Producer finden, Kosten und einige Fragen

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Liebes Board,

ich möchte endlich meine Musik salonfähig machen, aber zuvor muss ich ein paar Fragen für mich klären und ich hoffe, ihr könnt mir dabei helfen.

Ich habe mir überlegt, mit einem Producer oder einer Producerin zusammenzuarbeiten, da ich das einfach (noch) nicht kann. Ich kann zu Hause Gitarre, Gesang und Klavier aufnehmen, aber alles was dann mit Beats oder eben der gesamten Produktion bis hin zum Mixing/Mastering zu tun hat, bin ich dann einfach raus. Wie finde ich also einen seriösen, freundlichen Producer? In diversen Facebook Gruppen hab ich auch schonmal reingeschaut, aber oft findet man da auch nicht so das richtige. Und nun zur wichtigsten Frage: mit welchen Kosten pro Lied müsste man so rechnen? Ich weiß, dass gute Arbeit kostet, aber ich habe absolut keine Vorstellung, was angemessene Preise sind. Vielleicht kann mir jemand ein bisschen was erzählen, würde mich freuen.
Ganz liebe Grüße:)
 
Eigenschaft
 
findet man da auch nicht so das richtige
Da wäre schon mal hilfreich, wenn Du (uns) erklärst: Was ist denn "das Richtige" für Dich? Was brauchst Du konkret? Was soll Dein Producer (m/w/d) denn können / bieten / haben / machen?
mit welchen Kosten pro Lied müsste man so rechnen?
Das kommt darauf an, was zu tun ist.
Du schreibst "Ich kann zu Hause Gitarre, Gesang und Klavier aufnehmen". Schön - aber ist das die Qualität / das Format, das weiter bearbeitet werden kann? Anders ausgedrückt: Kann ein Producer damit arbeiten? Oder ist es sinnvoller, gleich in ein Studio zu gehen und den kompletten Workflow dort zu erledigen?

Ich bin da kein Experte, aber es gibt bestimmt auch in Deiner Gegend ein paar Studios. Mal kurz 'nen Termin vereinbaren und vorbeischauen ist in Corona-Zeiten zwar nicht mehr so einfach, aber Du kannst ja mal anrufen und die Lage peilen. Die meisten Studios haben eine Art Preisliste für bestimmte Leistungen, und bei den wenigen Malen, als ich "auf gut Glück" im Studio war, kam mit Hilfe des studioeigenen Toningenieurs eine durchaus hörbare CD raus.
meine Musik salonfähig machen
ist für mich auch so ein vager Begriff. Das geht von "mal 'ne CD machen und im Bekanntenkreis verteilen" bis zu "bekannt aus Film, Funk und Fernsehen". Für das erstgenannte Ziel reicht schon ein ambitionierter Homerecorder, den Du hier im Board finden könntest, fürs zweite ist der Weg deutlich weiter und ggf. steiniger.

Konkrete Hinweise, Lösungen und Preise habe ich leider nicht...
 
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Du kannst mir gerne mal eine private Nachricht schicken mit Infos, was du so machst und was du dir vorstellst :)
 
Hey :)

vielen Dank für die Antwort.
Das hat mir ganz gute Denkanstöße gegeben, vor allem, was das Studio angeht. Ich hab mir nun einen neuen Laptop und eine vernünftige DAW zugelegt und habe einfach mal was gebastelt. Und eigentlich bin ich gar nicht so unzufrieden. Vielleicht ist das auch ein Weg, den ich gehen könnte? Also mein Playback selbst erstellen, damit in‘s Studio gehen, einsingen und mixen/Mastern lasse oder ist das eher unüblich? Tut mir leid für die ganzen blöden Fragen, ich kenn mich da einfach nicht aus. Ich mach zwar schon lange Musik und hab das auch mal zu Hause „aufgenommen“, aber dieser semiprofessionelle Weg ist Neuland.
Also an Funk und Fernsehen denke ich nicht. Ich möchte es lediglich auf den gängigen Streaminganbietern haben :)

Achso: Also ich spiele mein Klavier über ne Midispur ein und die Gitarre über Interface in die DAW. Die Vocals nehme ich bei ner Freundin auf, die hat sich ne kleine Vocalbooth gebaut.

@TheHurricane ich schreib dir gern mal
 
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Also mein Playback selbst erstellen, damit in‘s Studio gehen, einsingen und mixen/Mastern lasse oder ist das eher unüblich? Tut mir leid für die ganzen blöden Fragen,
Hi

nein, das ist gar nicht unüblich, selbst bei "grossen" Produktionen wird das oft so gemacht und nennt man Vorproduktionen, und es ist gar nicht mal so unwarscheinlich das einige Elemente aus der Vorproduktion dann auch in die Finale Produktion übernommen werden, aber natürlich kann und sollte man, wenn man schon in einem Studio ist, auch auf deren Möglichkeiten zurückgreifen, und auch dort experimentieren und auch mal was neu aufnehmen was man schon zuhause aufgenommen hat. wenns besser ist als das was man zuhause aufgenommen hat, cool, wenn nicht auch kein Problem, immerhin hat man ausprobiert und experimentiert
 
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@exoslime Super, vielen Dank für die Info :) Gut zu wissen, welche Optionen man hat.
 
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Vielleicht unterschätzt du, wie wichtig die Aufnahmen selbst sind. Klavier als MIDI-Spur lässt natürlich alle Optionen offen, das ist gut. Zur Not könnte ein Produzent daran was verändern, wenn er das für nötig hält.

Bei der Gitarre muss ich nachfragen: Geht es um E- oder A-Gitarre? Bei E-Gitarre und Reamping geht das so in Ordnung, aber A-Gitarre über Piezotonabnehmer definitiv nicht. Eine gescheite Mikrofonierung ist meiner Meinung nach die einzig akzeptable Variante für eine ernstgemeinte Produktion, während die Abnahme über Piezo- oder Magnetteonabnehmer nur der Kompromiss ist, den man live eben macht. Und da gehts schon los: Je nach Arrangement sollte man eine A-Gitarre mono oder stereo mikrofonieren und spätestens letzteres ist was, was man ohne Erfahrung einfach nicht ganz so gut hinbekommt.

Gesang bei der Freundin aufnehmen kann gut gehen, muss aber nicht. Eine Vocalbooth muss noch lange nicht gut sein, sondern kann einem auch klangliche Probleme einhandeln. Ich gehe mal davon aus, dass sie ein brauchbares Mikrofon hat, aber ob das deiner Stimme schmeichelt, ist dann eher Glückssache.

Ansonsten stimme ich exoslime zu: So oder so solltest du zuhause vorproduzieren, damit dein Produzent weiß, wo du hinwillst. Dann ist es auch möglich, dass ihr gemeinsam besprecht, ob oder was ihr nochmal im Studio aufnehmt und wo ihr bereit seid, die Spuren zu nehmen, die du zuhause produzieren kannst. Das ist dann wahrscheinlich eine Frage des Preis-/Leistungsverhältnisses.
 
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