Progrock Grundsätze

von Counterkiller, 05.04.07.

  1. Counterkiller

    Counterkiller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.05.06
    Zuletzt hier:
    22.06.10
    Beiträge:
    50
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.04.07   #1
    Hi, mich interessiert der ganze Begriff des Progressive Rock sehr. Das wichtigste dabei ist ja, dasses irgendwie was neues is, denn das ganze soll ja progressen....

    So viel weiß ich.

    Aber wie ist der Begriff definiert? Was steckt dahinter? Was für geile Progrockbands gibts so? (also ELP kennich^^)

    Was ist an Progrock anders als an andern sachen wie zB Funk oder Metal?

    greetz
    count
     
  2. Thund3rb0lT

    Thund3rb0lT Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.07.04
    Zuletzt hier:
    28.07.16
    Beiträge:
    220
    Ort:
    Darmstadt
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    294
    Erstellt: 05.04.07   #2
    Momentane Progressive Rock/Metal Sachen ala Dream Theater, Porcupine Tree, Tool usw. zeichnen sich sicherlich durch musikalische Komplexität aus (komplizierte Rhythmik, Changes und Struktur, aber auch Länge der Lieder), eben alles, was du nicht als 3min Popstück im Radio hörst :great:

    Allerdings gelten ja auch die Beatles und Pink Floyd als progressive Bands, da sie eben früher auch "fortgeschrittenen"/progressiven Rock (in Relation zur damaligen Zeit) veröffentlicht haben.

    Auch auf Wikipedia wird man fündig: http://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Rock

    Viel Spaß beim Lesen :)

    Gruß, Thund3rb0lT
     
  3. msoada

    msoada Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    08.05.05
    Zuletzt hier:
    21.09.15
    Beiträge:
    4.498
    Ort:
    Belgrad
    Zustimmungen:
    62
    Kekse:
    5.984
    Erstellt: 05.04.07   #3
    Progressive symbolisiert für mich immer das Gefühl von Freiheit in der Musik, in den Liedern. :D Du darfst dir einfach keine Grenzen setzten. Die Lieder können eingängig sein, können verschachtelt klingen, können im 4/4 Takt stehen, aber auch im 5/8 Takt.

    Progressive ist auch immer etwas experimentelles. Man kann auch unorthodoxe Rhytmiken einbauen, oder halt, wie im Falle Dream Theater 20 Minuten dummes geshredde. :D;)
     
  4. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    11.10.04
    Zuletzt hier:
    9.12.16
    Beiträge:
    7.545
    Zustimmungen:
    590
    Kekse:
    18.405
    Erstellt: 05.04.07   #4
    :D:D:D

    naja, Pink Floyd sind auch durchaus progressiv anzusehen, zumindest teilweise, je nach "Abschnitt" in ihrer Laufbahn

    wenn du dir mal die Wish you were here anhörst, hat das Teil doch deutlich progressive Elemente drin, ganz weit vorne natürlich Opener Shine on your crazy diamond Part 1, der gleich wieder aus 5 (?) parts besteht und dessen Fortsetzung Shine on you crazy diamond Part 2 - auch wieder ca. 5 einzelne Parts im Song - als Outro der CD von jeweils rund 10 Minuten Spielzeit.. und unheimlich klasse Atmosphäre, aber das nur nebenbei ;)
     
  5. Limited

    Limited Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.12.04
    Zuletzt hier:
    20.07.13
    Beiträge:
    420
    Ort:
    Münster
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    76
  6. izzy

    izzy Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.12.04
    Zuletzt hier:
    27.01.11
    Beiträge:
    994
    Ort:
    Long Island, New York
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    250
    Erstellt: 06.04.07   #6
    wer die Dream Theater DVD Live At Budokan kennt sollte sich "riding the train of thought" anschauen, da gibt es eine kleinen ausflug in die prog geschichte "history of progressive music....by mike portnoy"

    er nennt die beatels auch als eine der ersten prog bands, ebenso wie metallica und iron maiden


    zum thema porcupine tree...

    das mastermind ( mir ist der name entfallen ) sagte selbst einmal, dass er PT niucht als prog band ansieht, weil es eben nicht so komplex ist...


    für mich heißt prog aber einfach sich nicht in eine schublade zu stecken und einfach das zu machen wonach einem gerade ist.... siehe I Walk Beside You von Dream Theater...

    einfach grenzenüberschreitend zu handeln...

    und das trifft auf PT voll zu
     
  7. Flower King

    Flower King Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.04.06
    Zuletzt hier:
    22.12.13
    Beiträge:
    371
    Ort:
    Nähe Münster
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    284
    Erstellt: 06.04.07   #7
    @izzy: Jau, Steven Wilson möchte seine Musik auch als seine Musik verstanden wissen. Eben "It's Porcupine Tree Music you're listening to..." Steven Wilson gesteht aber selber ein, dass er Progressive noch als des eheste akzeptieren würde, wenn man's klassifizieren muss (Quelle: Rockpalast Interview).

    mfg Flower King
     
  8. roppatz

    roppatz Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.10.06
    Zuletzt hier:
    14.07.11
    Beiträge:
    117
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    99
    Erstellt: 06.04.07   #8
    ich finds im prinzip blöd, dass wenn man heutzutage von progressive redet den leuten nur tool und dreamtheater, halt so metal sachen ins gedächtnis kommen. die die zuerst progrock gemacht haben wie supertramp, genesis unter peter gabriel, und auch pink floyd, werden dabei leider immer außeracht gelassen. ich find die eigentlich viel progressiver als die heutigen prog-metal bands. aber das ist vllt geschmackssache...
     
  9. DerGärtner

    DerGärtner Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.04.07
    Zuletzt hier:
    21.04.09
    Beiträge:
    114
    Ort:
    Nürnberg
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 11.04.07   #9
    du vergisst ja wohl das urprogrocker-Mastermind überhaupt: ROBERT FRIPP


    to topic:
    was mir beim progrock neben komplexität und kreativität noch wichtig erscheint is, dass er sich entwickelt, sich der stil verändert, die songs (und natürlich die band (=) sich weiterentwickelt und eben neue arrangements dabei rauskommen ;)
     
  10. Nirvanafan13

    Nirvanafan13 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.07.10
    Beiträge:
    223
    Ort:
    Viktring in Kärnten
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    111
    Erstellt: 29.05.07   #10
    gut ok ich weiß jetz schonmal was prog rock ausmacht aber. wie mach ich selbst was progressives? ich spiele jetzt seit 10 monaten e-gitarre und bei prog rock bzw metal fällt mir am ehesten opeth ein. aber sind jetzt krumme takte und songs in überlänge wirklich schon die halbe miete? also ich seh das ganze jetzt von der gitarristenseite her und auf was ich eigentlich hinaus will: wenn ich progrock machen will, auf was muss ich achten?
     
  11. Psialli

    Psialli Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.10.05
    Zuletzt hier:
    28.08.07
    Beiträge:
    708
    Ort:
    Österreich
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    729
    Erstellt: 29.05.07   #11
    Das Problem zumal bei Opeth ist der recht skurrile und eigene Kompositionsstil von Akerfeldt. Ich glaub kaum das man den einfach so imitierne kann - selbst wenn man wüsste was die harmonischen Grundlagen, etc. sind.

    Ansonsten.. schreibe einfach Musik wie sie dir gefällt und nicht wiel du ein bestimmtes Genre machen willst. ;)
     
  12. Nirvanafan13

    Nirvanafan13 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.07.10
    Beiträge:
    223
    Ort:
    Viktring in Kärnten
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    111
    Erstellt: 30.05.07   #12
    ja schon aber bei progrock muss man sich ja auch gut mit harmonielehre auskennen oder? irgendein geheimrezept wirds wohl geben^^
     
  13. Psialli

    Psialli Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.10.05
    Zuletzt hier:
    28.08.07
    Beiträge:
    708
    Ort:
    Österreich
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    729
    Erstellt: 30.05.07   #13
    Das Rezept ist wohl einfach nur deine Kreativität, deine Emotionen die du rein bringst. Prog. ist so vielfältig wie jeder Komponist selbst und anstatt krampfhaft probieren "progressiv" zu sein, sollte man einfach das komponieren wonach das Herz schreit, was man ausdrücken will - was man selbst ist. - Ist denn nicht auch das eine Art von Progressivität, wen man es schafft genau das zu tun was man tun will?

    Harmonielehre schadet nebenbei NIE - egal ob bei Pop, Prog., Metal oder Jazz. ;)
     
  14. Nirvanafan13

    Nirvanafan13 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.07.10
    Beiträge:
    223
    Ort:
    Viktring in Kärnten
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    111
    Erstellt: 30.05.07   #14
    ja nur das problem ist dass ich nicht mache was ich will. die sachen die ich mache sind nicht die, die ich eigentlich machen will. aber vllt sollte ich mir da keinen kopf machen hab ja noch nicht mal eine band...
     
  15. Psialli

    Psialli Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.10.05
    Zuletzt hier:
    28.08.07
    Beiträge:
    708
    Ort:
    Österreich
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    729
    Erstellt: 30.05.07   #15
    Ob du jetz eine Band hast, ist wirklich irrelevant, ich komponier auch ohne Band.
    Dann hock dich halt mal hin, schreibe n Lied, übe komponieren, lern Harmonielehre - von nix kommt nix.. irgendwann kommt schon der Punkt an dem du sagst das es dir so gefällt bzw. wirst dies weiter ausbauen bist du bei dem Punkt angelangt bist - alles nur Übung.. Viel Glück dabei. ;)
     
  16. Fak3d

    Fak3d Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.06.04
    Zuletzt hier:
    12.12.13
    Beiträge:
    129
    Ort:
    Duisburg, Germany
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    22
    Erstellt: 30.05.07   #16
    1. Nimm Unterricht, knall dir technisch und harmonisch alles rein ;) Unterricht bei einem richtigen(!) Basslehrer halte ich für extrem sinnvoll.
    2. Zocken

    Das war es eigentlich. Mittlerweile bin ich soweit, das mir meine Basslinien schon manchmal gefallen ;) Das war so vor ein,zwei Jahren noch ganz anders.
     
  17. Nirvanafan13

    Nirvanafan13 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.05.06
    Zuletzt hier:
    10.07.10
    Beiträge:
    223
    Ort:
    Viktring in Kärnten
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    111
    Erstellt: 30.05.07   #17
    danke ich werd sehn ob ichs irgendwann mal schaff :)
    ich hab auch schon ein paar sachen komponiert nur eben nicht progrock. aber egal. hier sind einmal die links außer du hasts eh schon gesehen :D

    Lied 1:

    https://www.musiker-board.de/vb/miteinander-komponieren/207360-aller-guten-dinge-3-a.html

    Lied 2:

    https://www.musiker-board.de/vb/miteinander-komponieren/207213-nochwas-mir.html

    Lied 3 (eigentlich nur ne idee):

    https://www.musiker-board.de/vb/miteinander-komponieren/206991-mal-ne-idee.html

    eben alles net das was ich wirklich will aber egal
     
  18. anonymusus

    anonymusus Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.06.07
    Zuletzt hier:
    4.12.16
    Beiträge:
    80
    Zustimmungen:
    20
    Kekse:
    -1
    Erstellt: 07.06.07   #18
    Mal eine Frage: wozu dieses Definitions-Korsett?

    Ich bin ja schon etwas älter und kann mich sehr gut daran erinnern, dass der Begriff ProgRock geprägt wurde, um die Musik von den `üblichen Rockern´ wie Who etc. abzugrenzen (von Beatles war dabei übrigens nie die Rede) und gleichzeitig damit anzuzeigen, dass diese Musik offen für artfremde Einflüsse (z.B. Klassik) war und vom Wesen her neu, experimentell und nicht kommerziell war. Der Begriff beinhaltete also auch eine notwendige, adäquate Geisteshaltung. ProgRock war daher in der Zeitspanne von etwa 70 bis 76 die quasi Avantgarde der Rockmusik (dem die damaligen Mädels in der Regel leider nicht viel abgewinnen konnten). Aber danach - so etwa Mitte der 70er - konzentrierte sich der Blick der ProgRock-Anhänger mehr und mehr auf Bands wie Zappa oder auf den Jazzrock (Mahavishnu, Chick Corea etc.), da das Vokabular des ProgRock ausgereizt zu sein schien und die neue Avantgarde aus dieser Richtung kam. Zeitgleich kam der Punk hoch und machte aus seinem Dilettantismus ein Stilmittel. Dem ProgRock wurde plötzlich von zwei Seiten der Boden entzogen und mutierte von der einstigen Speerspitze zu einem leicht vergilbten Genre.
    Die o.a. Anspielung auf die Beatles mag insofern stimmen, als dass die sich mit Sgt. Pepper (zum Teil) auf die Experimentierstufe gestellt hatten. Von dort ging der Weg über Hendrix, Cream, Nice, Fripp, Deep Purple zu ELP, Genesis, Yes, Gentle Giant etc.
    Generell sieht man also, dass der Begriff zeitgebunden ist. Und ohne die sozialpolitischen Umwälzungen der 68er ist er wahrscheinlich in seiner Definition und Begrifflichkeit nicht denkbar (Überwindung der Nachkriegszeit, Aufarbeitung der Nazi-Geschichte, Vollendung des Demokratisierungsprozesses, Einforderung der legitimen Rechte der Jugendlichen sowie generelle Vitalisierung des gesellschaftlichen Lebens - Aufzählung ist natürlich nicht vollständig).
    Wenn ich mir dagegen Dream Theatre & Co. anhöre, kann ich deren Musik unmöglich dem ProgRock zuordnen, dafür ist mir alles zu sehr auf Technik-Show (im Sinn von Fingerfertigkeit) ausgerichtet. Außerdem fehlen die Komponenten des Experimentellen - bei aller Virtuosität und Vertracktheit der Stücke (aber hört Euch mal Gentle Giant an) - und der sozialpolitischen Anbindung (was man u.U. auch mit fehlendem Ausdruck interpretieren könnte).

    Wenn man denn überhaupt diese alte Schublade für neue Bands aufmachen möchte, sollte man dafür vielleicht den Begriff New ProgRock prägen (um den Begriff Post ProgRock zu vermeiden).

    Viele Grüße,
    Anony.
     
Die Seite wird geladen...