ROBERT ENKE ist tot! R.I.P.

von Gammelpeter, 10.11.09.

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  1. Gammelpeter

    Gammelpeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.09   #1
    es ist wahr!
    Robert Enke hat sich im Alter von nur 32 Jahren umgebracht.
    R.I.P.!
     
  2. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 10.11.09   #2
  3. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.11.09   #3
    mal abseits des fußballthreads in dem es ja um die spiele und den sport selbst gehen soll...

    ich will ja nicht pietätlos sein aber
    WTF?:er_what:

    wenn man sich diese staatstrauer ansieht, könnte man meinen er hätte ein mittel gegen aids erfunden und den weltfrieden herbeigeführt.
    ich wusste bis zu seinem tod nichtmal wer er war, was nicht verwundert, da ich kein fußballfan bin. aber ist das nicht alles irgendwo arg übertrieben? haben die medien zur zeit nichts besseres oder woren liegt diese omnipräsenz?

    die tatsache, dass depressionen und sonstige psychologische krankheiten ein stück weiter enttabuisiert werden ist gut... aber was wird wohl passieren wenn Oliver Kahn erstmal stirbt. fällt dann für eine woche die schule aus?

    sorry irgendwie versteh ich es nicht...
     
  4. Gammelpeter

    Gammelpeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.09   #4
    die medien schlachten das halt aus. war ja auch zu erwarten.
    trotzdem finde ich die anteilnahme nicht verkehrt. zumindest an den fußballfans sollte es nicht spurlos vorbeigehen.
     
  5. Hans_3

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    Erstellt: 16.11.09   #5
    ......


     
  6. EDE-WOLF

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    Erstellt: 16.11.09   #6
    geht mir ganz ähnlich ich halte das ganze auch für massiv überzogen....
    ich habe den namen vorher auch noch nie gehört und weiß auch nicht was das brimborium soll....

    aber naja...

    so hat der deutsche seine prioritäten ;)
     
  7. riddler

    riddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.09   #7
    geht mir gleich, wetten dass in spätestens einem monat bei 90% der "trauernden" wieder business as usual läuft?! doppelmoral ahoi..
    http://www.youtube.com/watch?v=FSN2ILm5JhU
     
  8. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 16.11.09   #8
    1 monat?


    5 tage....!

    und ich glaube nicht dass die partiell geheuchelte anteilnahme der "sportelite" irgendwie dazu führt dass sich rethorik, leistungsdruck und "sozialverhalten" in diesem sport verbessern....

    ich habe da meine zweifel...
     
  9. derLouis

    derLouis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.09   #9
    Den Gipfel fand ich ja, dass Frau Merkel der Witwe einen persönlichen Beileidsbrief schreibt - was soll das denn?
    Kriege ich auch einen, falls bei mir in der Familie mal einer stirbt?
     
  10. Surf Solar

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    Erstellt: 17.11.09   #10
    Eigentlich eine "gute Idee". Falls ich (hoffentlich nicht bald, aber man weiß nie) demnaechst einen Trauerfall in Freundeskreis/Familie zu beklagen hab, werde ich Frau Merkel einen Brief schreiben und fragen warum sie mir nicht persoenlich ihr Beileid wuenscht.
     
  11. De-loused

    De-loused Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.09   #11
    Ich kann die hier geäußerte Skepsis völlig nachvollziehen. Wenn Trauer groß in der "Blut & Sperma"-Presse inszeniert werden muss, Promis von A bis Z sich gegenseitig in öffentlicher Anteilnahme überbieten und der jährliche, durch Depressionen verursachte Freitod von 7-8.000 Menschen den allermeisten solange völlig egal ist, bis endlich ein Star unter den Opfern ist, dann stimmt mich das tatsächlich ein bischen traurig.
     
  12. Surf Solar

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    Erstellt: 17.11.09   #12
    Wie mir just jemand erzaehlte, gibt es offenbar einen Unterschied, ob man in einer Diskussion das Wort "Freitod" oder doch "Selbstmord" erwaehnt. (er ist Soziologe :D )
    Offenbar ziehen nachweisbar oeffentliche Selbstmorden den "Werther" (damals haben sich alleine des Buches wegen viele junge Menschen das Leben genommen) Effekt nach sich.

    Aber ist das einerseits ein Grund das totzuschweigen? Nein.
    Ist es ein Grund aber, das massentauglich in einem Stadion vor Tausenden von Leuten zu zelebrieren? Nein. Ist einfach pervers, wie die Medien das ausschlachten. Manchmal frage ich mich, wo die Grenzen der Respektlosigkeit und Dummheit liegen. Die Medien legen Tag fuer Tag den Grundstein tiefer, sie graben sich versinnbildlicht gen Erdkern.
     
  13. Hans_3

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    Erstellt: 17.11.09   #13
    Was würdest Du jemandem sagen, der mit Musik null am Hut hat, noch nie die Namen Jaco Pastorius, Louis Armstrong, Miles Davis, Jimi Hendrix oder Michael Jackson gehört hat und sich dennoch öffentlich in einem themenbezogenen über diese Personen äußert?

    Oder jemandem, der PAs generall mal shyce findet, weil er einen Lautsprecher nicht von einer Brötchentüte unterscheiden kann?

    Es gibt auch 27% Deutsche, die nicht auf Anhieb wissen, wie der Bundespräsident heißt (http://www.focus.de/politik/deutsch...heit-fuer-wiederwahl-koehlers_aid_296887.html).

    Widerlich und respektlos. Liest Du nur "Bild"? FAZ, Süddeutsche, Die Zeit, TAZ - alles Blut- und Spermapresse? 35000 Menschen, die in Hannover still durch die Straßen ziehen, eine schockierte Nationalelf - alles Inszenierungsopfer? Wie armselig.
     
  14. Surf Solar

    Surf Solar Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.09   #14
    Er wuerde wahrscheinlich dasselbe sagen wie jeder Andere. Warum zur Hoelle ist das Leid eines XY hoeherwertig als das des XYZ? Ist "Leid" messbar? Das ist es nicht, imo.
     
  15. Hans_3

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    Erstellt: 17.11.09   #15
    Eben. Deshalb sollte man auch respektieren, wenn andere leiden und trauern. Ich mag ja viellicht meinen Nachbarn, der vielleicht Bürgermeister ist und stirbt, auch nicht. Trotzdem gehe ich nicht hin, und sage: Kenne ich nicht, finde aber schyce, dass das Dorf dabei ist und das im Dorfblatt auf Seite 1 steht.
     
  16. Hans_3

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    Erstellt: 17.11.09   #16
    Etwas Futter, was über "kenn ich nicht ..." hinausgeht:




    Und auch dies noch hier im Forum:

    https://www.musiker-board.de/vb/politik-gesellschaft/359811-lasst-uns-ber-depressionen-reden.html
     
  17. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.11.09   #17
    Mich hat Robert Enkes Tod deshalb so betroffen gemacht, weil die Gründe für seinen Freitod vielem gleichen was ich die letzten Jahre durchmache.

    Und das krasseste war, dass meine Mutter gestern bei mir angerufen hat und meinte: "Jetzt verstehe ich glaube ich wie Du leidest und wie sehr Dich der Erfolgsdruck der von mir ausging und die Tatsache dass Du einen behinderten Bruder hast unter Druck gesetzt haben."

    Genau das versuche ich meiner Mutter schon seit Jahren zu vermitteln und anscheinend hat sie erst wegen der "Blut&Sperma" Presse zum Thema R. Enke wirklich angefangen darüber nachzudenken.


    Und um es mal auch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Mich nervt es langsam, dass immer öfter so Kommentare kommen wie "die flächendeckend Anteilnahme ist doch widerwärtig, was hat der/die überhaupt geleistet, wenn mir oder meiner Familie was passiert kräht doch auch kein Hahn danach!"

    Das war zuletzt bei MJ so. Mein Güte, klar ist das Ausmaß der Trauer oft nicht nachvollziehbar, vor allem wenn man kein Fan des Dahingeschiedenen ist. Aber kann man dann nicht einfach mal die Klappe halten und die die trauern einfach trauern lassen?

    Hier kommt immer das Argument, dass wenn jemand in eurem Bekanntenkreis sterben würde, es dann auch keinen solchen Aufstand gäbe. Ist doch auch logisch, oder? Es kennen nun halt mehr Leute R. Enke als den Rüdiger Müller. Und dann: Wenn der Rüdiger Müller stirbt, was meinst Du was von Seiten seiner Verwandten los wäre, wenn da jemand bei der Trauerfeier im kleinen Kreis sagen würde "Meine Güte, was macht ihr hier für ein TamTam um den Rüdiger? Hat doch nix in seinem Leben geleistet, kein Krebs geheilt, nix!".
     
  18. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.11.09   #18
    Ich muss sagen: Ich hab mittlerweile auch Verständnis für die andere Seite und etwas Unverständnis für RE.
    Hatten gerade Vorlesung bei einem Lehrbeauftragten, der bei der DB schafft in relativ hoher Position und von diesen Selbstmördern relativ viel mitbekommt.
    Er hat gesagt, dass sich pro Tag statistisch gesehen ca. 4 Menschen in Deutschland vor einen Zug der DB werfen (Regionalverbände ausgenommen), gerade eben hatte ihn wieder eine Nachricht erreicht, dass sich bei uns in der Nahe wieder jemand vor einen Zug geworfen hat. Und als er da wirklich mit Tränen in den Augen vor uns stand, und uns gesagt hat, dass das sich selbst ermorden die alleinige Sache von denen ist, aber sie dann wenigstens so fair sein sollten, sich nicht unbedingt vor einen Zug zu werfen, in dem ein Fahrer sitzt, der sein Leben lang damit zu kämpfen hat, dass er den Todeszug gefahren ist (und vor allem auch noch mehrere 100 Leute die ja auch in diesem Zug sitzen!!!), hab ich auch kapiert, dass das nicht so einfach gesagt ist: Armer RE und ja, der Zugführer halt noch...
    Wie viele Menschen bei der DB davon täglich betroffen sind... unglaublich! Ist ja nicht nur der Zugführer und die Passagiere, sondern auch die Sanitäter, die dann (o-Ton) "nachher das Hackfleisch von den Selbstmördern von den Gleisen kratzen dürfen". Daran scheint keiner zu denken :(
    Wenn sich jemand umbringen will, dann soll ers machen, sich aufhängen, erschießen, mit dem Auto wo reindonnern, vom Hochhaus springen. Ist seine Sache!
    Aber so viele andere Leute DIREKT mit einzubeziehen, das ist schon auch gemein!
     
  19. Whych

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    Erstellt: 17.11.09   #19
    So siehts aus. Riesige Trauerfeier fuer diesen Kerl aber an die den Zugfuehrer denkt keiner. Jeden Tag bringen sich Leute um und es wird kein so ein Kasperlestheater drum gemacht wie um diesen Fussballer. Wie oft hab ich den letzten Jahren schon in der Bahn gesessen und es wurden Personenschaeden gemeldet. Ja so heisst das wenn sich ein normaler Mensch auf die Gleise schmeisst und keiner dieser Sport-Helden.
    Dann das Ausschlachten des Themas Depression in der Presse. Als ob das nun das allerneuste ist. Schweinegrippe ist langweilig jetzt haben wir Depressionen. Was fuer ein verlogener Haufen Dreck ist diese Menschheit nur. :mad:
     
  20. riddler

    riddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.09   #20
    Eben...wieso zum Teufel..WIESO ist sowas nötig dass nun darüber gesprochen wird. Ist ja toll, dass nun drüber gesprochen wird, aber wieso ist bitte sowas nötig, damit die Leute mal WIRKLICH in sich gehen?!...
     
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