Schnelle Jazz läufe :?

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Hey
Ich beschäftige mich zur Zeit mit Jazz doch ich komme einfach nicht mehr weiter !!
Ich bekomme die etwas schnelleren Jazz läufe nicht hin ich weiß nicht was ich spielen muss oder auf was es basiert!
Hier mal ein Beispiel von Oscar Peterson es ist ein ziemlich extremes Beispiel aber diese Spielweise mein ich etwas langsamer (Live from London Oscar Peterson Trio - Chicago ) :
http://www.file-upload.net/download-1043262/03-Chicago.mp3.html

Ich will nicht wissen was er spielt (fast unmöglich) sondern auf was das ganze basiert z.B. von welchen Tonleitern kommt man darauf oder so damit ich mir selber läufe machen kann .
Ihr Jazz Profis müsstet wissen was ich meine !!
Hoff ich :great:
 
Eigenschaft
 
Oha, da fragst du ja vielleicht was :)

Was ich da jetzt höre ist sehr viel Chromatik. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass sich der Herr Peterson an eine Skala hält. Er wird das spielen, was sich grad unter seinen Fingern ergibt. Irgendwas mit Dorisch, Lydisch und Alteriert :) Tut mir leid, dass ich nicht mehr dazu sagen kann. Auf jedenfall halt ne Menge Chromatik.

Und zum Tempo: da hilft nur spielen, spielen, spielen. Wenn möglich mit Metronom...das trainiert das Timing.
 
Hmmmm... Tja.. sowas ist immer schwierig zu erklärnen - vor weil ich nicht weiß, welches Grundwissen Du schon hast.
Solche Läufe setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen.

Erstmal hast Du ne Akkordverbindung als Grundlage - in diesem Fall wohl I-VI-II-V (Rhythm Change) und II-V wiederholt usw.

Zu jedem Akkord gehört ne Skala - daraus kannst Du Dir einiges zusammenbauen.
Z.B. kannst Du natürlich Teile der Skala in Schritten spielen oder in Terzsprüngen (gebrochene Akkorde). Oft werden aber die Töne der gebrochenen Akkorde auch chromatisch verbunden.
Man kann auch mit Pentatoik arbeiten usw. blabla

Es gibt ne Menge Techniken und auch ne Menge Bücher darüber.

Auf jeden Fall solltest Du Dir aber viele gute Solisten anhören - allerdings wenn möglich vorerst etwas langsamer :D
 
OK danke für eure Antworten ich werde mich jetzt noch intensiver Beschäftigen und mal gucken was es so für Bücher gibt!!
Auf jeden fall weiß ich jetzt dass ich die läufe durch Akkorde zusammenstellen kann und durch schwierige Tonleitern ^^
Ich kenn schon die Nuller Akkorde durch die kann man auch einige Läufe erstellen muss man halt lange rätseln.

Übrigens was spielst Du so für Jazz Lieder Funkeybrother ??
 
Technisch ist das, was auf der Aufnahme zu hören ist nicht allzu komplizert. Nur die wahnsinnige Geschwindigkeit läßt das ganze so wild erscheinen. In der Hälfte des Tempos könnte man ähnliche Soloeinlagen auch von irgendwelchen Wald und Wiesenpianisten zu hören bekommen. :D
Vom Ton-Material basiert das meiste auf der Ab-Dur Tonleiter. Außerdem mal kurz F alteriert und am Ende ein übermäßiger Dreiklang.

Der Oscar hat halt unheimlich flotte Finger und ist dabei noch ziemlich exakt auf'm Punkt - da muß man erstmal hinkommen.
Würde mich selbst eigentlich nicht als Jazzer bezeichnen, mach eher Funk/Soul und sowas - außerdem viel Top 40 Mucke weil ich ja von irgendwas leben muß :redface:
Jazz-Standards übe ich meistens zu Hause um mich technisch etwas weiterzuentwickeln (im Moment z.B. wieder "Stella by Starlight") und wenn's die Zeit erlaubt gehe ich auch mal auf ne Jam-Session.
 
Find ich echt cool !!
Kann man davon Leben Berufsmusiker zu sein ? Ich bin nämlich 14 und überleg mir ob ich nicht Musik studieren sollte. Ich spiel Klaver und E-Bass.
 
da musst du dich aber jahrelang sehr gut vorbereiten, von einem guten Lehrer anleiten lassen Gehörbildung machen bis Bonanza kommt - google mal nach Musikstudium Anforderungen, vielleicht kriegst du da einen Überblick, was verlangt wird....
 
Da brauchst du nichtmal zu googeln. Ich denke, hier im Forum findet sich schon reichlich zu diesem Thema.

Ich stand mal vor der selben Entscheidung wie du. Aber das ist dann wirklich eine Einstellungssache. Die Berufsmusiker, die ich kenne, leben irgendwo im vierten Stock in einer Ein-Zimmer-Wohnung. Das war dann halt wirklich nicht das Leben, wie ich es mir vorstelle. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch anders gehen kann !! Es gibt halt Berufsmusiker, und auf der anderen Seite diejenigen, die zwar auch von der Musik leben, aber einen anderen Job haben (Musiklehrer, -pädagoge, usw.). Für ersteres müsstest du nicht unbedingt studieren, wenn du einen guten Lehrer und Talent hast. Für die danach genannten schon eher.

Bei mir war es so, dass ich Musik nicht studieren wollte, weil man nicht weiß, wie das mit der Arbeit aussieht später (gut....wo weiß man das schon). deshalb habe ich für mich jetzt den perfekten Kompromiss. Ich habe in einem Musikhaus eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann (oder auch Aldi-Verkäufer) angefangen. Dort aber in der Keyboardabteilung. So bin ich also immer an meinem Instrument an und ich liebe diese lockere Atmosphäre zwischen den Musikern. Deshalb macht es mir da richtig Spaß. Die Musik läuft weiterhin parallel und daraus kann ja später immernoch mehr werden.
Aber erstmal hätte ich da ein nicht hohes, aber geregeltes und sicheres Einkommen. Und falls ich da irgendwie nicht mehr arbeiten sollte, bekomme ich mit dieser Ausbildung sicherlich irgendwo anders...sei es Karstadt, Aldi oder MediaMarkt....eine Arbeitsstelle. Auch wenn die dann noch geringerer bezahlt ist. Ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus will.

Ich wiederhole mich nochmal: Es ist die Einstellung zum Leben, die da wichtig ist. Ich bin sehr zufrieden, mit dem was ich jetzt mache. Vielleicht würden es andere anders machen. Aber ich bin froh, dort zu arbeiten....

So, fertig :)
 
Zum Top-40/Tanzmucker-Geschäft und ob man davon leben kann oder nicht könnte ich auch noch so einiges schreiben - das hat dann allerdings rein garnix mehr mit schnellen Jazzläufen zu tun...:D
 
Und zum Tempo: da hilft nur spielen, spielen, spielen. Wenn möglich mit Metronom...das trainiert das Timing.
"Timing" läßt sich ganz einfach trainieren... :rolleyes: Wenn man in der rechten Hand z.B.(*) 1/2, 1/4 und 1/8 spielen will, spielt man einfach "ganz straight und ruhig" in der linken Hand 1/8 Noten... So spart man sich das Zählen oder auch ein Metronom etc. :rolleyes: Was man links spielt ist zumindest beim Üben ziemlich egal. Notfalls einfach Tonleitern, einfache Läufe oder gebrochene Akkorde.

(*)Andere Verhältnisse sind natürlich auch möglich: Hauptsache die linke Hand ist mindestens so schnell, wie die kürzeste Note der rechten Hand.

Ich weiss!
Das ganze Verfahren hört sich total bescheuert an. Wenn ich aber bei einem mir unbekannten Stück nur die Melodiestimme vor mir liegen haben, hilft MIR das Verfahren ziemlich schnell in das Stück reinzukommen.
Aber ich bin auch nur ein stümperhafter Amateuer, der zudem oft irgendwelches "geistiges Liedgut" spielt. -- Profis machen das sicher irgendwie anders.
 

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