Schöne Bluessoli für Anfänger

von ticks & leeches, 19.05.06.

  1. ticks & leeches

    ticks & leeches Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.06   #1
    Da ich neben dem shreddern auch noch Blues lernen will, und so mehr feeling und Gefühl bekomme, wollte ich mich nach einem kurzen und schönen Bluessolo erkundigen.
    Solo technisch bin ich ganz gut, aber ich hab keine Ahnung von Blues... also ein nicht so schwieriges Solo:)
    Schonmal Danke;)
     
  2. ReinGarNichts

    ReinGarNichts Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.06   #2
    A, C, D ,D#, E, G A

    A-Moll-Pentatonik mit Bluenote. (Dazu spielt man allerdings A-DUR-Harmonik. Meistens.)
    Einfach drauf rumgurken.
    Das Feeling kriegt man schnell, wenn man auch mal Dinge in die Richtung hört.
    Mit Bendings und Slides kriegt man da eine Menge schöner Sachen.
     
  3. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #3
    Hihi, hast dir anscheinend die Ratschläge deines Shred-Threads doch zu Herzen genommen. ;)

    Naja, was heisst schwierig: bei deinem Speed solltest du vom technischen Aspekt her jedes Bluessolo irgendwie hinkriegen. Aber die Kunst ist nun, da auch Feeling reinzukriegen.

    Ich empfehle dir, dir erstmal die musiktheoretischen Grundlagen des Blues anzuschauen, also Blues-Pentatonik, Bendings usw. Dürfte bei deiner Disziplin ja kein Problem sein.

    Dann hör dir die großen Meister an: Stevie Ray Vaughan, Gary Moore (sozusagen die Blues-Shredder :D ), Jimi Hendrix, Robben Ford usw. und dann auch noch deren Vorbilder: Muddy Waters, John Lee Hooker usw. und versuch herauszukriegen, was die auf ihrem Instrument alles anstellen. (Einen Fundus an Videos von all diesen Leuten findest du auf www.youtube.com.)

    Dann solltest du das Gelernte versuchen, praktisch anzuwenden: lad dir einen schönen Backingtrack herunter (zum Beispiel auf http://jamtracks.narod.ru) und solier dazu, was das Zeug hält.

    Warum sag ich dir das jetzt eigentlich, wo du doch nur ein Bluessolo zum Auswendiglernen haben wolltest? Ganz einfach: ich bin der Meinung, irgendein Bluessolo auswendig zu lernen ist reine Zeitverschwendung. Kein Blueser spielt das selbe Solo zweimal und es kommt bei dieser Musikrichtung auf soviel mehr als Auswendiglernen an. Versuch dein ganzes Herzblut in das Solo zu legen.

    Das kann dir dann auch als Shredder nützlich sein, da es dir hilft einen guten Ton in die Finger zu kriegen, und den braucht jeder Gitarrist, wenn er gut sein will. Vai, Malmsteen, Petrucci... glaub mir, jeder von den Burschen hat sich mit dem Blues intensiv auseinander gesetzt.

    Mein Rat:
    Beschäftige dich mehr mit dem Blues, als nur ein Solo auswendig zu lernen!

    Viel Spaß dabei! :great:

    Michi

    PS: http://de.wikipedia.org/wiki/Blues ---> könnte dir nützlich sein!
     
  4. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #4
    Kleiner Nachtrag, hier sind mal ein paar sehenswerte Bluesolos:

    Gary Moore spielt Red House (->SHRED :D)

    http://www.youtube.com/watch?v=XXYjEMTQRm0&search=gary%20moore%20red%20house

    Stevie Ray Vaughan: Texas Flood

    http://www.youtube.com/watch?v=ThwR2wM6x4Y&search=Stevie%20Ray%20Vaughan

    Stevie spielt mit ein paar alten Meistern des Blues Albert Collins' "Frosty":

    http://www.youtube.com/watch?v=nTtrCU8SQXo&search=Stevie%20Ray%20Vaughan

    Und wenn du sehen, was wirklich schnell ist (auch Stevie) ;) :

    http://www.youtube.com/watch?v=nTtrCU8SQXo&search=Stevie%20Ray%20Vaughan

    Und hier einer der alten Meister, Muddy Waters:

    http://www.youtube.com/watch?v=Ui9j_EB8vgs&search=muddy%20waters

    UND HIER NOCH EIN ABSOLUTES NEGATIV-BEISPIEL, das kommt dabei heraus, wenn man krankhaft versucht, Blues zu shredden (do not try this at home!!!!!!):D
    (Malmsteen)

    http://www.youtube.com/watch?v=CwrpThZcCO0&search=Blues%20guitar
     
  5. ticks & leeches

    ticks & leeches Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #5
    Danke erstmal!
    Man ist Blues geil!!! Ich hab mir n paar videos angeschaut:eek:
    GEIL!!!!!!!!!
     
  6. ticks & leeches

    ticks & leeches Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #6
    Hab noch ne doofe Frage: Hat man eigentlich bei Blues eine andere Grundstimmung. Also ich mein jetzt das man die Gitarre anders gestimmt hat?
    Ich hab das nämlich bei so einer Tabulatur gesehen.
     
  7. It's fun to lose

    It's fun to lose Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #7
    Generell nicht. Noch ein schönes, wie ich finde sehr emotionales, Bluessolo ist das Solo von Claptons Layla. Endgeil! :)
     
  8. Hans_3

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    Erstellt: 20.05.06   #8
    Nein. Umstimmungen sind generell keine Frage des Musikstils - können also überall mal vorkommen.
     
  9. d0mIn0

    d0mIn0 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #9
    Ein sehr schönes und emotionales Blues-Solo findet man auch im Intro von Still Got The Blues von Gary Moore. :great:
     
  10. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #10
    Hihi, so ist's recht. Hab ich schon wieder jemanden zum Blues missioniert.:D
     
  11. I'mNotOkay

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    Erstellt: 20.05.06   #11
    gibts n buch wo man blues lern kann?
     
  12. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #12
    Blues - You Can Use aus dem Voggenreiterverlag

    isbn: 3-8024-0283-9

    inkl cd

    gut aufgebaut und geschrieben und haste viel und lange freude dran

    ackere es selber gerade durch ;-)
     
  13. -=Carlos=-

    -=Carlos=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.06   #13
    @Fingers Freddy: Toller Beitrag. Mir war der Inhalt zwar klar, aber du ahst toll ausgedrückt worums beim Blous geht!
     
  14. ticks & leeches

    ticks & leeches Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.06   #14
    Stevie Ray Vaughan: Texas Flood
    Sagt mir, wie macht man das am besten????
    Das klingt saumäßig geil! Also i hör ja also echt etwas härtere Musik aber das ist auch saugeil( besonders die Gitarre)
     
  15. foxy-s

    foxy-s Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.06   #15
    Dank an Michis Link zu den Top Videos der Profis ,
    unter anderem sieht man man ,z.B. bei Red House vom Jimi Hendrix wo der ...Hammer hängt .
    Ich kann für Blues z.B. die Licks empfehlen , das sind kurze Melodien die man sich auch noch merken kann sind hier viele im Internet zu finden .
    z.B www.Blueslessons.de auch die Pentatoniken sind gut erklärt.
    viel spass Sigi
     
  16. Hans_3

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    Erstellt: 29.05.06   #16
    Schön, dass das gelegentlich mal gesagt wird :great:

    Jein.

    JA: Zustimmung zu dem Satz in dem Sinne, falls jemand meint, durch Tab-Gespiele eben mal schnell Blues spielen zu können.

    Nein: Es macht durchaus Sinn, von bestimmten Stücken zumindest die hervorstechenden Motive (Einleitungen, songtypische Phrasen etc.) zu lernen. Es gibt eine Reihe von Bluesstücken, die wie jeder andere Song auch natürlich nur über bestimmte Tonfolgen/Motive identifizierbar sind (z.B. Red House, Greeny, Dust my Broom, Still got the blues).

    Außerdem bieten Bluesphrasen der Meister natürlich schöne Anreize und Vorgaben, Bendings, Vibrato usw. ebenso schön hinzubekommen.

    Es kommt letztlich drauf an, an welchem Punkt der Entwicklung man sich befindet. Ich hatte früher den Red-House-Blues (Hendrix Studio-Version) mal Ton für Ton drauf. Das war einerseits ein Ergebnis vom Übungsanreiz und andereseits davon, noch ncht genug Eigenes einfließen zu lassen. Irgendwann erledigt sich das aber von selbst und man spielt nur noch die Eckpunkte (Intro sowie einige typische Merkmale) im Original.

    Ähnlich ist das bei "Still Got the Blues". Da sind natürlich das Thema und die kleinen Variationen in dessen Wiederholungen immens wichtig, so wie der Gesang natürlich richtig sein muss. Anfangs hatte ich dann noch ein paar Eckpunkte mit Original-Licks, die ich aber auch nicht mehr spiele, weil das Denken daran meinen persönlichen Flow (Spielfluss) hemmt.

    Die 2, 3 Bluesnummern in unserem Bandrepertoire proben wir absichtlich nie - abgesehen von irgendwelchen Besonderheiten (wie abgesprochene Breaks, an die man sich gemeinsam zu halten hat). Gefühl und Improvisation muss man zum Gig mitbringen pder dort entfalten lassen, proben kann man das eh net.
     
  17. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.06   #17
    Ja, bezüglich der Phrasen hast du natürlich recht. Wobei ichs da auch nie so gemacht habe, ein komplettes Solo zu lernen, sondern ich hab mir nur einzelne Phrasen von einigen Solos rausgehört. Macht meiner Meinung nach mehr Sinn als ein Solo Note für Note zu lernen, weil ein Blueser ja auch nie zweimal genau das selbe Solo spielt...
     
  18. KamiMatze

    KamiMatze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.06   #18
    Danke für die coolen Links Freddy,
    kleine Anmerkung,
    der 3+4 Link sind die gleichen,
    kannst ja mal nacbessern wenn du Zeit hast ;)
     
  19. Fun Tom

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    Erstellt: 30.05.06   #19
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Ich habe im Unterricht mal einige Gary Moore Passagen beackert.
    Als ich meinte sie gut drauf zu haben, hat mein Lehrer mir deutlich gemacht, dass ich zwar die Licks technisch sauber spiele, aber viel zu wenig Seele und "Ton" drinliegt. Er hat mich das mit 1/2 bis 3/4 Tempo spielen lassen und da habe ich auch gemerkt, dass ich nur Licks aneineanderreihe und manches Bending den Zielton nicht genau trifft etc.
    Also habe ich noch eine Weile daran weitergearbeitet und für meinen Ton hat das extrem viel gebracht. Und da ist es eben gut, wenn man ein Original als Referenz dafür hat, wie es klingen kann. Vom Versuch, sowas wirklich möglichst genau hinzukriegen, wird man auf jeden Fall profitieren. seinen eigenen, individuellen Ton kann man dann immer noch entwickeln.

    Gerade ein Shredder muss sich hier glaube ich umgewöhnen.
    Anstelle einer inflationären Menge von Tönen, wo ein einzelner (evtl. falscher) auch nicht so auffällt, hat man beim Blues eher wenige, die man dafür aber zum Klingen bringen muss. Und: man lernt Shuffle Feeling.
     
  20. Hans_3

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    Erstellt: 01.06.06   #20
    Dein Lehrer ist mir sehr sympathisch :D - der weiß offenbar, worauf es ankommt. Das Runternehmen der Geschwindigkeit fördert nämlich so Manches zu Tage, was beim Rumhebbeln auf Speed untergeht. Was man langsam net richtig kann, kann man schneller nämlich auch net!

    Letztes Jahr gab's hier ein ähnliches Thema. Dazu hatte ich spaßeshalber ein File aufgenommen: auf Slow-Motion runtergerechnetes Backing und dann die Gitarre direkt dazu spielen, d.h. dabei Zeit haben, seine Möglichkeiten, den nächsten Ton und dessen "Formung" (Anschlag, Bendings, Vibrato, Triller, HO-PO, Slides usw.) jederzeit bewusst und gezielt einzusetzen. Also Voraus"denken", mit dem Ton arbeiten und nicht Unsauberkeiten hinter Speed zu verstecken...

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