Quintenzirkel

von dusda, 15.08.16.

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  1. dusda

    dusda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.16   #1
    Hallo,

    ich habe da mal eine Frage zu dem werten Herrn Quintenzirkel.

    Ich habe eine Akkordfolge von Johann Pachelbel gefunden. Der Kanon in D.
    So die geht wie folgt:
    d, a, bm, f#m, g, d, g, a. Ist ganz nett zum spielen und anhören.
    So, da ich gerade versuche herauszufinden wie man denn mal selbst am besten ein kleines Liedchen komponiert, wollte ich das ganze Ding mal in A transponieren.

    Die Stufen sind ja: I, V, VI, III, IV, I, IV, V

    So in A sieht das Ganze dann so aus:
    A, E, F#m, C#m, D, A, D, E

    Ich weiß nicht ob ich da nen Knick im Gehör habe, aber für mich hört sich der Sprung von F#m auf C#m, sowie E auf C#m, nicht harmonisch an. Woran liegt das?

    Liebe Grüße
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 15.08.16   #2
    Deine Akkordstufen und Akkorde sind richtig.

    E ->> C#m kommt in der Folge doch gar nicht vor ;)

    Ansonsten kann es daran liegen:

    - Akkord falsch gespielt?

    - Voicing/Akkordumkehrung anders als beim gewohnten Original. Er erklingen dann zwar die richtigen Akkorde, aber mit etwas anderen "Wanderungen" von Ton zu Ton. Das kann irritieren, wenn man das Tonfortschreiten eines Original sehr stark im inneren Ohr verankert hat.
     
  3. dusda

    dusda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.16   #3
    Danke für die schnelle Antwort.
    Den Sprung von E auf C#m habe ich erwähnt, weil C#m die Subdominante ist und daher doch dem E Dur ähneln sollte. Machts auch irgendwie, aber für mich klingts einfach komisch.

    Noch eine Frage. Im Quintenzirkel kommt bei mir, vorrausgesetzt D# ist die Tonika, dieser Akkord: F##m als Subdominante <----was soll der denn bedeuten? Habe das vorher noch nie gesehen.
     
  4. Musikarchitekt

    Musikarchitekt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.16   #4
    Ja, ich denke auch, dass es einfach nur an den Hörgewohnheiten liegt. Für mich klingt der Kanon auch am "richtigsten" in D-Dur.

    Grüße :)

    Nachtrag
    C#m ist aber nicht die Subdominante, sondern die Dominantparallele zu A-Dur. ;) Die Subdominante in A-Dur ist D-Dur. F##m ist in D# ebenfalls nicht nicht die Subdominante, sondern die Dominantparallele. F## bedeutet Fisis, welches klanglich identisch mit dem G ist. F##m ist also nichts anderes als g-Moll.

    Übrigens ist D# klanglich identisch mit Es-Dur. Das Stichwort ist hier die enharmonische Verwechslung. Damit du die Zusammenhänge vielleicht etwas besser nachvollziehen kannst, habe ich hier mal ein Bild angefügt, wo ich neben die Be-Tonarten die "alternativen" Tonarten (die also klanglich identisch sind, aber unterschiedliche Bezeichnungen haben) geschrieben habe: [​IMG]

    Grüße :)
     
  5. Hans_3

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    Erstellt: 16.08.16   #5
    Da hast Du was falsch gelesen. In D# ist F##m die dritte Stufe (III-) und nicht die Subdominante (IV). Die IV von I in D# ist G#.

    Tu Dir dauerhaft einen großen Gefallen und schreib Stufen grundsätzlich mit der Unterscheidung Dur/Moll:

    I IIm IIIm IV V VIm VIIm7/b5 oder einfacher I II- III- IV - usw.
     
  6. dusda

    dusda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.16   #6
    Danke für die Hilfe. Es wird wohl echt an meinem Gehör liegen. Habe die Sd mit der D verwechselt sorry :)

    Werds mir angewöhnen. @Hans_3
    Wusste das garnicht.
     
  7. saitentsauber

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    Erstellt: 17.08.16   #7
    hat sich der Sprung ok angehört, bevor Du transponiert hast? Wenn ja, wie und mit welchem Instrument hast Du die transponierte Version gespielt?
     
  8. dusda

    dusda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.16   #8
    Davor schon. Danach hört sich das für mich (hatte wohl die Gitarre nicht richtig gestimmt) mittlerweile harmonisch an, aber irgendwie wie ein ganz anderer Song.
    Mir ist aufgefallen, dass der Sprung von b auf f#, allerdings weiter ist, als von c# auf f#. Wird wohl daran liegen, dass sich das für mich anders anhört, als das Original.
     
  9. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.08.16   #9
    Das liegt an der Basslinie: In D spielst Du. an der Stelle auf der Gitarre einen Quartsprung aufwärts, in A einen Quintsprung aufwärts.
    Das klingt schon anders.

    Sehr gut klingt diese Bassline: d cis h a g fis g a.

    VG McCoy
     
  10. dusda

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    Erstellt: 19.08.16   #10
    Daran wirds wohl liegen. Als Basslinie klingt das echt gut.
     
  11. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 12.09.16   #11
    Gut klingt auch eine Runde durch die gefällig aufgereihten Stufenakkorde, hier als leitereigene Vierklänge notiert:
    Cmaj7 - Fmaj7 - Bm7b5 - Em7 - Am7 - Dm7 - G7 - Cmaj7
    (Bm7b5 = dt. Grundton: h, weitere Akkordtöne: d - f - a )

    Bis auf den Tritonus der Grundtöne F nach B bewegen sich die Grundtöne in fallenden Quinten, für das Ohr ist das die logischste Verbindung überhaupt.

    Wenn Du im 4/4 Takt mit einem Akkord pro Takt übst, kannst Du auf der vierten Zählzeit jeden Taktes einen (meist Akkord-)Ton spielen, der durch einen Halbtonschritt den Grundton des Akkordes auf der Eins im folgenden Takt ansteuert.
    Diese Art von geschmeidiger Verbindung zwischen Akkorden nennt man Guide Tones, das Konzept ist natürlich erweiterungsfähig.
    walking.png
    Gruß Claus
     
  12. dusda

    dusda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.16   #12
    @Claus Dankeschön. Dein Beitrag wird mich wohl eine Weile beschäftigen. :)
     
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