Rohen Body lackieren mit Kunstharzlack - muß da ein Haftvermittler dazwischen?

von Joa, 15.06.07.

  1. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.07   #1
    Hi,

    will morgen den Telebody aus Sumpfesche lackieren.

    Vorweg: Nitrocellulose oder Schellack war nicht aufzutreiben und ist mir auch zu aufwendig, und mittlerweile denke ich, was soll der ganze Hype mit dem Superlack, der eine E-Gitarre besser klingen läßt. Die Sumpfesche hat ne Menge tiefe Poren - ja, irgendwie wollte ich schon die Poren füllen >> ölhaltiger Porenfüller käme da in die engere Auswahl, nur woher und kann ich da mit fast allem drüber?
    Sogar Gips soll angeblich die Poren füllen und mit einigen Lacken harmonieren.
    Sollen doch die Poren leicht zu sehen sein, so what, its nature.

    Ich hab jetzt ne Dose Kunstharzlack :eek: in meiner Wunschfarbe im OBI gefunden (Vintagewhite seidenmatt). Kann ich damit direkt aufs rohe Holz oder sollte eine Grundierung oder Haftvermittler anderen Geschlechts (Lackgattung) zuerst mal druff.

    Wer kennt sich aus?

    Grüße,
    der Joe
     
  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.06.07   #2
    Hallo Euskirchener ;),

    ausgehend von der Tatsache, daß es auch Bodies gibt, die mit Klarlack gefinished werden, darf man wohl annehmen, daß ein Füller bzw Haftgrund nicht zwingend erforderlich ist, wenn es nur darum geht, daß der Lack hält.

    Wesentlich lästiger ist die Tatsache, daß das Holz je nach Maserung bzw. Stelle mehr oder weniger saugt, so daß der Lack an den stark saugenden Stellen ohne Grundierung hinterher stumpf wirkt (weil ggfls. komplett eingezogen) während er an den nicht so stark saugenden Stellen stark glänzt, weil kaum eindringt. Wenn du damit leben kannst, bzw die 'schwierigeren Stellen halt mehrfach lackieren kannst/willst, geht das bei gereinigtem und angeschliffenen Untergrung auch, ist aber eben mühsamer.

    Der Dude hat einen ganz hilfreichen Lackier-Guide geschrieben, vllt ist da auch was für dich dabei.
     
  3. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 15.06.07   #3
    Am besten ist, Du gehst nochmal in den Baumarkt und besorgst Dir eine zu Deinem Lack passenede, klare Grundierung, die Du dann mehrfach (mehrere Trockenstadien), am besten mit einem Stoffballen, aufträgst. Wenn Du keine Poren mehr fühlen kannst, sollte es O.K. sein. Dann mit 800er nochmal leicht anschleifen und danach die erste Lackschicht auftragen, trocknen, anschleifen, trocknen, anschleifen, ..... je öfter desto mehr Tiefenwirkung nachher. Ich denke aber 4-5 Mal ist satt und genug. Danach gründlich trocknen (mehrere Tage) und dann ordentlich polieren.

    Aber schau Dir auf jeden Fall mal den von 500/1 erwähnten Lackier-Guide an!

    /V_Man
     
  4. Joa

    Joa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.07   #4
    Hey, Leute,

    es ist schon vollbracht, und da hatte ich Eure Beiträge noch nicht gesichtet .
    War wieder im Obi und eine nette Dame hat mir nen Vorstreichlack mit hohem Pigmentanteil gleicher Lackart empfohlen. Klang plausibel >> habe ich gekauft und aufgetragen.
    Um eine möglichst glatte Oberfläche zu erreichen, werde ich mit vielen Zwischenschliffen arbeiten, auch wenns so gesehen viel Arbeit ist.
    Der Finishlack ist ja deckend und seidenmatt, also wird die Sache hier etwas einfacher.
    Wenn das Ergebnis dann irgendwie geaged ausschaut, kommt mir das nur entgegen, sonst werde ich nachhelfen mit ner Jutesackpolitur. :D

    Sach mal, 500/1, wo kommst denn Du genau wech?
    Ich komm nicht direkt aus Euskirchen - wohne bei Blankenheim.
    Ist ja prima, noch nen Eifler Knollenbauer hier anzutreffen.

    Ding, Dong, Telecaster,
    der Joe
     
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