Rückwand öffnen 2x 12 Marshall Box 1936 Lead mit V30

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Hey zusammen,
habe o.g. Box und bin mit dem Sound recht zufrieden.
Allerdings wäre ich daran interessiert, die Abstrahlung etwas „aufzuweiten“, um den knallharten Beam zu mildern. Hat jemand schon mal einen Teil der Rückwand entnommen?
Wie war das Ergebnis?

Danke für Rückmeldungen

Grüße Daniel
 

Das macht klanglich auf jeden Fall viel aus, ich bevorzuge open back - wobei ich finde 1/3 offen ist ideal. Aber zum testen mach einfach mal auf, notfalls kannst du ja einfach ne Platte zusägen lassen wenn es dir zusagt...
 
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Kannst dir auch ein Paar Diffusor/Beam blocker von Tube Town besorgen und einbauen.

hier ein Bericht:
 
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Bevor du die Originalrückwand auseinandernimmst, würde ich auf jeden Fall eine neue aus Multiplex selber bauen. Selbst wenn du das mit Tolex im passenden Look beziehen willst, geht das relativ unproblematisch und die Kosten bleiben überschaubar. Tolex kriegst du bei Tubetown. Müsstest dann nur etwas Luft beim Zuschnitt der Bretter einplanen. Tolex ist je nachdem bei 1-2mm Dicke pro Seite. Wenn die Bretter schon nackt nur knapp passen, wirds mit Tolex nichts mehr.
Mit etwas Geschick könntest du dir auch die Wahl offen halten, ob du offen oder geschlossen spielen willst und eine Rückwand im Stile der Flexback von Tubetown bauen. Da bleibt das mittlere Brett lose und wir nur eingeklemmt. Dadurch kann man jederzeit zwischen offen und geschlossen wechseln.
Vorausgesetzt, offen gefällt dir der Klang überhaupt. Da bin ich bei @gutmann. Einfach mal die Rückwand abnehmen und schauen, wie es dir gefällt.
 
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  • #5
Danke euch!
Morgen ist Probe, da werd ich mal hinten ohne spielen (😄).
Ah ja, klar, die Idee, ggfs. mit Multiplex ersetzen bevor man die Original zusägt ist ja ne Lösung. Chic machen geht ja dann später auch noch.
Der Diffusor wäre Plan B.
 
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Den Beam bekommst Du mit dieser Maßnahme nicht wirklich weg aber Du verlierst etwas an Bässen (außer die Box steht an einer Wand).

Gruß
 
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Naja, open Back klingt schon etwas raumfüllender und weniger direkt - und ja, natürlich abhängig davon was hinter der Box ist sehr unterschiedlich.
 
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Hallo Kollege;

Kurze Info zum Thema;
Mit dem Öffnen der Rückwand ändert sich die Resonanzfrequenz.
Sog. stehende Wellen, das bildende Element der Resonanzfrequenz, werden in der Richtung Speaker > Rückwand größer.
Abhängig davon, welchen Abstand die Box zu rückwärtigen Objekten hat; Wände etc..
Und je nachdem, ob Du die gesamte Rückwand entfernst, oder nur Teile davon, wirkt sich das stärker oder weniger stark aus.

Der Beam als solches verschwindet nicht.
Er hat ja Ursachen, die mit der Abstrahlung des Schalls nach vorne zu tun haben.
Der Umfang der Schallbündelung (Beam) ist abhhängig von der Frequenz, dem Membrandurchmesser und auch der Masse der Membran.

Wenn Du etwas richtig Gutes haben möchtest, den Schall optimal im Raum verteilen möchtest (Hörbarkeit für alle Kollegen und Zuhörer) und
den Beam dadurch entschärfen möchtest, würde ich zu DeeFlexx raten.
Ein Kollege von mir, Hubert Hochleitner, hat diese Teile vor langer Zeit entwickelt und perfektioniert.
Es gibt natürlich in der Zwischenzeit auch Nachbauten von unterschiedlichen Firmen.
Ich persönlich, aber das ist nur meine subjektive Meinung, bevorzuge seine Version.

Kollegiale Grüße vom Neuling hier im Forum!
Mike
 
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  • #9
Hey,
danke fürs Feedback und Info.:great:
Probieren geht über Studieren. Mal sehen, was bei mir am Ende dabei herauskommt.
Rückinfo folgt.
 
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  • #11
...hey, ja, hinten offene Boxen brauchen etwas Übung und Erfahrung in der Aufstellung. Wenn man das raus hat ist ihre Räumlichkeit besser und der Druck trotzdem da.
Richtig Nachteile haben sie nur wenn sie freistehend auf ner riesen Bühne sind...wobei sich da durch stärkeres Kippen nach hinten mehr Ankopplung an den Boden und somit Volumen holen lässt...Amp dann halt notfalls runter von der Box😉
 
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  • #12
wobei sich da durch stärkeres Kippen nach hinten mehr Ankopplung an den Boden
Bin grad verwirrt: Wäre das nicht WENIGER Ankopplung an den Boden, wenn man die Box schräg stellt und dadurch entsprechend weniger Kontakt zum Boden ist?
 
  • #13
Ja bei ner geschlossenen Box,
Jein bei ner offenen.

Durch das Schrägstellen hat zwar der nach vorne gerichtete Schall des Lautsprechers weniger Ankopplung zum Boden...was nicht schlecht ist, da er dann zu dem dass man sich vom Abstrahlwinkel besser hört auch noch klarer klingt...der nach hinten abgestrahlte Schallanteil (ist ja hinten offen...) trifft dann aber auf eine Schräge (der Boden) wodurch die Box wieder Räumlichkeit und Volumen bekommt.
Funktioniert prima...bei ner 2/12er wie der 1936 geht das sogar noch sehr gut mit dem Ortega Stand...bleibt nur der Nachteil, dass dann das Top oben runterrutscht wenn man`s draufstellen will.
 
  • #14
Okay, mein Verständnis von „Ankopplung“ ist, dass die Box möglichst viel Kontaktfläche mit dem Boden hat, im Gegensatz zur „Entkopplung“, etwa mit so einem Ständer, wo eben die Box keinen Kontakt mehr mit dem Boden hat. Ob die Box hinten offen ist oder nicht, spielt da für mein Verständnis erst mal gar keine Rolle.
Und in dem Szenario hier („freistehend auf ner riesen Bühne“), sehe ich auch nicht, wieso da der Anteil der nach hinten abgestrahlt wird, eine große Rolle spielen sollte. Das geht ja eh „verloren“.
Ich sehe das Schrägstellen eh mehr als „Trick“ um sich selbst besser zu hören, weil sobald die Box abgenommen wird, spielt es eh kaum eine Rolle wie sie steht, weil das Mikrofon 3cm vor der Membran sitzt.. Kommt aber natürlich immer auf die konkrete Situation an.
 
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  • #15
Gut, dass deine Verwirrung nicht lange angehalten hat(y)
 
  • Ersteller
  • #16
Hey zusammen,

gesagt, getan: Gestern Rückwand demontiert und geprobt.
Wir haben einen recht großen Proberaum und unsere Anordnung (Verstärker, Schlagzeug, PA, Monitore) entspricht dem klassischem Aufbau einer Bühne,
so daß Git 1 und 2 rechts und links vom Schlagzeug stehen. Meine Box steht dabei ca <1m von der Wand entfernt.
Es ist natürlich immer recht subjektiv:
  • Man nimmt die Veränderung wahr.
  • Die Verteilung wirkte"fülliger", mehr im Raum verteilt. Unser anderer Gitarrist konnte mich besser wahrnehmen. (seine Monitorbox war ausgefallen)
  • Die Bässe waren weniger, konnte ich aber am Amp problemlos nachjustieren.
  • Im Bereich 3-5m vor der Box, da wo ich stehe, konnte ich mich deutlich besser hören, fühlte sich besser an.
  • Als ich bei den anderen und "vor der Bühne" vorbei geschaut habe, beim spielen (Funk sei Dank), kam mir der Beam schon deutlich weniger vor.
Fazit: Es lohnt sich zu probieren!
Die räumlichen Voraussetzungen spielen dabei schon ne große Rolle.
Ich werde mir die Rückwand modular, abnehmbar nachbauen.

Danke soweit an alle Beteiligten!
Viele Grüße
Daniel
 
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  • #17
Du beschreibst die generellen Veränderungen sehr gut...in Kurzform könnte man auch sagen dass man so Schneisse zu Raum umwandeln kann.
Es gibt Gelegenheiten wo Ersteres besser ist...aber da emofand ich zumindest ne normale 2/12er immer zu klein dazu (gibt dann ne dünne, sehr fokussierte Schneisse) ... das können (mit wenigen Ausnahmen) 4/12er besser😉
Weiterhin viel Spass damit.
Gruß,
Bernie
 
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