Recording Organisation - Übersicht behalten

von BlueChaoz, 30.07.07.

  1. BlueChaoz

    BlueChaoz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.07   #1
    Hallo,

    ich wollte ma fragen wie ihr eure Recording Sessions organisiert!?

    Wie geht ihr vor wenn ihr nen neues Projekt startet?! Spielt ihr erst ne Orientierungsspur oder zieht ihr euch direkt den Bass / Drums rein und spielt dazu ?!
    Wie organisiert ihr euer Projekt (egal wie groß)?! Malt ihr euer Arrangement auf oder macht ihr sonstige Skizzen?!

    Würde mich mal interessieren, wie ihr so vor geht!

    Mal nen anderes Thema ^^

    Grüße Chaoz
     
  2. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.07.07   #2
    Hm, mal sehen...

    Also es kommt in meinem Fall sehr stark darauf an, woher das Material - also hier jetzt die Komposition, Idee oder was auch immer - stammt und in welcher Form es vorliegt. Wenn mir ein Bandkollege zB einen kompletten GuitarPro-Tab schickt mit allen Instrumenten, ist das natürlich schon mal ein guter Anfang.
    Da gehe ich dann so vor, dass ich zuerst die Drums nachbaue. Entweder direkt per MIDI via Drumsampler, oder direkt mit einzelnen Wav-Files. Dabei hilft es schon, die einzelnen Songparts kenntlich zu machen (Farbe, Marker...).
    Davor richte ich mir natürlich den Sequencer entsprechend ein, vor allem was die Ein- und Ausgänge der Hardware angeht. Ist aber mittels Presets ja schnell erledigt.
    Dann schmeiße ich erstmal eine Hand voll Spuren ins Arranger-Fenster, einfach um direkt Platz zum arbeiten zu haben fürs erste. Eventuell richte ich mir auch gleich einen extra Aux-Send als zusätzlichen Monitorweg ein - meist abhängig von der Tageszeit in Hinblick auf Kopfhörer ;).

    Parallel habe ich die jeweiligen Spuren als Notenblatt ausgedruckt neben mir liegen. Das schafft einfach imho weitaus mehr Übersicht als ständig auf dem Monitor rumzusuchen.
    Wenn die Drums fertig sind, im Sinne von alles programmiert was in der Spur drin sein soll, gehts idR dann gleich weiter zum Bass. Dann schraubt sich das ganze hoch über die Gitarren, eventuelle Keyboards/Synthies, und zu guter letzt die kleinen Details...also Kleinigkeiten, die nicht unbedingt vorher eingeplant waren. Gesang ist/war bisher in meinem konkreten Fall noch kein Thema, der wäre natürlich in der Priorität höher anzusiedeln.

    Bis zu diesem Punkt wurde aber noch nichts wirklich abgemischt. Und auch nicht wirklich editiert. Erst wenn alles vorhanden ist, was im Song da sein soll (Ausnahme vielleicht die kleinen Details...) mache ich mich ans richtige "arbeiten". Also die ganze Schnippelei, Fades etc. Und wenn die Spuren dann komplett verwertbar sind, gehts an das eigentliche mixen.

    Das ist eine Variante. Häufiger verhält es sich aber so, dass es gar keinen fertigen Song gibt, sondern ich einfach drauflos spinne oder schon eine kleine Idee weiter ausarbeite. Beim vertonen von kleinen Videos zB. Da versuche ich dann, etwas passend zum Bild zu kreieren...was mal mehr, mal weniger gelingt :o
    Jedenfalls ist es dann eher ein schleichender Prozess, bei dem es keinen wirklichen Unterschied mehr zwischen der kreativen und technischen Arbeit gibt.


    So...weiß jetzt nicht genau ob das so deine Frage trifft, aber gut ;)
     
  3. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.07.07   #3
    Bei mir läuft das recht einfach ab. Ich arrangiere in Guitar Pro den ganzen Song. Somit hab ich gleich verschiedene Midi-Spuren, die ich je nach bedarf, einfach exportieren kann. Ganz ohne Orientierung geht bei mir gar nichts und mein Projekt läuft sich schnell fest. Von daher find ich das Arrangement schon sehr wichtig.

    Bye :great:
     
  4. underground

    underground Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.07   #4
    interessantes thema:

    1) ich sitze mit der band (oder mit meinem gitarrist und sänger) zusammen. mit einem metronom. dieses verbinde ich über eine kleine pa. wir suchen das perfekte tempo. (kleine sachen kann macn noch mit stretching korrigieren)

    2) nach allen tempos gibts ne lange nacht mit dem gitarrist, dieser spielt alle lieder kurz ein. nicht schön, haupstache richtig :-) manchmal singt der sänger noch rasch zu orientierung dazu. ich brenne diese der band, diese können noch mal über die nacht die tempos checken. sonst kann ich noch stretchen.

    3) nächste Tage: Drums.(Mit metronom, mit guidspur) ich mache viel 3 lieder pro tag, bei einem guten drummer. manchaml sinds halt nur 2. manchmal muss eins neu aufgenommen werden.
    --> 1. lied immer einfach. das 2. ist das schwerste, das 3. ist meistens eine ballade oder so

    4) sind die Drums fertig, heisst es für mich einen Tag (oder eine Nacht ^^) mischen. sind die Drums schön gemischt und alles richtig geschnitten und korrigiert --> Backup

    5) Dann kommt Bass, Gitarre und Gesang, nach jedem instrument ein neues Backup auf eine externe Festplatte (wirklich zu empfehlen ;-) ) (alle ohne Metronom, nur Drums)

    Ich male keine Skizzen, das macht ich im Kopf. Wichtig ist einfach, dass man z.b. alle Drumspure im PC blau anfärbt, Gesang rot usw... gibt viel mehr Übersicht :-). Um Übersicht zu wahren, schmeisse ich alle Drumspuren in einen Cubase Ordner, diesen Ordner kann man schliessen und man hat eigentlich nurnoch "eine" Spur für die Drums. Bei Bedarf kann man ihn wieder öffnen. hilft ungemein ^^

    greeetz
    p.s. hoffe wie kfir, dass das deine frage trifft ;-)
     
  5. BlueChaoz

    BlueChaoz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.07   #5
    Ja Leute, danke ;) Das hilft mir schon und würde mich natürlich freuen wenn es noch weitere Reaktionen geben würde! Ihr habt meine Frage schon korrekt verstanden ^^
     
  6. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 31.07.07   #6
    Hi,
    nachdem ich mit der Band einen Termin für Aufnahmen ausgemacht habe, Telefonnummern getauscht habe und weiß, wie viele Songs mit welchen Instrumenten aufgenommen werden sollen, teile ich denen mit, was ich von ihnen erwarte:
    Sicher sitzende Songs, Tempo muss bekannt sein (falls Aufnahme mit Metronom überhaupt gewünsch wird).
    Dann kommt die Band am ersten Tag der Aufnahme ins Studio, sagt mir das Tempo des Songs und los gehts mit dem Schlagzeug. Manchmal wird zuvor noch einfach mit 2 Raummikros und der gesamten Band ein Orientierungstrack aufgenommen.
    Die Drumspuren für alle aufzunehmenden Songs werden eingespielt. Die Spuren landen, wie bereits von underground erwähnt, in einem Cubase-Ordner und werden auf eine Gruppe geroutet. Bearbeitet werden die Spuren erstmal nicht, nur ganz grob soundmäßig geformt.
    Dann je nach Band und je nach Musik Gitarre oder Bass. Alle Gitarren gedoppelt (hui, das ist manchmal ne Aufgabe, den Gitarristen zu erklären, wie das mit dem Doppeln funktioniert und warum das gemacht wird) und auf eine Gruppe geroutet.
    Dann Gesang.
    Alle Spuren immer schön farblich unterschiedlich in Cubase, wie bereits erwähnt.
    Mit Guitar Pro oder Midi oder solchem Kram hab ich nichts am Hut, bei mir wird alles mikrofoniert.

    Tja, dann mach ich mich ans Mischen. Erstmal mische ich einen Song, dann lade ich mir die Band wieder ein. Die hören sich den Mix an und sagen, was ihnen nicht gefällt. Dann wird das verändert. Wenn dieser eine Song steht, kann die Band wieder gehen, ich übertrage die Einstellungen dieses Pilot-Songs auf alle anderen aufgenommenen Songs, passe natürlich dann noch individuell an.
    Dann kommt die Band wieder und hört sich alle Songs nochmal an, evtl. noch Veränderungen. Nun wird das Zeug gemastert und ab gehts auf CD. Und ich bekomm meine Kohle.

    Viele Grüße
    Moritz
     
  7. Clooney

    Clooney Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.07   #7
    Puh, hier sind ja zum Teil richtig komplexe Projektplanungen am Start :eek:

    Ich beschreib mal mein etwas bescheideneres Vorgehen, was meisten eine Mischung aus Arrangement und Recording ist. Mag unökonomisch sein, macht mir aber Spaß :)

    Zunächst hab ich eine bestimmte Idee, die ich mit Gitarre oder Keys in grobe Form bringe. Gleichzeit schwebt mir auch schon eine gewisse Stilrichtung vor (klassischer Pop-Song, mehr R&B, experimentell...). Dann lege ich mir unter Berücksichtigung dieser Eckdaten mein Projekt an. Als erstes spiel ich dann ein passendes, aber rohes (fast hölzernes) Drumpattern ein, das ich loope und auf zig Takte durchlaufen lasse. Darauf spiele ich mit Gitarre oder Keys die grobe Songstruktur ein. damit habe ich nun einen Rahmen, mit dem ich arbeiten kann. Oft wird hier schon deutlich, in welche Richtung das zukünftige Arrangement gehen kann. Also bau ich zentrale Parts ein, also Strophe oder Bridge, schönes Opening.... Das Grundgerüst steht. Dann heißt es arbeiten. Drum- und Bassspur. Keyflächen, Rhythmusgitarren. Dann Fills, Arpeggien, Leadgitarre, Vocals. Hier kommen dann auch die guten Freunde zum Einsatz, die meine leidlich eingespielten bass- und Gesangsspuren mit ihrem Können veredeln. Zum Schluss die Feinarbeit: Intro (?), weite Fills, Chöre (beim recorden Leadvox muten). Das ist der Punkt, an dem ich manchmal auch schon wieder was wegnehme oder manchmal zwei völlig unterschiedlich klingende Alternativen habe. :D

    Na ja, und dann geht's ans Mixen. Aber das ist ein anderes Thema:rolleyes:


    Grüße vom Clooney
     
  8. foxytom

    foxytom Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 03.08.07   #8
    wie bei mir (alles in allem) .... nur bei mir isses chaotischer,... ich fummel seit Januar an einer Nummer, mehrmals geändert, alles verworfen, wieder neu gemacht und das ist auch noch ne Nummer, die ich 1993 schon mal "fertig" hatte, aber wie du richtig schreibst, solange es Spaß macht und vor allem so lange es nicht der Beruf, sondern eine Freizeit-Beschäftigung ist, ist eigentlich jede Vorgehensweise legitim.
    Manchmal allerdings denk ich mir auch, ob ich das nicht irgendwie ökonomischer machen könnte.
    Ich hab z.B. keine Lust, mich mit Gruppenspuren zu beschäftigen, sondern spiele lieber Gitarre. Ich habs einmal versucht, bin gescheitert und jetzt läuft es eben genauso chaotisch weiter ;)

    Blues zum Gruß
    Foxy
     
  9. BlueChaoz

    BlueChaoz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #9
    Hm wie entscheidet ihr, wann ihr "fertig" seid? Das is bei mir immer son Punkt.. Ich denke nach Tag 1: Boah super geworden, geht kaum besser! Dann lass ich es meistens 1 Tag ruhen und danach denk ich mir: Um Gottes willen! Das muss anders sein, das auch und jenes sollte auch noch anders klingen!

    Hört ihr erst auf, wenn ihr 100% zufrieden seid oder gebt ihr Freunden Hörproben und lasst da nen Feedback kommen?!

    Ich hab 2 "Recording" Probleme, wenn man so will:

    1) Sobald ich aufnehme, krieg ich es oft nicht auf die Reihe.. Sprich: Ich kann das Riff, die Begleitung oder anderes perfekt auf meiner Gitte spielen aber sobald ich diese "Recordingsituation" habe, geht immer wieder was schief.. Hier nein verwürgter Ton, da nen unsauberer Akkordwechsel oder ähnliches.. Das bringt mich dann manchmal auf die Palme und durch diese "Unruhe" geht dann gar nix mehr.. Wie geht ihr damit um? Meistens leg ich dann alles zur Seite und versuchs später wieder, dann aber leider (von innen irgendwie) mit dem Druck, es jetzt unbedingt zu schaffen :(

    2) Ich habe es geschafft etwas (nahezu) perfekt einzuspielen allerdings stört mich eine Kleinigkeit, die mich irg. dazu zwingt alles noch mal zu machen bzw. den ganzen Part noch mal zu spielen..
    Spielt ihr dann den ganzen Song mit dem entsprechenden Instrument (Gitarre, Bass o.ä.) noch mal neu ein oder biegt ihr das so hin, dass ihr nur den vermurksten Part noch mal einspielt?!

    Sehr interessant, was ihr so schreibt - Nur weiter :D

    Grüße und Danke
    Chaoz
     
  10. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.08.07   #10
    Bei mir besteht die Organisation aus einem Stück Malerkrepp unter den Kanalzügen an meinem Babymischpult. Da steht drauf, welcher Kanal welches Signal führt :D
    Sonst...die Arrangements werden mit der Band vorher geprobt bis sie sitzen und dann alles zusammen eingespielt. Wenns nix war, dann komplett nochmal. Ich mache pro Session einen GarageBand-Order und stelle dort dann all die Stücke als Projekte rein.

    Auf die Methode schwöre ich insofern, da für mich nur dieses Vorgehen das, was unsere Musik ausmacht, einfängt. Alle Instrumente einzeln kann man bei der Musik nicht richtig machen - da fehlt immer was, finde ich.
    Die Stereosummenmethode ist etwas frustrierend, weil öfters mal was nicht passt (Pegel, EQ, Raum) und man eben nichts ändern kann. Daher werde ich mir bei Gelegenheit (und Vermögen) mal was besorgen, womit 8 Spuren simultan funktionieren, dann kann man gescheit mischen und bearbeiten.
     
  11. Clooney

    Clooney Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #11
    Das ist so eine Sache. Ich denke, man muss den Mittelweg finden. Also, etwas ruhen lassen und Abstand gewinnen kann nicht schaden. Allerdings sollte man auch aufpassen, nicht permanent wieder dran rumzufeilen.

    Was den Druck bei der Aufnahme angeht: das ist doch selbstverständlich. Wenn ich mich verhaue gibt es kräftiges F*** und den nächsten Take. Das kann schon mal 10, 20 Takes dauern. Allerdings verfalle ich da nicht in "Unruhe", sondern mich diszipliniert die Anspannung dann eher:cool:

    Das mit dem overdubben entscheidet sich an dem einzuspielenden Part. Lässt der sich gut einfügen, dann wirds gemacht. Ist er eher rhythmus-orientiert oder sehr gefühlvoll, dann wird von vorne aufgenommen, weil sich erst der Groove und das Feeling einstellen müssen.

    Grüße vom Clooney
     
  12. Navar

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    Erstellt: 07.08.07   #12
    Das hängt auch immer ein wenig von den örtlichen Gegebenheiten ab, in manchen Studios hat man mehrere Aufnahmeräume in denen man die Instrumente aufbauen kann, manchmal gibt es nur einen Raum und man muss auf- und abbauen.
    Ich versuche mal zu beschreiben wie wir als Band so die Aufnahmen organisieren.
    Wir haben uns eine Songnotation überlegt, die den Ablauf eines Songs samt Beteiligung der unterschiedlichen Instrumente beschreibt. Darin ist anhand der Takte festgehalten wo was im Song passiert. Dieser Ablauf ist für uns und den Tontechniker um zu überlegen wie man einen Song am günstigsten aufnimmt.
    Des Weiteren arbeiten wir mit Vorproduktionen, soll heißen, dass wir alle Songs vorher in einem anderen Studio oder auch selber aufnehmen und dabei die Feinheiten entwickeln. Diese Vorproduktion ist wichtig um Unstimmigkeiten möglichst früh zu erkennen. Dabei ist besonders das Zusammenspiel der Instrumente wichtig, also Bass - Bassdrum, Bass - Gitarren, etc. Dabei wird auch das endgültige Songtempo bestimmt, zur Not können wir an dieser Stelle auch noch Songtempo drehen, sollte sich herausstellen, dass es irgendwie nicht richtig ist.
    Mit den Vorproduktionen, der Notation und viel Vorbereitung gehen wir ins Studio.
    Da wird dann als aller erstes einmal eine Pilotspur mit allen zusammen aufgenommen, wobei Drums im Aufnahmeraum sind, Gitarre vorerst über einen digitalen Sim läuft und Bass per DI - Out aufgenommen wird. Vocals werden ebenfalls in der Regie mitgeschnitten.
    Danach werden Schlagzeug und Bass alleine gelassen. :-) Wir nehmen Drums und Bass grundsätzlich zusammen auf um den Groove zu erhalten, der Basser kann hinterher immer noch Fehler glattbügeln oder ne neue Spur spielen, das Feeling muss aber sitzen. Je nachdem wie viel aufzunehmen ist nehmen wir dann sämtliche Schlagzeugspuren auf oder machen eine Pause und arbeiten mit den Gitarren weiter, da die in einem anderen Aufnahmeraum stehen.
    Danach gibt es die Gitarrenspuren, also Rythmus und grundlegende Lead - Gitarren, Overdubs kommen bei uns immer nach den Vocals.
    Um die Stimme zu schonen planen wir max. 1,5 Songs pro Tag an Vocals zu singen. Das ist nötig, da wir mit vielen Vocal Dopplungen, Chören und Vocal - Effekten arbeiten, da kann es passieren, dass für einen Song 15 oder mehr Gesangsspuren aufgenommen werden müssen. Das muss dann alles in die Planung mit einfließen.
    Sobald ein Song dann von Schlagzeug und Bass fertig ist wird dann provisorisch weiter an den Gitarren gearbeitet um ein Gefühl für den Groove zu kriegen. Dafür sind dann natürlich Geräte wie der POD oder das Tonelab ideal.
     
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