Probleme mit den Nachbarn.....

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Sharny Destroya
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Hallo zusammen,
Ich habe mich in letzter Zeit oft hier umgeshen und etliche Threads gelesen und möchte nun doch noch einige Fragen stellen:

Das Problem ist folgendes: Im 2 Familienhaus wo ich wohne, haben wir einen kleinen Proberaum der im Erdgeschoss steht. Nun gab es öfters Reklamationen das das Schlagzeug zu laut ist.

Im Proberaum steht ein SChlagzeug, PA-Anlage, und Bassamp. Die Wände sind aus Täfer-Holz. Die Akkustik im Raum ist eigentlich gut nur ist die Lautstärke ausserhalb des Raumes fast gleichlaut wie im innern. Nur sehr dünne Wände.

Ich habe mir schon überlegt Raum in Raum zu bauen. Für das mangelt es jedoch an Platz, Zeit und Geld. Nun möchte ich Euch fragen, ob Ihr andere Vorschläge habt wie ich dieses Problem lösen kann oder zumindest verbessern.

Ich danke Euch für Eure Antworten

Mikey
 
Eigenschaft
 
Hallo,

wenn bauliche Maßmahmen ausscheiden, dann würde ich mal mit dem Nachbarn Reden und versuchen feste Probezeiten auszumachen wo er die Lautstärke dann tolleriert. Evtl. gibt es ja Termine wo die Nachbarn sowiso nicht da sind und die Dir passen.

Gruß

Fish
 
Der erste schritt der nichts kostet, keinen Platz braucht und keine Zeit in Anspruch nimmt: leiser spielen.
Vielleicht löst das viele Probleme.
 
Hallo, Mikey,

was gegebenenfalls noch zu versuchen wäre, wenn der "Raum im Raum" (ohnehin sehr aufwendig und teuer!) ausscheidet: Das Schlagzeug auf ein "gedämpftes" Podest setzen - leider finde ich im Moment den Thread nicht, wo das mal mit Fotos illustriert wurde - wenn ich das recht entsinne, war das quasi eine große Platte, die auf einer Art Schaumstoff gelagert war. So könnte zumindest die Körperschallübertragung durch den Boden etwas gedämmt werden.
Ansonsten leider schlechte Karten - wenn die Wände sehr dünn sind, sind erfolgversprechende Maßnahmen zur Lärmdämmung üblicherweise zu teuer für den Heimanwender.

Viele Grüße
Klaus
 
Noch 2 3 kleine Tips von mir

Um Übertragungen von Boden und Wänden einzugrenzen, stellt man das Schlagzeug auf eine Pressspan-Platte, die auf alten Tennisbällen gelagert ist; dieses selbstgebaute Podest kann nun frei schwingen und die auf den Boden übertragenen niederfrequenten Wellen werden so in der Regel sehr stark abgedämpft.

Decke/Wände
Um als allererstes einem allgemeinem Vorturteil zu entgegnen: Eierkartons bringen NICHTS in puncto Schalldämmung! Sie verbessern zwar wegen der Noppenform den Sound innerhalb des Proberaums, dies aber auch nur minimal. Lasst also Eurem Eiermann seine Kartons und macht es lieber mit einfacheren Mitteln:
Als erstes sollte man alle Öffnungen, die in irgendeiner Form nach außen führe n abhängen mit Stoff altem Teppich etc. ). Nun besorgt man sich alles, was an Decken, Bettlaken und Teppichen entbehrlich ist und behängt damit die Wände - optimaler Weise so, dass die Stoffbahnen frei schwingen können. Das gleiche macht man mit der Decke: Hier spannt man am besten einige Wäscheleinen straff in den Rauh und hängt die Teppiche wellenförmig daran auf (natürlich mit der Stoffseite nach unten).

Quelle(2Sec Google): http://www.2sound.de/artikel-proberaum-daemmung.html

lg

Meulnir
 
Teppiche, Noppenschaum und was weiss ich noch alles bringt höchstens was für die Akustik im Raum. Eine Schallisolierung erreicht man dadurch nicht.
Der richtige Ansatz besteht wirklich in einer Raum-in-Raum Konstruktion, alles andere bringt quasi nix.

Die Lösung mit den Probezeiten ist wohl für beide Seiten die beste.

Eine letzte Möglichkeit wäre ein E-Drumset bzw. das Akustikset mit Meshheads und Soundmodul auszustatten.

Ein akustisches Schlagzeug lässt sich leider nur begrenzt in der Lautstärke regeln, ohne den Sound abzuwürgen.
In einem Miet- oder Mehrparteienhaus ist ein Akustik-Drumset leider keine optimale Lösung. Da wird mal wohl oder übel irgendeinen Kompromiss finden müssen, der beide Seiten zufrieden stellt.
 
Hallo zusammen,

Ich danke euch vielmals für eure Antworten. DAS mit dem leiser spielen ist etwas schierig, weil man da wie Haensi geagt hat, den Sound des Schlagzeug "einbüst". Das mit den Probezeiten wird jedoch warscheinlich die beste Lösung sein. Auch werde ich mal schauen was noch so an alten Matratzen uns Stoffen herum ist und ein bisschen von diesem Zeugs aufhängen.

Ich danke Euch für eure Hilfe.

Mikey
 
Hallo Mikey,

ein ähnliches Problem kenne ich ebenfalls.

Wir haben vor einigen Jahren mal in einem ehemaligen 'Kinderzimmer', bei den Eltern
unseres Gitarristen im Haus geprobt.

Ich selbst bin Schlagzeuger und habe wirklich über die Jahre in allen mir bekannten
Varianten versucht, ein Schlagzeug zu dämmen. ... Meiner persönlichen Meinung nach, ist
das keine vernünftige Lösung. Du verlierst sofort den Sound, oder die Spielfreude.
... Oder beides.

Daher würde ich euch empfehlen, das zu tun, was wir damals auch ... schnellstmöglich ...
gemacht haben: einen vernünftigen Proberaum suchen.

In einem Haus, wo Leute wohnen, zu proben ist eine Plage. Für die Musiker, weil sie ein
schlechtes Gewissen haben und immer das Gefühl haben, 'aufpassen' zu müssen.
Und natürlich für die Mitbewohner ... denn ein Schlagzeug, hinter einer Holzwand(?),
wie du es beschreibst ... in einem 2-Familienhaus ... das ist natürlich nicht gerade eine
'normale' Lärmbelastung, sondern sehr laut.

Mein Tipp wäre also: Proberaum suchen. Wenn ihr euch einen guten Raum besorgt, könnt
ihr auch länger am Stück proben, seid flexibler in den Zeiten ... und vor allem könnt ihr euch
beim Spielen mehr 'gehen lassen'.

"Feste Probezeiten mit den Nachbarn vereinbaren", wie meine Vorredner sagten, ist zwar
auch eine mögliche Lösung. Aber nach meiner Erfahrung eher eine Übergangslösung.
Zumindest, wenn die Band mal 'mehr' will, als 1x bis 2x pro Woche für eine oder zwei
Stunden proben.

Alles Gute und beste Grüße
Nils

P.S.: Lass die Matratzen lieber, wo sie sind! :) ... Solche Maßnahmen sind ganz nett, um
den Raumsound trockener zu machen. Aber zum Dämmen brauchst du schwere Materialien.
Matratzen, Teppiche und alles andere in dieser Richtung, brauchst du als Lärmdämmung
gar nicht erst probieren. Das wird dein Problem nicht lösen.
Lies dazu mal ein paar Informationen zum Thema 'Raumdämmung'. ... Davon würde ich dir
in dieser Situation eher abraten. ... Da wird es wahrscheinlich wesentlich leichter, einen
Proberaum zu finden, als einen solchen, wie von die beschriebenen Raum 'nachbarschaftstauglich'
zu dämmen ...!

P.P.S.: FALLS du dich doch noch an die ... wie ich persönlich finde ... unmögliche Aufgabe
dran machen solltest, ein Schlagzeug zu dämmen, dann nimm' dir als erstes Problem den
'Trittschall' vor! Also die Übertragung, die beim Treten des Fußes auf die Bass-Drum
passiert. ... Denn das ist das, wovon deine Nachbarn am meisten genervt sein
werden ... ich kenne das alles von meinen alten Nachbarn.

Aber noch mal, abschließend mein Appell an dich: Sucht euch lieber einen vernünftigen
Proberaum. Damit löst ihr alle Probleme auf einen Streich! :)


Alles Gute und beste Grüße
Nils
 
Hey,
Ja das wird wohl die beste Lösung sein. Wir könne jetzt am Abend und in der Nacht einen Proberaum von einer anderen Band benutzen, der ist zwar nicht so nah aber als Übergangslösung ist er ganz gut.

Danke für eure Hilfe!

Mikey
 

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