selbstbaufragen

von museager, 30.11.04.

  1. museager

    museager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.04   #1
    also ich will mir nen neuen bass baun, denn mein problem ist nicht das geld, sondern es zusammenzu bekommen, ich würde es nie schaffen 600? oder so für nen bass zusammenzusparen, beim selberbaun allerdings sind das ja imemr kleine teilschritte zu kaufen usw., von daher: vorteilhaft :)

    aber zur eigentlichen sache.

    geplant: 5-saiter mit 24 bünden
    selbst zu bauen: alles, das mit holz zu tun hat, evtl. noch die pickups (aber ich glaub eher nicht, das wickeln würde mir doch zu sehr zu schaffen machen ;) )
    wünsche: sehr warme, runder ton, deswegen (und wegen der geilen spielbarkeit und "laufruhe") flatwound's. passiv (ich bin kein freund von akkus *gg*)

    fragen: - welches holz ist zu empfehlen für: body, hals, griffbrett, kopfplatte
    - was für tonabnehmer sind zu empfehlen? ich bin formmäßig eher für diese großen vierecke, die beide gleich aussehen.. z.b. wie bei dem hier:
    klück müch!
    - gibt es irgend eine seite wo viele verschiedene bodyformen gezeigt werden? bin noch zu unentschlossen usw.

    und bitte keine links wegen der holzfrage, hab grade schon viel gelesen aber bin deswegen nur noch verwirrter geworden und bin bis jetzt für mahagoni..also bitte beim holz KONKRET WERDEN, möglichst noch mit begründung oder sowas :)

    dankeee schonma. wenn mir noch mehr einfällt (und das wird es sicherlich), dann frag ich wieder :) (und ich könnte wetten, heike und ak werden hier posten :D )
     
  2. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.12.04   #2
    Sowas hatten wir doch erst neulich... Und hoffentlich hast Du in 3D jemanden, den Du in praktischen Belangen konsultieren kannst...

    An Flats für 5er empfehle ich die ultrafetten und nasenfreien Pyramid Gold.

    Schön konservativ-fette passive PUs für 5er macht Lindy Fralin, Rio Grande und DiMarzio.

    Soll's eigentlich ein Schraub- oder durchgehender Hals werden?

    Mahagoni ist in Sachen "sehr warme, runder ton" schon haargenau was der Arzt verordnet. Für mehr Definition und Biß gerne mit einer mind. ¼" dicken Ahorn- oder Walnußdecke (Sorten jeweils nach klanglichen wie ästhetischen Vorstellungen auszusuchen). Auf die Kopfplatte stylisherweise bitte ein Furnier aus demselben Holz.

    Für den Hals schlage ich aus Stabilitätsgründen, sowie um die Höhen intakt zu lassen, Ahorn vor. Wobei nun Geschmackssache ist, ob was weicheres (in Materialbeschaffenheit wie Ton) wie flame maple, oder was härteres wie Vogelaugenahorn. Für mehr Definition kann man einen mehrstreifigen Hals erwägen, etwa 2 Lagen Ebenholz, Bubinga oder Purpleheart zwischen 3 Streifen Ahorn (sinnigerweise hierfür den harten Eastern Maple).

    Klassische Griffbretthölzer mit treble roll-off sind die meisten Palisanderarten (Ausnahme ist Coco Bolo mit beißenden Höhen und absoluten Wuchtbrummen an Bässen), sowie Bubinga.

    Bei den Korpusformen nimm nix zu kleines, denn von nix kommt nix, gerade wenn der Sound so richtig schön vollfett sein soll. Ästhetisch finde ich so einges von Alembic am schönsten (nämlich Triple Omega + Revolver-Grip Upper Horn, Rogue und Epic — Essence ist zu mickrig). Ergonomisch ist Spector NS wohl das beste.

    Was Hardware angeht, an Mechaniken gefallen mir seit Jahrzehnten Schaller M4 Mechaniken... An Brücken könnte mir die neue Hipshot A mit through body stringing Option gefallen...
     
  3. museager

    museager Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.04   #3
    also in 3d hab ich meinen bruder, der sit tischler. zumindestens von holzverarbeitung hat er ne menge ahnung, der kann damit sachen anstellen, die sind echt geil. ich denk das wird schon gehn (hoff ich zumindest :D )

    ja das mit dem hals hab ich mich auch schon gefragt.. aber bei durchgehenden soll doch irgedwas verlore gehn (hab vergessen was), deswegen war ich bisher für verschraubt (überzeugt mich von was anderem, ich bin noch offen :) )

    mal so nebenbei: gibts eigentlich geleimte bässe? hab ich noch nie von gehört/gelesen :)

    ich nehm lieber den weicheren flamed maple :D

    beim korpus wollte ich auch etwas fetter planen, bin nämlich so ein 2-meter-mensch (und ich bin wirklich genau 2 m groß), da sehen sehr viele bässe einfach wie kinderspielzeug aus (z.b. mein aktueller). und die spector-sachen gefallen mir gut, danke dafür. ich glaub als erster bass ist das ganricht mal so verkehrt. noch andere vorschläge?

    die schaller sind gut, danke :)

    und die hpshot a wird dann perfekt in das gesamtbild passen. ich mag klare linien und glaub das ist auch estmal einfacher. später will ich dann mal was verschörkeltes, aber soweit ist die zeit noch nicht :) ist aber schon relativ teuer die hipshot a, oder? naja, qualität eben. das krieg ich schon zusammen das geld *gg*

    vielen dank bisher, weiter so! :D und sagmal heike, wieso weißt du eigentlich immer, was die leute wollen? *lob*
     
  4. Rojos

    Rojos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.04   #4
    hier kann man mal gucken...hier
     
  5. Heike

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    Erstellt: 02.12.04   #5
    Jetzt muß ich das wegen eines verbugten (verbockten -?) Softwareupgrades nochmal schreiben... :mad:

    Umgekehrt, es geht beim Schraubhals durch die suboptimale Schwingungsübertragung etwas verloren, nämlich Klangfülle, Sustain und oft F0, was aber auch wünschenswert sein kann, wenn man einen trockeneren, definierteren Ton mit mehr Attack haben will.

    Eingeleimte Hälse wie bei Gibson Les Paul oder Alembic Epic haben diese Eigenschaft natürlich nicht, und die angenehme Eigenschaft, daß der intakte Korpus wesentlich mehr zum Klanggeschehen beitragen kann als bloße Seitenteile.

    Erwähnen sollte man schließlich auch half-through Konstruktionen, die es geschraubt oder eingeleimt gibt.
     
  6. museager

    museager Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.04   #6
    also würde ein durchgehender hals nochmerh wärme bringen, ja? würde das dann nicht bald schon ewtas viel wärme werden? ich mein: flatwounds, mahagoni, tonabnehmer.. währ das nicht ein bissel zu viel definition verloren gehn? also ur ma so theoretisch..oder gibt es bereits leute, die sowas gemacht haben? :D

    könnten mir dann mal die ganzen maße für den 5-saiteigen necktrough und geschraubten hals, den korpus und die kopfplate gesagt werden? also ALLE holzteile möglichst? muss das meinem bruder mal irgendwann alles agen, damit das dann zum weihnachten gibt (habt ihr schonmal leuten erzählt, dass ihr holz zu weihnachten bekommet? die schaun dann so komscih *gg*)

    und sind geleimte hälse nicht etwas "abrissgefährdet" durch den viel höheren saitenzug im gegensatz zur gitarre, grade beim 5-saiter?

    @bambulator: danke für die formen :)


    achso: nochma wegen den pickups - ich woltle sowas wie "doppelhumbucker mit schwarzer abdeckung", diese wirklich fetten teile. ich liebe es diese dinger anzuschaun. hab die bei den von heike gelinkten seiten nicht gefunden.. gibts da denn keine schönen? solche hier, nur ohne diese hässlichen metalldinger:
    [​IMG]

    noch was: was ist "F0"?? davon hab ich noch gaaanüscht gehört..
     
  7. deejot

    deejot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.04   #7
    Schau Dich mal bei Delano um:

    http://delano.de

    Dort gibts neben "normalen" Humbuckern auch solche im Music-Man-Format, die auch noch ohne hervorstehende Pole-Pieces (die "Metalldinger"). Wobei man Pickups aber eher nach den Klangvorstellungen kaufen sollte und nicht nach dem Aussehen ;)
     
  8. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.12.04   #8
    Im Sinne von dominanten warmen Mitten eigentlich weniger, da wäre ein eingeleimter, oder halb-durchgeleimter Hals besser.

    Nein, denn beim durchgehenden Hals dominiert der Charakter dessen Hölzer sehr deutlich über die der Seitenteile.

    So mehr oder weniger.

    Klares Nein (vorausgesetzt es wurde nicht gepfuscht).

    Geschlossene Gehäuse haben in der Tat eine bessere Abschirmung als offenliegende Polepieces. Da kommen die amtlichen Teile, je nach Geschmack, von Bartolini, Seymour Duncan Basslines, EMG, Ken Smith gibt's auch zu kaufen, und, wenn man sich's leisten mag, Alembic. Das wären allerdings mehrheitlich aktive Systeme, die bei entsprechender Grundkonstruktion (von wg. "zu" warm, s.o.) auch kraftstrotzend fett und warm klingen können.

    Die Grundfrequenz, etwas eigenwilligerweise auch 1. Oberton genannt.
     
  9. museager

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    Erstellt: 04.12.04   #9
    also zu welcher bauweise würdest du denn raten, wenn du bedenkst, dass es immerhin mein ERSTER SELBSTBAU werden soll.

    und gibts denn wirklich keine schönen doublecoils bzw. powerhumbucker (wie auch immer die dinger heißen) ohne diese häßlichen polepieces? und was für vor- und nachteile hätte ich denn klanglich sowie beim bauen von einem aktiven bass? und wie währ es denn mit selbstgewickelten? eigentlich währe ja mein anliegen vor allem ein über die komplette saitenbreite gehender tonabnehmer in schlichter rechteckform ohne irgendwelche schrauben, die direkt an ihm angebracht werden, sonder irgendwie mit ner blende oder so..weiß nicht, glaub sowas hab ich schnmal gesehn.

    kann mir nun mal einer ein paar maße sagen, die halbwegs hinkommen, gerade für den hals? korpus ist ja eigentlich klar, 50x30x4-5 cm. aber der hals beim necktrough, beim halftrough (wie soll das eigetnlcih aussehn?) und beim geschruabten sind mir von der länge her relativ unklar.


    danke für die geduld und viele hilfe, ich weiß ich bin schrecklich :)
     
  10. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.12.04   #10
    Die meisten Selbstbauer, von denen ich bislang gehört habe, fanden es wohl einfacher, einen Bass mit durchgehendem Hals hinzukriegen.

    Doch, hab' ich doch gesagt.

    Beim Bauen muß man halt Platz genug für die Elektronik ausfräsen, und ein separates Batteriefach wäre nicht schlecht.

    Klanglich kann man aktiv alles haben vom Vintage Jazz Sound PU von EMG über die Saft & Kraft von Smith, oder einen typischeren EMG PU aber mit Sadowsky Preamp (wie auf Sadowsky-Bässen selber zu finden), bishin zu amtlichen Funk-Aggregaten, die Dich jedoch weniger interessieren. Ein Vorteil, den man nicht unterschätzen sollte, ist daß man mit einem niederohmigen Signal nicht so das lästige Problem von Kabelverlusten hat.

    Tja, das kann man machen (oder auch als Custom-Auftrag machen lassen). Ich fürchte nur, daß das viel Trial & Error wird, bevor man das gewünschte Resultat erzielt.

    Aber vielleicht geht's bei sowas auch um die Handwerkerehre. Man kann ja auch eine akustikgitarrenähnliche Piezo-Brücke aus dem selben Material wie das Griffbrett schnitzen... Oder manche Gitarrenbauer schnitzen sogar die PU-Gehäuse aus Holz, und das Elektronikfach besteht aus einer Holzplatte, die aus dem Laminat der Rückseite herausgeschnitten wird, damit die Maserung paßt, usw. usf.

    Gibt natürlich auch welche, die verbauen Bartolini PUs und Hipshot Brücken, weil sie denken, diese Namen ziehen bei der anvisierten Kundschaft...

    Meinst Du mit einer durchgehenden Klinge statt individuellen Pole Pieces? Das gibt's tatsächlich, auch etliche der von mir genannten...

    Kann unterschiedlich ausfallen, je nachdem wie weit man den gehen lassen will. Bis zum Punkt des imaginären 36. Bundes wäre vielleicht ein Minimum (damit sich der Effekt deutlich bemerkbar machen kann), das Maximum wäre bis direkt vor die Brücke hin. Die muß freilich spätestens auf dem Korpus statt noch dem Hals sitzen.

    Die Hals- aber auch Korpuslänge hängt natürlich von der Gesamtkonstruktion ab. Im Falle eines durchgehenden Halses würde man eine Mensur auswählen (Standard ist immer noch 34"), die Brückenposition bestimmen, und dann noch die Strecke zwischen hinterem Ende der Brücke und Ende des Korpus.
     
  11. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.04   #11
    ein punkt (neben finanziellen gründen), warum ich mich noch nicht an einen selbsbau herangewagt habe ist der hals. ich stell mir das mit dem spannstab und der bundierungsgeschichte unglaublich schwierig vor. der korpus ansich dürfte ja kein problem sein mit den passenden geräten.
     
  12. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.12.04   #12
    Ersteren muß man eben in einer Fräsung einlegen, wobei es auch wieder verschiedene Methoden gibt, und es wäre auch zu überlegen, ob man nicht noch Stahl- oder Graphitstränge zur Stabilisierung mit dazupackt. Letzteres zu berechnen hätte zu meiner Zeit ein Teilnehmer des gymnasialen Grundkurses Musik im 1. Halbjahr der Kollegstufe lernen müssen. Es gibt übrigens Literatur zum Thema, an der Interessen nicht sparen sollte, kuckt mal auf die Webseiten von Stumac und Warmoth.

    Das wäre auch noch eine Empfehlung für Leute, die nicht von der Holzplanke an aufwärts alles machen wollen, sich Teile von Warmoth, Rockinger, Stumac o.ä. zu besorgen.
     
  13. museager

    museager Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.04   #13
    muss man beim durchgehenden denn auch noch irgendwelche neigungswinkel beachten oder wird da alles durch den spannstab geregelt? ich glaub, ich werd dann so einen baun.


    und auf den seiten die du gelnkt hast, hab ich sone fetten teile ohne polepieces nicht gefunden, höchstens mal welche, wo keine ausenstehenden schraublöcher waren. und mit dem "durchgehenden" meine ich, das man die polepieces nicht sieht, ich weiß nicht ob sie nur unter ner abdeckung schlummer oder so, auf jeden fall sieht man sie nicht und dass ist wichtig für mich.


    von wegen buch: ich hatte vor, mir das von michael koch zu kaufen. ist das gut?


    kann mir dann jetzt mal einer die maße sagen für den durchgehenden 5-saiter-hals und das griffbrett für 5-saiter-longscale sowie für die kopfplatte (oder sägt man die nicht aus dem hals aus und leimt den dann wieder an in diesem bestimmten winkel?)? das währe jetzt wirklich noch was ich bräuchte :)
     
  14. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.12.04   #14
    Man kann's machen, aber irgendwie bin ich persönlich nicht davon zu begeistern...

    ... würde den auch flachhalten.

    Vielleicht verstehen wir uns hier nicht, beim EMG-40JV5 z.B. ist das Gehäuse so abgeschlossen wie's nur geht, auch wenn drunter tatsächlich die lecker fetten Alnico Polepieces für einem schuften.

    Hatte ich leider noch nie in der Hand.

    Es gibt keine Standardmaße. Gerade bei der Kopfplatte kannst Du dann auch noch Deiner Kreativität freiesten Lauf lassen. Nice to have ist natürlich ein gerader Seitenzug.

    Der Witz am Selbstbau (oder eben bei der Custom Order) ist ja Griffbrettradius, Halsrückseite (Form und Stärke) und die Breiten in verschiedenen Lagen nach eigenem Geschmack zu bekommen.

    Das machen manche Hersteller (z.B. Warmoth beim Gecko), um Holz zu sparen und trotzdem eine stark nach hinten abgewinkelte Kopfplatte zu haben. Aber auch das muß m.E. nicht unbedingt sein.
     
  15. museager

    museager Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.04   #15
    wird denn da die saitenlage nur durch bridge und ähh..diese auflage am oberen halsende geregelt oder wie?

    wegen der tonabnehmer: dir ist schon aufgefallen, dass der emg AKTIV ist? :) und vom prinzip her währe der ja ok, eben nur, dass er aktiv ist und noch ein wenig zu klein. ich meine noch größere. doublecoils oder powerhumbucker oder wie auch immer die heißen. so wie der bei dem bass im anhang, nur möglichst noch ohne das man die schrauben so sehr sieht.

    und wegen der maße: wenigstens richtwerte währe nett :) ich hatte jetzt vor mir ungefähr sonen bass zu baun, wie im anhang zu sehen ist. nur mit kopfplatte eben :) wie währen da die maße UNGEFÄHR für nen 5-saiter-longscale? großzügige richtwerte reichen mir doch schon :)

    wo bekomme ich eigentlich nen flatwound saitensatz her für den geplanten 5-saiter in longscale? hab grad nichts gefunden..

    auf jeden fall schonmal wieder vielen dank für all die infos, bin schon sehr viel schlauer geworden, vor allem, was meine vorstellungen angeht.
     

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  16. Heike

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    Erstellt: 07.12.04   #16
    Gibt sogar verstellbare Sättel (Webster, Warwick Just A Nut). Und die Halskrümmung natürlich mit dem truss rod regeln. Man darf natürlich keine zu tiefliegende Brücke nehmen. Das dumme ist natürlich, daß jede Schiefe, aber aber auch Krümmung, auf die Intonation geht, deswegen sind empfindliche Ohren auch mit bundierten Bässen nie wirklich zufrieden und spielen lined fretless nicht nur nach der Optik.

    Dabei hatte ich Dir die aktiven doch schmackhaft machen wollen... Du kannst natürlich auch den EMG 40DC (dual coil) oder CS (ceramic & steel) nehmen, nur der JV klingt eben so vintage wie es ein aktiver nur kann (und das ist mehr als so manche sog. vintage replacements), und er hat nicht die Nachteile eines passiven.

    Das Foto sieht nach Music Man replacement aus, und die sind alle wie das Original nur mit aktiver Elektronik zu betreiben und müssen die Schrauben da haben wo sie auch das Original hat (wobei Du beim 5er aber Glück hast...). Da gäbe es geschlossene von Bartolini, Seymour Duncan Basslines und Delano, die aber allesamt auch andere ziemlich breite Formate haben (es gibt dazu auch bei Bartolini eine .PDF Tabelle). Für mehr Fett kannst Du auch die in Kombination mit einem Sadowsky oder Aguilar Preamp betreiben.

    Ich weiß da jetzt auch nix auswendig und ausmessen könnte ich Dir nur meine 4- und 6-Saiter.

    Bei z.B. Hot Wire.
     
  17. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.12.04   #17
    Nachtrag: einen gegenteiligerweise zu hohen Steg, oder auch überhaupt, kann man in den Korpus einlassen.

    Wenn doch Halsschräge, dann wenig (1½°) und entsprechend berechnen.

    Schließlich würde ich empfehlen, vorab ein Modell zu bauen... Also auch dafür Holz besorgen!
     
  18. museager

    museager Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.04   #18
    hab deine brücken jetzt nicht so gefunden, aber auf der pickupsuche bin ich mal bei rockinger vorbeigekommen und hab da zwei bridges gesehn, einmal die ABM 5-Saiter Bassbrücke und dann noch die wesentlich billigere WILKINSON 5-Saiter Bassbrücke. kann einer was über die sagen?

    oder kannst du mir mal links geben, wo ich deine vorschläge bestellen kann?

    also an tonabnehmer hab ich mir jetzt mal den bartolini mv5cbc rausgesucht, hab dafür aber nur nen amerikanischen versand gefunden. krieg ich den hier in deutschland auch irgendwo her?

    wegen den maßen: das einzige noch zu diskutierende maß ist für mich die DICKE und BREITE des halses und der griffbretts. vorläufig hab ich da mal als breite pauschal 8 cm genommen und als dicke 5 bzw. 0,7 cm bei 5cm bodystärke veranschlagt. einwände bitte!

    gibts noch andere 5-saiten-flatwounds? und kann man die noch woanders bestellen?

    was für maße sind eigentlich für bunddraht normal? also wie hoch und breit sind diese dinger? und: was für ne farbe hat nickel? bei rockinger sind nickel-bunddrähte und die sehen so golden aus.. gibts die nicht in eher silberfarbenen (also normalem) look oder täuscht das bild?

    edit: meinst du mit "Modell" sowas wie ne schablone?
    edit2: ich willt den bartolini einzeln einsetzten, so in "mittelstellung" zwischen bridge und griffbrettende. ist das ok oder ist das etwa ein pickup speziell für eine bestimmte position bzw. für den dualen betrieb mit nem anderen?
     
  19. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.12.04   #19
    Wilkinson, wenn es die ist, die ich in Erinnerung habe, ist leicht und daher "vintage"-geeignet, wurde früher mal von Carvin, Tung u.a. verbaut. Über ABM habe ich keine genaueren Infos, machte vom oberflächlichen Draufkucken bei Allparts zumindest aber einen vielversprechenden Eindruck. In der solideren Abteilung kann man natürlich auch z.B. die Leo Quan BadAss, Schaller, Kahler etc. nehmen.

    Eh' man sich jetzt dumm & dämlich surft, schick lieber eine Email mit demselben Text, ob, und wenn ja, zu welchem Preis und mit welcher Lieferfrist, sie welche der infragekommenden Brücken Dir zukommen lassen könnten, an die bekannten größeren Läden (Musik Produktiv, Amptown, Musik Service, Thomann & al.).

    Will ich doch stark hoffen. Haste nochwas für die eben angeregte Mail.

    Mußt Du selber wissen, und auch hier kann Dir der Dummie (s.u.) zu einer konkreteren Vorstellung verhelfen. Du wolltest ja einen großen Bass mit großem Sound :)

    Ja, gibt zwar deutlich weniger als für 4-Saiter, aber immer kenne ich noch D'Addario Chromes, die zwar nicht ganz nasenfrei sind, ich aber dennoch für insgesamt gelungen halte, recht pfundig bei sehr gutem Sustain, und Thomastik-Infeld Jazz E-Bass Flatwound Roundcore, die allerdings mir schon etwas zu dünn sind.

    Es gibt spezialisierte Saitenversender, die wenn sie's nicht eh' im Programm haben, sowas auf Anfrage gerne besorgen.

    Bunddraht gibt's in verschiedenen Legierungen. Maße sind mal wieder Geschmackssache, Leeland Sklar spielt winz Mandolinendraht, der öfters ersetzt werden muß, der Slides wegen, andere gehen des Sustains wegen bis Jumbo in der flachen Variante. Die meisten Hersteller verbauen Medium.

    Wenn's ausreicht. Du kannst aber auch erstmal an einem "Dummie" aus Billigholz alles ausprobieren bzw. üben.

    Als StingRay Replacement ist der schon als alleiniger PU geeignet und gehört eigentlich in den sog. "sweet spot", der sich bei einer 34" Mensur 30" vom Sattel entfernt befindet. Was nicht heißt, daß man den nicht irgendwoandershin setzen könnte oder mit einem Jazz oder auch auch demselben nochmal kombinieren könnte.
     
  20. museager

    museager Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.04   #20
    Steg wird wohle ne Schaller 3-D5 werden, die gällt mir optisch sehr und hat gute Eigenschaften was Einstellmöglichkeiten betrifft. Einwände?

    Und was ist mit rockinger? Ich wollte da die meisten Kleinteile bestellen und hab da mal angefragt, mal sehn wie schnell die antworten. Zur Not währe ein Import des Bartolini beim derzeitigen Dollarstand eigentlich zu verschmerzen, 120$ mit shipping, also ca. 90?. Wieviel Zoll würde da noch zukommen, weiß das jemand?

    wegen der dicke: DU hast doch gesagt, das die kopfplatte mit ausgefräst werden soll und nicht angeleimt, also wie dick soll denn dann bitte der hals sein? oder würdest du saitenniederhalter nutzen? ich wollte mich nämlich eigentlich von dem ding verabschieden weil ich immer leichtere probleme beim saitenaufziehen hatte (aber das wird immer weniger, warscheinlich mangelnde erfahrung, hab ja glaub ich auch erst meinen 5. saitensatz gesamt (bei 2 jahren bassspiel und 1 jahr mit eigenem bass ist das ok find ich:) ) )

    von wegen großer bass: bin ungefähr bei einem body-maß von 50x40 angelangt :) aber bei meinen 2m Körpergröße wird das wohl gehen, stark genug bin ich auch glaub ich ;)

    ich hab grad gemerkt, wie sch***e teuer doch 5-Saiter-Flats sind, die von D'addario sind noch am günstigsten mit 43? oder so..oder hab ich nur nen falschen Versand gefunden gehabt? (saitenkatalog.de)

    Wo meinst du denn würde der Bartolini denn meinen Soundwünschen am besten entsprechen?


    Muss dir mal n großes Lob aussprechen Heike, bist seeehr hilfreich und vor allem geduldig und vor allem weißt du so viel :D gut das es dich gibt, wer hätte sonst auf meine ganzen fragen geantwortet?
     
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