Sennheiser MD421 umlöten auf XLR Kabel: grün und grau

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Squiere1967

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Moin,

ich habe ein MD421 bekommen und würde es gern auf XLR umlöten (also altes Kabel mit Kleintuchel auf ca. 30 cm kürzen)
Kann jemand was zur Belegung der Pins sagen?

Danke Hauke
 

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Mach mal ein Foto vom Typenschild. Das ist in der Nut für die Stativklemme. Es gibt verschiedene Versionen vom MD421, wenn es die HN/HL Variante ist, ist es nicht ganz so einfach.
 
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  • #5
Moin, ist das alles von der Belegung standardisiert?
 

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Na toll, Typenschild fehlt…
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass ein normal belegtes Adapterkabel funktioniert. Das vorhandene Kabel auf unsymmetrische Klinke könnte aber ein Hinweis auf die HN/HL Variante sein. Da gibt es auch eine Möglichkeit, aber dazu muss man ins Mikrofon eingreifen. Hast du Messmöglichkeiten? Ansonsten einfach ausprobieren.
 
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  • #7
Moin,

es hat ja nur M und S am Drehschalter. Nach meiner Recherche ist das dann ein 421 H (hoffe ich).
Ich hab nur son Standart-Messgerät für Ohm Volt und Ampere.
 
Den Bassschalter haben alle außer dem BF521. Du kannst mal den Widerstand zwischen 1 und 2 sowie zwischen 3 und zwei messen. Ist der gleich groß, sollte es ein niederohmig symmetrisches Modell sein und der normale Adapter funktioniert.
 
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  • #9
Ich löte morgen mal die Klinke ab. Mit meinen unegalen Fingern kann ich an den kleinen Pins nicht messen :-)

Das Mikro funktioniert mit Klinke, zur Not bestelle ich den Adapter und Klinke auf XLR. Es soll nur dem Homerecording dienen.

Nachtrag: Ich hätte die Lösung auch mit der Suche finden können:
www.musiker-board.de/threads/pinbelegung-tuchel-auf-xlr.610919

Ich bedanke mich für die Antworten, ich bin auf jeden Fall schlauer geworden.

LG Hauke
 
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  • #10
ich habe mir in der Bucht für wenig Geld Adapterkabel Klein/Großtuchel > XLR für meine MD4{2|4}1 gekauft, funktionieren gut. Die oben abgebildeten sssnake-Kabel gab es damals noch nicht, wären heute meine Favoriten.

Noch was zur historischen Einordnung: Schwarz/Gold gab es meines Wissens nur in den 80s, vielleicht noch den 90s. Interessant!
 
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  • #11
Ich habe das Mikro vom Kumpel bekommen, sozusagen als Dauerleihgabe. Bei Ihm lag es seit Jahren nur rum. Er hat es vor ca. 45 Jahren mal gebraucht bekommen, weil er sich unbedingt ein Mikro gewünscht hat.
 
  • #12
Behalte es in Ehren! Ich habe selbst ein 421-2 (Großtuchel) und ein 521, die ich gerne universell im Weltmusikensemble vor dem Gebläse oder Percussion einsetze. Alles andere geht auch. Es war zu meinen Rundfunkzeiten das "überall mit hin"-Mikrofon.
 
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  • #13
Ich hab als junger Mensch mal beim PA Verleiher ausgeholfen. Wir hatten einige 421 dabei. Ein gutes Arbeitstier, gerade bei unbekannten Künstler auf Veranstaltungen. Klingt Live irgendwie an jedem Instrument gut.
Also keine Sorge, das Mikro bekommt ein guten Platz im Regal und wohl auch ein eigenes kleines Case. Es soll sich ja wohlfühlen.
 
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  • #14
Abschlussbericht:

Ich hab die Klinke drangelassen und alles anständig neu verlötet
Auch mein Bekannter der früher Toni war, wusste nicht, wie man die Kleintuchel öffnen konnte. Also haben wir das Kabel durchgemessen.

Das verwirrende war das vorhandene Kabel. Es hatte 4 Adern und jede Ader war einzeln abgeschirmt. Die beiden Adern, die am + der Klinke anlagen, waren nicht getrennt,wie ich anfangs dachte. Die waren im Signalweg zusammengelegt. - ging dann (auch mit zwei Adern) an den Schirm. Nachdem ich nun den XLR angelötet habe (Schirm, Plus und Minus)war das Mikro nur am brummen.

Ich denke ich hab die HN/HL Variante erwischt und hab mich entschieden, alles im originalen Zustand zu belassen. Da das Mikro nur im Home-Recording Bereich eingesetzt wird und ich max 3 Meter Kabel benötige, rechne ich mit sehr wenig Störeinflüsse.

Danke für die guten Tipps.

LG Hauke
 

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  • #15
Es hatte 4 Adern und jede Ader war einzeln abgeschirmt.
Das war früher dazu da, ein Tonband an eine Stereo-Anlage anzuschließen mit den 5-poligen DIN Steckern. 2 hin, 2 zurück.

Welche Schltung du jetzt hast, kannst du anhand der Verschaltung direkt am Stecker des Mikros rausmessen.
Am besten wäre N. ohmscher Durchgang zwischen Pins 1 und 3 und von denen keiner nach 2.
Wenn man einen ohmschen Durchgang von 1 nach 2 oder von 3 nach 2 messen kann, ist das vermutlich HL
Bei Kurzschluss zwischen 1 und 3 aber LM.

MD421HNoderHL.gif


Ich hab ein altes Beyerdynamic* M88, das hat glücklicherweise Schema N

Kleintuchel gehen nicht so schwierig aufzumachen.
Einerseits gibt es seitlich eine Schraube und hinten muss man die Zugentlastung rausschrauben. Dann geht der Inhalt nach vorne raus.
Es gibt verschiedene Varianten.
 
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  • #16
Guten Morgen

...entweder hinten den Knickschutz abschrauben, dann kommen 2 winzige Schrauben für die Zugentlastung zum Vorschein und zusätzlich läßt sich die Überwurfmutter zum Verschrauben mit der Buchse bzw Stecker am Mikro nach hinten abziehen.

Um den eigentlichen Gehäusekern war dann ein runder Metallring der konnte nach hinten geschoben werden und durch Aufklappen des Gehäuses waren die Anschlüsse frei.

Ich hab selber 2 421er und 2 441er mit den Kleintuchel.
Ja da gibt es verschiedene Steckverbindermodelle.
Aber mit etwas Ruhe und scharf anschauen bekommt man schon raus, wie die zu öffnen sind.

Da die Klinke nur mono ist, bietet sich natürlich an auf XLR umzubauen um die Symmetrie zu nutzen.

Ich denke, das am meisten verwendete Schaltschema war N.

Norbert


Nachtrag: ich habe mir viele Kabel und Adapter selber gelötet. Notfalls kann ich meine Kabel ausmessen bzgl Belegung. Ggf p PM
 
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  • #17
Zum Aufschrauben der Stecker noch der Hinweis, dass es da je nach Hersteller und dessen Bösartigkeit welche mit Links- und Rechtsgewinde gibt und welche, bei denen man die Schraube nach innen schraubt zum Öffnen und welche, bei denen man sie nach außen schraubt. Für den besseren Nervenkitzel brechen diese Madenschrauben mit Schlitz dann auch sofort ab, wenn man mit nur mäßigem Feingefühl falsch herum dreht…

Ergänzend sei noch gesagt: Das einzige akzeptable Werkzeug für diese Schrauben ist ein selbst erlegter Schraubenzieher von der Schießbude am Volksfest.
 
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  • #18
HIer mal ein Foto von 2 Kleintuchelsteckern.
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Links der mit dem roten Kabel hat eine Schraube (mit Rechtsgewinde). Wenn die Schraube draußen ist, schiebt man mit dem Kabel den Innenteil vorne raus.
Bei dem am blauen Kabel muss man das schwarze Teil der 'Zugentlastun (auch Rechtsgewinde) rausschrauben.
 
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  • #19
Moin,

also seitlich ist keine Schraube am Tuchel, also wird das hier wohl die andere Variante sein, den Tuchel zu öffnen.

Es handelt sich hier ja um ein Mikro, welches ca. 50 Jahre auf dem Buckel hat. Das Mikro hat es verdient im Originalzustand zu bleiben und wirklich mit Bedacht eingesetzt zu werden.

Fürs Homerecording hab ich ja noch meine Groß- und Kleinmembraner plus noch ein paar dynamische Mikros, alles die üblich Verdächtigen in der etwas besseren Amateurliga. Ach und so ein Universum Richtmikrofon mit XLR welches gar nicht mal so schlecht am kleinen Gitarrenamp klingt.

Ich denke, das Sennheiser* wird mal ab und an vor den Bassamp kommen, wenn ich neben DI noch Sound einfangen will und das wird nicht häufig vorkommen.

Im Moment schaue ich nach einem netten kleinen Koffer für das 421. Es soll es ja gut haben bei mir.

LG Hauke
 
  • #20
...also am Mikrofon würde ich da gar nichts machen.

Falls Du keine andere Kleintuchel-Kupplung auftreibst und Dir ein neues Kabel basteln möchtest: was spricht dagegen, eine ganz simple "Diodenkupplung" sagte man früher(TM) ohne Verschraubung zu verwenden, ein kurzes Adapterkabel Diode auf XLR und mit einem hgw (hundsgewöhnlichen) XLR zum Mischpult?
Für harten Bühnenbetrieb vllt nicht zu empfehlen, aber für Recording? Was hätten wir früher gemacht??

Fragt Norbert
 
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