit der selben Quarte macht ihn ihn poppiger. (Stufen 2,5 von C = Cadd9)
    * Ein Eb-Dur-Akkord mit der selben Quarte wirkt jazziger.(Stufen maj7, 3 von Eb = Ebmaj7)

    Spiel oder sing einfach mal ein Intervall, und spiel dazu verschiedene Begleitakkorde...

    Mir hilft es, die Töne des Intervalls / der Intervalle in Stufen einer Tonleiter zu umzudeuten. so wie oben gezeigt. Ich weiß allerdings nicht, wie chaotisch dein Gehörbildungsprogramm die Töne auswählt :)
    Wenn ich kein musikalischen Zusammenhang erkenne (12-Tonmusik?), habe ich auch oft Schwierigkeiten, sofort die richtigen Intervalle zu bestimmen. Und ich vermute mal, daß deine Übung so ähnlich klingt. Ich weiß auch nicht, wie sinnvoll solche Übungen dann sind. Für mich ist es wichtiger, Intervalle im harmonischen Kontext wiederzuerkennen.

    Tschüß, MaBa
     
  10. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 11.08.06   #10
    Hi Stephyboy!
    Du hast wahrscheinlich folgendes Standardproblem: Du kannst zb eine reine
    Quarte aufwärts problemlos hören,und,so hoffe ich,auch problemlos nachsingen.

    Kommen aber zb zwei Quarten aufwärts nacheinander,ist Dein etw. Hilfsmittel,
    zb also der Feuerwehrruf,eher verwirrend,weil ja die erste von Dir erreichte Quarte
    in Dir das tonale Gefühl des Grundtons auslöst,aber dies gleichzeitig ja auch wieder nicht tun soll,weil ja jetzt das gleiche Spiel noch einmal passiert.

    Du musst einüben,Dein inneres Ohr quasi zu reseten,nachdem Du,um in diesem Beispiel
    zu bleiben,die erste Quarte aufwärts erreicht hast.
    Es wurden schon einige richtige Dinge hier geschrieben,die alle in der Tat auch hilfreich sind,um sich die Intervalle zunächst mal einzeln zu erarbeiten.
    An der Stelle ,an der Du jetzt stehst,übe folgendes:
    Baue Dir Intervallreihen,und zwar:

    1) Sekundreihe ,bestehend aus grossen und kleinen Sekunden ,aufw./abw.
    2) Terzreihe,.grosse/kleine Terzen aufw/abw.
    3) Quarten/Quinten/Trit. aufw/abw
    4) Sexten ,grosse/kleine..aufw/abw
    5) Septimen,..grosse/kleine,..aufw/abw.

    der Anfangs und Endton ist gleich,um später die exacte Intonation zu überprüfen,
    denn diese Interv. sollen gesungen werden.
    Dies WIRD Dir helfen,WENN Du es sauber singen kannst.
    Du kannst Dich dann nämlich irgendwann von Deinen ''Stützrädern''/''Schwimmflügeln''
    befreien,und erkennst die Intervalle ad hoc,also ohne Zuhilfenahme von Assoziationen,
    Liedanfängen etc...

    lasse Dir Zeit!!........Druck und Anspannung ist kontraproduktiv für ein gelungenes
    Gehörergebnis..

    Grüße!
     
  11. stephyboy

    stephyboy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.06   #11
    hey danke für die hilfen;
    wenn ich noch mal probleme habe melde ich mich
     
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