Revolution im Gitarrenspiel?

von DaveN, 09.01.06.

  1. DaveN

    DaveN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #1
    Ich habe mir gerade eben einige Gedanken über das Gitarrenspiel gemacht, früher gab es desöfteren neue Techniken welche eingesetzt wurden ( Tapping, plötzliches sauschnelles Picken, Pinch Harmonics, Harp Harmonics, Gitarre komplett umgebaut etc. ) und ich meine, was wurde in den letzten Jahren grossartiges an der Gitarre entdeckt?
    Ich meine, man sieht hier Threads wie "Geht dieses Riff?", "Kann ich das so spielen?", "Hab ich zu kleine Hände?" etc. worin gefragt wird, ob dieses Riff so spielbar ist, oder ob man so überhaupt spielen kann/darf. Ebenso wird dauernd nach Tabs gesucht. Nichts dagegen, aber man lernt doch am meisten wenn man es selber raushört, auch wenn man erst zwei drei Wochen spielt, alle eure Helden haben das auch so gemacht!

    Ich meine, so kann sich doch die Musik oder hier das Gitarrenspiel nicht wirklich weiterentwickeln? Das revolutionärste in den letzten Jahren waren die Töne welche Tom Morello aus seinem Instrument geholt hat.. Wenn man hier nun andauernd fragt, was man machen kann/darf dann kommt man so doch nicht weiter! Ich meine, neue Ideen braucht die Musik, denn gerade die Musik ist ein Bereich wo neues wohl eine sehr wichtige Rolle spielt.

    Ich wäre interessiert an euren Meinungen zu diesem grossen Thema, was denkt ihr dazu?
    Ansonsten woltle ich hier mal diese Gedanken loswerden, danke fürs Lesen,
    Dave

    Edit: Tut mir leid das dieser Thread ausversehen im Tab/Spieltechnik Forum gelandet ist. Falls das die Mods als unpassend empfinden, entschuldige ich mich, und hoffe das es nicht zuviel Mühe macht den Thread zu verschieben.
     
  2. IMN

    IMN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #2
    Seh ich ganz genauso. Gerade das ist es ja, was es Musikern so schwierig macht: Kreativität. Bands oder Musiker, deren Kreativität sehr beschränkt ist oder sich auf tiefem Niveau befindet, die aber dennoch ihr Künstlerdasein zum Vorschein bringen wollen, bringen dann ein Lied auf den Markt, was zwar einen supertollen Refrain hat, sich aber ansonsten anhört wie jedes andere Lied auf dem Album.
    Es gibt einfach schon zu viel. Für uns Gitarristen gibt es einfach nur noch wenig Wege. Entweder man erschafft einen völlig neuen Musikstil, oder man vermischt verschiedene Genres so wie es sie in Verbindungen noch nie gab, oder man versucht einfach die ausgeflipptesten, sagenhaftesten Melodien in ein Stück einzubauen (wie z.B. Pink Floyd).
    Womit wir wieder bei der Kreativität wären. Es gibt Musiker, denen fallen sofort geniale Riffs/Melodien ein, während sie vor der Kloschüssel stehen und ihr Ausgeschiedenes betrachten, wie es nach Betätigung der Spühlung friedlich in die Kanalisation hinunter rutscht. Andere wiederum zerbrechen sich tage- oder wochenlang den Kopf darüber und bringen letztendlich in höchster Verzweiflung wieder ein F-G-A-Powerchord-Stück raus.
    Was wir brauchen ist irgendwas komplett neues. Was bringt es, wenn man einfach alles nur wiederholt? Was bringt es, wenn die Musik an einem bestimmten Punkt angelangt ist, und sich von dort nicht mehr fortbewegt?
    Fragen über Fragen... ich hoffe jemand von euch weiß eine bessere Antwort. :o
     
  3. Regenwurm Rollt Ranzig

    Regenwurm Rollt Ranzig Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #3
    Also ich finde, Leute die später dann in absehbarer Zeit oder wanna uch immer eben diese neuen Töne erfinden, nichts tun außer in ihrem Zimmer zu sitzen(sofern sie eins haben) udn den ganzen Tag Gitarre spielen, ohne jemals auch nur mit dem Gedanken zu spielen, sich jemals Internet anzuschaffen :rolleyes:

    Ich hab hier im Board aber auch noch nie jemanden fragen hören, ob er das darf... Also es ist wohl keine Frage, das man theoretisch alles darf, was man kann. Klar gibt es da dann Dinge, mit denen man sich das Spielen deutlich erschwert oder es sich unmöglich macht, ihr wisst schon was ich meine.

    Nunja ich bin der Meinung grade jetzt werden tolle Dinge erfunden :)
     
  4. outsch

    outsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #4
     
  5. scabdooBA

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    Erstellt: 09.01.06   #5
    Ich finde dass nicht jeder gitarrist versuchen soll etwas "neues" zu erfinden (was mittlerweile eh schon ziemlich schwer sein dürfte). und es gibt auch genug Gitarrenikonen die auch nichts neues erfunden haben. Nur hat(te) von denen jeder seine eigenen stil und das is imho das wichtigste. Ich finds auch ziemlich bescheuert dass, speziel hier, viele stur nach tabs spielen....klar nehm ich mir auch mal tabs zur orientierung ........aber meistens sind die einfach nur kagge oder komplett falsch.
     
  6. Regenwurm Rollt Ranzig

    Regenwurm Rollt Ranzig Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #6
    Es können natürlich auch alle ALLES perfekt raushören :screwy:
     
  7. Minoried

    Minoried Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #7
    Also ich stimme dir ÜBERHAUPT nicht zu ich finde wenn einer der ca.5monate oder auch 1Jahr spielt besser die Taps sich aus den Internet ziehen soll ETC wenn ein anfänger die tabs zb von metallica selber raushört wird das doch nichts ich mein man tabt alles falsch und spielt nen total verkehrten rhytmus und dann hat man auch nichts dazu gelernt also ich finde schon
    das man sich tabs anschauen sollte usw.

    Mfg
    Christian

    ROck On :rock: :rock: :rock:
     
  8. James-R.

    James-R. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #8
    Ich glaub das hat in irgendeinem anderen Thread schonmal jemand gesagt aber das was ich jetzt sage spiegelt auch meine Meinung wieder und ich finde das trifft es auch ziemlich genau:

    Die Gitarre ist mittlerweile da angelangt wo das Piano schon seit knapp 100 Jahren ist, es ist am Ende der Entwicklung. Die einzige Entwicklung die sich noch auftuen können sehe ich im Bereich Effekte aber was Spieltechnik angeht denke ich kommt da nix mehr, ja es werden ab und zu noch ein paar Sachen erfunden, Spielereien mit den Jammerhaken oder andere kranke Sachen siehe Tom Morello, aber diese Sachen sind zu speziell als das sie wirklich so revolutionär sein können wie der Einsatz von Bendings beispielsweise.
    Aber, nur weil die Gitarre am Ende ist, ist die Musik die mit der Gitarre erzeugt wird nicht am Ende, neue Musikstile können noch entstehen und das tun sie auch, jeden Tag, stückchenweise. Denn wahre Revolutionen in der Musik ist eine sehr extreme Seltenheit, welche sich zählen lässt (erste Verwendung des Tritonus beispielsweise). Die Prozesse sind eher schleichend, meistens entsteht neuartige Musik durch langsame weiterentwicklung, da bringt dann einmal eine Band (Band A) mal einen Baustein mehr den wieder eine andere Band (Band B) aufpickt und an den Baustein an etwas dran setzt oder ihn irgendwie verformt, eine andere Band (Band C) nimmt wieder den Baustein von Band A auf und verformt ihn anders als Band B, so entsteht vielfalt. Die zweite große Art wie Musik entsteht ist die Kombination verschiedener Musikstile so unterschiedlicher sie sind destso größer ist die Revolution.
    Die aus meiner Sicht größte Revolution des letzten Jahrhundert, der Blues, aus dem sich fast jegliche Moderne Rock und Popmusik ableitet, ist auch nur dadurch entstanden das sich die rhythmische überhaupt nicht harmonie-orientierte Musik des schwarzen kontinents, die der sklaven auf den Baumwollplantagen der USA, sich mit der klassischen Musik des alten Kontinents vermischt hat.
    Wenn ihr daheim auf den genialen Einfall wartet welcher die Musik revolutioniert könnt ihr es vergessen, solche Genies gibt es pro Jahrhundert nur sehr wenige.
    Aber wer denkt das sich in der Musik nichts tut der soll sich nur einmal in den Metal schauen (ich bin mir sicher es tut sich auch in andern Musikstilen sehr viel, aber im Metal kenn ich mich halt am besten aus). In diesem Forum gibt es einige Thread im Stile: "wie mach ich das ein riff böse klingt", " wie das es richtig nach Metal klingt" usw.
    für mich ist das der Ansatz (den Metalhassern stehen gleich die Haare zu Berge:p ) für eine neue Art der Musiktheorie neben den alten kirchentonleitern, eine Musiktheorie welche zwar noch recht simpel ist und auf etwas anderes abzielt als die klassische Musiktheorie, aber sie entwickelt sich ja noch.
    So, jetzt dürft ihr mich steinigen oder auch für den Beitrag loben
     
  9. scabdooBA

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    Erstellt: 09.01.06   #9
    nein

    als ich angefangen hab, hab ich es auch zuerst mit tabs versucht. doch verlor ich immer schnell die lust, mir ein solo zu lernen, da die tabs meistens so kompliziert waren und die logische schlußfolgerung meinerseits war, dass es zu schwer ist für mich, was aber eigentlich meistens nicht der fall war. Die tabs waren einfach falsch. aus

    Am anfang ist es vielleicht mühsam sich soli rauszuhören, doch lernt man mit der zeit, die soli zu verstehen, sprich ersteinmal mit der pentatonik zu verbinden, da und da gemeinsamkeiten zu erkennen usw....
    dann kann man auch später teile bzw techniken des solos in eigene improvisationen einbaun, da man ja nun weis wie die soli aufgebaut sind. außerdem lernt man auch die fähigkeit, einen ton zu erahnen, bevor man ihn spielt, was imo eine der wichtigsten fähigkeiten beim imrpovisieren ist.
    Ich geb ja zu dass ich tabs auch manachmal zur orientierung benützt hab (wenn ich ma nicht weiter wusste oder nicht wusste in welcher lage ich es am besten spielen soll (was nicht heißen soll dass die lage, die in den tabs empfohlen wird, dioe beste ist)), aber ich finde dass auch ein Anfänger der mal 5 monate spielt und sich nun mit soli beschäftigen will, auch gleich versuchen soll, sich diese herrauszuhören!
     
  10. Hideto

    Hideto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #10
    Ich denke die Gitarre wirft nicht mehr viel "neues" an Spieltechniken ab, wie gesagt Harmonics, Tapping, Hammer Ons, Pull Offs, Sweeps...das meiste wurde entdeckt. Das einzige was vielleicht noch bleibt ist die verbindung der Techniken. Aber inzwischen gibt es ein derartiges Sammelsorium an techniken das es mehr Evolution als Revolution gibt. Klingt eine Gitarren Melodie zu langweilig und zu dünn spielt ne zweite Gitarren halt eine in ner anderen Tonart drüber. Passt das imemr noch nicht gibt es ein fieses riffing mit ner dritten. Passt das noch immer nicht schmeisst man halt andere Instrumente rein (dank keyboard bzw Synthies kann man das auch ohne wirkliches können der Instrumente realisieren) Orgeln, Violinen, Pianos, Trompeten Saxophone oder was man sonst so will. Ist dir nicht abgedreht genug? dann spiel nen Sax durch nen Mikro und jags durch nen Zerrer oder nen Wah. Wenn man Lust drauf hat packt man nen Techno Beat drunter. Klar sagen jetzt einige "dann haben wir bald Techno...nur noch per Keyboard gespielt und so weiter und sofort" naja aber mir wiederstrebt die Vorstellung das Riffs in einem metal Song immer wie Metallica oder Slayer klingen müssen. Das Drums immer wie Dave Lombardo klingen. Man rifft sich einen zurecht und dazu läuft nen lässiger Blues Drum Sound...oder worauf man eben Lust hat.
    Was ich sagen will (um auf den Punkt zu kommen). Ja mag sein das die Spieltechniken inzwischen ausgerezt sind aber haben diese Techniken wirklich soviele neue Songs gemacht? Das Legendäre Thunderstruck Intro mag mit Hammer ons Pull Off gemacht sein, aber auch ohn wäre der Song klasse... Ich denke nicht das Spiel Revolutionen den Grundsätzlichen Song so geprägt haben, Passagen wie Soli (etwa Mr Van Halen) natürlich aber Songs bestehen nicht nur aus Soli und wenn man am Rande des spielbaren ist...tja dann muss man in seinen Ideen halt etwas abdriften...:)
     
  11. Stefan L.

    Stefan L. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #11
    Das große Problem ist außerdem das die meißten Leute gar nichts neues wollen oder neues gar nicht mögen.
    Es gibt schon Neuerungen aber die werden von den meißten nur belächelt oder unter "totaler scheiß" abgelegt. Die Gitarre ist schon sehr weit entwickelt. Und das was muikalisch zur Zeit am neuesten ist hat mit Gitarre noch ziemlich wenig zu tun.

    Der HipHop- oder Rapbereich ist noch ziemlich archaisch was musiklität anbelangt.
    Ich denke solche Bereiche könnte die Gitarre noch erobern und damit könnten sich auch neue Spieltechniken ankündigen.

    Da besteht dann allerdings wieder das Problem das die meißten Musiker solche Musikrichtungen ablehnen. Ich persöhnlich mag es auch nicht sonderlich...
    Im Rockbereich wird es wohl kaum noch besondere Neuerungen geben. Dazu sind die Meißten leider auch zu festgefahren in ihrer musikalischn Meinung.

    Edit: Die legendäre Pulpfiction Melodie wurde zum Beispiel mit einem Küchenmixer als "Anschlagshand" eingespielt ;) (OK - es gibt auch Leute die das ohne Mixer spielen können...)
     
  12. Knecht Ruprecht

    Knecht Ruprecht Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #12
    Naja, ist ja klar dass hier so ziemlich keinem irgend ne neue technik einfällt, vor der einführung von bendings hätte auch keiner mit sowas gerechnet, oder tapping, wäre wohl nicht sensationell gewesen wenn jeder gedacht hätte:"ok, ein paar techniken gehen noch, ich erfinde das tapping"
    ich glaube da geht noch was, womit keiner rechnet, irgendwas an neuer technik wird es noch geben, vorrausgesetzt ihr hört auf zu sagen dass das nicht geht und dass schluss ist mit revolutionären gitarren...
    spielt doch was ihr wollt, wie ihr wollt, hauptsache es klingt gut und ehrlich, und ihr könnt damit umgehen, es gibt tatsächlich leute die bei jedem kleinscheiß fragen ob das wohl geht und ob man das darf...bullshit! kloppt doch mit drumsticks(damit gehen coole effekte^^) oder was weiß ich was auf eure gitarre ein, solange es klingt isses doch in ordnung...:screwy:

    zu den tabs, ich find auch, für die meisten anfänger ist es echt schwer damit umzugehen, weil sie falsch geschrieben sind...man hört dann noch nicht immer wenn was nicht stimmt, und dann hat man später den ärger damit...
    tabs als unterstützung, ok, das mach ich auch, aber raushören bringt wirklich was, da kann man sich relativ schnell drin steigern, und das gefühl für die musik wird durch tabs meist extrem abgedämpft....
     
  13. Soul_Distortion

    Soul_Distortion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #13
    Also ich finde hier einige Einträge dermaßen beschissen und idiotisch!!!

    Sätze wie "Die Gitarre ist am Ende ihrer Entwicklung" und "es gibt nix mehr neues am Gitarrensektor"... tsts...

    Erstens: Dieser ganze Gedanke hängt ausschließlich vom jeweilgen subjetiven Betrachter und seinem Musikgeschmack ab!!
    Ziehe ich die (new) Metal Szene oder Bands wie Metallica in Betracht, dann kommt mir das weinen und ich muss ebenfalls sagen die Szene stirbt vor lauter Langeweile und NULL Innovation. Ein weiterer Punkt dabei ist, dass die gesamte Szene enorm engstirnig ist - und sich einfach nicht für andere Einflüsse interessiert.

    Ich kann mich selber als gutes Beispiel nennen... spielte vor Jahren ein einer extrem Death Metal Band Lead/Rhymus Gitarre - und noch 2 Jahren hab ich nicht mehr gewusst, wie ich neue und noch aggressivere Techniken in die Songs einbinden soll.
    Irgendwann sind mir generell die Ideen ausgegangen und die Sache war gegessen. ENDE.
    Zwei Jahre später spielte ich in einer eigenen Pantera ähnlichen Knüppel Band - und wieder ist nach einigen Monaten dermaßen die Luft raus gewesen, dass einem sofort Sprüche wie "die Szene ist tod" in den Mund kommen.

    Blöderweise merkt man nicht, dass es nur um die eigene Engstirnigkeit geht, WEIL:
    Seit 4 Jahren ist die ganze Metal Szene für mich ziemlich Vergangenheit, obwohl ich nach wie vor gerne Bands wie Bolt Thrower oder Nevermore horche (und die letzteren sind ein gutes Beispiel dass man allerdings noch innvovativen Metal spielen KANN) - habe ich mich die letzten 4 Jahre sehr in Richtung Blues Rock, Hendrix, Satriani - und ich finde auch Anleihen von einem Bruce Springsteen sehr fördernd.

    Inzwischen spiele ich auch ein Sound Setup, welches mir alle Freiheiten gibt, sprich ich kann High Gain Songs schreiben, ich kann nach wie schleppende Metal Rhytmen benutzen und genauso - UND VOR ALLEM sind ruhigere Blues/Lead Passagen möglich.
    Sprich mein Spektrum ist größer geworden - und vor allem im Kopf.

    Wenn ich inzwischen Songs schreibe, dann gibts mehr oder weniger keine Grenzen dabei (außer mein Spielkönnen)..., und die Musik Welt steht mir offen!
    Dann zu sagen "scheiße ich kann kein Fuzz verwenden, weil Hendrix hatte das schon in den 70 Jahren!!!" ist Blödsinn. Es gibt 100 Möglichkeiten es anders einzusetzen und was weit schöneres rauszuholen - es fehlt den meisten nur an Kreativität!!!

    Was ich abschließend sagen will: Die Leute diskrimieren sich nur selber, weil sie eine fixe Vorstellung von ihrem Musikgeschmack haben. Und wenn jemand ausschließlich auf Metal Konzerte oder ausschließlich Klassik Konzerte geht, dann ist sein Horizont eben nicht sehr breit gefächert, was wiederum heißt, nach einigen Jahren wird es F A D.
    Dann aber zu sagen "die Musikszene bietet nichts neues", ist eigentlich nonsens.

    ZWEITENS:
    Was die Technik anbelangt.
    Hier haben wir denselben Widerspruch.
    Die Szene produziert nach wie vor Effekte und Gitarren aus den frühen Jahren - ebenso arbeiten diverse Hersteller an neuen Techniken, Sounds, etc...
    Blöderweise kriegen die Musikgeschäfte teils gar keine Chance die Sachen zu präsentieren, weil "alte Hasen" sagen "das brauche ich nicht und interessiert mich nicht!!!"

    Dasselbe ist es am Gitarrenmarkt. Es existieren genügend Neuheiten, aber Gibson und Fender ist einfach das beste!!! Tja dann bitte... wenn ihr was NEUES wollt, dann kriegt ihr auch die Chance dazu. Und was mich selber betrifft... mir ist nie fad geworden.
    Ich habe von Yamaha bis Fender, Gibson, B.C.Rich, Jackson, etc alles probiert - und inzwischen bin absolut glücklich mit 2 Satriani Modellen, die ich kaum noch aus den Händen geben möchte.
    Allerdings: Wenn ich das Gefühl habe "die reichen nicht mehr aus", dann kommt was neues ins Haus - anstatt zu sagen "mah die Musikindustrie ist am Ende!!!"
     
  14. _superhero_

    _superhero_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #14
    TOM MORELLO:
    Es ist ja nichts Verwerfliches dabei, aber viele glauben einfach, sie müssten manche Sachen unbedingt auf die gleiche Weise spielen,wie die Grossen das getan haben. Man muss ja nicht wie ich abgefahrene Geräusche machen, aber es gibt genügend andere Ansätze: Simplizität, wilde, überzogene Techniken, Fantasie, Aufnehmen und Abgeben von Einflüssen die ausserhalb der Musik liegen.....


    Tja, was will man da noch hinzufügen :)
     
  15. Schwedenshredder

    Schwedenshredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #15
    @Soul Distortion: Ist ja alles ganz schön was du da schreibst, und auch richtig, es geht hier aber weniger um die Musik, die mit der Gitarre gemacht wird als um die das Gitarrespielen allgemein, also Spielechnik, und da kann man wirklich kaum was neues machen, war alles schon da. Tapping, Sweeps(generell alles schnelle), exotische Bendings, extreme Vibratos, spezielle Gimmicks(Harmonics etc.), Verwendung von exotischen Skalen... gabs alles schon. es wird wirklich kaum noch eine Revolution geben, sondern eine Evolution, das heisst die Leute werden noch schneller und arbeiten nur das aus was schon da ist. Etwas Bahnbrechendes wie die Technik von Van Halen oder Malmsteen wirds net mehr geben(war ja alles schon da), genau so wenig wie die fantastische, revolutionäre Akkordwahl von Hendrix, der damit das ganze Gitarrenspiel erneuert hat.
    Auf dem technischen Sektor hingegen(Amps, Effekte, etc.) sollte sich aber noch einiges tun, da geb ich dir recht.
     
  16. Knecht Ruprecht

    Knecht Ruprecht Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #16
    hätten sich van halen und malmsteen auch gedacht dass alles schon da wär würds die techniken wohl bis heute nicht geben:screwy:

    woher will man wissen dass alles schon da war? indem man verschiedene techniken aufzählt die über jahre ins techniken-repertoire von den meisten modernen gitarristen eingeflossen sind? Man wird nie sagen können dass alles schon da war, weil man nicht weiß was alles möglich sein könnte...nur weil ewig keiner mehr ne neue technik eingeführt hat? na und? van halen wäre nicht van halen wenn er nur bekannte techniken von andern abgekupfert hätte...
     
  17. Schwedenshredder

    Schwedenshredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #17
    Ich weiß, worauf du hinaus willst, Fakt ist nur, dass es sowas ( dieses technische Spiel wie es Malmsteen und Van Halen fabrizierten) damals in dieser Form tatsächlich nicht existent war, sie brauchten so was also gar nicht zu denken, da sie wussten, dass es sowas nicht gab. Vergesst nicht: Das war damals eine andere Zeit, die Gitarre hatte nicht immer diesen Entwicklungstand wie sie ihn jetzt innehat, die Gitarre wurde doch erst Ende der 50er als Soloinstrument entdeckt, von Bendings wollen wir da noch nicht mal reden...
     
  18. hofgabes

    hofgabes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.06   #18
    Ich könnte mich irren aber hat Django Reinhardt nicht auch schon damals getappt? (tapping jetzt wegen Van Halen und so, weil der ja mit seinem Two-Hand-Tapping ankam)

    Keine Ahnung, obs da noch weitergeht. Vielleicht ists so ähnlich wie in der Wissenschaft, dass die Umbrüche immer kleiner werden, weil der Unterbau der Basis, den man erlenen muss um überhaupt in die Position zu kommen etwas neues zu machen, immer größer wird.
     
  19. capa

    capa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.06   #19
    ich glaube das es diese andersartigen spieltechniken schon längst gibt,wir sie nur
    noch nicht endeckt haben.es geht auch darum was zu riskieren und nicht immer
    nur gewohnte pfade weiter auszutreten.vor allen dingen vielleicht erstmal davon
    wegkommen jemanden damit gefallen zuwollen.ich glaub hendrix war das auch
    völlig egal.wenn dir nichts mehr einfällt fang an mit den ungewollten neben oder
    auch störgeräuschen zu arbeiten.
    rock on
    capa
     
  20. Telvan

    Telvan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.06   #20
    "Es ist mir egal, wenn ihr mich ausbuht, so lange ihr nur in der richtigen Tonlage buht!"
    -Jimi Hendrix-
     
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