rocken coversongs oder eigene besser und wieso?

von banino, 03.07.05.

  1. banino

    banino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.05   #1
    Am Freitag hatte meine Band nen Auftritt, was ja ne geile Sache ist
    Und die Zuschauer waren auch ziemlich zufrieden, was ne noch geilere Sache ist
    Was aber wurmt, ist, dass die Zuschauer (die 12-16 jährigen Kiddies :D )
    am allergeilsten abrockten bei Songs wie "Song 2", für den wir im Laufe
    unserer glorreichen Bandgeschichte ;) ne halbe Stunde geopfert haben, um
    ihn Bühnentauglich spielen zu können.
    Aber das ist ja auch kein Phänomen der Jugend, zu der ich mit fast 21 noch angehöre.
    Wenn ich nem Kumpel von meinem Vater "highway star" oder "Foxy Lady"
    vorspiel, finden die DAS dann klasse.
    Liegt das daran, dass man sich in diese Songs "hineingelebt" hat?
    Jeder der etwas Bühnenerfahrung hat versteht bestimmt/hoffentlich, was ich meine.
    Jetzt würd ich gern wissen, was ihr darüber denkt, wie ihr damit umgeht
    und eventuell versucht den Spagat zwischen dem, was das publikum will
    und was es wollen soll, hinzukriegen
    Vielen Dank für die Mühe die ich euch gemacht hab ;) :D
     
  2. Heier

    Heier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.05   #2
    Weiss nicht, aber ich krieg bei manchen covernden Bands echt die Krise, wenn ich die x-te Interpretation von "Smells like Teen Spirit" oder "Schrei nach Liebe" höre.
    Von daher finde ich Eigenkompositionen in jeden Fall besser, ganz einfach weil der jeweilige Künstler mit seinen Werken mehr ausdrückt als "dieses Lied kennt ihr, ich finds geil und kann es spielen, hört mal her".
    Aber ist letztendlich alles Geschmackssache.
     
  3. Gibsones335

    Gibsones335 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.05   #3
    ich glaube das liegt daran, das man diese lieder, also die gecoverten, besser kennt, also als zuschauer und eben darauf besser abrocken kann als auf eigene lieder. ich habe aber beobachter, dass wenn die zuschauer deine eigenen lieder drei-vier mal gehört haben, genauso daraug abrocken können. Man weiss eben was kommt und man kann sich auf den song besser einstellen wenn man ihn kennt.
     
  4. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.05   #4
    Yo so ist das.

    Ich zB kenne fast alle Ärztetexte -> Ärztekonzerte sind das geilste wo geht.

    Aber ohne Textkenntnis würde das Ganze nicht halb so viel Spaß machen.

    Aber zB habe ich auch eine lokale Band hier einmal gehört, dann ein paar Lieder von deren HP runtergeladen und paar Mal angehört. Als ich sie dann das zweite Mal gesehen habe, war sofort der Wiedererkennungseffekt da und ich habe mich viel wohler gefühlt. Konnte sogar den Text mitsingen :>

    Coverbands müssen auch nicht schlecht sein. Ein gutes Beispiel sind die "Superstarfuckers", eine hier in Niedersachsen tourende Band, die ausschließlich 80-Pop covern, aber eben nicht so wie es ist, sondern eben mit Gitarre, Schlagzeug, Bass. Rockt total und vom Original kriegt man gerade so viel mit, dass man es erkennt und in etwa weiß, woran man ist.
    Aber die haben sich eben auch viele eigene Gedanken gemacht und die Lieder interpretiert, während Sachen wie "Smells like Teen Spirit" ja meistens nur nachgespielt wird.

    Um mit eigenen Liedern das Publikum zum rocken zu bringen, müsst ihr halt ziemlich gut sein oder das Publikum ziemlich breit :> Ich persönlich liebe es ja, bei kleinen Konzerten von Metalbands moschenderweise vorne vor der Bühne zu stehen mit 5 Kumpels um mich herum, während sich alle anderen in einem Halbkreis hinter uns aufstellen und fußwippend der Musik lauschen :rolleyes:
     
  5. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.05   #5
    Ich persönlich kann diese ewig gleich klingenden Coverbands nicht ausstehen.... immer dasselbe: Song 2, Smells Like Teen Spirit und Good Riddance (obwohl eigentlich ja coole Songs) meist mittelmäßig gespielt, und so klingt hier die überwiegende Mehrheit der Bands, wenn man mal auf irgendein Fest geht, wo auch "Live-Musik" ist. Bäh. Und wenn sie dann stolz "unseren selbstgeschriebenen Song" präsentieren, dann besteht der genau aus einer lächerlichen fingergepickten Dreiklangszerlegung als Intro und Verse und einem von Nirvana "inspirierten" zweieinhalb-Akkord-Riff als Chorus.... :rolleyes:

    Naja, sorry, war jetzt wohl leicht am Thema vorbei, aber das musste echt einmal gesagt werden.

    Zum Thema selbst: Ich finde die Frage irgendwie seltsam. Ihr müsst doch selbst wissen, was euch am meisten Spaß macht? Natürlich kommen (wie oben geschildert) diese wirklich jedem bekannten Coversongs bei der von dir zitierten Zielgruppe (12-16 :D ) am besten an, wenn ihr also nur auf solchen Festivitäten spielen wollt, dann bleibt eben mehrheitlich bei sowas. Aber ihr habt doch sicher auch einen gewissen Anspruch, euch selbst in der Musik einzubringen, oder?
     
  6. roastbeef

    roastbeef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.05   #6
    naja der grund is einfach, dass man die lieder kennt , mitsingen kann und eben -> Highway Star ... hmmm das waren doch "deep purple"? (meistens kennen sie eh nur 3 songs :D ) ... ergo-> das lied MUSS gut sein.
     
  7. uruz

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    Erstellt: 04.07.05   #7
    rischtisch.
    und wenn schon live covern, dann was anspruchsvolles wie song for the dead von qotsa...:D da hat dann der drummer mal was zu tun....:great:
     
  8. banino

    banino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.05   #8
    Wie ist das denn in euren Bands?
    Wieviele Cover- und eigene Songs habt ihr und
    welche grundsätzliche Einstellung herrscht da?
    Wir weden von der evangelischen Jugendgemeinde unterstützt
    und die 6-8 Konzerte im Jahr die wir auf die Weise kriegen sind
    fast immer für ein jüngeres Publikum.
    Jetzt hat einer der beiden Sänger gemeint, wir könnten doch
    "Smells like teen spirit" covern.
    Da sollte man noch sagen, dass auf dem Konzert am Freitag
    dem anderen Gitaristen mitten in nem Lied das Kabel gefreckt ist.
    Wir hören also kurz auf zu spielen und er holt schnell ein neues.
    Irgendjemand schreit rein:"hey spielt doch mal s.l.t.s.", und wir in die Tat umsetzten
    Das war ja noch spontan und lustig als wir das dann gemacht haben
    ohne es jemals vorher geprobt zu haben und die Zeit musste überbrückt werden,
    aber das Lied fest ins Programm zu nehmen... :mad:
    erreicht das nicht allmählich irgendwie unterstes Niveau? :(
     
  9. banino

    banino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.05   #9
    Sorry, ich bin irgendwie abgeschweift.
    Du hast schon recht mit den gleich klingenden Bands
    Wenn im Bad Vilberler JUZ jemand Nirvana songs spielen würde, würden die Leute
    nicht heil wieder rauskommen.
    Eigene Riffs hab ich genug, ich kenn aber nur zwei Menschen die ein Lied schreiben
    können ohne 2 Jahre anhaltende Neurosen dabei zu kriegen
    Und Instrumentalstücke sind zu schwierig, um sie musikalisch wertvoll zu machen
    vielleicht nicht technisch, vielmehr kompositorisch
     
  10. derspieler

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    Erstellt: 04.07.05   #10
    es kommt ja auch drauf an, wie man covert, also ob man nur nachspielt (was ich mal ganz lustig finde, aber auf Dauer nervt) oder man seine eigene Version aus dem Song macht.

    ganz einfache Frage: Mit welcher einstellung sollen die zuschauer wieder rausgehen, wenn ihr covert?
    a) die denken sich "irgendsoeine band heute hat XY gecovert und es war ganz in ordnung"
    oder
    b) die sagen "mensch ich kene jetzt zwei versionen von dem song, einmal die originale und einmal eine tolle version von dieser coolen band, bei der ich heute war!!!!"

    rate mal was mehr eindruck und mehr fans hinterlässt :D
     
  11. banino

    banino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.05   #11
    Joa das stimmt schon
    aber was willste an Liedern wie songII oder smoke on the water ändern
    abgesehen von nem Solo
    Ach ja mit meiner zweiten Band cover ich Highway Star und das klingt schon deutlich
    anders, weil wir da zu viert sind(voc,bass,git,drums) und ich spiel das Keyboardsolo
    auf der Gitarre
     
  12. clemens

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    Erstellt: 04.07.05   #12
    Wie? Gerade bei so einfach aufgebauten Songs kann man doch alles machen. Akustik-Version, Thrash-Metal-Version, Reggae-Version :D (Hab ja keine Ahnung, was ihr sonst so spielt.)
     
  13. derspieler

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    Erstellt: 04.07.05   #13

    also ich würde zum beispiel solche allzu bekannten sachen auch nicht covern (die sowieso im original schon viel zu oft gehört wurden.)
    nehmt doch auch mal ältere sachen, beatles oder so und covert da ordentlich. (hör die mal den song "come together" von den beatles im original an und danach dsie version von aerosmith als beispiel)
     
  14. banino

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    Erstellt: 04.07.05   #14
    Seh ich genau andersrum
    Die Dinger rocken auf einfachste Weise und schnörkellos, wenn du Änderungen
    vornimmst, mal abgesehen vom Sound (mit Phaser, Wah oder so)
    dann fehlt dem Lied was
    Wenn du aus nem leeren Zimmer was mitnehmen möchtest,
    musst du schon ne Wand rausreißen( :D ganz schön toller metaphysischphilosophischer Vergleich, gell :D )
    Mit Jazz-Sachen wie "Take Five" kann man meineserachtens eher
    rumexperimentieren und in ne Hardrock oder Räggäversion umfunktionieren.
    Hehe, Take Five schneller und mit Doublebase:great: das hätt was
     
  15. The Hunter

    The Hunter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.05   #15
    Aber wenn ich ne Band nicht wirklich kenne und die zwischendrin mal wieder paar Cover spielt find ich das ne richtig gute Sache, da bei Covern das Publikum doch mehr abgeht, so wie ich das bisher beobachtet habe. Außerdem als Zugabe oder so mal wieder n Maiden Klassiker oder so als Cover finde ich auch recht nett.
     
  16. Paranoid

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    Erstellt: 04.07.05   #16
    Man muss ja nun auch nicht gerade die ureinfachsten Sachen covern bzw nachspielen, die jede Schülerband bei ihrer ersten Probe hinkriegt ... gibt genügend nicht so weit verbreitete Lieder die auch derbst rocken können und wenn sie ein Teil des Publikums kennt, kann er den anderen Teil mitreißen.
    Das fällt dann allerdings auch schon eher unter "Kann keine eigenen Songs schreiben", was aber auch nicht schlecht sein muss.

    :great:
     
  17. herbieschnerbie

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    Erstellt: 04.07.05   #17
    Covern kann auch anspruchsvoll sein...

    Also wenn covern, dann bitte kreativ und einfallsreich

    wir ham allerdings auch noch nix gecovert
     
  18. Arvir

    Arvir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.05   #18
    Ich finde auch dass man zwischen Covern und nachspielen unterscheiden muss.
    Es gibt wirklich sau gute Coverversionen bekannter Hits , bei denen eben nicht alles einfach kopiert wurde sondern ein bischen kreativität ins Spiel kam.
    Nun sowas finde ich durchwegs ok.
     
  19. banino

    banino Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.05   #19
    Wie geht man denn an sowas ran?
    Entwickelt ihr die Ideen beim Spielen oder habt ihr nen konkreten Sound im Ohr
    bevor ihr zur Band sagt:"Jetzt nehmt mal schnell den Finger ausm Mund. Ich hab hier was!"
    Oder vielleicht schon beim hören des Stückes ohne ein Instrument in die Hand zu nehmen