Prozess gegen Ex-Drummer der Scorpions in Vaduz eröffnet

von topo, 26.04.06.

  1. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.04.06   #1
    Das zum Thema, wenn man keinen guten Bandvertrag hat und dann auch noch berühmt und reich wird......


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    Prozess gegen Ex-Drummer der Scorpions in Vaduz eröffnet

    Vaduz. AP/baz. Vor dem Landgericht Vaduz muss sich seit Dienstagmorgen der frühere Schlagzeuger der deutschen Rockband Scorpions, Hermann Rarebell Erbel, wegen versuchter schwerer Erpressung verantworten. Er riskiert eine Maximalstrafe von zehn Jahren. Wann das Urteil fällt, war zunächst noch offen.

    Der heute in Frankreich lebende 57-jährige Musiker soll laut Anklage die Erpressung von zwei liechtensteinischen Treuhändern um zwei Millionen Dollar geplant haben. Dafür habe er zwei Mitglieder der Zürcher Hells Angels engagiert. Diese hätten im September 2001, als Inkassobüro getarnt, per Handy mehrere Anrufe an die beiden Treuhänder und ihre Ehefrauen getätig. Dabei sei jeweils ein Tonband abgespielt worden, das den Treuhändern und ihren Familien bei Nichtbezahlung schwere Konsequenzen angedroht hatte.

    Die Drohanrufe seien aus der Schweiz gemacht worden. Sie seien infolge einer Telefonüberwachung der Zürcher Hells Angels durch die Schweizer Polizei im Zusammenhang mit einer anderen Strafuntersuchung registriert worden. Am 1. Oktober 2001 sei der Angeklagte bei einem der Treuhänder persönlich erschienen und habe die Auszahlung des geforderten Betrags verlangt. Der Treuhänder habe jedoch abgelehnt.

    Rechtsstreit um acht Millionen Dollar

    Am selben Tag wurde Erbel von der liechtensteinischen Polizei angehalten und für eine Nacht in Untersuchungshaft genommen. Bei der Einvernahme hatte er bestritten, mit der Erpressung etwas zu tun zu haben. Die Anklage hingegen beruft sich auf die Auswertung der Daten des von Erbel benutzten Mobiltelefons. Sie habe ergeben, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt mehrmals die Handy-Nummer angerufen habe, von der die Drohungen gegen die Treuhänder ausgegangen seien. Das liechtensteinische Strafgesetz sieht für schwere Erpressung eine maximale Strafe von zehn Jahren Zuchthaus vor.

    Zwischen den beiden Treuhändern und den fünf Gründungsmitgliedern der Scorpions ist seit 1993 ein Rechtsstreit im Gang, wobei es um insgesamt acht Millionen Dollar geht. Nach Ansicht der Rockmusiker sollen die Treuhänder das Geld durch falsche Rechnungslegung veruntreut haben. Der Oberste Gerichtshof hat die Klage der Scorpions in einem Urteil aus dem Jahr 2000 teilweise geschützt und eine neue Rechnungslegung angeordnet. Gegen den Richterspruch haben jedoch beide Parteien appelliert. Dieses Verfahren ist derzeit noch hängig.

    © 2006 National Zeitung und Basler Nachrichten AG

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  2. Der Konrad

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    Erstellt: 27.04.06   #2
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