Naja, im Prinzip gilt ja wieder der alte Spruch: Why fix it, if it ain't broken?
Gab es Probleme mit der FritzBox? Im Prinzip kann man die schon nehmen, das WLAN ist meist auch gar nicht schlecht und Fallstricke hat man nicht wirklich zu befürchten, da LAN-Ports und WLAN bei derlei Geräten eh ziemlich transparent verbunden sind.
Der Formfaktor ist halt nicht unbedingt ideal.
Ich nutze momenten bei der Hochzeitsband für die beiden Pulte (Saal/Party) jeweils einen MikroTik hAP lite classic RB941-2nD, der passt beim Abbau problemlos ins Case des X32 Producer hinten rein, und beim Gig nehm ich ihn ein Stück raus und stell ihn wo drauf, damit zumindest annähernd Sichtverbindung besteht.
Ideal ist es natürlich immer, einen Accesspoint auf Höhe zu bringen. Gerade bei einer vollen Tanzfläche merke ich das sonst doch schon oft massiv, dass der Durchsatz in die Knie geht...
Dafür eignen sich die Geräte mit PoE gut, das umgeht die Problematik eines in dem Fall dann schnell zu kurzen Kabels vom klassischen Steckernetzteil.
Einen alten Ubiquiti UAP-AC-LR (erste Generation noch mit 24V passiv PoE) hab ich auch in der Wühlkiste, das ist der AP für alle Fälle, der hat wirklich eine sehr gute Reichweite. Zumindest bei dem war es aber noch so, dass eine Einrichtung per App nur sehr rudimentär ging. Da will der per DHCP eine Adresse haben, und wenn er die nicht bekommt (und das zugewiesene Standardgateway regelmäßig erreichen kann), sagt er "Ich bin kein funktionierender Zugangspunkt" und schaltet das WLAN ab. Daher muss immer irgendein Layer3-Gerät mit im Setup sein, das ihn entsprechend füttert. Mit der Controllersoftware ließe sich das zwar ändern, aber das ist mir ein zu großer Zirkus. Wenn ich dann den PC mit der Controller-Instanz, die ihn provisioniert hat nicht dabei habe, kann ich nichts mehr ändern usw.
Ob das mit den aktuellen Baureihen anders ist weiß ich nicht - ich denke aber eher nicht, weil das eigentlich der Gedanke der ganzen UniFi-Range ist, also primär Betrieb im Verbund mit Controller, und eine Einrichtung ohne einen solchen wirklich nur auf unterster Ebene, "friss oder stirb". Die Edge-Serie ist eher für individuelle Konfiguration ohne Zusatzcontroller ausgelegt, aber da gibts ja nur Switche und Router, keine APs.
Daher verwende ich fast ausschließlich nur noch MikroTik, das ist halt ein ganz anderes Level und das Betriebssystem (RouterOS) samt Config-Oberfläche ist bis auf wenige Ausnahmen vom 20€-Accesspoint bis zum 3000€ Enterprise-Router das gleiche.
Aber wie gesagt, im Grunde machen den Job alle. Sogar ein 20 Jahre alter D-Link DI-524, aber da merkt man schon ein wenig das Alter beim Dauer des Sync-Vorgangs. Obwohl man ja erstmal meinen möchte, 54MBit/s wären gar nicht soooo wenig für so eine Anwendung. Funfact: Selbst der ist aber noch merklich (!) schneller als der interne AP des X-/M-Air, daher ist letzterer für mich wirklich nur der absolute Notnagel. Und da ich mich bei 99% der Jobs nie im Leben allein auf eine Funkverbindung verlassen würde, ein Parallelbetrieb von Ethernet und internem WLAN aufgrund des "entweder-oder"-Schiebeschalters aber nicht vorgesehen ist, ist das Thema eh vom Tisch.
Der genannte TP-Link wäre mir vermutlich zu filigran. Ich hatte erst einen MikroTik mAP lite im gleichen Formfaktor und da war der Empfang auf Distanz echt nicht der Hit. Zudem immer das Gefrickel, wenn man doch mal einen PC dazuhängen möchte, weil nur ein Port...
Mit dem hAP lite gibt es nun keine Probleme mehr.