[Review] Mikrofonvergleich an Toms, Snare, Kick

  • #21
C414 nur, wenn sie gebraucht (mind. 20 Jahre alt) und in Österreich gefertigt wurden. Zudem müssen die auch noch in einem "mint" Zustand sein, sonst zahlt sich die Anschaffung nicht aus.
So sieht es aus: die letzten "guten" sind wohl die C414B-ULS Made in Austria. Die gehen in sehr gutem Zustand für ca. € 1000,- über den Tisch. Ich habe für meine neu in 1995 ca. DM 1500,- je Stück bezahlt. Zwischenzeitlich waren die B-ULS verschrien und wurden auf dem Gebrauchtmarkt sehr günstig (unter Wert) gehandelt. Seit ein paar Jahren ziehen sie aber kontinuierlich an.
 

  • #22
C414 nur, wenn sie gebraucht (mind. 20 Jahre alt) und in Österreich gefertigt wurden. Zudem müssen die auch noch in einem "mint" Zustand sein, sonst zahlt sich die Anschaffung nicht aus. Um das Geld kannst du dir heute ein Austrian Audio OC818 kaufen, das verglichen mit aktuellen C414 um Klassen besser ist.
Aber wir schweifen ab.
Danke für die Info, Austrian Audio sind ja ehemalige AKG-Mitarbeiter, dann werde ich wohl eher auf die OC818 sparen...

Das kenne ich aus leidvoller Erfahrung. Es gibt Drummer die zwar komplett abgenommen werden wollen (close Miking) aber ihr Zeug so eng zusammen gebaut haben dass du da fast nicht mehr mit einem Lavalier-Mikro zwischen rein kommst. Da braucht es dann MIkros wie das Shure Beta 98 AD/C wenn du eine kleine Chance haben willst. Oder du nimmst den ganzen Balawatsch mit nur Overhead ab. Ist irgendwann eh egal, wenn alles so nah zusammen steht, dann gibt es keine wirkliche Signaltrennung mehr.
Platz habe ich eigentlich reichlich am Set, nur Bassdrum, Snare und Hänge-Tom sind bei mir mittlerweile in einer Linie (ja, ich gehöre zu den Wahnsinnigen die Mittelpedale spielen), und der einzig sinvolle Platz zum Abnehmen der Snare, ohne das mir das Mikro im Weg ist, wäre aktuell die 6-Uhr-position an der Snare, also direkt da wo ich sitze. Ich tue mich psychologisch schwer da ein Mikrofon zu positionieren.

Und das Problem mit dem Mikro habe ich auch erst, seit ich das Mittelpedal verwende, vorher war das kein Problem, da war das Hängetom aber auch etwas weiter seitlich positioniert.

Ich habe aber auch schon darüber nachgedacht das Top-Mikro an der Snare wegzulassen, die ballert ja auch über die OHs ordentlich durch. Außerdem kommt demnächst ein kleines Rack ans Set, vielleicht habe ich damit weniger Stress und bekomme das Set so aufgebaut, dass ich eine gute Position für das Mikro finde?
 
  • #23
C414 nur, wenn sie gebraucht (mind. 20 Jahre alt) und in Österreich gefertigt wurden. Zudem müssen die auch noch in einem "mint" Zustand sein, sonst zahlt sich die Anschaffung nicht aus. Um das Geld kannst du dir heute ein Austrian Audio OC818 kaufen, das verglichen mit aktuellen C414 um Klassen besser ist.
Aber wir schweifen ab.

Exakt. Die 818 und 18er werden auch wieder in Wien gefertigt. Ein 818er wäre mein einsame Insel Mic. Hab in den letzten Jahren noch keinen Einsatz gefunden, wo das nicht perfekt funktioniert hat.
 
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  • #24
Hab in den letzten Jahren noch keinen Einsatz gefunden
Naja, an eine Flöte oder Geige würde ich es nicht klemmen wollen. Zumindest kenne ich da keine Musiker die damit glücklich wären :juhuu:
Aber das ist wieder komplett OT, würde ich sagen. Sorry for that.
 
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  • #25
Frag mal @GeiGit , der bastelt da sicher eine geeignete und stabile Halterung dafür ;)
 
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  • #27
Was mich sehr interessieren würde ist, was die Anderen über die gewählte Position der Mikros denken.
Macht ihr das auch so und wenn ja warum?
Wir haben nur ein ganz einfaches Mikro Set für die Drums, aber die Mikros wurden bislang mehr oder Weniger auf die Felle gerichtet.
 
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  • #28
Was mich sehr interessieren würde ist, was die Anderen über die gewählte Position der Mikros denken...

Ja, bei mir ist das ganz ähnlich. Ich ziele mit dem Mikro auf den Anschlagspunkt auf dem Fell, und das ist oft in der Mitte. Bei einem älteren Fell kann man ganz gut sehen, wo das Fell am stärksten abgenutzt ist - bei einem guten Drummer ist das alles im Bereich einer Handfläche, die haben dann einen sehr regelmäßigen Sound von einem Anschlag zum anderen. Weniger geübte Drummer schlagen über das ganze Fell verteilt, so dass jeder Schlag unterschiedlich klingen kann.

Auch bei der Positionierung des Bassdrum-Mikros mache ich das ähnlich wie gezeigt. Bei einem einzelnen Mikro versuche ich meist, die Kapsel (!) des Mikros in der Mitte des BD-Kessels zu positionieren, denn dort hat man den ausgewogensten Sound. Näher zum Schlagfell hat man mehr Klatsch, weiter weg oder von Russen hat man mehr Wumms. Mit einer Grenzfläche und einem dynamischen BD-Mikro setze ich die Grenzfläche recht nah zum Schlagfell, mit dem dynamischen Mikro "sehe" ich entweder von aussen grade durch das Loch im Resonanzfell durch oder bewege mich damit einen bis zwei Zentimeter ausserhalb. Dann kannst Du mit zwei Mikros ganz leicht unterschiedliche Klangcharakteristiken erzeugen, einfach durch anderes Ausbalancieren der Fader im Kanal.
 
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  • #29
Ich habe am Samstag eine Swing-Jazz Band life gemischt. Der Schlagzeuger hatte ein kleines, sehr gut klingendes Set. Aber mit dem Mikro kam ich leider nicht richtig an die Snare ran. :bang: Alles was ich ausprobiert habe, war dem Schlagzeuger im Weg. Habe geflucht, dass ich nicht das kleine Behringer*-Klemmmikro eingepackt hatte, das mir @mix4munich mal für Geige empfohlen hatte - vielleicht hätte es hier an der Snare auch seinen Dienst gemacht?
Musste deshalb zwischen und unter Hihat und Becken durch und konnte nicht wie oben beschrieben auf das Snare-Fell zeigen. Das Mikro war dann irgendwie seitlich auf den Rand der Snare gerichtet. Mit dem M201 hat es trotzdem ganz gut geklungen.
 
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  • #30
@Michael Scratch - Du hättest es von unten probieren können, also Abnahme des Snare-Teppichs, und dann mit leicht abgesenkten Höhen die übermäßig prominenten Teppich-Anteile etwas reduzieren.

Allerdings, jetzt wo Du es sagst - von der Abnahme der Snare von der Seite habe ich vor Jahren (vielleicht Jahrzehnten) mal etwas gelesen. Da war auch jemand überrascht, dass es gut geklungen hat.
 
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  • #31
@Michael Scratch - Du hättest es von unten probieren können, also Abnahme des Snare-Teppichs, und dann mit leicht abgesenkten Höhen die übermäßig prominenten Teppich-Anteile etwas reduzieren.
Ich hatte zusätzlich unten ein beyerdynamik TG51 I angebracht - mit Gaffa-Tape :LOL: , weil die Band keine Ständer mehr hatte (von wegen, alles ist da - hätte ich nur auf meinen Instinkt gehört, der mir vor der Abfahrt gesagt hatte, ich sollte neben Snare-Mikros noch ein paar Ständer mit einpacken).
 
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  • #32
Das Mikro war dann irgendwie seitlich auf den Rand der Snare gerichtet. Mit dem M201 hat es trotzdem ganz gut geklungen.
Das kenne ich durchaus als Option, um ne Snare sinnvoll abzunehmen. Seitlich auf den Kessel, statt aufs Fell. Allerdings habe ich keine praktische Erfahrung, ob man dabei mehr - oder anders - in den Grundsound eingreifen muss als beim üblichen Standard. Interessant, dass ein Drummer mit der Standardposition nicht klar kommt.
 
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  • #33
Der Schlagzeuger hatte ein kleines, sehr gut klingendes Set. Aber mit dem Mikro kam ich leider nicht richtig an die Snare ran.
Das kenne ich auch, dass Drummer keinen Millimeter Platz für Mikrofonierung überlassen. Aber bei Swing Jazz würde ich auf ein Snare Mikro in dem Fall pfeifen und nur mit Kick und zwei Overhead arbeiten. Diese Drummer spielen meist ohnehin so, dass man nicht mehr braucht. Ab únd zu kann man beim Jazz auch gut auf die Kickdrum verzichten. Die verwendeten Mikrofone wären dann bei mit ein M88 an der Kick (oder das ATM250, das ich wieder sehr lieben gelernt habe die Tage) und zwei meiner CC8 (wobei auch meine alten C430 da gut funktionieren würden).

Ich überlege mir hin und wieder dass ich ein Shure Beta 98 AD/C* zulege wenn der Platz für das Snare Mikro sehr knapp ist. Bisher habe ich einen diesbezüglichen GAS Anfall aber erfolgreich verhindern können.
Edit: Ich habe gerade gesehen dass ich das Beta 98 schon in Beitrag #20 erwähnt habe. Oh Mann, was kostet das doch gleich? Ach nein, lieber doch nicht...
 
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  • #34
Aber bei Swing Jazz würde ich auf ein Snare Mikro in dem Fall pfeifen und nur mit Kick und zwei Overhead arbeiten.

Absolut, da reichen dann zwei OHs, relativ nahe am Set, locker aus. Ich hatte mal einen Freejazz Zeugler, der die Snare ständig raus genommen und umgedreht hat. 😜
 
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