Rauchverbot - der Staat als Genussfeind?

von Fingers Freddy, 20.11.07.

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  1. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #1
    Lang dauert's nicht mehr. Dann ist's vorbei mit der Freiheit, sich fast überall in Deutschland eine Zigarette anzustecken, wo man möchte.

    Keine verquarzten Bluesclubs mehr, keine Zigarre mehr nach dem Feierabendmahl, saubere Luft in Harrys Bistro. Höchstens noch vor der Tür ein kümmerliches Häuflein zitternd am Suchtstängel ziehender Unverbesserlicher, belächelt vom jungen, gesunden, vitalen und mobilen Rest der Gesellschaft. Die schöne, saubere Zukunft - ohne Tabak, fettigem Essen und Alkohol.

    Doch wo bleibt der Genuss? Gar die individuelle Freiheit, sich an etwas zu erfreuen, trotz (oder mittlerweile gerade wegen) der Gesundheitsschädlichkeit? Wer möchte ernsthaft in eine rauchfreie Rockkneipe gehen, um die Lieblingsband in sauberer Luft erleben?

    Beschlossen von anzugtragenden, genussfremden Reglementierungswahnsinnigen stellt das Rauchverbot für mich einen weiteren Schritt zum Verbotsstaat da. Wo bleibt mein Recht auf individuelle Entfaltung meiner Persönlichkeit?

    Ich für meinen Teil habe lieber ein etwas kürzeres, dafür aber genussvolles und ausgefülltes Leben als in einer sterilen, nach Desinfektionsmittel riechenden Gesellschaft 100 Jahre alt zu werden. Mal ganz ehrlich: die interessanteren und symphatischeren Menschen auf unserem Planeten haben zumeist geraucht. Winston Churchill, Mark Twain, Peter O' Toole, Clint Eastwood, James Dean... entgegen der langläufigen Meinung möchte ich mich sogar zur Behauptung versteigen: doch, Rauchen ist cool! Ja, man ist abhängig, man macht sich kaputt - aber drauf gepfiffen, ich mach's trotzdem, weil ich's mag. Weil es kommunikativ ist. Weil man all den fanatischen Nichtrauchern und Gesundheitsaposteln den Mittelfinger in Form einer Gauloises entgegenstreckt. :cool: Rauchen als Protest. Mal ganz ehrlich: wer hat Lust, etwa mit den Machern von nichtraucherschutz.de ein Bierchen trinken zu gehen?

    Schöne, neue Philisterwelt.

    Bin gespannt auf eure Meinungen - Musiker sind ja doch eher das gelassenere Völkchen, was sowas angeht. ;)
     
  2. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #2
    ich rauche zwar nicht, aber amen!
     
  3. Katzilla

    Katzilla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #3
    Ehrlich gesagt, ich möchte das ernsthaft, weil es genausogut Leute gibt die gerne in eine Kneipe gehen würden, es sich aber verkneifen, weil sie den blauen Dunst nicht ausstehen können. Es gibt Leute, die sind endlich, endlich, endlich froh das man das kann.

    Und vor allem weil verrauchte Klamotten so schön stinken, weil manchen Leuten einfach gerne kotzübel wird, und man sich jeden Tag gerne in frische Klamotten schmeisst, damit sie am Tag danach in die Wäsche können...
    Ich meine, man setzt sich doch auch nicht freiwillig zu jemandem hin, der einem dauernd anpubst, oder nicht? :p:p:p
    Schön kommunikativ kann auch das Zusammensitzen beim Kaffee sein, das Treffen unter Gleichgesinnten, und und und... :great:
     
  4. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #4
    Was den Genuss angeht - ich genieße es mittlerweile öfter mal, mich in einer rauchfreien Kneipe oder einen Club ohne gereizte Augen, ohne Kopfschmerzen am nächsten Tag und Klamotten, die man nicht mal mehr in die normale Wäsche tun will mich vollaufen zu lassen. Dass es so angenehmer ist haben mir auch viele bekannte Zigarrettenraucher bestätigt.

    Zu deiner Aufzählung von großen Raucherpersöhnlichkeiten: Da sind viele Schauspieler mit drunter, und in Filmen ist Rauchen unbestritten cool. Was wäre die Miss Noir, wenn wie währendsie im leeren Büro des Detektives wartet, keine Rauchringe in die Luft blasen könnte? Oder der Held, der kurz vor 12 eine geknickte Zigarrette von einem Mundwinkel in den anderen wandern lässt, bevor er seine beiden Revolver zieht?
    Allerdings gehört Rauchen zu den tausend Dingen, die auch wirklich nur in Filmen cool sind. Oder sahen beispielsweise diese komischen Typen, die mit Neo-Ledermantel rumlaufen jemals auch nur ansatzweise cool aus?


    So, jetzt zünd' ich mir erstmal ne Schischa an.:D
     
  5. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 20.11.07   #5
    Ich hab nichts gegen Raucher. Das rauchverbot find ich aber is so ne zweischneidige sache. Zum einen die gute luft, die klamotten stinken nicht am nächsten tag, die augen brennen nicht etc.

    Dafür riecht man dann eventuelle menschliche ausdünstungen, die ganze atmosphäre in den kneipen ist total im arsch und das schlimmste: wenn man in einer gruppe von sagen wir 7 leuten unterwegs ist von denen 4 rauchen wird immer die stimmung gekillt weil ständig einer zum rauchen RAUS muss.
     
  6. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #6
    Die interessanteren Menschen rauchen?
    Ich wollte das ja für Ironie halten(und halte es immernoch dafür) aber immerhin schreibst du davor ein 'ganz ehrlich'. Also was nun?
    Dass sich das so nicht pauschalisieren lässt, und sich Interesseantheit natürlich auch nicht messen lässt ist ja klar ;)
    Inwiefern nun Rauchen kommunikativ ist, hätte ich auch gern erklärt.

    Dein Recht auf freie Entfaltung deiner Persönlichkeit bleibt übrigens dort wo es hingehört:
    Bei deiner Persönlichkeit!
    Und nicht dort, wo du andere Menschen in ihrer Freiheit einschränkst! So wie das im Artikel 2 auch vorgesehen ist!
    Ich kann dieses Diskriminierungsgeheule der Raucher langsam nicht mehr ertragen.
    Laut Tagesschau.de ist der Volkswirtschaftliche Schaden, der durchs Rauchen entsteht höher, als der Gewinn aus den Steuerzahlungen, was auch das Argument der Ausbeutung und des 'keiner will die Raucher haben, aber jeder profitiert von Ihnen'.
    Es wird nicht diskrimiert, es wird lediglich der Nichtraucher geschützt.
    Geraucht werden darf ja gerne weiter, aber eben in abgetrennten Bereichen oder draußen, wo die Belastung nicht so groß ist.

    Als Musiker weißt du ja vielleicht, dass du in einem Mehrfamilienhaus nicht unbegrenzt lange und laut musizieren darfst. Wirst du dadurch in deinen in Art. 2 garantierten Rechten eingeschränkt? (juristisch, strenggenommen ja, aber verhältnismäßig, was ich der Einfachheit geschuldet mal nennen möchte:)
    Nein, damit die Rechte der anderen nicht eingeschränkt werden.
    So ähnlich ist das mit den Rauchern.

    Ich denke man muss da einfach umdenken, klar wird die Umstellung(oder ist es schon, siehe BW usw.) schwierig, ungewohnt. Aber es gibt Länder in denen es schon seit längerem gut funktioniert.
    Es gibt auch Rockbands die das Rauchen untersagen, weil sie es nicht mögen/Angst um die Stimme des Sängers haben, lange Tour und so..

    Ich kann also die Entrüstung des Einzelnen darüber nicht ganz verstehen.
    Sehr wohl aber die einiger Gastwirte, die ihre Existenz gefährdet sehen.

    Discos, Clubs und dergleichen, die einen Eintritt verlangen haben einen Mehraufwand wegen, Eintrittskontrolle der ganzen Gäste, die nur geschwind zum Rauchen draußen waren.
    Es könnte Umsatzeinbußen geben, wegen Gästen die glauben, wenn sie eh schon rausgehen, könnten sie sich auch dort ihre Getränke deponieren und beim Rauchen trinken.
    Es könnte Menschen geben, die dann gar nicht mehr reingehen, weil die meisten ja eh draußen sind usw.
    Das sind Gedanken, die ich verstehe.
    Ganz zu schweigen vom Schweiß/Alkohol Gestank, der durch den Rauchgestank überdeckt wird!

    Aber letztlich denkt man vielleicht auch hier um, vielleicht nach etwas Zeit, und die Menschen rauchen eben davor und danach. Es ist eine Gewöhnungssache.

    Meine 2 Pfennig...
     
  7. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #7
    Früher war es meistens so, dass von den 7 Leuten zwei zuhause geblieben sind weil sie sich die Kneipe nicht antun wollten und einer am nächsten Tag wie ein Aschenbecher gestunken hat, obwohl er sich keine Zigarrette angesteckt hat.
    Komischerweise kommt das Argument der "Unkommunikativität" oft von Leuten, die vorher empfehlen, dass Nichtraucher doch einfach in das Nichtraucherlokal in der nächsten Stadt gehen soll.


    Genaue Zahlen haben wir jetzt noch nicht darüber, aber ich verwette einiges darauf, dass die Umsätze der Gastronomen steigen werden. Meine Erfahrung ist, dass mittlerweile viele Nichtraucher wieder regelmäßig losgehen. Ich war früher kein Partyverweigerer, aber die Tatsache, dass man nacher hundemüde ist, Kopfschmerzen bekommt, schweinisch stinkt, alle Klamotten inklusive Jacke und Schal erstmal ne Wäsche brauchen und es dazu noch unangenehm ist nur zu atmen hat einem doch öfter dazu bewogen, doch zuhause zu bleiben.

    Umsatzeinbrüche könnten die kleinen Klitschen auf dem Dorf haben, die sich über die allabendlich dasitzenden Berufsalkoholiker finanzieren, die dann um rauchen zu dürfen eher mal zuhause ihr Bier trinken. Aber bei all den positiven Aspekten kann man das ruhig in Kauf nehmen.


    Ich bin ein Riesenfan des Rauchverbotes - der erste rauchfreie Clubabend war eine wirkliche Offenbarung und hat richtig Spaß gemacht.
     
  8. Mr. Hanky

    Mr. Hanky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #8
    Ich finde es auch bescheuert dass man selbst in kneipen nicht mehr rauchen darf. in restaurantes kann ich es verstehen, niemand will ein verrauches Essen essen. Aber in kneipen gehört es irgendwie dazu.
    und wenn ich dann diese Rauchervierecke an bahnhöfen sehe, finde ich das schon ein wenig diskreminierend wie die raucher dargestellt werden, nähmlich wie im zoo. Außerdem sollen nur die nichtraucher geschützt werden, sie aben nähmlich auch ein bedürfniss und deshalb rausgeschickt zu werden finde ich nicht ok
     
  9. Wolf-107

    Wolf-107 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #9
    Das Problem an dieser Diskussion ist: Beide Seiten haben vollkommen recht.

    Ich bin selbst auch Raucher (und das nicht zu knapp), und muss sagen dass mich das Rauchverbot auf Bahnhöfen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen nicht wirklich stört, rauch ich halt für den Moment wo ich am Bahnhof stehe weniger.
    Aber dass man in Kneipen, bei Konzertbesuchen und einfach nur bei Parties nicht mehr rauchen darf, das kann ich nicht verstehen.

    Aber warten wir erstmal ab, bis ein Großteil der Deutschen nicht mehr raucht, dann werden die Zi9garetten auch wieder teurer, weil ja wieder das Geld in die Kassen muss, dann hören alle Deutschen auf zu rauchen, und tausende Arbeitsplätze sind gefährdet. Mal schauen wie die politik darauf reagiert (ich geht mal von aus, gar nicht). Aber das sind auch nur Spekulationen (hhmmm...Spekulatius *sabber*). Kann auch ganz anders kommen und die Raucherfraktion findet eine Grauzone.

    Aber egal wie es kommen wird, irgendeine der Beiden Seiten wird drunter leiden.
     
  10. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #10
    Deinem ersten Satz stimme ich, bedingt, zu! Da ist was dran!

    Aber:
    wie ich oben schon geschrieben habe, der volkswirtschaftl. Schaden durch Rauchen ist größer als die Steuereinnahmen, also gehe ich vorerst davon aus, dass die Steuern bei (starkem) Rauchrückgang nicht erhöht weden, höchstens der Anteil der an die Tabakindustrie geht, und der scheint eh nicht soooo groß zu sein ;)
     
  11. Wolf-107

    Wolf-107 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #11
    Nein, das glaube ich nicht (ich habe nicht direkt von Steuern gesprochen, sondern allgemein von den Kassen).

    Ich habe hier bei mir vor der Tür das beste Beispiel:
    Ich wohne direkt an der Grenze zu Polen (also 2km entfernt). Der Liter benzin kostet dort 20cent weniger als an unseren Örtlichen Tankstellen. Logisch dass alle die hier im umkreis wohnen nach Polen fahren und tanken. Für mich wäre jetzt ein logischer Schluss, dass die örtlichen Tankstellen ihren Sprit billiger machen um uns einen Anreiz zu geben wieder hier zu tanken. Aber das Gegenteil ist der Fall: Der Sprit kostet hier mehr als in vielen anderen teilen Deutschlands (damit mein ich mal Sachsen-Anhalt und Thüringen weil ich dort öfter mal bin), um von den wenigen Leuten die hier noch tanken das Defizit auszugleichen.

    Ich denke die Tabakindustrie wird ähnlich handeln.


    (PS nochmal zum Sprit: In unserer Stadt steht übrigens eine der größten Erdölraffienrien Europas. Trotzdem ist es hier teurer.)
     
  12. Freddy3792

    Freddy3792 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #12
    Dann können wir mal spekulieren, dass die ganzen Nichtraucher mehr Geld haben und ihr Geld anderweitig investieren und die Krankenkassenbeiträge sinken, weil es keine teuren Raucherbeine und Lungen gibt.... So geht das nicht. Aber da selbst in Irland, wo in den Kneipen ja sehr stark geraucht wird, sollte es hier denke ich mal keine Probleme geben. Die Deutschen stellen sich halt manchmal nur ziemlich an...
     
  13. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 20.11.07   #13
    Hi all,

    ich war vor einiger Zeit das erste mal seit vielen Jahren wieder in einem Lokal zum Essen ... es hat mir selten gut geschmeckt - vllt lag's daran, daß ich weder am Nachbartisch noch hinter der Theke jemanden sah, der meinte während des Essens rauchen zu müssen!

    Es gibt ein Lokal in dem Haus, in dem ich wohne, auch da kann ich jetzt mal wieder in Ruhe ein Bier trinken, ohne hinterher die Klamotten auf die Terrasse zum Auslüften zu hängen.

    Ich habe selten ein Gesetz so begrüßt wie dieses Rauchverbot in Gaststätten! Ich bin militanter Nichtraucher und stehe dazu. Vllt bringe ich mich durch zu vieles Essen auch mal um, aber ich belästige dabei nicht meine Mitmenschen durch Gestank.

    Greetz :)
     
  14. Missing$lash

    Missing$lash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #14
    Also, den Part mit der Rockkneipe kann ich noch verstehen, aber der Teil den ich oben zitiert hab ist meiner Meinung nach der größte Mist den ich je gehört habe! Die interessanteren Menschen auf unserem Planeten haben geraucht? Was ist denn das für ein Zusammenhang bzw. was für eine Kategorisierung? :screwy::screwy:
    Und die Feststellung dass Rauchen cool ist....das kannst du doch nicht ernst meinen,oder? Vielleicht wirkt es cool, wenn sich der Rockstar ne Fluppe anzündet, aber geh mal auf die Krebsstation und sag mir danach nochmal dass das cool ist.

    Und zur freien Entfaltung deiner Persönlichkeit: Die Freiheit des einen endet da, wo die Freiheit des andren anfängt. Kann man drüber streiten, in wieweit das in der Öffentlichkeit aneinander gerät, aber mir gehen in gewissen Bereichen des öffentlichen Lebens die Raucher auch auf den keks. Klar, in der Rockkneipe find ichs auch irgendwie Image-gerecht, aber im Lokal beim Essen...nein danke. Da man das aber leider nicht so spezifisch trennen kann, wird es halt verallgemeinert.
    So ist das.
     
  15. RalleO

    RalleO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #15
    Ich selbst bin zwar nur Gelegenheitsraucher und habe auch kein Problem damit, lange Zeit gar nicht zu rauchen, ABER das (nahezu) generelle Rauchverbot in der Öffentlichkeit empfinde ich schon prinzipiell als völlig überzogenen Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte. (Rauchen ist schließlich nicht verboten, im Gegenteil, der Staat verdient daran kräftig mit. Dann soll er konsequent auch auf die Tabaksteuer verzichten.) Diese staatliche Reglementierungswut, die immer mehr in die privatesten Bereiche der Bürger hineinregiert, finde ich absolut beunruhigend. Wer weiß, was da noch alles kommt. Der Staat soll sich gefälligst auf seine traditionellen staatlichen Aufgaben beschränken und ansonsten den Privatmann in Ruhe lassen! Die nächsten Opfer sind wahrscheinlich die Übergewichtigen und Unsportlichen (fett sein in der Öffentlichkeit ab sofort verboten oder nur in streng abgetrennten Dickerchen-Zonen ...). Das Rauchverbot ist eben NICHT nur eine kleine Unannehmlichkeit, die die Raucher zum Wohle der Nichtraucher auf sich nehmen sollen, sondern - jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach - der nächste Schritt hin zum rundum überwachten Einheits-Bürger. Wahrscheinlich muss man sich bald Rauchmelder in die Wohnung einbauen lassen, damit die (Gesundheits-) Polizei bei der nächsten Zigarette sofort eingreifen kann...
     
  16. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 20.11.07   #16
    Hi RalleO,

    du übersiehst bei deinem - wie immer hinkenden Vergleich - daß das Dickerchen zwar den Sozialstaat "schädigt", aber bei der Ausübung seiner "Sucht" nicht seinen unmittelbaren Mitmenschen in der Öffentlichkeit - da eben liegt der Hase im Pfeffer.
    Was du in deiner Wohnung tust und wieviel du da rauchst, das interessiert höchstens deinen Vermieter, wenn er die Wohnung weitervermieten will und die gelben Wände selbst nach 3maligem Übersteichen nicht wieder weiß bekommt ...

    Greetz :)
     
  17. Missing$lash

    Missing$lash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #17
    Was sind denn bitte die traditionell staatlichen Aufgaben???
    Eine der grundlegenden Aufgaben des Staates ist es, die Rechte des Einzelnen zu schützen!
    Hier standen halt die der Raucher denen der Nichtraucher entgegen und der Staat hat entschieden, das denen der Nichtraucher Vorzug zu geben ist.
     
  18. Multifrucht

    Multifrucht Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #18

    Ich.


    Grundsätzlich ist nichts gegen den Zigarettenkonsum einzuwenden, solange man selber als Nichtraucher nicht geschädigt wird. Daher halte ich das Rauchverbot in Kneipen für völlig legitim, aber ein generelles Rauchverbot für Gesetzeswahn, denn das würde wirklich die individuelle Genussfreiheit stark einschränken.
    Der, der weder der Verursacher noch der Auslöser, aber der Leittragende ist, muss geschützt werden. Und wenn Nichtraucher in Kneipen etc. massiv durch Rauch gesundheitlich geschädigt und nervlich angestrengt werden, muss Vater Staat eben die Konsequenzen daraus ziehen. Nur wird das Verbot in Kneipen etc. mit einer solchen Konsequenzlosigkeit durchgeführt, dass man an ein generelles Rauchverbot gar nicht denken darf, denn in bis jetzt jeder Kneipe oder Discothek, in der ich war, wurde fröhlich weitergequalmt. Dann das Motto: Ganz oder gar nicht! Wenn Rauchverbot, dann konsequente Überprüfung durch Beamte und ggf. Strafen für den Wirt, aber nicht so ein oberflächliches Verbot wie in Deutschland.
    In Großbritannien klappts, aber da ist die Konsequenz und Nachhaltigkeit wesentlich größer.
     
  19. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Diese Diskussion hatten wir sowohl hier als auch in den restlichen Medien zur genüge.
    Dabei kommt nur eines bei raus:

    Nichtraucher sind intolerant und Raucher sind rücksichtslos.
     
  20. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 20.11.07   #20
    Ich bin intolerant, weil ich keine stinkende und gesundheitsschädliche Luft einatmen will, die vermeidbar ist??? :eek:

    So leicht geht's nicht ...

    Greetz :)
     
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