Schneewitchen ist erwacht

von Schnecke, 29.07.05.

  1. Schnecke

    Schnecke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.05   #1
    Hallo Miteinander
    Ihr kennt die Frage, ihr wisst um was ich bitte... also viel Spaß

    Nein... ernsthaft. Bin mir be dem Lied nicht so ganz schlüssig was ich davon halten soll. Vorallem habe ich noch nir mit Refrain geschreiben... Finde das Refrainschreiben ganz schön anstrengend. Der Text muss sich lohnen ihn immer wieder spielen zu lassen. Er muss kurz und pregnant sein. Naja seht mal was ihr dazu meint....

    eure Schnecke


    Eingebettet in grüner Seide
    Liegt sie da
    Ganz friedlich und brav
    in meinem großen Himmelbett
    und zwischen den unschuldigen Vorhängen
    aus weißem Tüll
    funkeln rote Rosen
    ihren lieblichen Körper an
    jener der umschlungen von seinen Armen
    sich leise hebt und senkt
    Schöne Nacht mein Kind...

    Refrain
    Schneewittchen liegt in meinem Bett
    ihr Körper umschlungen
    von grüner Seide
    Und ich
    ihre Schwester Dornröschen
    schlief nebenan
    doch nun erwacht aus erzwungenem Schlaf
    habe ich sie endeckt

    Durch das Fenster bricht Licht herein
    erhellt das zarte Gesicht
    die roten Lippen
    die verräterisch beben
    schwarze Locken
    kräuseln sich auf seiner Brust
    Seine Hände beschützend um ihre Taillie
    seine Wimpern aufgeregt zuckend
    Was mögt ihr wohl träumen,
    meine Kinder?

    Refrain...

    Bin ich die böse Stiefmutter?
    Kein Spiegel machte mich neidisch
    Keinen giftigen Apfel bot ich dir an
    Keinen Jäger heierte ich an
    eher hielte ich mir selbst die Waffe an den Kopf
    Doch nun
    liegst du im falschen Bett
    Wie so oft Schneewitchen
    Eingerringt von meinen Dornen
    im weißen Tüll
    Ruhst du nun
    Und ich wache
    bist du erwachst
    Wann schreckst du auf
    und ich mit dir
    aus diesem bösen Traum?
    Refrain....

    Mein Kind hast du schlecht geschlafen?
    Mein Kind, hast du schlechte Träume
    Mein kind ahnst du etwa
    das ich es weiß?



    Ps: Zum besseren Verständnis des Textes ist zu sagen; Meine Texte sind meist autobiographisch und handeln somit von einer bestmmten Sequenz meines Lebens die mich sehr beschäftigt hat.

    In diesem Text geht es um Verrat, ausgeheckt von zwei Menschen die mir alles bedeudetet haben... wenn ihr sonst was nicht versteht fragt einfach :))

    Unterlegen wollte ich das lied mit A-Gitarre und Klavier... weiß ich aber nicht so recht. Würde mich freuen wenn ich auch dafür ein paar ratschläge kassieren könnte

     
  2. Schnecke

    Schnecke Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.05   #2
    Hmmm.... ganz schön traurig... so garkeine Antworten :(
     
  3. GigaDrow

    GigaDrow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.05   #3
    hmmm
    ich verstehs nich.

    also der text an sich is nachenklich/schön/peotisch geschrieben. nur entfremdet sich der Sinn von mir :D
    das heißt nich, dass es keinen gibt, lediglich das ich ihn nich verstehe ( kein wunder, wenn ich nicheinmal checke, dass Gretchen von Faust schwanger is :screwy: )

    aber rein vom lesen her schön geschriebn, vielleicht kommt jetzt noch nen anderes kommentar ;)
     
  4. Schnecke

    Schnecke Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.05   #4
    Der Sinn soll eigentlich sein, dass ich meinen Freund und meine beste Freundin zusammen im Bett erwische, nachdem sie eine nacht miteinander verbrach haben.Statt die beiden zu wecken. Setze ich mich quasi vor sie und schaue mir an wie sie da leigen und mache mir gedanken


    Ich war mir bei dem Text wie schon gesgt auch nicht so sicher..+

    Und dann kamen auch noch keine Antworten... hm....:(
     
  5. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.05   #5
    Ich weiß, ich fordere in jedem Thread über Texte gleich die Musik, aber gerade bei einem zwar poetischen doch recht reimlosen text wäre es schön zu hören wie er phrasiert werden soll, denn das ist da wichtig!

    Du bemühst dich sehr um eine märchenhafte Sprache und die gelingt dir auch in den einzelnen Worten, ich finde die Satzstrukturen könntest du ein wenig anpassen, auf der andern Seite ist es ja ein Gedicht und kein Märchen(wennschon dann ohnehin eher ein Antimärchen, wie wir es von Kafka oder Andersen kennen ;) )
    Es zu verstehen ist denke ich auf jeden Fall möglich, also bleib dran, mach die Gedanken wie du es singen kannst(wenn du dir die nicht schon gemacht hast)
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 02.08.05   #6


    Weißt du, wo das schon vorkommt? In Goethes "Unterhaltungen Ausgewanderter", es erzählt der französische Marschall Bassompierre aus seinem leben. Und was hat er gemacht? Er hat die beiden schlafenden mit einem schleier zugedeckt und ist still davongegangen. Fand ich immer sehr anrührend. Ist nochmal literarisch bearbeitet worden, mehr anekdotisch, aber ich weiß nicht mehr, von wem (Binding?), der titel war "Der schleier".

    Ein kompositionsschüler liefert seine abschlussarbeit ab, der lehrer sagt "Das erinnert an Brahms' dritte", "Die kenne ich nicht" "Umso schlimmer!"

    Nichts für ungut!
     
  7. metalgear98

    metalgear98 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.05   #7
    Ich finde den Text echt gut!

    Ist wahrscheinlich sehr schwer in Musik umzusetzen. Sollte es gar nicht anständig gehen, könntest du das Ganze aber auch ruhig als Gedicht stehen lassen, es ist auch so wirklich gut!

    Übrigens: Tut mir Leid für dich, die Geschichte. Ich hoffe das Schreiben darüber hat dabei geholfen es zu verarbeiten...

    Schreib unbedingt weiter - wirklich sehr schön!

    /mg/
     
  8. Schnecke

    Schnecke Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.05   #8

    Das ist wirklich schlimm.... Deprimiert mich jetzt. Hatte gehofft etwas neues zu schaffen. (Hofft man das nicht immer?) Egal....
    Aber danke für die Info
     
  9. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.05   #9
    wieso schlimm?
    dass du nicht die einzige bist, der soetwas passiert ist zwar traurig, aber es heißt nicht, dass du es nicht auch verarbeiten darfst, auf deine weise! :great:
     
  10. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 04.08.05   #10


    Überhaupt nicht schlimm, du hast es auf deine weise erlebt und verarbeitet, schlimmer, wenn ein kompositionsschüler nach jahrelangem studium Brahms dritte nicht kennt. Das ist die mit dem FAE - frei aber einsam -motiv.
    Binding hatte es auch nicht aus erster hand, Goethe auch nicht, der tatbestand wird auch noch öfter vorkommen (Homer kannte ihn auch). Ich wollte dich nicht deprimieren, sondern informieren, und mir fallen immer irgendwelche zitate ein. Du hast etwas ganz neues geschaffen, aber die menschheit ist alt, und was wäre nicht schon mal vorgekommen?
    Aber ist die idee mit dem schleier nicht gut? Und wenn es dich tröstet: unglückliche liebe setzt seelische kräfte frei und gehört als reifeprozess zum leben, kommt übrigens auch schon seit längerer zeit vor. Alles gut?
     
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