Router für Live-Mixing mit dem Tablet

Leon Laborenz

Leon Laborenz

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Hey, erstmal schonmal danke für alle Antworten!

Ich habe ein Behringer* X Air XR 18 und brauche ein Paar Infos zu Erfahrungen mit Routern. Ich würde gerne mir ein recht fertiges Rack bauen mit Router/AP. Aktuell nutze ich eine alte FritzBox 7490 (komplett neu aufgesetzt), da ich diese eh rumliegen hatte.

Nun zur Frage, macht das so sinn? Sollte ich zu einem AP wechseln? Was sind eure Erfahrungen? Online lese ich immer wieder dieses Modell: TP-LINK TL-WR902AC. Hat das mehr Sinn?

Zur Info: wichtig sind mir Zuverlässigkeit und ein wenig Reichweite, aber gerade Indoor nicht 50m, aber eben auch keine 10.

Beste Grüße, Leon
 

Entscheidend ist nicht unbedingt der Router sondern die Einstellungen desselben.
Wichtig ist es das dieses Netzt unsichtbar für Nicht teilnehmer ist.
So braucht der Router auch nicht auf die Anfragen sämtlicher Handys in seinem Umkreis zu antworten was Ihn ja von seine eigentlichen Aufgaben abhalten würde.
Was dann natürlich zur Überlastung des Routers fürt und für Verbindungabbrüche sorgen kann.
Finde leider den Link nicht mehr wo das hier super beschrieben worden ist wie man den Router am besten einstellt.
 
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  • #3
Einstellungen habe ich soweit gemacht. Unsichtbar ist noch ein guter Punkt, dass muss machen, danke! Mir ging es jetzt mehr um das Gerät, ob es da sinn macht auf etwas spezielles zu wechseln und ob ein accesspoint sinnvoller ist...
 

Ich oute mich, bin so ein TP-Link Typ🤪

Aber nur, weil ich seinerzeit gerade keinen überzähligen Router rumliegen hatte, und was superkompaktes und leichtes haben wollte, denn:

Ich habe dazu ein dünnes USB-Kabel für die Stromversorgung, und ein dünnes ethernet-Kabel, beide 5m lang.
Damit lege ich den Router (der ja keine externen Antennen hat, und die internen sind so mittelgut) an eine Stelle, die mir direkte Line-of-Sight im ganzen Saal bietet. Oft einfach auf einen der Speaker-Tops, oder direkt an das Lautsprecherstativ.

Wenn du eine FritzBox da hast, diese ins Rack geklebt kriegst, wird das sicher auch mit ausreichender Reichweite funktionieren.
 
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Ich verwende nun seit einiger Zeit den Ubiquiti Swiss Army Knife Access Point. Den kann man auch direkt, also fast direkt, denn der braucht noch einen PoE Injector, an ein XR18 anschließen und mit einem hinreichend langen Kabel auch dort platzieren, wo er von den Clients aus auch gesehen werden kann. Ich habe damit schon auf Distanzen von ca 30-35 Metern gearbeitet und keine Probleme gehabt. Ist wirklich ein tolles zuverlässiges Teil.

PS: Beim XR18 kann man auch einen DHCP Server aktivieren, falls man das haben will. Das nur noch eine Ergänzung dazu.
 
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Ich hab zweierlei im Einsatz. Zum einen einen Ubiquit EdgeRouter X SPF, weil der einfach sehr mächtig in der Konfiguration ist und genügend Ports zur Verfügung stellt und einen Apple Airport Express für mobile Sachen, bei denen ich ohne Rack unterwegs bin.

Beim EdgeRouter kann man so coole Späße machen, wie an einem bestimmten Port per DHCP immer eine bestimmte statische IP zuweisen, pro Port PoE aktivieren, usw. Ist ganz spannend, wenn man möglichst flexibel unterwegs sein will. Wirklich brauchen tut man es aber nicht. Den andere Vorteil vom EdgeRouter ist zusätzlich, dass er extrem stabil gebaut ist und sich auf ein RackTray verschrauben lässt.

Der AirPort-Express ist halt das perfekte Gerät für unterwegs. Kann auch ein 5 GHz-Wifi zur Verfügung stellen, hat DHCP und AirPlay-Streaming an Board, etc...
 
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Naja, im Prinzip gilt ja wieder der alte Spruch: Why fix it, if it ain't broken?

Gab es Probleme mit der FritzBox? Im Prinzip kann man die schon nehmen, das WLAN ist meist auch gar nicht schlecht und Fallstricke hat man nicht wirklich zu befürchten, da LAN-Ports und WLAN bei derlei Geräten eh ziemlich transparent verbunden sind.

Der Formfaktor ist halt nicht unbedingt ideal.

Ich nutze momenten bei der Hochzeitsband für die beiden Pulte (Saal/Party) jeweils einen MikroTik hAP lite classic RB941-2nD, der passt beim Abbau problemlos ins Case des X32 Producer hinten rein, und beim Gig nehm ich ihn ein Stück raus und stell ihn wo drauf, damit zumindest annähernd Sichtverbindung besteht.

Ideal ist es natürlich immer, einen Accesspoint auf Höhe zu bringen. Gerade bei einer vollen Tanzfläche merke ich das sonst doch schon oft massiv, dass der Durchsatz in die Knie geht...
Dafür eignen sich die Geräte mit PoE gut, das umgeht die Problematik eines in dem Fall dann schnell zu kurzen Kabels vom klassischen Steckernetzteil.

Einen alten Ubiquiti UAP-AC-LR (erste Generation noch mit 24V passiv PoE) hab ich auch in der Wühlkiste, das ist der AP für alle Fälle, der hat wirklich eine sehr gute Reichweite. Zumindest bei dem war es aber noch so, dass eine Einrichtung per App nur sehr rudimentär ging. Da will der per DHCP eine Adresse haben, und wenn er die nicht bekommt (und das zugewiesene Standardgateway regelmäßig erreichen kann), sagt er "Ich bin kein funktionierender Zugangspunkt" und schaltet das WLAN ab. Daher muss immer irgendein Layer3-Gerät mit im Setup sein, das ihn entsprechend füttert. Mit der Controllersoftware ließe sich das zwar ändern, aber das ist mir ein zu großer Zirkus. Wenn ich dann den PC mit der Controller-Instanz, die ihn provisioniert hat nicht dabei habe, kann ich nichts mehr ändern usw.
Ob das mit den aktuellen Baureihen anders ist weiß ich nicht - ich denke aber eher nicht, weil das eigentlich der Gedanke der ganzen UniFi-Range ist, also primär Betrieb im Verbund mit Controller, und eine Einrichtung ohne einen solchen wirklich nur auf unterster Ebene, "friss oder stirb". Die Edge-Serie ist eher für individuelle Konfiguration ohne Zusatzcontroller ausgelegt, aber da gibts ja nur Switche und Router, keine APs.

Daher verwende ich fast ausschließlich nur noch MikroTik, das ist halt ein ganz anderes Level und das Betriebssystem (RouterOS) samt Config-Oberfläche ist bis auf wenige Ausnahmen vom 20€-Accesspoint bis zum 3000€ Enterprise-Router das gleiche.

Aber wie gesagt, im Grunde machen den Job alle. Sogar ein 20 Jahre alter D-Link DI-524, aber da merkt man schon ein wenig das Alter beim Dauer des Sync-Vorgangs. Obwohl man ja erstmal meinen möchte, 54MBit/s wären gar nicht soooo wenig für so eine Anwendung. Funfact: Selbst der ist aber noch merklich (!) schneller als der interne AP des X-/M-Air, daher ist letzterer für mich wirklich nur der absolute Notnagel. Und da ich mich bei 99% der Jobs nie im Leben allein auf eine Funkverbindung verlassen würde, ein Parallelbetrieb von Ethernet und internem WLAN aufgrund des "entweder-oder"-Schiebeschalters aber nicht vorgesehen ist, ist das Thema eh vom Tisch.

Der genannte TP-Link wäre mir vermutlich zu filigran. Ich hatte erst einen MikroTik mAP lite im gleichen Formfaktor und da war der Empfang auf Distanz echt nicht der Hit. Zudem immer das Gefrickel, wenn man doch mal einen PC dazuhängen möchte, weil nur ein Port...
Mit dem hAP lite gibt es nun keine Probleme mehr.
 
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  • #8
Überflüssiges Komplettzitat des direkten Vorgängerbeitrags entfernt - bitte lesen: Thema 'Sinnvolles Zitieren, Benutzen der Zitat-Funktion'

Danke dir für die ausführliche Antwort!

Bei mir kommt das Thema daher, dass ich schon beim ersten Test mit dem internen WLAN gemerkt habe: Das ist absolut unbrauchbar – und das war noch nicht mal unter „Veranstaltungsbedingungen“. Danach habe ich mir eine alte Fritzbox geschnappt. Die läuft grundsätzlich stabil, und der Formfaktor ist mir auch recht egal – die bekomme ich schon irgendwie ins Rack gelegt.

Das Problem kam dann beim schnellen Aufbau in einer Kapelle (so eine „alles von Leinwand bis PA in 30 Minuten“-Aktion): Der Router lag mehr oder weniger zwischen Strom- und Signalkabeln, und da gab’s direkt Störungen bzw. Verbindungsprobleme. Klar, bei einer sauberen Produktion mit ordentlich geplantem Aufbau passiert das so logischerweise nicht – aber genau das ist ja der Punkt. Ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, dass das so empfindlich ist.

Bei einer anderen Veranstaltung lag die Fritzbox dann schön oben auf dem Rack (jedoch seitlich hinter den Musikern). Da lief’s super gut, aber am Ende der Kirche gab’s Probleme, sobald Publikum drin war. Im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich einfach zu viel Strecke indoor bzw. zu viele „Hindernisse“, also eher ein erwartbares Thema.

Was ich mich jetzt frage: Ich kann die Fritzbox ja schlecht sinnvoll „nach oben“ bzw. frei positionieren, wenn sie fest im Rack verbaut ist. Ideal wäre für mich eigentlich eine feste Rack-Lösung – aber ob das funktechnisch sinnvoll und vor allem zuverlässig ist, da bin ich mir unsicher.
 
Grund: s. o.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hab glaub ich die gleiche FRITZ!Box und das funzt seit jeher gut, hatte vorher eine uralte FRITZ!Box die lief auch einwandfrei.

Reichweiten hatte ich aber bisher nur Bühne gebraucht, weil es sich bei mir um ein IEM rack handelt. 10 Meter gingen trotz anderer Netzwerke und 2,4 GHZ Funk für Instrumente trotzdem immer stressfrei und zuverlässig
 
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  • #10
Ich habe einen Router von TP-Link (ich glaube, das Modell gibt es inzwischne nicht mehr) aber der hat 2 externe Antennen, die man sogar abschrauben kann bzw. mit Kabel verlängern und woanders hinlegen.
Mein Rack ist ein Plastik SKB Rack und die Antennen kann man so hochstellen, dass sie oben drüber raus ragen.
Damit konnte ich bisher alle Gigs gut bedienen. Für harte Fälle habe ich mir aus Blech eine Corner Reflektor Antenne gebogen (einfach ein mittig rechtwinklig gebogenes Alublech) mit einer Halterung, in die das WLAN Verlängerungskabel mit seinem reverse SMA Stecker geschraubt werden kann. Wenn Not am Mann wäre, könnte ich die Antenne bis zu 3m entfernt vom Rack an einem Stativ befestigen (z.B. an einem Lautsprecherstativ) und Richtung "FOH" Punkt ausrichten. Die 2. Antenne bleibt am Router. So hat man über Diversity den jeweils besten Antennenausgang.
 
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  • #11
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  • #12
Ich lese hier jetzt sowohl die verbaute Variante, als auch die zum festen bewegen. Was sollte man denn nun ausprobieren? Problem ist ja die Fritzbox kann man wenn hinten in ein rack legen.... Was sind da die Meinungen?
 
  • #13
Die Fritzbox hat eigentlich eine gute Abdeckung (bei uns im Haus), allerdings hat sie keine externen und absetzbaren Antennen. Daher ist die Gefahr groß,
dass sie im Rack nicht überall hin gut sendet und empfängt. Wenn sie hinten drin liegt und davor Geräte aus Metall, dann ist sie abgeschirmt.
Wenn man sie oben auf das Rack legt, ist das sicher besser.
Allerdings müsste der Kabelsalat dann auch mit raus.

Mein Router hat alle LAN Ports belegt. Einen zum XR18, einen zum ArtNetNode, der mit im Rack ist, einen zu einer möglchen LAN Verbindung zum Tablet an meinem "Arbeitsplatz" auf der Bühne und einen zum FOH Platz. Den WAN Port stöpsle ich daheim auch noch ein Richtung Heimnetz.
Bilder dazu in diesem Thread. Da war der ArtNetNode noch nicht integriert und am Router ist noch eine orangene LAN Buchse frei, die jetzt auch belegt ist. Die blaue LAN Buchse ist der WAN Port.
 
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  • #14
Ich benutze für das X Air X18 als Router einen Cudy WR-3000, den gibt schon ab so 35€. Er hat 4 externe Antennen und lässt sich gut konfigurieren, wobei die die englische Bedieneroberfläche der deutschen sprachlich überlegen ist. Betrieb überwiegend im 5GHz Bereich, da hat man schon mal viele der Handys außen vor.
 
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  • #15
Ich zitiere mich mal😊 : Mit Rackeinbaugeräten kann ich jetzt leider nicht dienen, aber bei mir kommt ein Groove A 52hpn von MikroTik zum Einsatz. Der kostet nicht die Welt (mit der Standardantenne so um die 60-80€) und geht damit bei freier Sicht so gute 100 Meter. Selbst bei reichlich Handies drumherum hatte ich da im Frühjahr (leider ohne direkte Sichtverbindung, war ein Festzelt im weg) noch so um die 40 Meter.
 
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