Schlagzeug Schnitt

von digiman, 05.03.06.

  1. digiman

    digiman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.03.06
    Zuletzt hier:
    16.04.10
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.03.06   #1
    Hi.

    Bin neu hier im Forum und hab schon mal eine Frage. Welche Erfahrungen habt ihr mit Schlagzeug Schnitt? Ich mache derzeit eine Pop-Produktion und bin gerade dabei bei 10 songs Schlagzeug zu schneiden. Ich arbeite mit Nuendo und habe eine eigene Technik. Nachdem ich lange mit Recycle gearbeitet hab und gefunden hab, dass es einfach zu lang dauert habe ich mir den BeatQuantizer gekauft. Der ist allerdings auch nicht optimal, da wenn man das editierte Zeugl als REX File exportiert und im Nuendo einfügt, bei den Schnitten einfach waveformenteile fehlen-> digitale Knackser sind die Folge. Gestern hab ich eine absolut schnelle Technik entwickelt und zwar den Schnitt direkt im BeatQuantizer zu machen, dann allerdings als .wav exportieren (das heisst zB 300 BD Files, da jeder geschnittene Teil ein eigenes File wird). Im Nuendo hineinziehen, Quantisieren, Crossfaden und dann das ganze noch ein wenig Time Stretchen, damit keine Lücken bleiben. Ist sehr schnell.

    Hat jemande eine bessere Lösung?

    Danke, sam
     
  2. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    24.10.04
    Zuletzt hier:
    4.03.14
    Beiträge:
    3.174
    Ort:
    Plochingen (Stuttgart/Esslingen)
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    5.730
    Erstellt: 05.03.06   #2
    Hm, mir erschließt sich grade die Problematik net ganz...

    Klar, es geht um real eingespielte Drums oder? Gut, aber da gibt es ansich ja nicht wirklich was zu "schneiden".
    Zu deiner Art der Bearbeitung kann ich jetzt auch nich wirklich was zu sagen, kenn das meiste net was du benutzt.
    Nur generell hast du doch pro Instrument eine Audio-Spur im Sequenzer, und wenn die 100% tight eingespielt wurde gibts da ansich ja nix zu schneiden/korrigieren. Wird natürlich seltener der Fall sein, aber dann nimmt man eben den jeweiligen Abschnitt (zB. Snare Schlag) am Nulldurchgang und packt ihn auf die richtige Zählzeit. Je nachdem wie sauber getrommelt wurde ist das halt mehr oder weniger Arbeit...

    Aber worauf du hinauswillst...:confused: ?
    Klingt für mich ehrlich gesagt alles andere als schnell, hin und her konvertieren, rumgeschiebe zwischen Programmen, Cross-faden...öhm :screwy: Erläuter doch mal genauer :)

    PS: Also was du unter "Schlagzeug Schnitt" verstehst wäre halt mal interessant.
     
  3. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    05.07.04
    Zuletzt hier:
    5.12.16
    Beiträge:
    8.057
    Ort:
    Frankfurt a.M.
    Zustimmungen:
    561
    Kekse:
    21.124
    Erstellt: 05.03.06   #3
    Hi Sam,

    erst einmal willkommen im Forum. Bestimmt gibt es eine andere Lösung.....aber mir ist Deine Vorgehensweise auch nicht ganz klar. Bitte noch ein paar mehr Infos dazu - man muss zu viel raten, warum Du es so machst, wie Du es beschreibst...........;)


    Topo :cool:
     
  4. digiman

    digiman Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.03.06
    Zuletzt hier:
    16.04.10
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.03.06   #4
    nett, gleich 2 responses. danke erstmal :)

    also zur erklärung: ja es geht um ein natürliches schlagzeug. ich produziere sehr viel pop zur zeit, mit loops und natürlichem zeugl. ich nehme hier in wien mit wirklichen szenedrummern auf, aber meine erfahrung ist, dass der beste drummer oft nicht 100% tight ist. das ist bei einer rockproduktion nicht so ein problem, aber bei ausproduziertem pop ist das schon eins.

    zu dem vorschlag mit den einzelnen schlägen setzen...das ist halt nicht ganz leicht-da fängt die problematik ja schon an, denn du musst ja immer alle spuren schneiden. kannst ja nicht einen snareschlag korrigieren, der dann in den overheads oder in der hihat spur wieder drin ist...also musst du alle spuren gleich schneiden und setzen. im nuendo geht das mit einer ordnerspur ganz gut. die nuendo schnitte sind allerdings nicht optimal...darum schneid ich im beatquantizer und auch im recycle.

    diese technik die ich verwende habe ich zusammen mit einer produzentengemeinschaft aus nashville entwickelt und es würde mich jetzt sehr überraschen eine bessere variante zu hören. bin mir nicht ganz sicher ob wir da wirklich auf der selben bearbeitungsebene reden:)

    wie schneidet ihr ein schlagzeug, dass 100% auf klick sein muss? wie quantisiert ihr es? mit hitpoints? auch eine gute variante, allerdings mit tücken...gut, genug für jetzt. ich geh schlafen! freu mich auf weitere posts!

    sam
     
  5. antboy

    antboy Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.06.04
    Zuletzt hier:
    31.10.14
    Beiträge:
    1.004
    Ort:
    Ursa Minor Beta
    Zustimmungen:
    64
    Kekse:
    2.573
    Erstellt: 06.03.06   #5
    hi, mal ne frage: wenn der beat so 100% exakt sitzen muss, wärs dann nicht besser, die drums gleich zu programmieren? das "echt klingen" der drums kommt ja nicht nur durch den sound, sondern durch die menschliche unzulänglichkeit beim timing, außer der drummer ist wirklich nicht gut, was laut deiner beschreibung ja nicht der fall ist.
    ansonsten, wie wärs mit triggern, da musst du dann immer nur eine spur schneiden, wenn z.b. ein snareschlag nicht sitzt.
     
  6. digiman

    digiman Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.03.06
    Zuletzt hier:
    16.04.10
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 06.03.06   #6
    also ich bin kein prinzipieller gegner von schlagzeug setzen, vor allem in zeiten von BFD, und ich geb dir schon recht, dass das nicht ganz genaue timing ja eigentlich das interessante am natürlichen schlagzeug ist, aber eines darf man nicht vergessen. egal wie gut man programmiert, einen echten zeugler kann man nicht ersetzen. und ausserdem hat jeder zeugler sein phrasing und seinen anschlag und durch triggern vermindert man die charakteristik des einzelnen schlagzeugers, was in meinem fall nicht gut ist. ich bin oft konfrontiert mit der meinung, dass ein quantisiertes schlagzeug unsinn ist, weil man dann gleich setzen kann, wenn mans so genau will-das find ich mittlerweile nach etlichen produktionen mit genau der technik - den schlagzeuger spielen zu lassen und danach zu quantisieren - nicht. natürlich schneid ich da nicht bei jeder nummer jeden ton-das wäre übertrieben, aber es gibt songs, die müssen einfach tight sein und da ziehe ich es vor das schlagzeug zu quantisieren und das resultat klingt eigentlich immer sehr gut...zumindest bekomm ich das gesagt :)
     
  7. JeyPee

    JeyPee Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.09.05
    Zuletzt hier:
    18.08.14
    Beiträge:
    134
    Ort:
    MG
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    48
    Erstellt: 06.03.06   #7
    Deine Problematik verstehe ich, würde sie aber nicht unterstreichen...

    Ich mache auch sehr viele POP-Produktionen, indenen alles genau sitzen muss.
    Aber da gibts für mich nur 2 Möglichkeiten:
    1. Drums programmieren, klingt gut und poppig, fehlt aber die "MENSCHLICHKEIT" drinne.
    Dynamik kriegt man da trotz allem mit ein paar Tricks sehr gut rein.

    2. Einen Drummer nehmen, der den SOng an einem Tag einprügelt. Der ist dann aber leider nicht ganz
    100%ig drauf, aber genau das möchte ich ja, wenn einen Drummer aus Fleisch und Sticks
    dahinsetze.

    Deine Schneidetechnik finde ich auch sehr aufwendig. Ich weiß ja nicht in welchen Bereichen du dich bewegst, aber in Cubase SX2 , und ich glaube auch in Nuendo, kannst du doch mit 60fps arbeiten.
    Und das reicht doch dicke, oder?
     
  8. digiman

    digiman Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.03.06
    Zuletzt hier:
    16.04.10
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 08.03.06   #8
    ...was genau meinst du mit 60fps müssten reichen?
     
  9. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.06.04
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    655
    Ort:
    Österreich | Tirol
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    459
    Erstellt: 08.03.06   #9
    Also ich würde mal meinen, man kann ein programmiertes Schlagzeug schon so gut vermenschlichen, dass du dir da eigentlich den echten Drummer (vor allem bei Pop) sparen kannst. Ich habe in der Ausgabe Key´s (ich glaub` das war die Dezember-Ausgabe) mal einen Bericht bzw. einen Workshop gelesen in dem Tipps standen, wie man seinen Drumcomputer (in diesem Fall "Battery") menschlich kingen lassen kann und ich war äußerst erstaunt darüber was es da an Tricks gibt ... unglaublich, das kann ich dir sagen!
    Der Meshuggah Drummer hat das letzte Album auch mit Drumkit from Hell, also einem Drumcomputer eingeklopft und es klingt einfach nur fantastisch!

    Grüße

    Manuel
     
  10. JeyPee

    JeyPee Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.09.05
    Zuletzt hier:
    18.08.14
    Beiträge:
    134
    Ort:
    MG
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    48
    Erstellt: 09.03.06   #10
    In Cubase Sx gibt es im Transportfeld die Anzeigeart des Projektfensters.
    Die steht dann auf Takt, Sekunden, 24fps (FramesPerSecond)oder du kannst die halt auf 60fps schalten. Dann kannst du viel genauer schneiden.

    Zum Drumcomputer muss ich DeathMetal recht geben: Ich mach meine POP-Sachen immer mit dem billigen LM-9, der bei Cubase dabei ist. da kannst du z.Bsp. wenn du ne 8tel Hihat einprogrammierst, die Zähleinheiten auf einer programmren und die "Offbeats" quasi auf der anderen.
    Dann machst du die ZähleinheitenHiHat was lauter und dann hast du die Hihatakzentuierung eines Drummers.

    Das aber nur so als Denkanstoß.
     
Die Seite wird geladen...

mapping