Wil_Riker
Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator
- 07.10.26
- 04.11.06
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Einleitung
Als Bassergänzung für die Topteile der neuen Thumpv4 Serie bietet Mackie zwei aktive Subwoofer an - einen 15-Zöller und einen 18-Zöller. Ich durfte den Thump18Sv4 im Verbund mit den bereits hier vorgestellten Mackie Thump12v4 Lautsprecherboxen ausprobieren. Der Straßenpreis für die 18er Bassbox beträgt (Stand Juli 2026) knapp 850 €.Anm.: Zur Vollansicht der als Thumbnails eingebundenen Fotos genügt ein Klick auf diese.
Lieferumfang, Ausstattung, technische Daten
Da das Bruttogewicht (Subwoofer plus Verpackung) mehr als 31,5 kg beträgt, erfolgt die Lieferung nicht per Paketdienst, sondern der Karton wird palettiert per Spedition zugestellt
. Auf einer Seite der bedruckten Kiste sind die wichtigsten Features und ein Vorschlag zum Transport zu zweit abgebildet - dazu dann später mehr.Außer dem Subwoofer enthält der Karton den obligatorischen Quick Start Guide, die gesetzlich vorgeschriebenen (aber für den Endanwender uninteressanten) Beipackzettel sowie ein mit 2 m ausreichend langes Kaltgeräte-Netzkabel. Das ausführliche Handbuch gibt's direkt beim Hersteller zum Download - momentan allerdings nur in Englisch.
Der Mackie Thump18Sv4 ist tadellos verarbeitet; das 54 x 63 x 60,5 cm (B x H x T) große Multiplexgehäuse in Bassreflex-Bauweise ist sauber mit Strukturlack überzogen. Die Vorderseite ist zu beiden Rändern hin leicht abgekantet, und Gehäusekanten sind leicht abgerundet - dadurch wirkt der Subwoofer schnittig
.Die Front spricht die aus der restlichen Serie bekannte Designsprache: Wabenförmige Gitteröffnungen, eine auf drei Waben verteilte grüne Betriebs-LED, drehbarer Running Man.
Für sicheren und rutschfesten Stand sorgen vier ausreichend dimensionierte Gummifüße, die fest mit der Gehäuseunterseite verschraubt sind.
Die Oberseite ist für meinen Geschmack sehr durchdacht konstruiert
Das Modul mit der I/O- und Mixing-Sektion befindet sich mittig auf der Rückseite des Gehäuses.
In der unteren Hälfte der Anschlussblende befindet sich die Kaltgerätebuchse mit darüberliegendem Netzschalter.
Oben links lässt sich in der Abteilung High Pass Mode zunächst bestimmen, in welchem Setup der Thump18Sv4 spielen soll: Mackie hat hier drei Presets hinsichtlich Trennfrequenz und Laufzeitanpassung (jew. 1,4 ms) für die markeneigenen Topteile, sowohl für die 12"- bzw. 15"-Modelle aus der Thumpv4 Serie (140 bzw. 110 Hz), als auch für das kleinere Akkumodell Thump GO mit 8"-Tieftöner (150 Hz). Möchte man beliebige andere Tops mit dem Sub kombinieren, wählt man mit dem Taster Variable aus und bestimmt mit dem zugehörigen Drehregler die gewünschte Trennfrequenz zwischen 80 und 160 Hz selbst.
Rechts daneben lässt sich mit dem Front LED Tastschalter die Betriebsanzeige auf der Vorderseite deaktivieren, falls die grüne Beleuchtung stören sollte. Darunter befindet sich der Gain Regler zum Einstellen des Wiedergabepegels mit Sig/OL LED, die grün bei anliegendem Eingangssignal und rot bei Eingreifen des Limiters leuchtet.
Die Polarität der Phase des Subwoofers lässt sich mit Hilfe des gleichnamigen Schalters umkehren.
Der Signalweg des Thump18Sv4 ist komplett zweikanalig ausgelegt, d. h. man kann ihm ein Stereosignal zuspielen und ohne weiteren Subwoofer zwei Topteile bedienen - oder eben in komplexeren Systemen je Seite einen oder mehrere Subwoofer bzw. Monocluster verwenden. Hierzu gibt es je Kanal nicht nur einen XLR-Anschluss zum Weiterschleifen des Signals, sondern derer zwei: Einen High Pass Out für das Signal "hinter" der Frequenzweiche und einen Full Range Out für das unbearbeitete Signal, das im jeweiligen Input anliegt. Über den Tastschalter FR Output lässt sich diesbezüglich festlegen, ob bei anliegendem Stereosignal eine Monosummierung "vor" dem FR Ausgang stattfinden soll
.Fehlen noch die technischen Daten: Die konvektionsgekühlte Endstufe in Class-D-Technik treibt den 18" großen Woofer mit maximal 1400 W Leistung an. Der Wiedergabebereich erstreckt sich von 28 bis 160 Hz bei einem maximalen Schalldruckpegel von 132 dB. Schutzschaltungen sichern das Amp-Modul gegen Überspannung und thermische Überlastung - RMS- und Peak-Limiter das Chassis vor Übersteuerung.
Und wie klingt der Mackie Thump18Sv4, speziell im Zusammenspiel mit zwei Thump12v4 Topteilen?
Praxistest, Fazit
Als Basslieferant in einem 2.1-System ist der Mackie Thump18Sv4 schnell verkabelt und konfiguriert - für wen das absolutes Neuland ist, schaut ins Handbuch, denn dort werden ab Seite 13 mehrere Anschlussmöglichkeiten und Kombinationen in vorbildlicher Manier bildlich aufgeführtMischpult oder Zuspieler werden trivialerweise am Input eingestöpselt
- in meinem Fall zunächst der Bluetooth-Empfänger UNiKA PRO BT5
. Als Voicing Mode bleibe ich bei beiden Thumps neutral, d. h. Flat.Gut gefällt mir, dass ich eine der Hochtonboxen mit einer Distanzstange direkt auf den Subwoofer stellen kann, und dass für die Distanzstange ein Gewindeflansch vorhanden ist und nicht nur eingesteckt wird, wie bei vielen einfacheren Modellen üblich. Anbei ein exemplarisches Foto, wie so eine Kombination aussehen kann. Als Location zum Testen habe ich wieder einmal den heimischen Garten gewählt.
Bei rockigen und elektronischen Teststücken darf der Subwoofer zeigen, was er kann. Und das tut er gut: Auch wenn ich gefühlsmäßig normalerweise die Größe des Subwoofers etwas näher an der der Topteile orientiere (10“ Top mit 12“ Sub, 12“ Top mit 15“ Sub, 15“ Top mit 18“ Sub), hört sich die Kombination 12“ Top mit 18“ Sub sehr gut an - der Crossover Punkt des Presets ist so praxistauglich gewählt, dass die Thump12v4 dadurch vom Tieftonanteil entlastet wird, den der Thump18Sv4 übernimmt. Und dass ein 18“ Tieftöner deutlich mehr Luft bewegt als ein Basslautsprecher mit kleinerer Membran, ist einfache Physik
. Interessanterweise offenbart sich aber im Zusammenspiel auch, wie potent die Thump12v4 Fullrangeboxen sind; denn um sie voll auszureizen, benötigt man mehr als nur einen Thump18Sv4 Subwoofer. Besonders gut gefällt mir die clevere Platzierung der Griffe, die es ermöglicht, den Subwoofer zumindest auch für ein kurzes Stück alleine zu bewegen - dies wäre bei mittig in den Seitenflächen des Gehäuses platzierten Griffschalen nicht oder nur mit Verrenkungen möglich. Als einziger winziger Wermutstropfen bleibt die Erkenntnis, dass man in besagtem 2.1-Setup auf die Bluetooth-Funktionalität verzichten muss, die im Subwoofer fehlt - dies wäre maximal das i-Tüpfelchen gewesen, das mich beim eher für kleinere Anwedungsfälle gedachten Mackie ThumpSub GO begeistert hat.Angesichts des günstigen Preises ist der Mackie Thump18Sv4 meiner Meinung nach eine gute Bassergänzung für die Tops aus der selben Serie. Trotz der robusten Verarbeitung ist sicher die Anschaffung der zugehörigen Schutzhülle* sinnvoll.
An dieser Stelle ist das Review allerdings noch nicht zu Ende: Da ich die beiden Thump12v4 im Gegensatz zum Subwoofer zwar schon zum nächsten Tester weiterschicken musste, aber inzwischen zwei nagelneue Mackie Thrash12v2 eingetrudelt sind, darf die Bassbox in den kommenden Tagen noch einmal damit zum Einsatz kommen, und die Eindrücke davon werden in einem Folgebeitrag ergänzt
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*) Affiliate/Werbung
. Auch wenn ein einzelner 18-Zöller natürlich keine Bassgewitter und flatternde Hosenbeine erzeugt (schon gar nicht im Freien), rundete er den Sound nach unten deutlich ab, wobei er auch bei Maximalpegel noch ordentlich arbeitet. Dadurch wurde mein positiver Eindruck bestätigt, genauso wie das Empfinden, dass zwei Thump18Sv4 besser sind als ein einziger
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