Siemens PCF 82 Röhre

von Ray, 18.02.06.

  1. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.02.06   #1
    Dachbodenfund. Naja, Schubladenfund ;)

    Kann man damit, und sei's nur testweise, was anfangen? Beim googlen hab ich nicht viel rausgefunden.

    So rein äusserlich sieht sie aus wie ne ecc83.

    Manchmal kann man mit Röhren, die völlig unbekannt sind, ja interessante Ergebnisse erzielen. ne Vorstufe, die nimmer zerrt und ultraclean ist o.ä. :)
     
  2. GoFlo

    GoFlo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.06   #2
    Das ist eine Kombiröhre mit Triode und Pentode in einem Glaskolben. Mit solchen Röhren wurde Kleinempfänger gebaut. Du hast also eine Triode zur Signalaufbereitung und eine Pentode für die "Endstufe" komplett in einer Röhre. Allerdings sind aus der Pentode der PCL82 nur 2,8W zu holen, wenn mein Datenblatt stimmt.

    Gruss Flo
     
  3. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.02.06   #3
    Ich glaube, das war ne UHF-Mischröhre aus den Zeiten der Röhrenfernseher. Ist mir im Verstärkerbau noch nicht untergekommen, kann aber daran liegen, daß ich viel mit Fernsehern zu tun hatte, aber wenig mit Verstärkern. :rolleyes:
    Manchmal kommt man zur Verwendbarkeit einer Röhre, indem man anhand einer Vergleichsliste den amerikanischen Typ raussucht. Da gibt es, gerade auf dem Amateurfunksektor, im Amiland noch jede Menge Bastler. Liegt vielleicht daran, daß in dem großen Land gerade die ländlichen Gegenden (mangels Rentabilität) noch nicht alle an den Handynetzen teilhaben und deshalb noch viel herkömmlicher Funk betrieben wird.

    Edit: Caramba, zu lange getrödelt, GoFlo war schneller!
     
  4. Ray

    Ray Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.02.06   #4
    D.h. ich kann das Teil in die Tonne treten oder an die Wand nageln? :)
     
  5. schmoemi®

    schmoemi® Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #5
    d.h. man könnte sich daraus einen Vollröhren-Übungsamp mit einer Röhre und ca. 3W zimmern.. wie geil... :cool:
     
  6. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 22.02.06   #6
    ...sozusagen einen MicroTUBEcube! ;)

    @topic:
    im Moment sind bei ebay die Versandkosten dafür teurer als die Röhre selbst, aber wer weiß, in 100 Jahren...:rolleyes:
     
  7. DerOnkel

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    Erstellt: 22.02.06   #7
    Diese Röhre kann man mit Sicherheit zum Bau einer NF-Vorstufe verwenden. Die Kombination Triode-Pentode ist da nicht ganz uninteressant. Man braucht dann nur noch einen kleinen Übertrager mit dessen Hilfe das Signal von der Pentode ausgekoppelt wird.

    Mit einer geeigneten Schaltung, kann man daraus sicherlich einen schönen "Kratzer" basteln.

    Die PCF82 wurde hauptsächlich als NF-Vorverstärker (Pentode) + NF-Treiber (Triode) oder als Mischer in Fernsehgeräten eingesetzt. Der amerikanische Vergleichstyp lautet: 9U8A

    Was Flo vergessen hat, ist die Tatsache, daß die Röhren der P-Serie indirekt geheizt werden. Soweit ich weiß benötigt die PCF82 einen Spannung von 9,5V für die Heizung. Dabei fließt dann ein Strom von 300mA.

    Der PCF82 wird ein gewisser Hang zur Mikrofonie nachgesagt, weshalb sie in Audioanwendungen nicht so gerne eingesetzt wird.

    Hier die Daten:

    Ein Datenblatt im PDF-Format ist hier oder beim Onkel verfügbar.

    Wie bei allen Röhrenschaltungen gilt auch hier:

    Röhrenschaltungen sind nichts für Bastler und selbsternannte Fachleute! Die benötigten hohen Spannungen können lebensgefährlich sein! :eek:

    Ulf
     
  8. Rockin'Daddy

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    Erstellt: 22.02.06   #8
    Ah ja!
    Ich habe nämlich auch ein paar von den Dingern im Proberaum rumliegen.
    Also 82'er und ich glaube auch 86'er.

    Gibt es im I-net Baupläne für so'ne Leistungsboliden-Amps:D ?
     
  9. DerOnkel

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    Erstellt: 22.02.06   #9
    Ich habe vorhin mal grob gescannt, bin aber nicht so recht fündig geworden. Im Zweifelsfall wird das also wirklich eine Bastelei. Ergo: Nichts für Anfänger!

    Da war eine NF-Schaltung, aus der man sich ggf. bedienen kann.

    Mit der Triode der PCF würde ich eine Standardschaltung aufbauen wie hier gezeigt:

    [​IMG]

    Typischerweise nimmt man Rg=1MOhm, Rk=1,5kOhm und RPp=100kOhm oder 220kOhm. Als Ri kann man dann ein logarithmisches Poti mit 1Mohm oder 470kOhm verwenden. Für Ci und Co sind Werte um und bei 22nF bis 47nF wohl brauchbar.

    Vom Schleifer des Potis geht man dann auf das Gitter der Pentode.

    Entweder koppelt man hier, wie gezeigt über einen weiteren Kondensator auf ein Poti aus oder man ersetzt den Anodenwiderstand (100kOhm>) durch einen geeigneten Übertrager, der mit Hilfe seines Übertragungsverhältnisses die Last auf der Sekundärseite auf primärseitige 100kOhm transformiert.

    Das größte Problem dürfte in der Erstellung des Netzteils bestehen. 9Volt mit 300mA lassen sich mit Sicherheit realisieren. Zusätzlich 200 bis 300 Volt für die Hochspannung sind da schon problematischer. Entweder läßt man sich einen entsprechenden Netztrafo wickeln ($$$$$) oder man verwendet eine Kaskadenschaltung, welche die Spannung vervierfacht. Dann benötigt man lediglich eine Gleichspannung von 50 bis 80Volt.

    Natürlich kann man auch die Netzspannung direkt gleichrichten, aber über diese schmutzige und gefährliche Lösung habe ich nichts gesagt!! Da die Saiten der Gitarre in der Regel auch geerdet sind, ist sie eindeutig die Fahrkarte in einen potentiellen Tod! :eek: Ergo: Nicht zu empfehlen!!

    Die von mir eben genannten Werte sind nur als Anhaltspunkt zu verstehen. Sie müssen mit Sicherheit angepaßt und optimiert werden! Hier ist also der Fachman gefragt! Zwei Jahre Phasenprüfer ist da bei weitem nicht ausreichend!!

    Ulf

     
  10. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.02.06   #10
    :eek: :D
    Das überlasse ich dann doch lieber den Fachmännern. Bevor ich mit meinem Selfmade-Amp um die Wette rauche....
    Ich bin ja schon glücklich, wenn ich die TAD-Kits ohne Todesfall ordentlich verlöte.
     
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