Probleme mit Blues in A - Pentatonik

von Elharter, 25.01.05.

  1. Elharter

    Elharter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.05   #1
    Hey Guys,

    also.....mein Problem ist folgendes.

    Egal nun ob auf Bass oder normaler Gitarre (würd aber eher lieber mal mit Bass anfange), ich verstehe einfach nicht ganz den Sinn der Pentatonik. zB gibt es hier folgende Grafik die besagt welche Töne, dH welche Noten in A gespielt werden dürfen ohne das es sich schräg anhört...

    [​IMG]

    Nun gut.......wenn ich aber jetzt einen gewöhnlichen Blues Rythmus auf dem Bass spiele, verwende ich Töne die hier gar nicht eingekreist sind (7,8,9 auf der D-Seite)

    zB typischer Blues Rythmus:
    [​IMG]

    also irgendetwas stimmt doch hier nicht, denn beide Grafiken sind für ne Gitarre und für Blues ;))
    Und ich kann mir schwer vorstellen das ein in A-gespielter blues mittendrinnen zu einem E-blues wird oder sonstiges ^^

    oder wo häng ich?

    danke für die Hilfe!

    lg

    mike
     
  2. Death Jester

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    Erstellt: 25.01.05   #2
    e ist die dominante zu a
    a ist die subdominante zu e

    beide tonhöhen lassen sich im zuge des bluesschemas miteinander verbinden
     
  3. Elharter

    Elharter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.05   #3
    grml und wie soll man soetwas "riechen" !?!?

    nix jetzt gegen dich ;) aber es verärgert mich ein wenig......hab noch nirgends darüber etwas schriftliches gefunden.

    Gut das es das MB ! gibt.......einfach endgeil. Dauert 5min und du hast ne Antwort!

    danke

    mike
     
  4. Death Jester

    Death Jester Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.05   #4
    Bluesschema geht so:

    4 Takte Tonika, 2 Takte Subdominante, 2 Takte Tonika, 1 Takt Dominante, 1 Takt Subdominante, 2 Takte Tonika

    zB kann es dann so aussehen: E7 E7 E7 E7 A7 A7 E7 E7 H7 A7 E7 E7
     
  5. Elharter

    Elharter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.05   #5
    lol

    aha - sagt mir jetzt im moment noch nicht allzuviel aber ich werds mir merken ;)

    Hast du Musik studiert oder so??? :eek:
     
  6. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 25.01.05   #6
    Die Grafik zeigt die Töne der Mollpentatonik plus die sogenannten Blue Notes. Das heißt nicht daß dies alle Töne sind die man auf einen Blues in A spielen kann. In gewissen Grenzen kann man beim Blues auch die Tonleiter des jeweiligen Akkords spielen, das liegt deinem Bass-schema zugrunde.
     
  7. Elharter

    Elharter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.05   #7
    Aha also kurzgesagt kann ich diese Grafik irgendwie schmeissen !? :confused:


    Weis ned wie ich sonst anfangen soll ;(

    Möchte einfach nur ein wenig mitzupfen können wenns heisst: LEUTE jetzt ein Blues in A......
     
  8. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 26.01.05   #8
    neinein, die Grafik ist wunderbar, sie ist halt eher als Vorlage zum Solieren gedacht. Und deine Basslinie passt doch, du kannst ja mal im Web schauen ob du in der Art noch Varianten findest, ich nenne mal auf Verdacht www.wholenote.com, da gibt es viele lessons in allen Schwierigkeitsgraden. Und das Grundschema das Death Jester genannt hat natürlich einprägen, das bleibt immer gleich und wird am Bass nur durch Zusatztöne "verziert".
     
  9. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.05   #9
    Jetzt mische ich doch mal mit...

    Grundsätzlich haben wir hier 2 verschiedene Dinge:
    Einmal die Bluespentatonik (die Griffbrettgrafik), die man zur Improvisation benutzt. Diese steht in unserm Fall in Am (nicht, daß das jemand mit A-Dur verwechselt)
    Und einmal den Basslauf, welcher zur Begleitung herangezogen wird.

    Der Basslauf ist nicht Am-Bluespentatonik, weil er nicht Improvisiert, sondern begleitet. Das was der Bass spielt, ist ein Riff basierend auf den Akkorden, die man zum Begleiten des Blues einsezten würde.

    Das Grundschema ist 4X Tonika, 2X Subdominante, 2X Tonika, Dominante, Subdominante, Tonika, Dominante
    Das gibt es natürlich auch in abgewandelter Form. In deinem Beispiel haben wir T, T, D, S, T, T
    Die entsprechenden Akkorde: Tonika A, Dominante E, Subdominante D

    Zerpflücken wir mal den ersten Takt:

    Es beginnt auf einem A, dann kommt a, g und dann der kleine Lauf d, eb, e
    Da es ein Blues in A ist, ist A unsere Tonika. Somit haben wir beim zugrundeliegenden Akkord ein A als Grundton. Das g ist unsere Septime, e ist die Quint. Die Terz kommt nicht vor, ist aber auch nicht so arg wichtig, somit steht es dem Solisten bzw. den anderen Instrumenten offen das Tongeschlecht zu bestimmen. Am Ende des Riffs kommt dann noch in dem kleinen aufsteigenden Lauf Quart und Bluenote.
    Der Akkord setzt sich also im wesentlichen aus A e g zusammen und ist ein A7 ohne Terz

    Sobald der Akkordwechsel kommt auf die Dominante E, wird das Riff einfach nach oben auf den neuen Grundton geschoben, die Intervalle bleiben gleich. Wir haben also Grundton E, dann die Septime d, dann der kleine Lauf beginnend bei der Quart a über b zu der Quint h.
    Töne des Akkords: E h d
    Der resultierende Akkord ist ein E7 ohne Terz.

    Das gleiche folgt dann noch mit D7 ohne Terz

    Die Pentatonik an sich beinhaltet A C D Eb E G und wie man sieht, fehlen hier einige Töne, die wir für die Akkorde benötigen. Daher tauchen auch im Basslauf Töne auf, die nicht in der Pentatonik enthalten sind.

    Warum Improvisiert man dann aber mit Hilfe der Pentatonik?
    Ganz einfach, der Solist fixiert das ganze auf A und behält das A auch als Grundton bei (durch die Pentatonik). So hebt sich das Soloinstrument mit seiner Melodie von der Begleitung ab (besonders dann, wenn gerade nicht die Tonika als Akkord gespielt wird).

    Fazit:
    Begleitung und Solo sind 2 Paar Schuhe und beide richten sich nach anderen Regeln. Dabei ist es jedoch nicht verboten die Regeln auch mal zu brechen (der Solist kann sich auch an den Akkorden orientieren und aus der Pentatonik ausbrechen, genau so wie die Begleitung die Akkorde verlassen kann)
     
  10. Elharter

    Elharter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.05   #10
    puhhhhh na das ist halt mal ne Erklärung ;))


    jetzt ist mir einiges "klarer" geworden.....


    und noch eine "kleine" Frage:

    angenommen ich spiel jetzt diesen Blues-Rythmus 1,1,5,4,1....

    kann ich dann mittendrinnen einfach hergehen und von dieser "Begleitung" zu einem Solo wechseln, wobei ich die Pentatonik verwende die ich als Grafik hier gepostet habe?

    dH wenn ich die gesamte Pentatonik in A intus habe, mach ich mittendrin ein Solo und es muss (wenn ich mich an die Pent. halte) hinhauen..?
     
  11. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.05   #11
    Oh, da muss ich jetzt erstmal verstehen was du meinst.

    Normalerweise hat man ja eine bestimmte Harmoniefolge (das ist quasi die Abfolge der Akkorde), welche sich immer wiederholt. Angenommen du spielst nun 1,1,4,1,5,1 und wiederholst das alles, dann würde der Einstieg ins Solo normalerweise auf den Anfang der Harmoniefolge kommen, weil das für den Hörer eine geschlossene Einheit bildet. Du kannst aber auch mit einem Auftakt beginnen (also das Solo etwas vorziehen), wobei du auf den Anfang hinspielst und es dort dann richtig losgeht.

    Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, meintest du:
    Du spielst deine Akkorde 1,1,4 und jetzt willst du auf Solo wechseln (also ein bischen was in der Pentatonik machen), nehmen wir an du machst das 2 Takte lang (das wäre 1,5 gewesen) und dann wieder zu Akkorden wechseln (da kommt dann nochmal 1 und dann gehts von vorne los).
    Generell kannst du das tun, jedoch klingt es etwas komisch, wenn nicht noch jemand anderes Begleitet und die Harmonie weiterführt. Was ganz gut funktioniert: Mische deine Akkorde mit Improvisation. Also Akkord anschlagen, ein paar Töne aus der Pentatonik, nächster Akkord.
    Oder du machst es anders rum und leitest mit Improvisation zum Akkord hin. Also ein paar Töne Pentatonik und dann den Akkord. Wichtig hierbei wäre aber in beiden Fällen, daß die Solostimme zu den Akkorden hinleitet und sie sollte einigermaßen gleich bleiben (Variationen sind natürlich erlaubt), somit klingt es für den Hörer homogen und zusammengehörig.
     
  12. Elharter

    Elharter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.05   #12
    Aha verstehe.....na da kennt sich ja wer sehr gut aus !! ;)

    Naja wie bereits beschrieben gehe ich mal von dem BluesRyth hier aus:

    [​IMG]

    Wie würdest du da ein wenig dazubauen.....??

    Kannst mal ein kleines Beispiel posten? Dann seh ich mich noch besser raus...

    ;)
     
  13. Elharter

    Elharter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #13
    *push*
     
  14. sleepwalker361

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    Erstellt: 05.09.05   #14
    Ich versuch es mal anders zu erklären. Du hast in deinem Blues 3 Akkorde: A7, E7, D7.
    Du kannst jetzt die ganze Zeit die Am-Pentatonik spielen. Dadurch würden dann die Akkordwechsel aber nicht wirklich gut hervorgehoben sein (Wenn Du alleine spielst). Ein Bass spielt von Dir o.g. Pattern. Darüber eine Gitarre Am-Pentatonik=passt. Die zweite Möglichkeit ist es, die Pentatonik des jeweiligen Akkordes zu nutzen. Daraus ist auch Dein Beispiel entstanden, d.h. A7 - Am Pentatonik, E7 - Em Pentatonik, usw.
    Um ohne weitere Instrumente also beliebig von Deinem Pattern ausgehend zu solieren, müsstest Du also die gesamte Pentatonik jeweils mit dem Akkord verschieben. Dann wirst Du feststellen, dass alle Töne Bestandteile dieser Pentatoniken sind. Du köntest jetzt einfach mal anfangen, einzelne Töne aus Deinem Lauf durch andere zu ersetzen um dadurch leichte Melodien zu konstruieren. Einfach ausprobieren.
     
  15. Bubba Blue

    Bubba Blue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #15
    Hinzufügen möchte ich noch, dass in Deiner Eingangsgraphik zwar alle Noten der A-moll-Pentatonik mit den Blue-Notes (die so schön bluesig klingen) eingezeichnet sind, dass es aber Sinn macht, die Noten alle aufzuteilen (Wenn ich die so sehe, die Graphik, würde ich als Lernender das große Kotzen kriegen!!!). Zum Beispiel in alle Noten, die vom 5. bis zum 8. Bund liegen. Die kann man schön rauf und runter spielen, ohne zwei gleich klingende Töne zu haben und ohne die linke Hand großartig auf dem Griffbrett verschieben zu müssen. Dann kann man sich die Töne vom 2. bis 5. Bund vornehmen und so weiter. Diese Einteilung nennt man Lagen oder so. Übrigens: wenn keine Leersaiten angeschlagen werden, kann man dieses Schema auf dem Griffbrett verschieben und damit alle Tonarten spielen!!! Auf diese Weise lernt man relativ schnell, welche Töne wo dazugehören. Das Tolle dabei: schon wenn man nur eine Lage kann, kann man über viele Blues und Rock Lieder anfangen zu improvisieren, indem man einfach mal ein paar Töne aus dieser Lage dudelt. Passt fast immer!! OK, man muss wissen, in welcher Tonart das Lied ist...
    Ich hoffe, ich habe eher geholfen als zu sehr verwirrt!

    Gruß!

    Bubba
     
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