Schritt ins Ausland - Bessere Zukunft?

von Blizzard, 02.03.07.

  1. Blizzard

    Blizzard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #1
    Guten abend liebe Forengemeinde,

    Ich hab erst einmal überlegt ob ich diesen Thread eröffnen soll, da es schon einige Threads über das Auslandsstudium und Arbeiten gibt, aber in diesem woltle ich eine etwas andere Thematik ansprechen.

    Zuerst zur Vorgeschichte ....
    Ich bin seit ca. einem Jahr, als ich ein paar Bekannte und ehemalige Autauschüler von Freunden in Leeds besucht hab, ziemlich angetan von England und denke gerade in schlechten Zeit viel darüber nach, ob ich alles hier hinter mir lassen und wegziehen soll.
    Wegziehen aus meiner derzeitigen Heimatstaft werde ich so oder so, da die Möglichkeiten in Sachen Job und auch Entertainment recht eingeschtänkt ist ... die Frage ist nur wie weit ...
    und das wichtigste : "Is the grass really greener on the other side?"
    In einem Gespräch mit einem Bekannten von dort erzählte ich ihm meinen Eindruck von seinem Land. Mir kahme s so vor das die Menschen dort offener für neue Leute sind, stressfreier mit dem Alltag umgehen und einfach von der Einstellung anders sind.
    Ausserdem haben die auch Klasse Mädchen, mal ganz gegen das Klischée zu sprechen ;).
    Hilfsbereitschaft habe ich dort auch mehr erfahren als ich das von Deutschland gewohnt war, als ich mein Handy in einem Straßencafé liegenlassen hab.
    Das merkwürdige ist nur, das mein Bekannter einen sehr ähnlichen Eindruck von Deutschland hatte und weniger auf sein eigenes Land zu sprechen war :eek: .

    Das bringt mich nun auf die Frage ob es dort wirklich besser ist ...
    Hat jemand von euch vlt. ähnlcihe Erfahrungen mit einem Land gemacht bzw den Schritt raus aus der Heimat gemacht?
    Gibt es vlt. eine Möglichkeit es objektiver einzuschätzen ob das Land eine bessere Zukunft für einen birgt?
    Was meint ihr? "Is the grass really greener on the other side?" :screwy:

    Bin gespannt auf eure Meinung :great:

    Greetz,
    Blizzard
     
  2. switchblade.fin

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    Erstellt: 03.03.07   #2
    guten aben! :)
    ich persönlich hab vor nach meinem studium nach finnland zu gehen. mal abgesehen davon, dass meine verlobte finnin ist, und es geilen heavy metal dort gibt. :p ich finds persönlich einfach klasse dort. is zwar nahe dem polarkreis, und im sommer gefriert dir das, was du bei einem schnupfen in der nase hast ein, aber ich bin dennoch angetan von. ich finde - wie du von england -, dass die leute einfach anders sind. und, es wird ja wohl auch so sein. nur, und das ist meine meinung, sind die leute nie damit zufrieden was sie haben. wenn du jetzt engländer wärst, dann würde dir garantiert was an england nicht passen. nur muß man dann eben abschätzen wieviel einem vom land in dem man nunmal lebt nicht passt. arbeitsplatzmäßig schauts ja gerade schlecht in diesen breiten hier aus. nur ob dus in england besser haben wirst? beine werden dir überall gestellt. es gibt leider kein land, das nur gutes an sich hat. und dennoch, werde ich den schritt wagen und nach finnland gehen. ist nun mal das, was mir am meisten zusagt. und wenn das für dich england ist, dann musst du dort hingehen. und um ein anderes (englisches) zitat anzuführen: "home is where your heart is" :) und wenn die mädls dort gut drauf sind, dann hau rein! :D
    beste grüße, raffe :)
     
  3. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #3
    vielleicht solltest du dir das mit england nochmal durch den kopf gehen lassen....;)


    scherz beiseite, ich habe ne menge erfahrung mit dem ausland - grundsätzlich erstmal die meinung, ins ausland gehen, zum beispiel für eine begrenzte zeit, erweitert den horizont ungemein und ist sehr gut für den charakter.

    das mit dem "freundlicher sein" in der fremde, man kennt als deutscher deutschland ja nun recht gut, alles fremde erscheint daher neu und aufregend. ich denke, dass man in dieser hochstimmung die dinge auch anders wahrnimmt, aber auch auf situationen ganz anders reagiert, da der kopf noch nicht in verhaltensmustern drin und viele routiniert laufende dinge im ausländischen alltag viel aufmerksamkeit und bedacht kosten. so eine profanität ist schon das einfache in england auf der strasse rumlaufen. du glaubst garnicht, wieviel aufmerksamkeit linksverkeher verschlingt!

    aber wir deutschen sind aber auch ein muffiges volk, das steckt uns irgendwie im blute.

    ich komme "grade", vor sechs monaten, aus australien zurück und habe dort zwei jahre gelebt. davor war ich ein jahr in irland. nach drei jahren ausland wollte ich wieder nach deutschland zurück.

    erst fehlen einem die freunde und die familie, dann langsam auch die "deutschen tugenden". ist australien ist nie ein mensch pünktlich, auch keine busse oder bahnen, man kommt, wenn man kann, no worries..das nervt irgendwann.

    worauf du dich einstellen musst, ist aber, dass du nicht mehr einer unter vielen bist. du wirst ein exot sein, deine sprache verrät dich jederzeit, du wirst vieles nicht verstehen und manche "bräuche" oder gesellschaftliche regeln wirst du nicht kennen (cricket regeln?). dein gesellschaftlicher status ist flöten, hier hast du vielleicht abitur oder einen anderen abschluss, kannst dich gewählt ausdrücken, weisst wie und wo man einen personalausweis beantragt oder ein auto anmeldet, kennst das prozedere einer bank usw. das wird dir alles neu sein, du wirst formulare nicht verstehen, nciht wissen, wo du hin musst um wichtige dinge zu erledigen weil du schilder nicht erkennst oder abkürzungen nicht raffst. und so wirst von manchen leuten behandelt, herrablassend, übermässig geduldig und manchmal wie ein kleines kind. das ist ein umstellung.

    ich spreche nicht nur von der sprache, sondern vom gesamten sozialleben.


    aber jedes land hat seine schatten- und seine sonnenseiten. in deutschland kannst du dir sicher sein, du hast einen sicheren, geregelten lauf der dinge. ein urlaub davon kann sehr gut tun. geh doch erstmal für ein halbes jahr, sieh was passiert.


    und ganz ganz wichtig, mach einen sprachkurs! sprache ist alles, das a und o, the nuts and bolts, the nub of the matter, man! dein schulenglisch reicht nicht, auch nicht mit eins plus im abi. auch nicht das plaudern mit den freunden aus leeds (schon garnicht aus leeds). eine busdurchsage, das die linie hier endet, wird nicht rücksichtsvoll ausgesprochen. dann sitzt du als einziger im dunklen bus, ich berichte aus erfahrung!
     
  4. Blizzard

    Blizzard Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #4
    @switchblade.fin: ja die sache ist aber genauso bei dir - wird dir finnland wenn du dort arbeiten gehst, lebst und den grauen alltag durchkämpfen musst immernoch so gefallen wie es dir im urlaub gefallen hat? :o

    @wilbour: mit dem "greener" haste mich nun gekriegt :D ich würde am liebsten einfach mal für 3-6 monate dort leben wollen und ausprobieren, ob es was für mich ist ... nur wie soll man dort 3 monate leben? für 3 monate nen job suchen oder vlt das ganze auf basis eines freiwilligen sozialen jahres gestalten?
    eine umstellung würde es definitiv werden, da stimme ich dir vollkommen zu ...
    aber trotzdem hast du ja auch den schritt gewagt ... wie bist du eigentlich dazu gekommen von land zu land weiterzuziehen ... und wieso ist es besonders schlecht sich an menschen aus leeds sprachlich zu messen :D ?

    greetz blizzard
     
  5. therealpaddy

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    Erstellt: 05.03.07   #5
    Vielleicht ist das so wie wenn man hier nach Sachsen oder Bayern fährt, das hat in beiden Fällen mit Deutsch wenig zu tun. Und ich bin Sachse, ich darf das sagen ^^

    Grundsätzlich finde ich die Idee mit dem Auswandern auch sehr reizvoll. Allerdings ist das eine der schwierigsten Sachen, die man überhapt machen kann, und muss daher genau geplant und organisiert sein. Sprache, rechtliches Grundwissen, ein paar örtliche Gepflogenheiten (nicht nur, wer von außen nach DE kommt, muss ich anpassen, auch wir wenn wir raus gehen müssen das). Also schön lange nachdenken, viel informieren, von hier vorbereiten und dann ab! ^^
     
  6. wilbour-cobb

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    Erstellt: 05.03.07   #6
    Australien bietet dir solch eine Möglichkeit relativ leicht an, mit dem "Work and Travel" Programm. Du bekommst ein Einjahres-Visum, dass dir erlaubt, maximal drei Monate beim gleichen Arbeitgeber zu arbeiten. Darum herrum hat sich ein große Backpacker-Industrie gebildet, mit Vermittlungsagenturen und Arbeitgebern, die genau solche jungen reisenden als arbeitnehmer suchen. einen job zu bekommen ist also relativ leicht.

    die nachteile sind, dass man natürlich hauptsächlich aushilfsjobs und viel erntearbeit bekommt, jobs, für die sich die aussies zu schade sind. ausserdem ist australien nun echt mal weit weg.

    innereuropäisch aber auch USA und wieder australien, sind auslandspraktika sehr beliebt. auch da gibt es einen riesen haufen an agenturen, die praktika vermitteln, sogar das arbeitsamt. der nachteil hierbei ist, das ein bezahltes praktikum ein riesen glück ist.

    wo stehst du denn beruflich? je nach deiner ausbildung bist du vielleicht anderswo ein sehr gesuchter arbeitnehmer. mit einer abgeschlossenen berufsausbildung, wäre ein trip mit einem work and travel visum nach australien kein grosses risiko. alle berufsfelder aus dem medizinischen bereich, mensch wie tier, gastronomie oder auch pädagogen sind da unten sehr gesucht.

    england bietet ein ähnliches visum, was für dich als europäer aber sinnlos ist, du kannst da ja eh arbeiten. es gibt aber agenturen, die sich mit der jobsuche für ausländer in england beschäftigen. solche verträge sind fast immer befristet. gesucht werden deutschlehrer, wieder mediziner aller art und sonst auch eigentlich alles. gleiches gilt für irland.

    ich habe englisch studiert und weltweit für so eine agentur gearbeitet. ich war auch in den USA und korea. besser als englischlehrer....;)

    die leute in yorkshire sprechen ein sehr korrektes und dialektfreies englisch, bis auf den alten dialekt "tyke", aber das ist ja fast ne eigene sprache. die yorkshire-leute halten sich ja auch für sehr kultiviert und gebildet, und so drücken sie sich auch aus. darum meinte ich, die sind einfach zu verstehen.
     
  7. Blizzard

    Blizzard Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.07   #7
    @wilbour: also das mit dem work and travel programm klingt ja sehr vielversprechen und naja ... ein auslandspraktikum ohne bezahlung wäre nicht grad das idealste in der hinsicht, das man sich ja auch noch seine brötchen und unterkunft finanzieren muss :o
    schulisch stehe ich gerade soweit, das ich mein fachabi diesen sommer abschließen werde (auf einem berufskolleg mit it-fachrichtung, möchte ich aber nicht beruflich ausüben), danach folgt erst einmal der zivildienst. also habe ich noch ein wenig zeit ... doch muss man sich ja denke ich mal auch um so ein vorhaben früh genug bemühen ;)

    greetz blizzard
     
  8. wilbour-cobb

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    Erstellt: 06.03.07   #8
    schade, IT-Leute sind sehr gefragt, besonders in den USA und Canada. Australien und England passt auch immer...

    zu work and travel, schau mal hier: Work & Travel Company Australia
     
  9. zion

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    Erstellt: 07.03.07   #9
    ich hab mich in england beworben, wurde zum vorstellungsgespräch eingeladen bin rüber geflogen wurde genommen, und ein halbes jahr später saß ich für 6 montate in england.

    mein tipp:
    such dir erst nen job, der rest ist dann kinderleicht. Wohnung, WG usw. bekommt man sehr schnell, die Engländer lieben es Fragen zu beantworten, ein sehr hilfsbereites Volk.
    Allerdings würde ich empfehlen ne Wohnung wirklich vor Ort zu suchen, die da drüben haben da teilweise so ein paar Dinge die einem Deutschen auf den ersten Blick sehr eingenartig vorkommen, z.B. verlegte Teppische in Badezimmern und sowas.
     
  10. coolbiker

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    Erstellt: 13.03.07   #10
    @wilbour: gibt es so etwas wie "work&travel" nur in australien oder auch in anderen ländern (die am besten nicht gaanz so weit weg sind... ;)? Bzw. ist wark&travel ein spezielles programm von australien oder ein allgemeiner begriff.

    @Blizzard: Wusstest du, dass man Zivildienst auch im Ausland machen kann? Das wäre doch die beste Gelegenheit ohne geldsorgen mal rumzukommen... ?

    bye