Roland D-50, Korg M1, Roland U-220 u.a. verkaufen und Neues kaufen: Ja oder nein?

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donklaos
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Hallo zusammen,

vorweg: sollte dieses Thema im falschen Unterforum stecken, bitte ins richtige verschieben und: Entschuldigung dafür!

Ich habe nach Jahren der Abstinenz nun wieder große Lust, Musik zu machen.
Also: Komponieren, Einspielen, Abmischen und auch einfach so rumklimpern.

Mein Equipment:

- Roland D-50
- Korg M1
- Roland U-220
- kleines Behringer-Mischpult UB 1002
- Focusrite Scarlett 2i2
- Halter für iPad Air
- nebenbei noch eine Akustikgitarre mit Tonabnahme und iRig-Adapter fürs iPad

So weit, so gut.

Da ich festgestellt habe, dass die Batterien beider Keyboards leer sind (könnte ich ggfs. nach Internetanleitung wechseln) und mir das neue iPad Air incl. USB Lightning Camera Adapter gekauft habe, überlege ich, ob ich nicht die alte Ausrüstung verkaufen und Neues anschaffen soll.

Hierzu benötige ich unbedingt eure Hilfe und habe nun folgende Fragen:

- verkaufen und wenn ja: alles oder irgendwas davon behalten?
- wenn verkaufen: wo am besten?
- welches neue Keyboard soll ich kaufen? Ich brauche viele Sounds, auch Drums und Bass. Alles natürlich möglichst günstig, aber kein Schrott ;-). Ich schätze, dass das Keyboard je einfacher werden kann, desto leistungsfähiger die Software am iPad / PC ist
- alles am iPad machen (welche Apps?) oder lieber mit PC (Windows 8.1)?
- gesamte Lösung bühnentauglich


Gerne verwende ich weiter, was ich habe, brauche aber euren Rat, was ihr an meiner Stelle machen würdet.
 
Eigenschaft
 
Ich würde den Besuch der Musikmesse in Franfurt einplanen. Wenn das zu weit ist, hilft ein Gang ins nächste überregionale Musikfachgeschäft. Darüber hinaus gibt es Fachzeitschriften. Hier im Forum gibt es auch viele Beiträge zum Thema PC Software, Keyboards und iPad. Grundsätzlich würde ich meine Geräte mit vertretbarem Aufwand in Ordnung bringen. Egal ob ich sie verkaufe oder behalte.
 
der D50 ist immer noch eine sehr coole kiste. den würde ich behalten.
M1 hat hier und da noch liebhaber. kann ich persönlich aber nicht so richtig nachvollziehen. würde ich verscherbeln.
den U-220 würde ich auf jeden fall weg geben.

dann kannst du dir ja eine der aktuellen workstations holen. die bieten im prinzip alle ein breite palette an sounds und drums. ob du da korg, yamaha, kurzweil oder roland holst, ist ziemlich geschmackssache. ob es das topmodell oder eine kategorie tiefer sein darf, ist eine frage des geldbeutels. die idee mit der musikmesse um dir einen überblick zu verschaffen finde ich sehr sinnvoll.

was die DAW angeht gibt es heute auch zahlreiche möglichkeiten. ich selbst nutze kein iPad und bin mir nicht sicher ob man damit alles abdecken kann. mit einem halbwegs aktuelen rechner/lepatop geht das auf jeden fall. ein audio interface hast du ja schon und den mischer kannst du auch erstmal behalten. falls du eine günstige software auf dem rechner erstmal probieren möchtest, kanst du dir ja mal cockos reaper anschauen. da schwärmen recht viele von.

prinzipiell kannst du heutezutage aber auch ALLES im rechner machen. eine DAW deiner wahl plus beliebig viele plug ins und du kannst loslegen. das ganze hat viele vor- aber auch einige nachteile.
die imo wichtigstens vorteile sind mobilität, reproduzierbarkeit und geringer platzbedarf.
nachteile: spaßbremse durch mausgeschiebe und die etwas höhere gefahr in die presetfalle zu tappen und dadurch an eigenständigkeit zu verlieren.
 
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Hm, mal sehen...

Wieviel Geriebenes hättest du zur freien Disposition?

Für den U-220 wirst du nicht viel kriegen. Kannst ihn natürlich behalten, wenn du den Ten-Sharp-Sound magst. Ansonsten fehlt dir eigentlich nur ein Drumsampler, den du mit Samples von TR-808, LinnDrum, Drumulator, Oberheim DMX & Co. füttern kannst (könnte mit dem iPad gehen, bin mir aber nicht sicher, auch nicht, ob das Air dockbar ist bzw. wird), und was DX7II-Artiges (ich sag einfach mal TX802, wenn du die Nerven hast, den zu bedienen, ansonsten sollte er mit JSynthLib fütter- und fernbedienbar sein), und du hättest ein saugeiles Setup im Sound der späten 80er. Bässe kommen dann selbstverständlich vom Yamaha-FM-Synth.

Für den D-50 und die FM-Kisten von Yamaha gibt's mehr Sounds im Netz, als du in deinem Leben durchhören können wirst. Um Sounds mußt du dir keine Gedanken machen, sofern du sie nicht zu tausenden sofort zur Hand haben mußt.

Auf gar keinen Fall den D-50 veräußern! Nicht, wenn der noch gut ist. Du wirst dich irgendwann ärgern. Gönn ihm lieber 'ne RAM-Karte, wenn er noch keine hat, für mehr Speicherplätze. Lad dir den D-50 Librarian runter, der macht die Soundverwaltung und den Eigenbau einfacher, ohne daß du dir einen teuren PG-1000 schießen mußt. Der D-50 kann nämlich auch ganz anders als das Gebimmel auf vielen kommerziellen ROM-Cards.


Martman
 
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*** UPDATE ***

War gestern in einem (DEM) großen Musikladen und man hat mir geraten, meine Orgeln zu behalten, die Batterien wechseln zu lassen (mach ich trotzdem selber) und mir noch den Midisport 2x2 dazukaufen soll. Alles dann mit der Software Studio One benutzen und ich würde glücklich.
Klang alles ganz vernünftig. Leider hatte dort komischerweise keiner ne richtige Ahnung von Musikmachen mit dem iPad (hätte dort ja auch ein dafür passendes Keyboard gekauft), man war sogar eher negativ dazu eingestellt.
In welche Richtung ich gehe, weiß ich noch nicht genau.
Hat jemand von euch Ahnung / Links zu aktuellen "Ratgebern" zum Thema iPad (Air) im Musikerbetrieb?
Gerne verbinde ich auch beide Lösungen, aber keine Ahnung, wie.

Dann brauche ich (nur) noch ein Anschlussbild, wo ich was und wie anschließe.
Also: Orgeln, Midisport, Scarlett, Mischpult und PC (evtl. noch iPad).
 
Offensichtlich hast du dich für eine Software Lösung entschieden. Leider wird das iPad in der Regel nicht im Musikfachgeschäft verkauft und die iPad Apps gibt es nur im Direktvertrieb bei Apple. Ich selbst bin ein Verfechter des iPad wenn es um Mobilität und Platzbedarf vor allem auf der Bühne geht. Deshalb benutze ich es auch. Leider ist die Handhabung nicht immer so flexibel und das Angebot an Software ist noch nicht so groß und leistungsfähig wie für den PC. Ich gehe davon aus das du eine Lösung für zuhause suchst. Da ist eine PC Lösung von Vorteil. Das Angebot an Software ist hier vielfältig.
 
Für moderne DAW-Software sind iPads, denke ich, nicht leistungsfähig genug. Da müsste entweder ein Schritt zurück gegangen werden, indem weniger leistungshungrige Software (wie sie früher für damalige Rechner angeboten wurde und trotzdem schon viel konnte) angeboten und eingesetzt wird, oder die Anwendung z.B. auf reines MIDI-Sequencing reduziert werden. Aber ich selber habe noch nie ein iPad besessen. Weiß nur, dass mein Cubase VST schon auf einem PII 300 MHz einiges konnte (MIDI-Sequencing sowieso und sehr gut), und auf einem PIII 1,1 GHz erst recht - dann auch mit vielen Audiospuren, VSTi's usw.

Aktuelle Hardware-Workstations bieten zwar viele verschiedene Sounds auf Abruf, beim Thema Sequencing bleiben sie im Vergleich zu Software-Lösungen aber doch zu stark zurück (bei höheren Ansprüchen an die Klangerzeugung wie z.B. Nachbildung eines Orchesters sind Software-Lösungen ebenfalls klar im Vorteil). D.h. es gibt zwar schon meist einen 16-Spur-MIDI-Sequencer, mit dem man 16 MIDI-Spuren aufnehmen und abspielen kann. Das Editieren gestaltet sich aber meist schwierig und unübersichtlich. Und ob interne Ressourcen für eine komplette Abmischung ausreichen, bleibt auch fraglich. Wenn man aber keine hohen Ansprüche stellt, dann kann man mit den Kisten schon Einiges anstellen.

Die Möglichkeiten sich ein Setup zusammenzustellen sind sehr vielfältig. Es kommt hierbei auch auf die Musikrichtung an, bzw. welche Klänge man verwenden möchte. Reine Synthesizer-Klänge oder gute akustische Nachbildungen usw. Oder welche Anforderungen werden z.B. an den Sequencer gestellt? Geht es um einfache strikt quantisierte Strukturen oder um Live-Einspielungen, die man akribisch nacheditieren möchte? Wie umfangreich sollen die Arrangements werden? Groß oder minimalistisch? Eine gute DAW-Software auf einem dicken stationären Rechner packt natürlich alles. Bei einer Hardware-Workstation oder einem iPad hat man zwangsläufig mit dem Minimalismus zu tun. Hardware-Workstations werden öfter fürs Solo-Spiel eingesetzt als für komplette Arrangements, und iPads z.B. als Editoren oder zur Fernbedienung.
 
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