Satanismus, Anitchristentum und Atheismus! Wo sind die grenzen??

von el toto, 30.07.06.

  1. el toto

    el toto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #1
    ich habe vor einiger zeit eine ziemlihc gute diskusion mit deinem freund zu thema "Satanismus, Anitchristentum und Atheismus!??" geführt... im laufe dieser diskusion ist mir aufgefallen, das ich scheinbar noch immer zuwenig darüber weiß um die grenzen zwischen diesen brisanten begriffen ziehen zu können.
    ich währe euch sehr dankbar, wenn ihr eure ansichten und meinungen hier niederschreiben würdet...

    "Rechtschreibfehlersind gewollt und zu allgemeinen belustigung gedacht."
     
  2. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #2
    Als Atheist bezeichne ich jemanden,der an keinerlei göttliche,
    übersinnliche Macht glaubt. Atheismus ist sehr verbreitet auch unter Metallern.
    Für mich ist Atheismus eine Art naiver Realismus,denn wer mit offenen
    Augen und Sinnen durch die Welt geht,wird irgendwann merken,dass auch Dinge
    vor sich gehen,die übersinnlicher Natur sind.
    Atheismus ist so etwas wie die erste Auflehnung gegen einen durch
    erzieherische Dogmen auferlegten Glauben.

    Antichristentum ist eine Ablehnung des Christentums,wobei man
    hier unterscheiden sollte,ob man die Institution der christlichen
    Kirche und den damit verbundenen Machtapparat ablehnt oder
    die christliche Kultur bzw. deren Werte.
    Antichristentum als eine alleinstehende Ansicht halte ich für sehr
    infantil. Es ist immer ein schlechtes Zeichen,wenn man sich nur
    durch die Ablehnung von irgendetwas definiert.

    Satanismus ist für mich eine Art Christentum in schwarz,
    einfach die Umkehrung aller christlichen Werte.
    Manche Leute sprechen von einem "philosophischen Satanismus",
    der das Ego als höchste Instanz ansieht oder so.
    Für mich ist Satanismus allerdings auch recht infantil und
    eher etwas für pubertierende Jugendliche. ;)
     
  3. FACELESS UNKNOWN

    FACELESS UNKNOWN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #3
    Gehört das nicht in ein anderes Sub-Forum? Hat eigentlich mit dem Metal (ergo Musik) zutun
     
  4. Shagrat

    Shagrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #4
    Nun ich will mal versuchen die drei Begriffe zu erklären...

    Atheismus: Ein Atheist glaubt nicht an die Existenz eines "Gottes". Er verneint die Existenz eines höheren Wesens.

    Antichristentum: Mh naja, den Begriff gibts eigentlich nicht. Was meinst du damit? Beziehst du dich auf den Antichristen aus der Bibel, oder auf Friedrich Nietzsches Antichrist? Oder auf die Ablehnung des Christentums?

    Satanismus: Mit Teufelsanbetung hat Satanismus nichts zu tun, ein weit verbreiteter Irrtum. Auch werden keine Tiere oder sonstwas "geopfert". Beim Satanismus geht es um die vergöttlichung des Menschen. Anderweitig steht für den Satanisten als oberstes Ziel die Befriedigung seiner Bedürfnisse. Er stellt seine eigenen Regeln auf. Mit der Gesellschaft will er so wenig wie möglich zu tun haben, Satanisten sind Einzellgänger. Satanismus ist für viele eher eine Lebensphilosophie als eine Religion! Aber auch unter Satanisten gibt es gespaltene Gruppen.... einige beschäftigen sich mit okkulten und esoterischen Dingen. In meinen AUgen Kinderkacke... (also nicht der Satanismus an sich, sondern der Esoterik-Teil)

    Naja, und dann gibts halt doch noch einige Grundsätze, die für einen Satanisten wichtig sein sollten:

    "Die neun satanischen Grundsätze:

    Satan bedeutet Lebenskraft anstatt Hirngespinste !
    Satan bedeutet unverfälschte Weisheit anstatt heuchlerischen Selbstbetrug !
    Satan bedeutet Sinnesfreude anstatt Abstinenz !
    Satan bedeutet Güte gegenüber denjenigen, die sie verdienen anstatt Verschwendung von Liebe an Undankbare !
    Satan bedeutet Rache anstatt Hinhalten der anderen Wange !
    Satan bedeutet Verantwortung für die Verantwortungsbewussten anstatt Fürsorge für psychische Vampire !
    Satan bedeutet, dass der Mensch lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund seiner ´göttlichen, geistigen und intellektuellen Entwicklung´ zum bösartigsten aller Tier geworden ist.
    Satan bedeutet alle sogenannten Sünden, denn sie alle führen zu physischer, geistiger oder emotionaler Erfüllung !
    Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie die ganzen Jahre über am Leben erhalten !"

    Wie in der Philosophie üblich gibt es auch im Satanismus allgemeine Verhaltensgrundsätze.

    Gebe keine Meinungen und Ratschläge, es sei denn, du wirst darum gefragt.
    Erzähle den anderen nicht deine Probleme, es sei denn, du bist sicher, dass diese sie hören wollen.
    Kommst du in die Höhle eines anderen, zeige ihm Respekt, oder gehe nicht hin.
    Wenn ein Gast dich in deinem Bau belästigt, behandle ihn grausam und gnadenlos.
    Mache keine sexuellen Annäherungen, es sei denn, dir wird das Paarungssignal gegeben.
    Nehme nicht das, was dir nicht gehört, außer es ist eine Last für die andere Person und sie schreit um Befreiung.
    Anerkenne die Macht der Magie.
    Beklage dich nicht über Dinge, die dich nicht berühren.
    Niemals verletze kleine Kinder.
    Töte keine Menschen oder Tiere, es sei denn, du wirst angegriffen oder du brauchst Nahrung.
    Wenn du in offenen Gelände wanderst, belästige niemanden. Wirst du von jemandem belästigt, sage ihm, er solle damit aufhören. Wenn er nicht damit aufhört, mache ihn unschädlich.



    Nunja, es gibt viele Wege seinen Geist zu erweitern.. Satanismus ist eienr davon.


    Übrigens: Satanismus ist eine sogenannte "Left Hand Path"-Philosophie/Religion.
     
  5. ars ultima

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    Erstellt: 30.07.06   #5
    Sind das nicht einfach Regeln, die sich LaVey ausgedacht hat? Und das ist ja schon wieder eine sehr spezielle Form des Satanismus. Alleine eine "Church of Satan" zu gründen finde ich schon albern. Dann ist es ja wikrlich nur Christentum in schwarz, samt Dogmen, an die man sich zu halten hat.
    Da sehe ich wenig Sinn dirn, ist dann ja auch wieder Religion. Satanismus als ABlehnung von Religion finde ich da irgendwie logischer.
     
  6. Shagrat

    Shagrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #6
    Durchaus. Satanismsu hat viele Gesichter. LavEy hat aber mit seinen Denkansätzen viel Vorarbeit geleistet. Es geht nicht drum die Regeln 1 zu 1 auszuleben.

    Ja ich finds widersprüchlich eine satanische "Sekte" zu Gründen. Es widerspricht dem Charakter des Satanismus einer religiösen Organisation anzugehören.


    Satanismus ist viel mehr als Ablehnung von Religionen. Aber Satanismus ist in meiner Ansicht eine Lebenseinstellung, keine Religion.
     
  7. Ataca del Rasha

    Ataca del Rasha Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.07.06   #7
  8. j3rk

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    Erstellt: 30.07.06   #8
    wäre das dann nich schon fast wieder Atheismus? Ablehnung von Religion geht doch mit der Ablehnung der Existenz eines höheren Wesens mit einher, oder nicht?

    Ich will dich jetz nicht irgendwie angereifen Shagrat, aber bei den Grundsätzen die du da aufgelistet hast kommt es mir so vor als müssten alle Leute, die sich als "Satanisten" bezeichnen eingebildete und arogante Egoisten sein, die sich wie du schon gesagt hast total von der gesellschaft abkapseln und am liebesten in Höhlen wohnen und sich wie Tiere verhalten... kommt so rüber...

    und ein geundsatz lautet...
    aber du sagst doch vorher...
    verwirrt mich jetz ein wenig... es gibt keinen teufel, aber der ist der beste freund der kirche?!

    diese ganzen grundsätze erinnern einen tatsächlich an die grundsätze des christentums... also doch nur ne verdrehung?
    schlussendlich kommts für mich schon eher rüber wie ne religion, aber ich hab mich ja auch noch nicht mit nem Satanisten unterhalten^^
     
  9. Cobi2

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    Erstellt: 30.07.06   #9
    Religion versucht ein solches Wesen zu beschreiben und die Menschen in ein aus dieser abgeleitetes Regelwerk zu zwingen, dies abzulehnen bedeutet nicht die Existenz eines "höheren" Wesens auszuschließen.
     
  10. Quir

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    Erstellt: 30.07.06   #10
    Sorry, aber diese Aussage geht mir unheimlich auf die Nerven, das ist doch nichts als Effekthascherei. Wenn Satanismus nichts mit Satan zu tun hat warum heißt es dann so? Weil man sich unglaublich toll darstellen kann, wenn man sagt: "Ich bin Satanist" und gleichzeitig auch noch dem anderen sein Unwissen an den Kopf werfen darf, weil er doch nicht wisse, dass Satanismus nix Satan ist... Wenn du an die oben aufgelisteten Werte glaubst, dann nenn dich verdammt nochmal "aufgeklärter Egoist" oder "rationaler Atheist" oder von mir aus "antichristlicher Hampelmann", aber diese pseudointelligente Elite-Einstellung ist sowas von lächerlich, bloß weil irgendein Typ mal 3 Regeln aufgestellt hat und das dann Satanismus genannt hat :rolleyes:

    Meine persönliche Meinung: Die meisten Formen des Antichristentums oder des ach so tollen Satanismus sind noch lächerlicher als das Christentum selber. Für mich persönlich gibt es keinen Grund an irgendeine transzendale Wesenheit zu glauben.
     
  11. j3rk

    j3rk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #11
    äääh...
    sry... versteh ich nicht... ist wahrscheinlich zu hoch...
    wie kann man aus einem wesen ein regelwerk ableiten? und wie kann die religion an sich menschen zu etwas zeingen?
    bitte um aufklärung... :o
     
  12. GigaDrow

    GigaDrow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #12
    Ich sehe du hast es nicht verstanden, oder wohl eher, die willst es nicht verstehen.
    Satanismus hat mit Satan zu tun.
    Mancherlei Mensch betet Satan wirklich als Gegenspieler vom Gott an, beschreitet rituelle Pfade und "beherrschen" schwarze Magie.
    Ich halte diese Form für Schwachsinn, verurteile es aber nicht, solange sie damit leben können.
    Für Andere ist die Figur "Satan" nur eine Metapher für ihre persönliche Ideologie.
    Sei es eine Metapher für das Tier ansich, für Werte oder für eine ganze Philosophie.
    Da hast du eine Erklärung dafür, warum man es als Satanismus bezeichnen kann.

    Shagrat hat es durchaus deutlich gemacht, allerdings würde ich nie darauf kommen, Regeln niederzuschreiben oder noch besser danach zu handeln.
    Das grenzt für mich wieder zu sehr an Dogmen und wer sich nicht dran hält, ist kein Satanist.

    Persönlich sehe ich mich nicht als Satanist, jedenfalls nicht als einen, von der Gesellschaft mit Klischees behafteten Satanist.

    Für mich basiert meine ganze Einstellung zur Welt auf naturgegebene Dinge, dies jetzt aber auszuführen, gehört wohl nicht hier hin.
     
  13. Cobi2

    Cobi2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #13
    Ich les in Philo zuviel Kant, das färbt ab ^^
    Also:
    Die Religion definiert einen Gott, weisst ihm also eindeutige Eigenschaften und Ansprüche an seine Schöpfung (die Menschheit) zu, woraus sie wiederum ein Regelwerk (Katechismus) ableitet dem sich alle Menschen zu unterwerfen haben (da sie ja den "Willen Gottes" darstellen).
    Diese praxis abzulehnen schließt nicht den Glauben an oder das inbetracht ziehen der Möglichkeit eines "höheren Wesens" aus.

    (Viele lehnen aber auch einfach nur die institutionalisierte, hirarchisch organisierte Form der Religion ab)
     
  14. j3rk

    j3rk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #14
    aah... okay das leuchtet ein....
    dann zieh ich meine behauptung zurück und schließe mich der meinung von quir an...
    auch wenn satan nur eine metapher für die persönliche ideologie sein soll... ich glaube der großteil der von sich behauptenden satanisten sind eher die leute, die den "esoterik kram" ausüben und sich den dogmen unterwerfen... wozu gibt es sonst in irgendwelchen dubiosen onlineshops "die bibel des satanismus" oda son ähnliches zeugs...
     
  15. GigaDrow

    GigaDrow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #15
    Weil es eben solche Leute gibt.

    Wenn ich mich selbst zitieren darf
    Sicherlich übertrieben, aber die Aussage sollte erkennbar sein.
     
  16. Shagrat

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    Erstellt: 30.07.06   #16
    Satanisten sind Individualisten. Und das eigene Wohl steht an höchster Stelle. Wenn es Menschen, die dir was bedeuten, schlecht geht, dann überträgt sich diese "schlechte Stimmung" auf dich, also sollte es auch das Ziel sein, Menschen die dir wichtig sind zu unterstützen. Verstehst du wie ich das meine?

    Zum Thema von der Gesellschaft abkapseln: Für einen Satanisten ist die Welt ein grosses Bühnenstück, der Satanist ist ein Zuschauer. Er verfolgt das Geschehen auf der Bühne, wenne rLust bekommt greift er auch ins Geschehen ein, oder applaudiert, weint mit.

    Das ist eine Anspielung auf Friedrich Nietzesch Antichrist. LaVey hatte auch ein wenig Humor ;)

    Ja, also LaVeys Satanismus mit den Grundsätzen erinnert durchaus an verdrehte Werte vom Christentum. Meiner Meinugn nach sollte man diese Punkte aber losgelöst vom Christentum betrachten.
     
  17. Shagrat

    Shagrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #17
    Du gehst mir auch auf die Nerven...

    Wenn ich da mal was zitieren darf aus nem Lexikon:

    "2.Herkunft des Begriffes

    Woher also kommt der Begriff Satanismus ? Wie sich gleich richtig vermuten lässt: von dem Wort Satan. Meist wird vergessen, dass jedes Wort eine Geschichte hat und daher in einem anderen Zusammenhang gesehen werden sollte, als der, den man heute kennt. Jeder weiß, dass aus christlicher Sicht, Satan der Gegenspieler Gottes ist. Nur wird vergessen, dass es eine Zeit vor der christlichen Kirche gab. Wortgeschichtlich stammt das Wort Satan von Shaitan ab; und Shaitan von Seth. Seth ist uns aus der ägyptischen Mythologie ein Begriff.

    Seth war der Bruder von Osiris, er ermordete ihn, was ihm das Adjektiv ´böse´ eingebracht hat. Man darf aber nicht vergessen, dass er immer noch ein Gott war, der in Ägypten sehr verehrt wurde. Er hat zwar seinen Bruder Osiris getötet, aber dadurch wurde Osiris zum Herrscher der Unterwelt und spendete somit denen Trost, die kurz vor ihrem Übergang zu dieser Unterwelt standen. Die Tat von Seth war also ´böse´, seine Auswirkung aber nicht unbedingt. Wie in nahezu jeder Mythologie gibt es auch in der ägyptischen nicht nur gut oder böse, schwarz oder weiß, sondern gut und böse, schwarz und weiß. Das ist für uns schwer nachzuvollziehen, da wir eher christlich geprägt sind und nicht heidnisch wie unsere Vorfahren. In jeder Naturreligion finden wir viele Götter. Aber keiner dieser Götter ist nur gut oder nur böse, sondern jeder Gott kann beides sein.
    (vgl. Roskoff 2001.Band1. S. 65 ff).

    Shaitan ist eine arabische Gottheit. Die Araber, welche im Mittelalter eine neue Kultur und Herrschaft gründeten, nachdem die großen Reiche ihrer Stammesverwandten längst vom Schauplatz der Geschichte abgetreten waren, werden schon im höchsten Altertum bemerkbar. Obwohl von der Religion der alten Araber zu wenig bekannt ist, um eine genaue Gesamtvorstellung zu bieten, so ist die Annahme des Dualismus guter und böser Wesen in derselben sichergestellt durch den alten Glauben an die Dschinnen, d.h. Dämonen, den Mohamed bei seinem Volk vorfand, in den Islam aufnahm und durch den Koran bekräftigte. Shaitan als Gottheit, wovon es übrigens mehrere gibt, dann Shaitin genannt, lehrte die Menschen Zauberei und Verführung. Shaitin sind nicht wie im Christentum gefallene Engel, sondern Söhne von Dschinns, welche, wie die christlichen Engel, auch höhere Wesen sind. Das Judentum übernahm diese arabische Vorstellung von Dämonen, benannte sie um in gefallene Engel und setzte für Shaitan den hebräischen Begriff Satan ein, was übersetzt ´der Widersacher´ bedeutet.
    (vgl. Roskoff 2001. S. 82 ff)

    "Die Bedeutung des Wortes Satan ist ´Gegner´ oder ´Widersacher´ oder ´Ankläger´. Das englische Wort ´devil ´ stammt vom indischen Wort ´Devi´ ab und heißt soviel wie ´Gott´.
    Satan bedeutet Widerstand gegen alle Religionen, die den Menschen frustrieren und wegen seiner natürlichen Instinkte verurteilen. Ihm wurde nur deshalb die Rolle des Bösen zugeteilt, weil er die fleischlichen, weltlichen und profanen Aspekte des Lebens verkörpert. Satan, der Oberteufel der westlichen Welt, war anfangs ein Engel, dessen Aufgabe es war, menschliche Straftaten Gott vorzutragen. Erst im 14. Jahrhundert wurde er als eine böse Gottheit dargestellt, die halb Mensch und halb Tier war, mit bocksartigen Hörnern und Hufen. Bevor das Christentum ihm den Namen Satan, Luzifer etc. gab, wurde die fleischliche Seite des Menschen von einem Gott beherrscht, der von den Griechen Dionysos(1) oder Pan(2) genannt wurde und als Satyr(3) oder Faun(4) dargestellt wurde. Pan war ursprünglich der ´nette Kerl´ und symbolisierte Fruchtbarkeit und Befruchtung. Immer wenn ein Land eine neue Regierung bekommt, werden aus den Helden der Vergangenheit die Schurken der Gegenwart. Ebenso ist es mit der Religion. Die ersten Christen glaubten, dass die Götter der Heiden Teufel waren und es war schwarze Magie, sich ihrer zu bedienen. Wundersame himmlische Ereignisse nannten sie weiße Magie, das war der einzige Unterschied zwischen den beiden."
     
  18. Shagrat

    Shagrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #18
    Ein richtiger Satanist mach das nicht um "cool" zu sein.

    Wie gesagt, ich finde dich lächerlich, dein Post strotzt von Idiotie.

    Ein Satanist glaubt nicht an ein höheres Wesen
     
  19. Shagrat

    Shagrat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #19
    Danke. Du hast natürlich recht! Diese Regeln sind von LaVey, und nicht alle Satanisten handeln nach seinen Grundsätzen. Aber gerade diese Grundsätze von Lavey bieten einige interesannte Denkanstösse.

    Diese Regeln einfach blind zu übernehmen wäre wieder ein Armutszeugniss...
     
  20. Cobi2

    Cobi2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #20
    Es gibt da so einen Button da steht "Edit" drauf :screwy: