Schulmitarbeit?

von Revan, 17.09.04.

  1. Revan

    Revan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #1
    Ich hätt da mal eine Frage, is das bei euch in der Schule auch so wie bei mir, Schreibt dann bitte Welche Schule:

    Ich geh Morgens in die Schule kritzel die ersten paar Stunden irgendwas auf meinen Block, sprich zeichenn usw. , dann seh ich ab und zu den Lehrer an die Tafel kann ich sowieso ned mehr lesen bin 4 Jahre mit 70 -80 % Sehfähigkeit rumgelaufen *g*, Hausaufgaben hab ich schon Jahre ned mehr gemacht *g*. Ich fang halt vor Schularbeiten so 2-3 Tage Vorher an (bei denen ich mir schwer tu), bei normalen Schularbeiten und Tests so 1 Tag vorher, und ich bin jetzt ohne jemals zu wiederholen in der Abschlussklasse und mach dieses Jahr Matura. Is das bei euch in der Schule auch so extrem? Und anscheinend gehts in meiner Klasse mehreren Leuten so *g*. Ich mein theoretisch könnt ich jedes halbe jahr mal in die Schule schaun die Tests und Schularbeiten machen und mir dan mein Zeugniss abholen, is doch echt lächerlich das Schulsystem oder? Gut es gibt immernoch viele Leute die mitschreiben immer Hausübung machen und Mitlernen, das sind dann aber auch die Leute die wochenlang für eine Schularbeit lernen und deren Freizeit sich richtig begrentzt und die bekommen auch nur noten von 1-2, ich bin halt in Hauptfächern so zwischen 2 und 3 und in Nebenfächern so zwischen 3 und 4 weil da mach ich fast gar nix *g*. Aber dennoch ich hab extrem viel Freizeit die die 1-2 haben haben fast keine, es fragt sich also ist eine ein bisschen bessere Note soviel Zeit wert? Und es fragt sich, wonach gehen die Noten, nach Kompetenz?, nach Symphatie?, oder einfach nur nach dem was ein Schüler leistet (die mit 1 ern udn 2 ern lernen halt alles stupid auswendig, gegen sowas strebt sich bei mir jede Faser meines körpers, denn es gibt nichts Sinnloseres ... ). Wie sieht das bei euch so aus? Was haltet ihr vom Schulsystem den inkompetenten Lehrern usw? Ich geh übrigens in eine "Handelsakademie"

    mfg
     
  2. DeadSouls

    DeadSouls Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #2
    och bei mir sah das fast genauso aus. Ich hab dieses Jahr im März Abitur gemacht und in der gesamten Oberstufe, also 11.-13. Klasse, hab ich quasi keine Hausaufgaben etc gemacht, ein neues Mathebuch hab ich mir garnich erst gekauft, Mathe war nie so meins.
    Und zum lernen brauchte ich immer Stress. Wenn ich wusste es sind noch 2Wochen Zeit zum lernen konnte ich mich ncih einfach hinsetzen und anfangen zu lernen, habs oft genug versucht aber nach 20min wars mir zuviel.
    erst so frühstens 2 Tage vor der Arbeit hab ich gelernt, wenn man das Überfliegen von Blättern lernen nennen kann....beim Abi hatte ich einfach Riesenglück, hab mich darauf verlassen, dass in Englisch und Deutsch Textinterpretation kommt und hab kaum was gelernt, es hätt aber auch anders kommen können.
    Im Nachinhein find ich das zwar irgendwo leichtsinnig, wenn ich mir aber anschau, dass die meisten die durchgefallen sind sich schon Monate vorher verrückt gemacht haben muss ich schon schmunzeln
     
  3. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #3
    bei mir läufts ähnlich
    mach diese jahr mein abi
    und hab letztes jahr auf keine arbeit mehr als ne halbe stunde gelernt
    meistens erst am tag der arbeit angefangen usw.
    kam trotzdem mit nem schnitt von 2.3 durch
    find ich dafür ganz ok
    denk mir die ganze "mensch floh, jetzt is es noch n jahr, hast die letzten echt gut und freizeitmäßig sehr locker rumgebracht, streng dich doch zumindest ein jahr an" doch dann fällt mir immer ein, dass ich ja auch nich bissle energie für mein studium einplanen muss und lass es :great:
     
  4. Comrade

    Comrade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #4
    ja,so is es halt in der schule...die is einfach uneffektiv.Reine Zeitverschwendung.
    Die Idee mit dem "nur für die Prüfungen antreten und dann daheim lernen" vertrete ich übrigens auch.

    hab fürs matheabitur (Leistungskurs) erst ein Tag vorher angefangen...trotzdem 9 Punkte (also Note 3).also wirklich,das kann's doch nicht sein...
     
  5. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.09.04   #5
    ging mir genauso. trotzdem n recht gutes abi gemacht

    hätt aber besser werden können, wenn ich einen großen fehler nicht gemacht hätte.

    fang zu dem zeitpunkt für die schriftlichen und mündlichen an zu lernen, wenn du denkst, daß nur die größten pflachpfeifen und arschkriecher jetzt schon anfangen zu lernen.

    hätt ich mehr gelernt.........mag garnicht daran denken :)
     
  6. Comrade

    Comrade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #6
    Nachher is man immer schlauer ...leider gehören wir wohl zu den Leuten die ohne Druck nix leisten können (meistens zumindest)...
     
  7. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #7
    Ich bin sehr cool.
     
  8. Comrade

    Comrade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #8
    ja,das bist du.
     
  9. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.09.04   #9
    find ich ehrlichgesagt auch :D


    Hier kommts schlicht und einfach aufs Fach an ob ich HAs mach oder nich (Für Arbeiten lernen auch :D ). Franz z.B. bringts nich. Der Lehrer diktiert 25 Sätze auf detusch,wir müssen sie übersetzen. Da sind dann schonmal 30min weg.danach korrigieren wir sie noch 15 minuten und die stunde is vorbei.in den letzten 10 sekunden gibt er uns noch hausaufgaben die aber eh nie nachgeprüft werden ...

    In Deutsch is da ganz anders.In der Stunde wird n Buch o.ä. gelesen ( Kafka´s Verwandlung z.B. .. WAS FÜR EIN DUMMES BUCH!!!) und dann darf man zuhause ne Interpretation zu nem Auszug daraus schreiben. Wenn mans nich macht schreibt einem die Lehrerin nen Roman ins heft den die Eltern unterschreiben dürfen,die geht nämlich rum und überprüft ob se gemacht sind -.-


    Und so Sachen wie Geschichte,Bio oder Erdkunde bin ich eh n Naturtalent :D
     
  10. Black_Plek

    Black_Plek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #10
    Auf meiner Schule sieht das anders aus. Vielleicht sagt Euch der Begriff Ulrich-von-Hutten-Gymnasium (die einzige Schule in Hessen, dessen Abitur in Bayern anerkannt wird; wir haben auch bei irgendeinem Wettbewerb aller Schulen Hessens den zweiten Platz der Kategorie "bestes Gymnasium" erreicht) etwas...wie auch immer, das ist eine staatliche Schule, wo noch alte Werte vermittelt werden (Wir müssen aufstehen, sobald der Lehrer den Klassenraum betritt etc.), und da kommt man weiß Gott nicht so einfach mit Faulenzerei durch. Man leistet aber auch in gewisser Weise gerne seinen Beitrag zur guten Schullaufbahn - um das verstehen zu können, muss man sich aber auch mal unser Lehrerkollegium betrachten: Das sind fast ausnahmslos alles Leute, die wirklich zum Lehrer geboren wurden. Mein alter Latein -, Sport - und Klassenlehrer beispielsweise ist eine (im physischen Hinblick) eine Respektsperson, wie sie im Buche steht. Der Kerl ist zwar nur ca. 170 cm groß, aber alleine die Tatsache, dass er 60 Jahre alt ist, Muskelberge bis zum Bersten hat und uns Jungs im Geräteturnen an der Nase herumführt, ist schon Grund genug, ihn als Halbgott zu verehren (allerdings bin ich trotzdem bei ihm in Latein nie wirklich gut gewesen ^^). Dann wäre da noch mein ehemaliger Deutschlehrer, der zwar immer einen femininen Touch hatte aber ein absolutes Genie ist, was die geistige Freiheit und kreatives Arbeiten betrifft (der Typ verwendet Lehrmethoden, die Ihr Euch beim besten Willen nicht vorstellen könnt ;) ), und natürlich mein ehemaliger Mathe-Lehrer, der auch gleichzeitig Direktor unserer Schule ist. Diesen Mann kann man in seiner Erscheinung eigentlich nicht wirklich beschreiben, auch wenn man 1 Jahr lang Unterricht bei ihm hatte. Er verdient sich seinen Respekt nicht durch körperliche sondern einfach durch eine ungeheure geistige Überlegenheit. Der Kerl kennt bestimmt mindestens 800 Schüler meiner Schule beim Namen (auch wenn er vorher nie etwas mit ihnen persönlich zu tun hatte) und besitzt neben einer ungeheuerlichen Intelligenz auch ein riesiges Allgemeinwissen. Wie es mit Geschichte bei ihm steht, weiß ich jetzt nicht wirklich, aber im Grunde weiß er einfach auf alle Fragen eine gut überlegte Antwort, die er dann auch mit ausgezeichneten Fähigkeiten innerhalb der deutschen Sprache zur Kenntnis bringt. Dieser Mensch spricht so, wie die Redakteure bei der Frankfurter Allgemeine schreiben! Im Übrigen bringt ihn auch wirklich nichts aus der Ruhe. Ich habe noch nie erlebt, dass es bei ihm auch nur einen Anflug von Nervosität oder Gereiztheit gegeben hat. Aber solche typischen Methoden des Respektverschaffens braucht er auch gar nicht; sobald er den Mund aufmacht, hört man einfach automatisch hin. Man hat eben dieses Gefühl, dass dieser Mann Dinge sagt, die absolut unfehlbar sind und nur eine Bereicherung für das eigene Ego sein können. Wenn es jemanden gibt, mit dem ich mich gerne über Gott und die Welt unterhälten wollen würde, dann sicherlich nur mit ihm!

    Aber genug der Lobungen. Ich wollte nur sagen, dass es Menschen gibt, die mit ihrer Schule durchaus zufrieden sind.
     
  11. inveteracy

    inveteracy Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #11
    Da haste doch mal Recht....
     
  12. inveteracy

    inveteracy Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #12
    Toll, und was willst du heutzutage mit 3.0?
     
  13. Satan Claus

    Satan Claus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #13
    Schon mit 2,0 Abi kann man sich nicht mehr gut nennen, das fängt bei <1,7 an, alles was unter 2,5 liegt ist eigentlich schon kein Abi mehr sondern mit 'nem ( guten ) Realschulabschluss zu vergleichen was die Chancen angeht.
    Was die Mitarbeit betrifft, hab ich das ganze etwas anders in Erinnerung, bei uns war Schule richtig mit geistiger Anstrengung + Mitarbeit im Unterricht und ein bis zwei Wochen lernen vor Klausuren verbunden...
     
  14. inveteracy

    inveteracy Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #14
    Wie du lernst interessiert doch keine Sau. Aber wenn du keine guten Noten hast interessiert sich auch keine Sau für dich....

    Was für Deppen heutzutage das Abi kriegen...in Bayern...ich möcht net wissen was da in anderen Bundesländern wie Sachsen abgeht...
     
  15. MrDiesfoerg

    MrDiesfoerg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.04   #15
    also ich bin jetzt in der 11 aufm gymi und ich muss sagen bis hierher habe ich nie etwas getan und meine durchschnitte lagen immer bei 2.9-3.5 das ist nicht wierklich ne glanztat und deshalb habe ich mir vorgenommen nen bissel reinzuklotzen und zurzeit macht mir die 11 hammer viel spaß... :D
     
  16. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.04   #16
    Eigentlich kann ich auch net über meine Schulzeit meckern, bin zurzeit in der 12.Klasse. Meine mündliche Mitarbeit ist jetzt nicht gerade die beste, sagen wir so sie war mal besser aber das liegt mir auch irgendwie nich. wennn fragen gestellt werden auf die sowieso jeder die antwort weiss meld ich mich net. ich weiss auch nich das is mir zu dumm irgendwie. mir liegen da eher die kursarbeiten und tests. das is eindeutig meine stärke. em und ja ich fang gerade bei kursarbeiten gerne ne woche vorher an zu lernen. weil ich mir dann nich son stress machen muss, ich ein sicheres gefühl hab und falls ich etwas nicht verstanden hab genug zeit hab um nachzufragen.
    nur bei so sachen wie englisch und spanischtests da fang ich ein tag vorher an.

    nun zu den lehrer. den meisten lehrern auf meiner schule kann man nicht auf der nase rumtanzen. gerade in chemie. unser chemielehrer ist wirklich der beste lehrer den wir haben er wird regelmäßg zum vertrauenslehrer gewählt und die schüler halten zu ihm. aber wehe du machst deine hausaufgaben nicht oder störst den unterricht.
    aber dazu kommt es kaum. ich muss sagen dass das lehrer-schüler verhältnis sehr sehr gut ist und das trägt auch zu einem guten arbeitsklima bei. die meisten sind für einen spass zu haben. und kommen auch gerne ma vorbei wenn man sie zu sowas wie einem 12er camp einlädt

    alles in allem also nix zu meckern :great:
     
  17. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.09.04   #17
    Hmm,unser Schulleiter ist eine null. Erinnert stark an Scharping was seine Reden anbelangt ... 1 Wort alle 5 Minuten ...

    Aber die normalen Lehrer sind wesentlich besser, vor allem wenn man mit ihnen ins Landheim fährt entdeckt man ganz neue Seiten an denen :D
     
  18. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.09.04   #18
    Das dürfte alles sehr von einer Vielzahl einzelner Faktoren abhängen. Es gibt natürlich diese grauenhaften Schulen, da wundert man sich, wie man so viele Schnarchnasen für das Lehrerkollegium nur zusammenkratzen konnte, aber bekanntlich: "gleich & gleich gesellt sich gern"... Nicht zu vernachlässigen dabei auch die Rolle der Kundschaft, sprich Eltern, die ihre Kinder bei so 'nem Verein anmelden, aber auch Schüler, die da bleiben, auch wenn sie sich was besseres suchen könnten.

    Es gibt natürlich Schüler, die müssen nicht viel bis gar nix tun, und kommen trotzdem ohne nennenswerte Probleme bis doch schon recht gut durch. Andere sind eigentlich Dumpfbacken, müssen aber aus Prestigegründen das Abi machen und bekommen von ihren Alten eine Dauerinfusion Nachhilfe spendiert.

    Für Prüfungen lernen bringt nix, auch wenn das schon lange vor meiner Zeit keine/r einsehen wollte. Was man in den paar Monaten, die zwischen den einzelnen Klausuren liegen, nicht gelernt hat, das kann man auch in den letzten beiden Wochen oder gar am Morgen davor nicht beherrschen lernen. Man müllt sich nur den Kopf zu, auch wenn man sich einbildet, das beruhige die Nerven (aber erst nachdem sich fast die ganze Klasse in ihrer Hysterie gegenseitig aufgescheucht hat), und bald drauf isses eh' vergessen (bis sich das Drama in den Abiturfächern sinnloserweise in den Monaten vor den Abschlußprüfungen wiederholt). Besonders ausgeprägt ist das in Sprachen, da hilft nur konstantes Arbeiten. Das ist nicht anders als beim instrumentalpraktischen Unterricht. In Mathe kenne ich mich zwar nicht so aus, aber ich schätze das durchaus auch so ein, daß ein wirkliches Verständnis, das im regulären Unterricht nicht zustandekam, auch nicht nachträglich dadurch passiert, daß man seine Aufzeichnungen liest, die einem vorher schon nicht dabei geholfen haben, oder mit Mitschülern zusammen darüber brütet, denen es ihrerseits auch nicht besser damit erging.

    Das fiese ist, daß in diesem Stile sogar Fächer studiert werden, in denen es wirklich um was geht. Etwa habe ich auf Detailfragen von Medizinern leider schon mehr als oft genug Antworten erhalten, wie das hätten sie mal für eine Prüfung lernen müssen, danach aber gnädig vergessen...
     
  19. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.04   #19
    Meine Grundschule fand ich schrecklich, eine berliner katholische Privatschule. Bis zur vierten Klasse war ich unter den Klassenbesten, weil es normale Lehrer gab. Dann bekam ich einige Lehrer, denen man Sätze zutrauen könnte wie: "Und am dritten Tag schuf Gott das Remington-Repetiergewehr, damit die Menschen sich vor giftigen und gefährlichen Tieren schützen konnten. Und vor Homosexuellen und Ausländern und Juden und..." Das war in gewisser Weise prägend. Zusätzlich eine Klassenlehrerin aus der ehemaligen DDR. Sie hatte Sport studiert, sah auch so aus, hatte auch solche Lehrmethoden und war mit einem Manta-Fahrer verheiratet. Ziemlich schnell passte ich mich leistungsmäßig dem unteren Drittel der Klasse an. In Religion wurde ich so dermaßen häufig angeschnauzt, weil ich keine Ahnung von der Bibel hätte, nicht mitarbeiten würde, inakzeptabel mit den entsprechenden Lehrern umging, aber ich war Messdiener, da konnte niemand etwas gegen sagen oder es wagen mir eine schlechte Note zu geben. Aber meine Antipathie wuchs, im Nachhinein betrachtet auch vollkommen berechtigt, so sehr, dass ich mich von Gott abkehrte und schließlich Satan anbetete. War damals auch viel cooler irgendwie. Aber nicht ganz so cool wie die Claudi666-Geschichte. :D Ich habe meine Grundschule gehasst wie sonstwas, sie haben mir sechs Jahre meines Lebens genommen, ich hasse diese Lehrer bis heute. Ich habe oft den Eindruck, dass es mehr Erwachsene, insbesondere Senioren, gibt, die nicht erwachsen werden wollen als Kinder.

    Deswegen wollte ich auf eine öffentliche Oberschule, ein selbsternanntes berliner Eliteinstitut. Und dort war alles irgendwie viel chilliger. Ich hatte zwar einen großen Wissensvorsprung vor den anderen, die auf öffentliche Grundschulen gegangen waren, aber die neue Chilligkeit gefiel mir so gut, dass ich mich auch hier wieder sehr schnell dem unteren Drittel anpasste. Und so ging es bis zum Abitur. Ich tat nix, nutzte mein agitatorisches und mein rhetorisches Talent um mich immer wieder vor den gefärdeten Versetzungen zu retten und kam so ohne jegichen Arbeitseinsatz bis zur zwölften Klasse. Da traf ich allerdings auf einen Mathe-Leistungskurslehrer aus Bayern, und er unterrichtete nur grob nach dem berliner Schulplan, viel eher nach seinem eigenen. Ich konnte zwar nicht folgen, aber es war eine echte Herausforderung und es hat trotz aller Mühen Spass gemacht. Und nicht gereicht, ich blieb sitzen. Zwei Ausfälle im Leistungskurs, 6 in Sport, 6 in Deutsch, 6 in Informatik weil ich meinen Kopf wieder gegen die Lehrer setzen wollte. Ich verstand ihre Logik auch nicht, ich war dreifacher und amtierender Meister im Wasserball, aber ich kassierte immer Schelte im Sport weil ich für 100 Meter fast 20 Sekunden brauchte, lange Strecken garnicht schaffte, Springen ging auch garnet, beim Turnen sehen Frauen mit 1,40m Körpergröße beim Rollen einfach graziler aus als 90 Kilo-Menschen mit 1,90 Größe, usw. Deutscher Meister im Wasserball, 4 in Sport, wegen anschließender Leistungsverweigerung,6. Vater Informatiker, erster PC mit 10 Jahren (das war 1992, das waren noch andere Zeiten, ein PC war da was ganz Besonderes!!! :D ), wegen grundsätzlich anderer Weltanschauung als der Lehrer mit anschließender Leistungsverweigerung 6. In anderen Fächern ging es ähnlich. Ich war einfach frustriert. Schule war echt das Letzte. Bis dahin war es reine Zeitverschwendung. In jeder öffentlichen Bibliothek hätte ich mit meinem persönlichen Eifer und Wissensdurst schneller und mehr Wissen aufsaugen können als in den 6 (von insgesamt 8) Jahren dort.

    Beim zweiten Anlauf bekam ich andere Lehrer. Mathe tauschte ich gegen Englisch, die Lehrerin blieb allerdings dieselbe, mein Mathelehrer auch. Beide mochte ich, denn sie forderten Leistung gegen gute Noten, und das wusste ich zu schätzen, obwohl ich keine Leistung brachte. Aber das Prinzip schien mir das richtige. Mein LK-Geschichtelehrer, ein kleiner Mann, der stets zuviel zu tun hatte, mochte meinen Zynismus und nahm mich mal beiseite. Er versuchte mir den Kopf zu waschen, was ich zwar versand, aber partout nicht mit mir machen lassen wollte. Aber er hatte mehr Einfluss auf mich als beispielsweise meine Eltern und seine Art imponierte mir. Er sprach so mit mir, dass ich glaubte, dass er glaubte, dass ich großes Potential hätte. Und das, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt über 450 Einträge ins Klassenbuch usw. hatte. Der Lehrer wusste das, doch er sprach irgendwie meine Sprache, und weniger sein Glauben an mein besseres ich motivierte mich als vielmehr seine Art. Und irgendwie war ab diesem Zeitpunkt vieles ganz anders. Ich fand Spass an der Sache. Und zusammen mit ein bißchen geschicktem "Selbstmarketing" kam ich plötzlich ganz gut weg. Und das muss für das Lehrerkollegium ein so großer Unterschied gewesen sein, dass ich plötzlich einen guten Ruf hatte und mir großes Vertrauen entgegengebracht bekam. Das fand ich echt krass. Und ich fing an zu lernen und zu arbeiten und das wurde erneut honoriert. Auf meinem Abi-Zeugnis hatte ich schließlich nur noch eine Vier, in der Mehrheit Zweien und bei der Abi-Verleihung lies ich zu meiner Überreichung Hendrix' Purple Haze spielen. Und wurde von meinen Kommilitonen/innen mit Abstand zum Zyniker des Semesters gewählt.

    Heute bin ich mit fast allen Lehrern auf du und du. Und muss sagen, dass obwohl mein Abi-Zeugnis eigentlich nichts wert ist, erst recht nicht im internationalen Vergleich, und vor allem waren das sieben Jahre, die ich vollkommen verschwendet habe. Aber auch selbst wenn ich sie genutzt hätte, wäre ich nicht sehr viel schlauer gewesen, denn ein Mensch verträgt ein Vielfaches an Input gemessen mit dem, was man in der Schule lernt. Das ist irgendein Firlefanz, zu wenig, zu langsam, und im späteren Leben ohne Belang. Nicht das Schule nutzlos wäre, aber das Schulsystem ist so dermaßen ineffizient, langweilig und voller halbtoter, alter Leute, dass mir scheint, dass der natürliche Lernwille und vor allem der Wissensdurst eines Kindes nachhaltig verkümmert. Mich bringt in diesem Zusammenhang auch auf die Palme, dass es Eltern gibt, die Sätze von sich geben wie: "mein Kind soll noch nicht zur Schule, es soll noch was von seiner Kindheit haben" oder so Ähnliches und sie deswegen vor den Fernseher setzen. Kinder müssen raus, bei jedem Wetter, Kinder brauchen Herausforderungen, und Kinder brauchen ein großes und zugleich enges soziales Umfeld. Was in meinen Augen heutzutage gleichzusetzen wäre mit: Kinder brauchen weniger Eltern. Mir ist unklar, wie und warum man so eine beschissene Weltsicht unterhalten kann, die Kinder so verkümmern lässt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber es ist die Regel. An dieser Stelle möchte ich einen Text von Hundefeind.de einfügen. Eigentlich ganz witzig, aber leider kann man sehr deutliche Parallelen zu Eltern ziehen:

    "Die 4 Phasen im Lebens des Hundes

    Phase 1:
    Totale Euphorie.

    Der frisch gebackene Hundebesitzer hat sich oft extra Urlaub genommen,
    um den neuen Hund einzugewöhnen.
    Er geht daher begeistert dreimal täglich mit dem Hund eine große,
    oft mehrstündige, Waldrunde spazieren.
    Der Hund wird gewissenhaft dem Tierarzt vorgeführt,
    bekommt alle notwendigen Impfungen, Wurmkuren etc.
    Das Futter ist sehr abwechslungsreich, oft wird teures Frischfleisch zugekauft,
    der Hund wird regelmäßig gebürstet und hat gesundes, glänzendes Fell.
    Es wird der Versuch unternommen, den Hund zu erziehen.
    Der Hunderhalter hält sich dabei streng an seine Prinzipien:

    # Der Hund darf nicht ins Bett
    # Bekommt nichts vom Tisch
    # Darf keine fremden Menschen anspringen
    # Die Pfoten werden nach Spaziergängen an der Haustür gereinigt
    # Darf nicht aufs Sofa
    # Wird regelmäßig gebadet


    Sogar Freunde kommen zu Besuch, um mit dem neuen Hund eine große Waldrunde zu drehen,
    oder es wird sich mit anderen Hundebesitzern zusammengetan, um gemeinsame Wanderungen zu unternehmen.


    Phase 1 kann, wenn es gut läuft, bis zu drei Monaten anhalten.

    Phase 2:
    Nachlassendes Interesse.

    Der Reiz des Neuen ist verflogen.
    Dem Halter werden zeitraubende Spaziergänge immer mehr zur Last.
    Der Hund wird immer noch dreimal täglich ausgeführt,
    jedoch morgens und abends nur noch ganz kurz und mittags dann manchmal eine etwas größere Runde.
    Damit der Hund trotzdem noch genug Bewegung bekommt, wird er manchmal "ausnahmsweise" in der Wohngegend ohne Leine laufen gelassen, damit er sich ein wenig austoben kann.
    Gelegentlich springt er dabei fremde Menschen an.
    Der Hund bekommt nur noch Dosenfutter und machmal, wenn etwas übrig geblieben ist, vom Tisch.
    Der Halter verzichtet auf die aufwändigen Reinigungsprozeduren und auch das Fell wird nicht mehr gebürstet.
    Manchmal, wenn es geregnet hat, sind schlammige Pfotenabdrücke auf dem Teppich zu erkennen.
    Das Schlafen des Hundes auf dem Sofa wird toleriert, da er es in der Abwesenheit des Halter ohnehin schon immer getan hat.
    Der Hund darf allerdings immer noch nicht ins Bett.

    Phase 2 dauert in der Regel 6 bis 12 Monate an.

    Phase 3:
    Voranschreitender Verfall.

    Das Fell des Hundes wird durch die ungesunde Ernährungsweise stumpf.
    Der Hund hat seine ersten Flöhe und fängt mangels Bäder allmählich an zu riechen.
    Zecken werden nicht mehr entfernt und fallen irgendwann von alleine in der Wohnung ab,
    wo gelegentlich versehnlich draufgetreten wird.
    Auf dem Sofa und auf den Autositzen befindet bereits ein dichter Haarflaum, einige Möbelecken sind angeknabbert.
    Ab und zu wird der Hund beim aus der Toilette trinken ertappt und ausgeschimpft.
    Der längst fällige Tierarztbesuch und die Wurmkur geraten in Vergessenheit.

    Ausgedehnte Waldspaziergänge gibt es nur noch an Feiertagen.
    Der Hund kommt nur noch morgens und abends einmal kurz raus.
    Wenn der Halter Raucher ist, ist der nächstgelegene Zigarettenautomat ab sofort der Wendepunkt des Spazierganges.
    Dem Hund wird billigeres Trockenfutter, sowie aus schlechtem Gewissen, regelmäßig etwas vom Tisch angeboten.

    Ab und zu findet der Hundebesitzer morgens eine noch handwarme Überraschung auf dem Wohnzimmerteppich.
    Diese wird entfernt und der Teppich danach an der Stelle aufwändig mit Fleckensalz behandelt.

    Phase 3 dauert 12 bis 24 Monate an.


    Phase 4:
    Der unaufhaltsame Verfall.

    Das Fell des Hundes ist verfilzt und weist an einigen Stellen Löcher auf.
    Vor allem im Halsbereich fehlt das Fell komplett, da sich nicht mehr die Mühe gemacht wird,
    dem Hund nach dem Spaziergang das schwere Halsband abzunehmen.
    Augen und Ohren des Hundes sind verklebt.

    Der Geruch des Hundes hat sich überall ausgebreitet, die ganze Wohnung stinkt nach Hund.
    Die Autositze lassen sich mit handelsüblichen Tankstellenstaubsaugern überhaupt nicht mehr reinigen.
    Als Futter wird palettenweise die billigste Bückware gekauft, das aus der Toilette trinken
    wird toleriert und der Wassernapf schließlich gar nicht mehr befüllt.


    Die Teppiche in der Wohnung werden aus Schamgründen nicht mehr zur Reinigung gebracht.
    Frische Kackhaufen in der Wohnung werden mit Küchenpapier abgedeckt und erst im Dutzend abgesammelt.
    Von den Teppichen steigt ein beißender Urin-Ammoniakgeruch auf.
    Die Möbel in der Wohnung sind stark ramponiert, das Sofa ist vollständig in den Besitz des Hundes übergegangen.
    Besuchern kann nur noch die Küche zugemutet werden, da diese gefliest ist,
    im Auto liegen Handtücher zum Abdecken bereit, damit auch Menschen sich auf die Sitze setzen können.
    Das Bett des Hundehalters wird nur noch sporadisch neu bezogen und ist Brutstätte für längst ausgestorben geglaubte Pestüberträger geworden.
    Einige Parasiten haben sich den Halter als neuen Wirt ausgesucht.
    Der Halter trägt auch im Sommer lange Kleidung, um die Flohstiche zu verdecken.

    Der Tierarzt hat zwischenzeitlich die Karteikarte des Hundes wegen jahrelangen Fernbleibens vernichtet.

    Da der Hund nur noch auf einmal tägliches Rausgehen zum Zigarettenautomaten konditioniert ist,
    erleichtert er sich bereits nach wenigen Metern auf den Gehweg, aus Angst, weitere 24 Stunden versuchen einhalten zu müssen.

    Der Hund beherbergt mittlerweile drei verschiedene Wurmarten.
    Abgestorbene Ektoparasiten finden sich vermehrt im Bett und auf dem Sofa.
    Der Hund hat gelernt, sich zusätzlich aus dem Abfalleimer zu ernähren und bettelt ständig bei Tisch.
    Es kam bereits zu ersten Übergriffen auf spielende Kinder, Jogger sowie Radfahrer.
    Die Hundehaftpflichtversicherung musste mehrmals in Anspruch genommen werden.

    Phase 4 endet nur noch mit dem Tod des Hundes.
    Daher kann diese Phase bis zu 15 Jahre andauern."


    Und eigentlich könnte es mir voll egal sein, was die anderen mit sich selbst und mit ihren Kindern machen, aber letzten Endes kann es das doch nicht. Denn wenn jetzt eine Generation nach der anderen aufwächst, die so schlecht Lesen und Schreiben können, dass sie nicht einmal ihren Sozialhilfeantrag ausfüllen können, dann würde ich gern wissen, wer mir laut Generationenvertrag meine Rente bezahlen wird. Oder bei wem ich in Zukunft noch wertige Produkte und Dienstleistungen werde bekommen können. Eine Lösung des Problems wäre die Auswanderung. Es gibt schließlich Länder, wo die Unterschiede zu Deutschland im positiven Sinne wie Tag und Nacht sind. Allerdings ist die Sache, wer mich im Ausland mit meinem wertlosen deutschen Abitur überhaupt will. Wenn es dann noch schlecht ist, naja, dann bin ich wieder bei der Nacht. Eine Lösung dieses Problems könnte sein zu studieren. Mach' ich ja auch, ein brauchbares Fach sogar. Allerdings ist es auch hier wieder so, dass die miserable Situation der Schulen sich in den Universitäten wiederholt. Und so steht wieder die Frage im Raum, wer mich mit meinem wertlosen deutschen Diplom im Ausland noch haben will. Eine Lösung dieses Problems wäre möglicherweise eine Promotion oder gar Habilitation. Ein Doktoren- oder Professurtitel hat schon einen gewissen Wert, auch im Ausland. Doch stellt sich mir auch wieder hier die Frage, wer mich mit meinem Titel im Ausland überhaupt noch will, wenn er doch aus seinem eigenen Land viel mehr und vor allem viel bessere und praxisbezogenere, meist noch richtig in der Wissenschaft tätiggewesene Titulierte haben kann, weil er doch weiß, dass Deutschland schon längst auf einem rapide absteigendem Ast sich befindet? Jetzt im ernst, sogar Frankreich hat uns im europäischen Vergleich überholt, und das ist wirklich schlimm! Und da komme ich was die Lösungsansätze betrifft mit meinem Latein langsam aber sicher zum Ende. Was beim deutschen Lateinunterricht, stilecht: quod erad demonstrandum...
     
  20. Blind

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    Erstellt: 18.09.04   #20
    Ziemlich interessante Ansichten. Den von Heike geschriebenen Text sollte ich mir mal zu Herzen nehmen.
    Ich lern' (bzw. versuche es) zwar fast jeden Tag, aber für ca.10 Fächer (12. Klasse) ist es schwer sich regelmäßig dahinterzuklemmen. Übrigens bin ich da wahrscheinlich noch einer der Besten. Mein Bruder lernt sehr selten und Hausaufgaben (wenn er überhaupt welche bekommt - 13. Klasse) macht er eigentlich aus Prinzip nicht. Da Lob ich mir Lehrer die Hausaufgaben kontrollieren und abfragen, denn so wird jeder gezwungen das zu machen und lernen wirklich mal was oder sehen wo ihre Probleme liegen.

    Ich hab' im Moment das Problem. Das ich jeden Tag (außer Freitag) um halb 4 zu Hause abkomme, esse und sofort ab zur Fahrschule/Musikschule/andere Termine (jeden Donnerstag beim Hautarzt :rolleyes: ). Dann noch 2-3 mal eine halbe Stunde Sport und man hat gerade mal noch 1-2 Stunden am Tag, welche man dann gezwungener Weise ins Lernen investiert. Nur bringt so ein Stress dann auch nichts Positives mehr ...

    Ich glaube nicht das unser Schulsystem (Ok, in Sachsen-Anhalt is' die Benotung sinnlos) scheisse ist. Sondern eher die Lehrer. Manche Lehrer sind streng, und trotzdem sympathisch und freundlich. So muss das sein. Wenn man keinen Druck bekommt, is' alles für'n Arsch.

    Ok, die Fernsehjugend will ja auch gar nichts mehr lernen. Und so setzen sie sich perspektivlos jeden Tag vor den Fernseher und träumen davon Popstar zu werden ...