Serielle Musik

von scabdooBA, 31.01.06.

  1. scabdooBA

    scabdooBA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.06   #1
    Hi

    Hab kurz ne frage was die serielle kompositionen angeht.

    also wenn ich irgend n stück hab und ich soll da aus einem takt den Modus tonhöhe bzw Melodie herrausschreiben, aber das stück ist in einer tonart mit Vorzeichen.

    Muss ich dann bei den Modi die entsprechenden Vorzeichen voir die jeweiligen Tönen setzen oder hat die Tonart in der seriellen Musik keinen einfluß auf die modi?



    gruß
    Sebastian
     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 31.01.06   #2
    Hab kurz ne frage was die serielle kompositionen angeht.

    Nach meinem verständnis ist bei serieller musik (war mode in den 50er jahren) nicht nur die tonhöhe der reihen wie bei der dodekaphonie geregelt, sondern auch die tondauer, womöglich auch die klangfarbe. Vorher festgelegt, werden die reihen dann abgespielt, wobei wiederholungen von tönen oder notenwerten verpönt waren. Vorzeichen gibt es nur individuell, nicht generell, macht bei atonalität auch keinen sinn. Meinen wir dasselbe?
     
  3. neohawaii

    neohawaii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.05.11   #3
    Kann jemand vielleicht das ganze mal genauer erklären? Was Reihen in der 12-Tontechnik sind ist klar, aber wie wendet man denn Reihen auf z.b. Dynamik an? Jetzt mal im Fall von Dynamik, ist damit gemeint das eine bestimmte Abfolge von Dynamikstufen (z.b. mf, f, mp etc.) innerhalb des Stücks wiederholt wird oder wie ist das zu verstehen?
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 03.05.11   #4
    Wie eine 12-ton reihe wählst du 12 dynamische stufen, bringst sie in eine reihenfolge, verarbeitest sie wie diese und kombinierst (komplizierst) beide oder mehr reihen (tondauern, spielweisen u.a.).
    Je mehr parameter du diesem system unterwirfst, umsomehr bist du gebunden.
    Solche musik zu spielen, ist kein reines vergnügen (subjektive erfahrung)! Die phase währte auch nicht lange.
    Sinn des ganzen: rationalisierung, mit minimalem einfall löngere musikstücke zu machen, denn bis alle reihen abgespult sind, dauert es eine weile.
    Zu vergleichen etwa mit einem fugenbauer, der, wenn er einmal ein thema hat, es handwerklich weiterspinnt. Das ist nicht abwertend gemeint, vieles ist handwerk an jeder kunst.
    Selbst bei Bach tritt das handwerkliche manchmal in den vordergrund, anders wären die über 1 000 werke nicht zu machen gewesen, die er für den laufenden gebrauch liefern musste..
     
  5. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.05.11   #5
    Eben. Und es hat ja auch irgendwie seinen Grund (und seine Berechtigung ... ?), daß die Komponisten in - allerdings schon länger zurückliegender - Vergangenheit in der Gilde der HANDWERKER zu finden waren ...
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 03.05.11   #6
    Zum Quadrivium der 7 freien künste gehörten:
    Arithmetik: Zahlentheorie (Zahlbegriff, Zahlenarten, Zahlenverhältnisse) und z. T. auch praktisches Rechnen
    Geometrie: euklidische Geometrie, Geographie, Agrimensur
    Musik: Musiktheorie und Tonarten u. a. als Grundlage der Kirchenmusik
    Astronomie: Lehre von den Sphären, den Himmelskörpern und ihren Bewegungen, unter Einschluss der Astrologie (Auswirkungen auf die sublunare Sphäre und den Menschen)


    Die theoretiker waren akademiker.
     
  7. klaus111

    klaus111 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.05.11   #7
    Eine kompakte Definition für Serielle Musik wäre z.B. die folgende:

    Das Thema und auch Deine Frage sind nicht ohne die Hintergründe sinnvoll zu beantworten.

    Ich zitiere zunächst etwas abgewandelt aus einem meiner früheren Beiträge:

    Wer sich dennoch zu dieser Musik hingezogen fühlt und Hintergrundinformation lesen möchte, dem sei dieser Artikel empfohlen.

    Viele Grüße

    Klaus
     
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