Schaltung mit zwei Humbucker Volumenreglung Hilfe!

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hansguenther
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Hallo Mitforenten,
ich benötige Hilfe.
Habe mir in eine SemihollowbodyHallo zwein neue Tesla Humbucker eingebaut inkl neuer CTS A Potis.
Die Schaltung ist von der Teslaseite für eben zwei Pickups zwei Volumen zwei Ton und ein Toggleswitch.
Nun musste ich feststellen wenn beide Pickups in betrieb also Mittelstellung sind kann ich diese nicht mehr getrennt regeln. Egal an welchem Volumenpoti ich drehe es werden beide Pickups leiser.

Ist das normal?

Habe ich etwas falsch verdrahtet?

Wer kann mir ein paar Tipps geben. ich wäre dankbar da ich kein Elektronikgenie bin.

Gruß Hans-Guenther
 
Eigenschaft
 
Klingt, als wären die jetzt quasi in Reihe geschaltet. Ist das ein Stecksystem oder musstest du die Humbucker verlöten?

Wenns ein Stecksystem ist, einfach noch mal auseinandernehmen und versuch diesmal, den Aufbau zu testen (jaja, ich weiß, doofer Tip ;-) ). Kannst auch andere sinnvolle Steckkombinationen probieren, da passiert nich viel. Wenn du die Löten musst, dann vorher nochmal eingehend die Betriebsanleitung studieren und bei Unklarheiten lieber Fachmann ansprechen?
 
Grund: Überflüssiges Vollzitat des Vorgängerbeitrags entfernt
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn du noch ein Bild machst, oder einen genauen Plan zeichnest, was du wie verbunden hast, dann kann man dir helfen.
Oder poste doch wenigstens mal deine Quelle für die Schaltung.
 
Hallo,
ich hatte natürlich alles vor dem Einbau getestet. Beide Humbucker funktionieren ja alleine und zusammen. Aber in der Mittelstellung lässt sich das Volumen nur für beide regulieren.
Hier der Schaltplan nach dem ich verlötet habe.

upload_2015-9-28_12-14-29.png


Gruß, Hans-Guenther
 
Ja, dass man die Lautstärke nur für bei gleichzeitig regeln kann, ist korrekt.
 
Gibt es auch eine Schaltung wo ich die Humbucker getrennt regeln kann?
Gruß Hans-Guenther
 
Meistens in einer Gibson Gitarre.
 
Gibt es auch eine Schaltung wo ich die Humbucker getrennt regeln kann?
Gruß Hans-Guenther

Hi,

zu Beginn des Regelwegs (vom aufgedrehten Zustand aus gesehen) kann man das ja schon, danach wird die Lautstärke des anderen PUs halt "mitgenommen". Ben zen Berg hat ja schon die Alternative gepostet, aber Du solltest vorher überlegen, dass das bei passiven PUs auch Nachteile mit sich bringt. Der Sound wird insgesamt etwas anders, schon in der Grundstellung. Der Höhenbereich wird hörbar zurückgenommen, und das verstärkt sich noch deutlich beim Zurückdrehen eines Volumepotis.

Ich komme ja ursprünglich vom Bass - wo dieses "independent wiring" seit dem Jazz Bass der Standard ist - und musste mich bei der LP anfangs dran gewöhnen. Recht schnell fand ich dann aber, dass die Standard- bzw. 50s-Standard-Verdrahtung durchaus Vorteile hat. In einem gewissen Bereich kann man ja durchaus die Sounds der PUs mischen, und danach hat man quasi ein Mastervolume, was ja zB ein schnelles Zurückdrehen in Spielpausen vereinfacht.

Bei verzerrten Sounds kann man in der Regel eh nicht viel mehr unterscheiden als die EinzelPUs, die Mittelstellung und letztere mit jeweils einem PU leicht zurückgedreht. Die wirklich feinen Nuancen über den weiteren Regelweg hört man eigentlich nur clean (weshalb das beim Bass auch seine Berechtigung hat). Wenn nuancierte Cleansounds für Dich sehr wichtig ist, wirst Du aber wohl umso mehr mit dem Höhenverlust hadern. Mit dem 50s Independent wirds wohl schon etwas besser, aber womöglich brauchst Du auch noch eine Treble Bleed-Schaltung. auch die verändert aber wieder das Klangbild etwas, wobei ich das je nach Gitarre und PUs in sehr unterschiedlichem Maße erlebt habe.

In jedem Fall solltest Du die Varianten vor dem Einbau der Potis gründlich testen, denn in einer Semi ist jede Änderung ja recht aufwendig. Am Besten erstmal nur festklemmen, damit Du nicht x-mal an den Bauteilen löten musst.

Was mir noch einfällt: anscheinend war das unerwünschte Verhalten vor dem Einbau der neuen PUs und Potis ja noch nicht so auffällig, und ich gehe mal davon aus, dass die Gitarre bereits die Standardverdrahtung aufwies. In dem Fall wäre die Standardverdrahtung vielleicht gar nicht das Problem. Vielleicht ist es nämlich nur der Regelweg der neuen CTS-Potis, der den Effekt für Dich ins Unangenehme verstärkt.

Ich muss zugeben, dass mich genau diese zuletzt auch ziemlich genervt haben, und es scheint stärker zu sein, je weiter der Wert über 500 KOhm nach oben streut (ich hab sie mir ja sogar danach ausgesucht...:bang:). Die logarithmischen CTS haben bei mir jedenfalls einen sehr kurzen effektiven Regelweg, auf dem die Lautstärke schon bei 8 oder 9 stark zurückgeht. Von daher setzt der Effekt, den ich eingangs als typisch für diese Schaltung beschrieben habe, eben sehr früh ein, fast wie bei einem Kippschalter. Vielleicht solltest Du als die Volumepotis wieder zurücktauschen, oder auch lineare Potis besorgen. Spielst Du viele Zerrsounds mit Volume Swells, um diesen "Violineneffekt" zu bekommen, ist so ein extrem kurzes Einfaden vielleicht sinnvoll - weil es etwas die Kompression im Zerrsound ausgleicht -, aber ich selber überlege schon länger, die Potis wieder zu tauschen oder zumindest einen Widerstand parallel zu löten, der das etwas abmildert. Es gibt aber auch Potis mit speziellem "True Vintage Taper", bei dem die Logarithmik schwächer ausgeprägt ist. Waren mir schlicht zu teuer, aber so kommts dann halt...

Gruß, bagotrix
 
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Hallo an alle,
vielen Dank für die Hilfe und den letzten sehr lehrreichen Bericht. Da ich noch neu auf dem Gebiet bin habe ich jetzt etwas mehr Einblick bekommen.

Ich möchte die Hollowbody aus China war mit ganz billigen Humbuckern und Podis versehen eigentlich nur Clean für Blues nutzen.
Da der Sound aktuell vieeeel besser als vorher ist werde ich noch nichts umbauen.
Evtl. später mal noch bessere Potis mit denen man gleichmäßiger regeln kann.

Was könntet ihr denn da empfehlen?

Vielen Dank nochmal und beste Grüße
Hans-Guenther
 
Das ist leider echt eine Sache, die man ausprobieren muss, denn die Streuung scheint erheblich zu sein bei dem, was die Hersteller unter logarithmisch verstehen.

Ich hatte vor den CTS immer "irgendwelche" Potis genommen, entweder von Rockinger oder aus der Kiste beim Händler. Die waren nie so "spitz" in der Regelcharakteristik, hatten aber auch eher 470-480 KOhm als 510 und mehr, wie es meine nach Widerstand ausgesuchten haben.

Wenn Du mit einem leicht abgemilderten Höhenbereich leben kannst, kannst Du mal wie oben angedeutet versuchen, einen Widerstand parallel zum jeweiligen Volumepoti (also zwischen den beiden Anschlüssen, die nicht an der Gehäusemasse hängen) zu löten, so um die 1-2 MOhm. Das werde ich bei meiner LP jetzt jedenfalls mal in Angriff nehmen, um den Regelbereich etwas zu erweitern.

Was mich bei der Tesla-Zeichnung übrigens auch wundert, sind die Kondensatorwerte von 0,047 µF, das ist schon recht viel. Bei HB sind eigentlich 0,022 üblich, beim HalsPU ziehen viel sogar 0,015 oder 0,010 µF vor. Damit wären auch die Tonregler über einen weiteren Regelbereich nutzbar. Gerade bei Cleansounds sicher kein Fehler.

Gruß, bagotrix
 
Hallo bagotrix,
Habe nur 0,022 Kondensatoren von Orange Drops drin.
Gruß Hans-Guenther
 

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