[Review] Hercules LS-700B

von dr_rollo, 17.10.16.

Sponsored by
QSC
  1. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

    Im Board seit:
    26.07.04
    Zuletzt hier:
    18.09.18
    Beiträge:
    10.170
    Ort:
    Celle, Germany
    Zustimmungen:
    3.067
    Kekse:
    45.173
    Erstellt: 17.10.16   #1

    Hercules Lichtstativ LS-700B



    Eigentlich bin ich bei uns nicht für das Licht zuständig. Aber ich nerve mich immer über die Billigstative, die unser Gitarrist angeschafft hat, bei denen ständig die Schrauben durchgenudelt sind, und die relativ unsicher stehen.
    Generell hab ich vor langer Zeit schon aufgehört, gerade bei Stativen, egal welcher Art, am Geld zu sparen. Letztlich hat man es hier immer mit Mechanik zu tun, und wenn da hat Billigzeug verbaut wird, kann das nicht von Dauer sein. Das ist zumindest meine Erfahrung aus den letzten drei Jahrzehnten Bühnenerfahrung.
    Um nun also wenigstens kompetent was Vernünftiges empfehlen zu können, das auch nicht unbedingt gleich das Teuerste ist, habe ich mir mal ein Hercules Stativ schicken lassen. Das LS700 aus der Quik-N-EZ Series hat mit 3,50m ausreichend Höhe für eine Lichttraverse, sollte aufgrund der Dreiteiligkeit auch für den Transport nicht zu groß sein, und es verfügt über eine Kurbel, was mal dafür sprechen dürfte, dass zum einen der Aufbau bequemer sein dürfte, und zum anderen man nicht gleich wieder überdrehte Schrauben haben sollte. Im Lieferumfang ist auch eine 1,20m Traverse mit Schraubbefestigungen für 4 Scheinwerfer oder anderes Gerät. Ob es das Stativ auch ohne die Traverse gibt, die wir evtl. nicht benötigen, wenn wir nur die ausgedienten Stative austauschen wollen, konnte ich nicht herausfinden.

    Zusammenbauen muss man bei dem Stativ nichts, raus aus dem Karton, aufstellen und los. Auch die Traverse (die wir im Grunde nicht benötigen) wird nur einfach draufgesetzt, muss nicht einmal geschraubt werden, sondern verfügt über einen Hebel, den man umlegt und der die Traverse mit etwas Spannung auf dem Stativkopf fixiert.
    LS_Klammer1.jpg LS_Klammer2.jpg
    Zu der mitgelieferten Traverse selbst ist sonst nicht viel zu sagen, besitzt halt Vorrichtungen für die Befestigung von vier Scheinwerferbügeln.
    Ein erster Test bei mir im Flur, der eine Deckenhöhe von 3,30m hat:
    In der Beschreibung des Herstellers heißt es '30 Sekunden, um es zu voller Höhe hochzukurbeln'. Das ist nicht übertrieben. Ich hab’s ohne Eile in weniger als 30 Sekunden geschafft. Die Kurbel wird dafür nur mit Federmechanismus ausgeklappt:
    LS_Kurbel2.jpg LS_Kurbel1.jpg LS700.jpg
    und dann kurbelt man das Stativ auf Höhe, wobei die zwei ineinander liegenden Teleskopstangen gleichzeitig rauf- und runter bewegt werden. Man sieht, dass im Inneren Drahtseile laufen, die das bewerkstelligen.
    LS_innen.jpg
    Das Stativ macht trotz des noch humanen Gewichts von knapp über 8 kg einen stabilen Eindruck. Der Fuß hat eine maximale Breite von 1,60m, also von Fuß zu Fuß. Die einzigen Schrauben sind für den Fuß, noch eine an dem Kurbelgehäuse, die meiner Meinung nach aber auch nicht benötigt wird, um das Stativ nochmal extra zu sichern. Eine weitere Sicherung des Stativrohrs, wo ich normalerweise Bolzen kenne, die durchgeschoben wird, übernimmt ein Ring, der in eines der Löcher gehakt und dann um das Stativrohr umgelegt wird.
    LS_Sicherung1.jpg LS_Sicherung2.jpg
    Die Transportgröße ist mit knapp 1,50m noch gut handhabbar, schon mal geringer, wenn ich andere Stative mit etwa dieser Höhe vergleiche. Die maximale Belastbarkeit ist mit 45kg angegeben, was für die meisten Anwendungen reichen dürfte, ggf. auch mal als Boxenstativ herhalten könnte.

    Fazit:
    Ein gut transportables und sehr stabiles Stativ, das mit wenigen Handgriffen aufgebaut ist. Da klappert nichts, da wackelt nichts, alles macht einen sehr guten und sicheren Eindruck. Was mir definitiv sehr gut gefällt ist der Kurbelmechanismus, und dass das Kurbelgehäuse im Vergleich zu anderen Wind-Up Stativen wie Varytec gekapselt ist und weniger aufträgt.
    Sehr schön auch die optische Anzeige, mit der man die Höhe ablesen kann, was das justieren mehrerer Stative auf die gleiche Höhe erleichtert.
    Was im Vergleich zu anderen Stativen fehlt, ist die Option ein Bein separat zu verstellen, falls mal der Untergrund nicht eben ist.
    Preislich liegt es im Mittelfeld, und in meinen Augen absolut sein Geld wert. Wer billiger kauft, wird sich eher ärgern.
     
    gefällt mir nicht mehr 5 Person(en) gefällt das
  2. DJ Pan

    DJ Pan Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.01.15
    Zuletzt hier:
    15.04.18
    Beiträge:
    198
    Zustimmungen:
    76
    Kekse:
    1.863
    Erstellt: 05.03.17   #2
    Servus Dr_Rollo darf ich hier noch was nachfragen? wie ist die Sicherung am Hauptrohr ausgeführt? ALso ist das nur eine Klemmschraube aus Kunststoff oder hält die Klemmung echt was aus? das ist bei billigen Stativen immer der Knackpunkt, daher wäre ich über eine Info dankbar.


    vlg Pan
     
Die Seite wird geladen...

mapping