Saitenabstand: Sattel vs. Brücke

von hirada, 28.02.12.

  1. hirada

    hirada Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.12   #1
    Ich habe gerade mal meine Bass vermessen um vielleicht mal passende Pickups zu finden, dabei ist mir aufgefallen, das der Abstand an der Brücke von Mitte zu Mitte der Saite gemessen wird - zumindest ist er hier konstant, wärend am Sattel der Zwischenraum zwischen den Saiten gleich groß ist, dafür natürlich der Abstand von der Saitenmittellinie wächst (oder schrumpft, je nach Richtung)

    Ist das generell so? Im ultimativen Halsmaßfred fehlt die Angabe über den Sattel
     
  2. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 29.02.12   #2
    Ich verstehe gar nicht, was Du meinst...

    Abstand der Saiten an der Brücke konstant, also gleich und Abstand an der Brücke auch gleich, richtig?
    Was ist nun die Frage?

    Meinst Du, dass die Saiten nach unten zur Brücke auseinander laufen? Das ist bei fast allen Bässen mehr oder weniger so.

    Es ist schon so, dass man bei den Angaben bei der Brücke immer den Zwischenraum zwischen den Saiten angibt.
    Beim Sattel gibt man die Sattelbreite an, nicht den Abstand der Saiten obwohl das tatsächlich auch sinnvoll wäre.
    Manche Sättel sind breiter aber die Kerben so nah zusammen, dass man ein ganz anderes Spielgefühl hat.
     
  3. hirada

    hirada Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.12   #3
    Meine Frage anders Formuliert ist folgende: Um jeweils einen konstanten Saitenabstand an Sattel und Brücke zu bekommen, muß ich anders messen.

    Ich kann ja auf zwei Arten messen: Entweder messe ich den Zwischenraum zwischen zwei Saiten, der natürlich von der Saitenstärke abhängt, oder ich messe den Abstand von der Mitte der Saiten - was gleichbedeutend ist mit der Mitte der Führung des Saitenreiters.

    Bei der Brücke wird letzeres gemacht. Der Abstand zwischen den Saitenreitern ist immer gleich, damit ist der Zwischenraum zwischen den Saiten unterschiedlich groß, weil die Saiten unterschiedlich Dick sind. Bei mir sind das immer 16mm, der Zwischenraum nimmt damit mit den dünnen Saiten zu. Logisch.

    Bei meinem Sattel ist es aber nun so, das der Zwischenraum zwischen den Saiten gleich ist - bei mir aktuell ~7mm - dafür ist zwangsweise der Abstand von der Mitte der Saite zur Nächstes variabel.

    Nochmal anders: Ein Wert gibt also den Abstand der Saiten Achsen zueinander an, ein anderer Wert den den Abstand der Außenhüllen der Saiten zueinander.

    Meine Frage ist: Ist das nur bei mir so und wenn nicht, warum wird das so gemacht? Ist für die Linke Hand ein gleichbleibender Zwischenraum relevanter, während die rechte Hand sich mehr an den Saitenachsen orientiert? Das ist eigentlich der spannende Teil. Wenn das denn stimmt, warum haben die beiden Hände unterschiedliche Präferenzen?

    Rechtshänderbass in diesem Fall
     
  4. Bierpreis

    Bierpreis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.12   #4
    Eine interessante und spitzfindige Frage, da muss man erstmal drauf kommen. :D
    Ich glaube aber, sie ist eher theoretischer Natur. Das sind ja wirklich keine großen Unterschiede mehr.
     
  5. hirada

    hirada Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.12   #5
    So, ich habe das mal grob aufgemalt. Ich habe nur MS Paint hier, daher nur sehr rudimentär und nicht Maßstabgerecht. Die Kästen sollen die Saiten darstellen, die Achsen denke man sich natürlich in der Mitte. Am Sattel ist bei mir der blaue Abstand konstant, an der Brücke der Violette.

    Saiten.JPG

    Wenn der violette Abstand immer gleich ist, muß der Blaue natürlich mit zunehmender Saitenstärke abnehmen. So ist das bei mir an der Brücke.
    Wenn der blaube Abstand immer gleich ist, wie bei mir am Sattel, muß der Violette natürlich mit zunehmender Saitenstärke abnehmen.

    Meine Frage: Ist da bei euch auch so und wenn ja, hat das vielleicht physiologische Gründe?
     
  6. hirada

    hirada Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.12   #6
    Die Idee kam mit dem Halsmaßthread und mit der traurigen Erleuchtung auf Häussels Websaite, das auch für Tonabnehmer das Stringspacing (allerdings nicht das des Sattels ;) ) relevant ist, und mein Exot, wie schon mit der Brücke, damit ganz schlechte Karten hat, modifiziert zu werden. Aber weil der Meßschieber also schon mal in der Hand war...
     
  7. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 29.02.12   #7
    Ich weiß jetzt, was Du meinst.
    Ursprünglich hatten die Bässe gar keine Führung für die Saiten an der Brücke, erst ab 1957.
    Da trat die hier oft so ungeliebte, sogenannte Vintage Bassbrücke in Erscheinung. Dieses vielgeriffelte Etwas mit dem man geringe Saitenabstandsnouancen ausgleichen konnte.

    [​IMG]

    Der moderne Basser musste dann auf diese Feineinteilung ab 1970 verzichten und bekam nur eine schlichte Rille in den Saitenreiter gedreht.

    Aber letztenendes ist das eine Fein - Nouance, die nicht so wirklich relevant für das Spiel ist.

    .
     
  8. Walt_

    Walt_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.12   #8
    Es gibt auch Brücken, bei denen die Saitenreiter in alle drei Richtungen (oben-unten, vorne-hinten, rechts-links) verstellbar sind. Ich hab solche und mal mit verschiedenen Saitenabständen experimentiert - so richtig ist mir der Unterschied beim Spielen allerdings gar nicht aufgefallen.
     
  9. sKu

    sKu Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.03.12   #9
    Interessante Frage. Ich hätte bisher drauf gewettet, das der Abstand der Kerben auch am Sattel identisch ist... Hab grad kein Instrument hier um es nachzumessen.
    Um welches Instrument handelt es sich bei dir genau?
     
  10. hirada

    hirada Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.12   #10
    Das trifft sowohl auf meinen Vester Clipper Custom 5 wie auch auf meinen G&L Tribute L2000 zu. Am Sattel beträgt der Abstand zwischen den Saiten 7 bzw. 9 mm, an der Brücke zwischen den Achsen 16 bzw. 19mm

    Das bei der Brücke die Achsen genommen werden liegt nahe, da somit eine Ausrichtung auf die Pole der Tonabnehmer möglich ist, unabhängig von der Saitenstärke. Nur das mit dem Sattel wundert mich. Ich hätte erwartet, das auch für die Greifhand die Achsen als Referenz dienen würden, damit die Finder die Saiten sicher finden.
     
  11. 141082

    141082 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.03.12   #11
    Hm...

    Ich denke, die Greifhand gewöhnt sich primär daran, wo die Saiten sind und nicht daran, wo sie seinsollten. Grob weiß man es, fein automatisiert es sich, unbewußt, der Mensch ist generell bei sonem Kram adaptiv.

    Bei mir ist auch der Zwischenraum am Sattel nahezu konstant (Abweichungen < 0,5 mm), ich hab da die Tage dran gefeilt, weil ich dickere Saiten eingebaut hab (Fünfsaitersatz ohne G), also eine Abweichung werd ich wohl selbst verursacht haben. An der Brücke natürlich sind die Saitenachsenabstände konstant, die Saitenreiter da werd ich aber auch nochmal inne Mangel nehmen, weil deren Kerben natürlich auch für etwas Dünnere bemessen sind.

    Die Schlaghand ist natürlich auch adaptiv, aber einigermaßen konstante Abstände erwartet man einfach und daher kommt man da schneller dran, wenn das halbwegs paßt.

    Oder so...
     
  12. Vindsvalr

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    Erstellt: 19.04.12   #12
    Ich weiß, der Thread ist schon ein paar Tage älter, aber als ich gestern mal ein bisschen an meinem Hauptbass (Ibanez BTB 775) rumgemessen hab fiel mir auf, dass bei dem der Sattel so gefeilt ist, dass die Saitenachsen exakt gleich weit voneinander entfernt sind - also so wies auch an der Brücke normal ist. Das trifft ebenso auf meinen Ibanez BTB 470 und Ibanez SR 505 F zu. Meine Proberaumbässe kann ich gerade nicht vermessen, aber vielleicht komm ich da am Sonntag zu. Es kommt aber scheinbar auf den Hersteller an, wie der Sattel gearbeitet wird, eine generelle Vorgehensweise scheints da - anders als bei der Brücke - nicht zu geben.
     
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